Islamischer Staat nix Islam?

August 21, 2014

Aber diese Krise hat mit Religion weniger zu tun, als es dem Islamgegner de Winter lieb wäre. Syrien zerfällt, der Irak zerfällt und der Islamische Staat dringt in die Lücke vor.

(Augstein)

Dass der Islam nicht nur eine harmlose Religion, sondern leider auch eine Ideologie zur Errichtung von Terrorstaaten ist, scheint mittlerweile fast jeder verstanden zu haben.

Nicht einmal Todenhöfer kann seine Theorie vom säkularen “Irakischen Widerstand” aufrechterhalten, doch Augstein hält den Islamischen Staat lediglich für einen Lückenbüßer der “verpfuschten amerikanischen Nahost-Politik”.

Statt die Terroristen im Irak zu bekämpfen, möchte ihnen Augstein lieber in Deutschland Asyl gewähren.

Wer so tapfer gegen die USA gekämpft hat, ist schließlich gerade für das vom US-Imperialismus besonders arg unterdrückte Deutschland eine dringend benötigte Bereicherung.

Und nach dem Endfrieden leben alle glücklich in einer islamisch-feministischen Welt.

Kein Abschiebeschutz für Terroristen!

August 21, 2014

Neun davon sollen laut „Presse“ anerkannte Konventionsflüchtlinge aus Tschetschenien sein – im Alter zwischen 17 und 32 Jahren, unter ihnen auch eine Frau. Sie werden verdächtigt, dass sie sich als Dschihadisten im Syrien-Krieg beteiligen wollten.

(ORF)

Alle, die sich über das brutale Vorgehen gegen die russischen Separatisten in der Ukraine beklagen, mögen sich daran erinnern, was Putin getan hatte, um die abtrünnige Provinz wieder in sein Imperium einzuverleiben.

Putin hatte gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen der Tschetschenen einen regelrechten Vernichtungsfeldzug geführt.

Es ist ehrenwert, dass Österreich Tschetschenen Schutz vor Verfolgung gewährt hat.

Für Tschetschenen, die Österreich nun als Basis missbrauchen, um für die Errichtung eines islamistischen Terrorstaates zu kämpfen, darf es jedoch keinen Schutz geben, egal was Putin mit ihnen anstellen würde.

In England wurde jahrelang ein juristischer Eiertanz um die Abschiebung eines berüchtigten Hasspredigers aufgeführt, weil ihm nach Ansicht des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in seiner Heimat Jordanien ein “unfairer Prozess” gedroht hätte. Dabei handelt es sich bei Jordanien noch um eines der zivilisiertesten Länder der islamischen Welt.

Die Menschenrechtskonvention und das Asylrecht wurden dazu geschaffen, um Menschen vor Barbarei zu schützen.

Leider werden die Menschenrechte von perversen Richtern so ausgelegt, dass sie ausgerechnet den schlimmsten Barbaren nützen.

Wenn man die tschetschenischen Terroristen nicht konsequent nach Russland abschiebt, sorgt man dafür, dass auch die Asylgewährungen aller anderen Tschetschenen, die mit dem Irrsinn des “Islamischen Staat” nichts zu tun haben wollen, in Frage gestellt werden.

Im privilegierten Ghetto

August 20, 2014

Eine stille Wut brodelte in Malcolm. Friedlicher Bürgerrechtsaktivismus, befand er am Morgen unserer Abfahrt, sei gescheitert: “Vielleicht ist es Zeit, dass wir Afroamerikaner uns rächen.” Meine fast beiläufige, lahme Reaktion: Gewalt ist keine Antwort.

Worauf mein Partner erst recht hochging. Er sprach von “White Privilege”, von weißer Ignoranz und Arroganz, nannte meine Reaktion abschätzig, verständnislos, billig.

Ich war entsetzt über das Etikett “White Privilege”, hatte das noch nie gehört, nicht auf mich bezogen. Wo die USA doch seit Jahrzehnten meine Wahlheimat sind und ich mich gerne für “farbenblind” halte – in meiner Überheblichkeit. Der Vorwurf der Ignoranz schien mir abschätzig.

(Marc Pitzke)

Doch dann passiert das Unerhörte, das Pitzke schlagartig zu seinem Glauben an die Weiße Schuld zurückführt:

Sein schwarzer Freund kassiert von einem weißen Polizisten einen Strafzettel wegen eines Verkehrsdelikts.

Zufall? Bedeutungslos? Was für mich eine banale Verkehrskontrolle war, war für meinen Partner eine persönliche Verletzung, die gleichzeitig tief in die Geschichte hineinführt. Ähnlich wie der Fall Michael Brown: Ferguson ist, wie er mir später erklärte, das Spiegelbild seines eigenen Traumas. Jener “alltäglichen Furcht” vor dem wahllosen “death by cop”, die alle Afroamerikaner verfolgt.

Das Risiko, einem Cop zum Opfer zu fallen ist zwar in der Realität wesentlich geringer als das Risiko, von einem schwarzen Bruder ermordet zu werden.

Erst recht, wenn man in einem schwarzen Ghetto wie Ferguson mit seinem weißen Boy-Friend unterwegs wäre.

Wenn man im privilegierten New Yorker Schwulen-Ghetto lebt, gehen einem jedoch leicht die Relationen verloren.

Europäische Verhältnisse in Ferguson

August 19, 2014

In einem amerikanischen Ghetto geht es rund.

In Europa könnte so etwas natürlich nie passieren:

http://de.wikipedia.org/wiki/Unruhen_in_Frankreich_2005

http://de.wikipedia.org/wiki/Unruhen_in_England_2011

http://de.wikipedia.org/wiki/Unruhen_in_Stockholm_2013

Es folgt die übliche Berichterstattung über den “institutionellen Rassismus” der USA, an dem auch die Wahl eines schwarzen Präsidenten nichts zu ändern vermochte:

Browns Tod hat in der Kleinstadt etwas aufbrechen lassen, was unter der Oberfläche wohl schon länger brodelte. Zwei Drittel der gut 20.000 Einwohner sind schwarz, aber nur drei von 53 Polizisten. In Browns Tod sehen viele einen Fall von institutionellem Rassismus.

(Spiegel)

In Amerika gibt es nicht einmal 10 % Schwarze und trotzdem ist ein Schwarzer zum Präsidenten gewählt worden.

In Obamas Wahl könnte man nach der Spiegel-Logik daher ebenfalls eine Form von institutionellem (wenn auch verdrehtem) Rassismus sehen.

Dass bei solchen Krawallen nie den Tätern, sondern sonstwem die Schuld zugewiesen wird, ist allerdings eine Form von klassischem Rassismus, da den Tätern nicht einmal die Verantwortlichkeit für ihr eigenes Handeln zugetraut wird.

Ausgerechnet Schweden

August 18, 2014

Mit der Pressekonferenz wollten Assange und Patino den öffentlichen Druck auf Großbritannien und Schweden erhöhen.

Assange sitze in der Botschaft fest. “Wie lange will die schwedische Justiz das noch zulassen?”, fragte der Außenminister. “Fünf Jahre, zehn Jahre?”

(Spiegel)

Julian Assange wehrt sich mit Händen und Füßen gegen seine Auslieferung nach Schweden.

Dass die Gefahr einer Auslieferung in die USA ausgerechnet im neutralen Schweden höher sein sollte als in Großbritannien, erscheint wohl nicht sehr logisch.

Als Verräter von westlichen Militärgeheimnissen hätte Assange im progressiven Schweden wohl nichts zu befürchten.

Seine Anwalts-Armada könnte die schwedischen Richter bestimmt mit Leichtigkeit davon überzeugen, ihn nicht an die böse USA auszuliefern.

Wenn es allerdings um ein Macho-Schwein geht, versteht der schwedische Linksstaat keinen Spaß.

In Schweden können Männer auch nach einvernehmlichem Sex wegen Vergewaltigung vor Gericht gezerrt werden, wenn sich die weiblichen Opfer mies behandelt vorkommen.

Dabei ist es nicht so, dass die Schweden mangels echter Vergewaltigungen es notwendig hätten, neue Tatbestände zu erfinden:

Schweden ist vor Norwegen das Land mit der höchsten Rate an echten klassischen Vergewaltigungen in Europa.

Im Unterschied zu Norwegen darf in Schweden jedoch nicht über die Herkunft der Vergewaltiger berichtet werden…

…außer es handelt sich dabei um weiße Macho-Schweine.

Karl Mays sterben nicht aus

August 17, 2014

Man konnte Scholl-Latour zu Recht vorwerfen, dass sein Abenteurergestus die Analyse überschattete. Für eine ganze Generation von Orientalisten, die sich wissenschaftlich mit dem Nahen Osten beschäftigen, war Scholl-Latour eine veritable Hassfigur. Man nannte ihn “Karl May der Zweite”.

(Spiegel)

Leider kommt wohl nichts Besseres nach.

Mit Jürgen Todenhöfer scharrt schon der nächste Karl May in den Startlöchern.

Peter Scholl-Latour war im Vergleich zu Jürgen Todenhöfer zweifellos der wesentlich niveauvollere Karl May.

Gefahr des staatlich geförderten Terrors

August 17, 2014

IS ist vom Irrsinn her das Gleiche wie Al Qaida – wirklich gefährlich wird es dann, wenn wieder eine staatliche Basis entsteht, von welcher der Terror weltweit gesteuert werden kann.

In den letzten 12 Jahren waren es ja nur irgendwelche versprenkelten Ölscheich-Söhne, die am Werk waren.

Der weltweite Terror der RAF, Rote Brigaden, IRA, ETA, PFLP war nur durch die logistische Unterstützung durch die UdSSR möglich.

Der Islamismus ist die wesentlich aggressivere Ideologie als jene der linken Studenten oder der nationalen Befreiungsbewegungen.

Wenn ein mächtiger Staat hinzukommt, der den islamistischen Terror weltweit steuert, erwarten uns auch in Europa völlig neue Dimensionen des Terrors.

Der Terror würde jedoch auch Indien, China und Russland treffen – vielleicht wäre dies ein Anlass, endlich am selben Strang zu ziehen und den Sheriff bei seiner Arbeit zu unterstützen, statt beleidigt über den Verlust des Weltmacht-Status sein eigenes Süppchen zu kochen…

…im Moment gibt es allerdings nicht einmal einen Sheriff.

Ein erster Schritt, den die Europäer auch ohne eine Einigung zwischen den anderen Mächten setzen können, besteht darin, nicht mehr das eigene Land als Rückzugsbasis für die Dschihadisten und ihre Familien zur Verfügung zu stellen.

Eine sehr simple, aber effiziente Maßnahme, um Europa unattraktiv für die Islamisten zu machen, besteht in der Implementierung eines konsequenten Verschleierungs-Verbotes.

Friedens-Populismus im Dienste von Halsabschneidern

August 14, 2014

Dschihadisten-Sohn posiert mit abgeschnittenem Kopf

Und was ist mit Srebrenica, mit Ruanda oder eben jetzt mit den leidenden Jesiden? Dazu hat die frühere Bischöfin Margot Käßmann im SPIEGEL alles gesagt: “Es ist interessant, dass Sie immer vom Ende her denken, wenn es keine gewaltfreie Lösung mehr zu geben scheint. Heute existieren viele Friedensforschungsinstitute, die Strategien entwickelt haben, um Konflikte zu vermeiden oder zu schlichten.”

(Augstein)

Diese “Friedensforschungsinstitute” wurden im Kalten Krieg vom KGB gegründet, um die Wehrhaftigkeit der westlichen Demokratien zu untergraben.

Bei demokratischen Gesellschaften wie der BRD konnte man mit dem Friedens-Populismus gewisse Erfolge erzielen.

Islamistische Extremisten scheren sich jedoch einen Dreck um das Gewäsch von altlinken Friedensschwätzern.

Der islamistische Extremismus lässt sich wie der Nationalsozialismus nicht durch Appeasement befrieden, sondern nur durch seine konsequente politische und militärische Bekämpfung.

Ja, man muss den Jesiden jetzt helfen. Aber ihr Verfolger, die neue Lichtgestalt des islamistischen Terrors Abu Bakr al-Baghdadi, ist – ebenso wie sein Vorgänger Osama Bin Laden – ein Geschöpf der verheerenden amerikanischen Nahost-Politik. Wo beginnt die “Verantwortung”, von der jetzt immer die Rede ist?

Auch die Siegermächte des Ersten Weltkriegs trugen wohl eine gewisse “Verantwortung” an Hitlers Aufstieg – das änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass es dringend notwendig war, Hitler mit aller Gewalt Einhalt zu gebieten.

Dass die Menschen aus der Geschichte nichts lernen, ist bekannt. Aber es ist erschütternd, wie kurz ihr Gedächtnis ist.

Das trifft auf niemanden mehr zu als auf Augstein selbst.

Der CDU-Außenpolitiker Karl-Georg Wellmann war einer der ersten, die sich für eine Bewaffnung der Kurden gegen die IS-Dschihadisten ausgesprochen haben. Er nannte die Kurden eine “westlich orientierte Ordnungsmacht”. So ähnlich dachten die Amerikaner von den afghanischen Mudschaheddin, als sie ihnen Stinger-Raketen für den Kampf gegen die Russen lieferten.

Bei diesem Punkt hat Augstein sogar recht (wenn auch unfreiwillig).

Seine Feinde bekämpft man am besten persönlich.

Unter Carter hatte man den Kampf gegen die Sowjetunion den Mudschaheddin überlassen, unter Clinton ließ man die Taliban den afghanischen Bürgerkrieg befrieden, unter Obama hat man den Kampf gegen Assad den Dschihadisten überlassen.

Wenn ein mächtiger Terror-Staat entsteht, wird jedoch nicht nur der Westen darunter leiden.

Gerade Russland hat von allen europäischen Staaten die größte muslimische Minderheit, die noch dazu ein zusammenhängendes Gebiet bewohnt.

Man hat gesehen, was die RAF, die Roten Brigaden, die IRA, die ETA mit der logistischen Unterstützung der UdSSR in Europa anrichten konnten.

Russland sollte angesichts dieser Gefahr im eigenen Interesse seine Sowjet-Nostalgie aufgeben und mit der demokratischen Welt an einem Strang ziehen.

Aber auch Stalin war erst dazu bereit, Hitler als das dringendere Problem anzusehen, als er direkt von ihm angegriffen wurde.

Türkische Wechselwähler

August 12, 2014

Bei den türkischen Wahlen wird der Islamist “Islamisch-Konservative” Erdogan gewählt:

Recep Tayyip Erdogan hat am Sonntag die Wahl zum türkischen Präsidenten für sich entschieden. In Wien erhielt er 81,4 Prozent der insgesamt 6.179 gültigen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag österreichweit aber nur bei neun Prozent.

(ORF)

Bei den österreichischen Wahlen wählen die konservativen Türken auf einmal “progressiv”:

Die fortschrittliche SPÖ ist nun einmal die Partei, mit der die islamische Unterwanderung am besten voranschreiten kann.

Die niedrige Wahlbeteiligung lässt sich vielleicht damit erklären, dass viele der in Österreich wahlberechtigten Türken illegal beide Staatsbürgerschaften besitzen:

Doppel-Staatsbürgerschaften sind in Österreich in der Regel nicht erlaubt. Dennoch machen zehntausende Türken von der illegalen Möglichkeit Gebrauch, sich nach der Bewilligung der österreichischen Staatsbürgerschaft die türkische zurückzuholen.

(Presse)

…was dann doch einige davon abgeschreckt haben dürfte, sowohl SPÖ als auch AKP zu wählen.

Muss man Erdogan gratulieren?

August 10, 2014

Mit absoluter Mehrheit haben die Türken Premierminister Erdogan zum neuen Präsidenten gewählt. Auch künftig will er das Land nach seinen islamisch-konservativen Vorstellungen formen.

(Spiegel)

Wie auf Kommando wird der Islamist Erdogan in allen wichtigen deutschsprachigen Medien zum “Islamisch-Konservativen” verharmlost.

Das AKP-Kopftuch mag zwar “gemäßigter” als die Burka oder der Tschador sein – die Ideologie ist allerdings dieselbe.

Bemerkenswert sind auch die Reaktionen im Kommentarbereich:

objektive_betrachtung heute, 20:12 Uhr
Jeder muss den Willen des Volkes akzeptieren. Auch das ist Demokratie. In diesem Sinne, mein Glückwunsch.
3. In Ordnung
rosenrot367 heute, 20:19 Uhr
Wenn jeder zweite Wähler Erdogan wählt, dann ist an diesem Sieg nicht zu rütteln. Wenn 52% der Türken seinen Stil mögen – ist doch voll in Ordnung, dass sie einen Präsidenten Erdogan bekommen! Wir sollten nicht immer von unserem
4.
Mac_Beth heute, 20:22 Uhr
Sehe ich ähnlich. Man sollte die Meinung der Türken respektieren. Mir ist nur wichtig, dass wir unserem eigenen Wertesystem treu bleiben.

Während man in Europa einen permanenten “Kampf gegen Rechts” führen zu müssen glaubt, ruft man dazu auf, die “demokratische Entscheidung” der Türken zu respektieren.


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