Archive for November 2009

“Bajonette” oder “Phallussymbole”?

November 30, 2009

“Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unserer Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.” 

(Recep Tayyip Erdogan, Türkischer Ministerpräsident)

“Das hat mit der verklemmten Mentalität des Schweizer Kleinbürgers zu tun. Der Moscheeturm wird als ein Phallussymbol wahrgenommen. Der Kleinbürger fürchtet sich vor einer Vergewaltigung durch eine aggressive Macht, durch den Islam. Das Ganze ist natürlich völlig irrational.”

(Jean Ziegler im Tagesspiegel)

Das eine die Kampfansage eines islamistischen Politikers.

Das andere die schmutzige Phantasie des “verklemmtesten aller Kleinbürger” – dem linken Spießer.

Soul Train

November 29, 2009

God bless youtube, da es mir ermöglicht, diese TV-Sternstunden meiner geliebten Soulmusik nachträglich mitzuerleben:

Philly Soul von den O’Jays:

Aus Philly-Soul und Funk wurde schließlich Disco:

In keiner TV-Sendung wurde wohl je schöner abgetanzt:

Wer könnte angesichts solcher Bilder behaupten, Eurodisco hätte keinen Soul gehabt?

 

Die heile Urwelt der Impfgegner

November 24, 2009

Als Argument für die Unnötigkeit einer Impfung werden von Impfgegnern gerne die eigenen Erfahrungen mit der Grippe genannt:

“Ich bin ungeimpft und mir ist bis jetzt gar nichts Schlimmes geschehen – Grippeimpfungen daher unnötig und eine reine Geschäftemacherei der Konzerne”

Nach dieser Logik wären freilich auch Versicherungen reine Abzocke (zumindest solange man keinen schweren Unfall hat).

Die spanische Grippe forderte 1918 mindestens 20 Millionen Todesopfer – dass sich früher oder später wieder ein aggressiver Stamm entwickeln könnte, ist leider eine reale Gefahr.

Zwar braucht man davor nicht in Panik zu verfallen…

Ist ein kleiner Stich um einen lächerlichen Betrag, den man dafür löhnen muss, eine Panikreaktion?

Zeugt es von einer besonnenen Reaktion, auf Empfehlungen medizinischer Experten zu pfleifen, nur weil man keine bösen Pharma-Konzerne reich machen will?

Im Ostblock wurde übringens wesentlich mehr geimpft, obwohl es dort keine niederträchtig-gewinnorientierten Konzerne gab.

Haben Impfungen schon mehr geschadet als genützt?

Das gab es sicher, denn jeder medizische Fortschritt ist wie jeder Fortschritt auch mit Risken verbunden:

Es ist zwar unwahrscheinlich – aber möglicherweise konnte HIV durch verseuchte Polio-Präparate vom Affen auf den Menschen überspringen. Es zeugt jedoch von der tiefen Ignoranz und moralischen Verkommenheit gewisser Schulmedizin-Gegner, wenn sie seriöse Wissenschaftler, die andere Menschen vor einer entsetzlichen Krankheit wie Polio schützen wollten, mit verbrecherischen KZ-Ärzten vergleichen.

HIV wird heute durch wissenschaftliche Schulmediziner durchaus erfolgreich bekämpft, weil sich HIV-Truther mit ihren alternativ-esoterischen Ansichten Gott sei Dank nicht durchsetzen konnten.

Manche Therapien haben Kranken mehr geschadet als genutzt, jeder Krankenhausaufenthalt ist zweifellos ein Risiko.

Es kommt jedoch nicht auf den 100 % Erfolg von medizinischen Behandlungen an – sinnvoll ist eine Behandlung wenn die Vorteile zu 51 % überwiegen.

Und diese 51 % hat die wissenschaftliche Schulmedizin auf lange Sicht mit Leichtigkeit überschritten. Früher war es normal, dass von 10 Kindern 4 die Volljährigkeit nicht erreichten – dank der “Schulmedizin” erachten wir die heutigen Zustände mittlerweile als Selbsverständlichkeit.

Wenn sich Esoteriker nach irgendwelchen gesunden Urzuständen zurücksehnen, klammern sie die tödliche Realität jener “unverdorbenen Zeiten” aus.

Wobei auch Wissenschafts-Kritiker wie Impfgegner vom Impfschutz mitprofitieren – auch wenn sich mancher Einzelne aus ideologischen Gründen nicht impfen läßt, erschwert eine Durchimpfung der Mehrheit natürlich trotzdem die Weiterverbreitung ehemals gefährlicher Krankheiten erheblich.

“Atom-Tauben” und “Abrüstungs-Falken”

November 22, 2009

Gudrun Harrer kritisiert zwar den neokonservativen iranischen Präsidenten und wünscht sich Reformen. Damit verharmlost sie das Mullah-Regime zu einem System, dem wie der US-Demokratie lediglich ein bisschen Change fehle.

Gegen Sanktionen, die das Mullah-Regime real erschüttern könnten, wird hingegen mit aller Argumentationskunst angeschrieben:

Keine Atom-Tauben im Iran – Oppositionelle Kräfte gegen nuklearen Deal und „Ausverkauf der Interessen“

Nachgiebigkeit im Atomstreit sei gegen die “nationalen Interessen” und daher gäbe es im Iran auch keine “Atom-Tauben”. Ein Embargo gegen die Atombestrebungen des Mullahstaates führe lediglich zu einer “Verhärtung der Strategie” und damit statt der “vollausgebauten Atomoption”, welche dem Iran “nach Ansicht der Mehrzahl der Analysten” im Moment voll genüge, erst “zu Waffen”.

Das Mullah-Regime kann mit Frau Harrer durchaus zufrieden sein.

Durch die Veröffentlichung diverser Hardliner-Postings europäischer Abrüstungs-Falken, die barsch das Recht auf die iranische Verteidigungs-Bombe einfordern und Frau Harrer als zu wenig antiimperialistisch kritisieren, kann sogar noch der Anschein einer ausgewogenen, dem Mullah-Regime “kritisch” gegenüberstehenden Berichterstattung gewahrt werden:

Brücke:

Sg. Fr. Harrer ,
etwa 20 000 real existierende Atombomben beherrschen und bedrohen die Erde .

Dieses künstlich medial gepushte
vielleicht-möglich Herumgetue um eine
iranische Atombombe bedient us/nato und israelische , z.T auch saudiarabische Machtinteressen im Nahen Osten .

Abrüstung kann nur in einer auf Konsens basierenden internationalen Abrüstung stattfinden .
Unter gegenwärtigen Bedingungen fühlen sich Staaten zurecht bedroht . Die Konsequenz ist eine Spirale der Aufrüstung .

 

“Morbus Günther”

November 22, 2009

Professor Dr. Dr. Siegwart Horst Günther  gilt laut Wikipedia als Entdecker des durch Uranmunition verursachten Golkriegssyndroms, wobei die von ihm entdeckte Erkrankung manchmal fälschlich als “Morbus Günther” bezeichnet werde.

Zu diesen “manchen” zählt auch der Professor Dr. med., Dr. med. habil. M.D., DSc. Ph.d., D.C.M.T., D.T.P.H., D.T.M. & H., DIP. DERM, DIP. VEN. selbst – in seiner Autobiographie verweist er auf ein “bisher unbekanntes Krankheitsbild, das mittlerweile nach ihm benannt” worden sei:

“Große Aufklärer” wie Islamically Incorrect zögern natürlich nicht, diese “hochwissenschaftlichen Erkenntnisse” weiterzuverbreiten.

Sonntags in der “Krone”

November 2, 2009

Außen:

“Allerheiligen”

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Innen:

Alle Huren:

Krone Sex-Anzeigen

Außenpolitik:

“Gefährliche Wasserspiele in Gaza”

Heiliger bzw. “israelkritischer”  könnte man die “ewigen Brunnenvergifter”  nicht anklagen – Weder Amnesty International noch die  “Qualitätsmedien” hätten dies besser geschafft:

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Innenpolitik:

“Vermummte Studenten”, “Strache ist eben cool” – Strache ist “fast schon besser als Haider”

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“Ein geologisches Prachtstück”

November 1, 2009

Jerusalem gilt in allen 3 Weltreligionen als eine heilige Stadt.

Allerdings läßt sich die religiöse Bedeutung für den Islam nicht aus dem Koran begründen – auch wenn der  Felsendom bereits im 7. Jahrhundert nach erfolgreicher islamischer Eroberung errichtet worden war.

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Es dürfte wohl an der Dhimmisierung der europäischen Medien liegen, dass im deutschen Wikipedia-Beitrag nichts über die religiöse Bedeutung des Felsens des Felsendoms zu finden ist.

Stattdessen ist lediglich von einem “geologischen Prachtstück”, auf welchem dieses “Hauptheiligtum des Islam” errichtet wurde, die Rede.

Man muss schon die englische Version bemühen, um zu erfahren, dass es sich bei dem Felsen, auf dem die islamischen Herrscher sofort nach der Eroberung beschlossen hatten, ihren “Dom” zu bauen, um die heiligste Stätte des Judaismus handelt.

Auch die bedeutendste Kirche der Orthodoxie war nach der gewaltsamen Einnahme Konstantinopels zum islamischen Sakralbau umgewidmet worden.

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Hätte man auch Rom “unterworfen”, wäre den dortigen Kirchen ein ähnliches Schicksal wohl kaum erspart geblieben…

Aber Hauptsache: böse Kreuzzüge, böse USA, die “Soldaten im Land der heiligen Stätten stationiert” hat, und natürlich böser Scharon, der mit seinem Besuch auf dem Tempelberg “die religiösen Gefühle der Muslime provoziert” hat.

Hätten die Kreuzritter Mekka erobert und rund um die Kaaba eine hübsche Kathedrale errichtet, könnten wir uns mit der islamischen Welt bestimmt viel besser auf “gleicher Augenhöhe” verständigen, wie es Dhimmis/Orientalisten/Terrorversteher so gerne einfordern.


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