Oliver Stones “W.”

Oliver Stone ist zweifellos ein brillanter Regisseur. Filme wie Wallstreet, Natural Born Killers und natürlich JFK Tatort Dallas haben das amerikanische Kino der letzten 30 Jahre geprägt.

Mit JKF Tatort Dallas gelang es Oliver Stone mehr als nur cineastische Geschichte zu schreiben. Der Film schrieb die Geschichte tatsächlich neu – die heutige Sichtweise auf das Attentat auf Präsindent Kennedy wurde zu einem großen Teil von seinem Film geprägt.

Oliver Stone hat für den Film fiktives Material mit Originalmaterial zusammengemischt. Diese halbdokumentarische Form suggeriert eine hohe Authentizität.

Auf diese Problematik angesprochen, sagte Oliver Stone, das Publikum sei intelligent genug zu wissen, dass es sich nur um einen fiktiven Film handle.

In zahlreichen Berichten und Dokumentationen wurden Fehler und Unwahrheiten des Films aufgezeigt. Gegen die Narrative des Erfolgsfilms kommen diese jedoch kaum an.

In späteren Jahren hat sich Oliver Stone ebenfalls an historischen Themen versucht.

Er verfilmete die Leben der zwei unbeliebten republikanischen Präsidenten Richard Nixon und George W. Bush. Deren Werdegang ist hinlänglich bekannt. So blieb wenig Raum für Fiktionen, und die Filme halten sich relativ streng an historische Fakten.

Oliver Stone ist jedoch in erster Linie ein brillanter Drehbuchautor. Ohne Vermischung von Realität mit seinen spannenden Fiktionen blieb besonders sein Nixon Film recht farblos.

Alles was er gegen Bush aufzubieten hatte, wussten Bush Gegner ohnehin schon in allen Details. Nichts was er ihm unterstellen konnte, ist Bush nicht schon unterstellt worden.

Dass Bush dumm ist, wissen wir spätestens seit der Fernsehserie unmittelbar zu Beginn seiner Amtszeit. Vom Alkohol- und Kokainmißbrauch seit Pinks Nr 1 Hit, Michael Moores Oskar gekröntes Machwerk hat uns über den Rest aufgeklärt.

So blieb für einen typischen Oliver Stone Film nicht viel über:

Der Bush Film zeichnet Bushs Karriere in überraschend fairer und unspekulativer Weise nach. Gerade deswegen wird der Film wohl kaum als großer cineastischer Erfolg in die Geschichte eingehen.

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3 Antworten to “Oliver Stones “W.””

  1. Ralph Says:

    Lieber Aron,

    schwer Dich zu erreichen, da Du weder Daten über Dich noch eine E-Mail-Adresse veröffentlichst. Deshalb hat dieses Post auch nichts mit Deinem Blogeintrag zu tun, sondern ich nutze die Möglichkeit um mit Dir generell in Kontakt zu treten.

    Du bezeichnest Dich als Schüler von Manès Sperber, was meine Aufmerksamkeit erregte. Immerhin war Sperbes ein Schüler des von mir hoch verehrten Alfred Adlers, dem ich auch meine Examensarbeit widmete. Wenn Du aber Sperber kanntest, dann kanntest Du auch jemanden, der eine von mir bewunderte historische Person noch persönlich kannte und könntest mir vielleicht das ein oder andere Interesante über Adler berichten.

    In diesem Zusammenhang bitte ich Dich auch das im Internet typische ‘Du’ zu entschuldigen. Als Sperber-Schüler dürftest Du um einiges älter sein als ich (ich schätze mindest 50 aufwärts, ich bin anfang 30) und wenn Du das ‘Sie’ bevorzugen würdest, werde ich natürlich vom ‘Du’ absehen.

    Ich würde mich aber freuen, wenn ich Post an meine E-Mail-Adresse von Dir/Ihnen bekäme. Bitte schreib/ schreiben Sie doch an

    jacques.offenbach@web.de

    (Meine E-Mail-Adresse ist einer anderer von mir bewunderten Persönlichkeit gewidmet, wie sicher deutlich wird).

    Viele Grüße,
    Ralph

  2. aron2201sperber Says:

    Hallo Ralph!

    Kannte Manès Sperber leider nicht persönlich (bin Mitte 30), aber die Lektüre seiner Bücher hat bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen.

    Deswegen bezeichne ich ihn als meinen “Lehrer”.

    Alfred Adler war eine prägende Figur in Sperbers Leben, auch wenn es später zum Bruch zwischen den Beiden kam. Kenne Adler allerdings ausschließlich aus dem Psychologie Unterricht und aus Manès Sperbers Büchern.

    Daher würde mich die Examensarbeit sehr interessieren!

  3. Die Mutter aller Verschwörungen « Aron Sperber’s Weblog Says:

    [...] Dank Oliver Stones JFK hat sich eine reißerische Story, die aus CIA, Mafia, Kubanern und finsteren Südstaatlern gestrickt ist, gegen alle historischen Fakten durchgesetzt. [...]

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