Archive for Januar 2010

Winter

Januar 31, 2010

Endlich wieder einmal ein “richtiger Winter”:

…und schon vermisse ich den Sommer:

Bin Ladens “anständiger Jude”

Januar 29, 2010

In den langen Monologen im Führerhauptquartier Wolfsschanze erzählt Hitler eines Abends, sein väterlicher Freund Dietrich Eckart habe ihm versichert es gebe “einen anständigen Juden…, den Otto Weininger, der sich das Leben genommen hat, als er erkannte, dass der Jude von der Zersetzung anderen Volkstums lebt”

Bei Osama Bin Laden kann man sogar ohne physischen Selbstmord als anständiger Jude durchgehen:

(hier das Original)

Würde der Westen den Empfehlungen des “jüdischen Gelehrten Noam Chomsky”  folgen - und endlich politischen und ökonomischen Selbstmord begehen, könnte man dabei sogar das Weltklima retten.

Self-fulfilling prophecy

Januar 29, 2010

Die Tet-Offensive brachte den Umschwung im Vietnamkrieg.

Zwar erlitten die Vietcong derartig schwere Verluste, dass sie laut General Võ Nguyên Giáp in den nächsten 4 Jahren zu keinen größeren Operationen mehr fähig gewesen wären.

Propagandistisch und auf politischer Ebene war die Tet-Offensive für die Angreifer ein voller Erfolg. Als entscheidend erwies sich die Offensive in Hinblick auf die öffentliche Meinung in den USA. Durch die geschilderten Eindrücke des teilweise panikartigen Rückzuges amerikanischer Einheiten, die verlustreichen, brutalen und intensiven Kämpfe und vor allem auch den Angriff auf die amerikanische Botschaft setzte sich der Eindruck eines verlorenen und sinnlos gewordenen Krieges weiter durch.

Im Irak wäre es nach den Terrorjahren 2006 und 2007 auch fast so weit gewesen. Der Senat forderte einen bedingungslosen Abzug, der nur am Veto von Präsident Bush scheiterte.

Sobald sich die Überzeugung durchgesetzt hat, ein Krieg sei nicht zu gewinnen, wird diese Überzeugung zur Self-fullfilling prophecy.

Ab 1969 begann der Abzug der US-Truppen aus Südvietnam. 1973 hatten sämtliche Kampfverbände das Land verlassen.

1975 konnte das nordvietnamesische Regime ungestört Südvietnam erobern.

Die Folgen des Abzugs waren verheerend, auch wenn sich das Entsetzen über die Leiden der vietnamesischen und der kambodschanischen Bevölkerung sehr in Grenzen hielt. Und selbst wenn man Notiz nahm, war natürlich nicht der Abzug, sondern die ursprüngliche Einmischung schuld.

Wäre die USA 2007 aus dem Irak abgezogen, wären die Folgen wohl noch entsetzlicher als in Indochina gewesen. Was der “irakische Widerstand”, der sich aus Al Qaida, Baathisten und vom Mullah-Regime gesteuerten Schiiten zusammensetzte, mit dem Land angestellt hätte, kann man sich leicht ausmalen.

Schuld wäre natürlich nur Bush gewesen, denn hätte er Saddam nicht abgesetzt, wäre alles noch bestens.

2009 war für die Taliban-Terroristen ein erfolgreiches Jahr.

Und wieder haben wir einen Krieg, “der militärisch nicht zu gewinnen ist”.

Obwohl der Afghanistan-Krieg eigentlich der “gute Krieg” war, den Obama auf seiner Agenda ganz oben positioniert hatte, reichen ein paar Terror/Tet-Offensiven aus, und schon würde man das Land am liebsten sofort wieder den “gemäßigten Taliban” in den Rachen schmeißen.

Baba, Blahovec

Januar 26, 2010

Ein echter Wiener ist heute für immer untergegangen:

Selbst sein Sterben war offenbar typisch für Wien, wo nix über a schene Leich geht.

Die paranoide Welt des Hugo Chavez

Januar 23, 2010

Hugo Chavez beschuldigt die USA, das Erbeben von Haiti durch eine “tektonische Waffe” verursacht zu haben.

http://www.vive.gob.ve/inf_art.php?id_not=15464&id_s=3

Wenn der teuflische Feind nicht davor zurückschreckt, über 100.000 Unschuldige zu töten, nur um eine “Wunderwaffe” zu testen, dann darf man sich selbst auch alles herausnehmen, um diesen Feind in “Notwehr” zu bekämpfen:

Zunächst einmal die Opposition im eigenen Land, der man unterstellt, mit dem imperialistischen Feind unter einer Decke zu stecken.

So verhindert man “Antisemitismus”

Januar 19, 2010

“Kapitalismus bringt notwendigerweise Antisemitismus hervor” – deswegen musste der Blog Freunde der offenen Gesellschaft gelöscht werden:

Sowie ja auch Israel Antisemitismus hervorbringe und deswegen gelöscht werden müsse.

Wenn Israel nicht mehr da ist, müssen dann eben wieder die Juden ausgelöscht werden, damit kein Antisemitismus mehr hervorgebracht werden könne…

Die Blauguten

Januar 18, 2010

Irgendwie sind mir die blauen 3D-Animationskreaturen unheimlich – so halb Elb, halb Schlumpf…

…da waren mir sogar die Blaumiesen eindeutig sympathischer:

300 Millionen Dollar durfte James Cameron für seinen Technik-Schnickschnack verprassen – trotzdem rechnet sich der Film bereits jetzt.

…aber Hauptsache, die Message stimmt:

Wir sollen endlich aufhören, aus Profitgier Ressourcen auszubeuten, denn das gehe immer auf Kosten edler Wilder, die mit der Natur im Einklang leben wollen.

Beitrag zur Debattenverweigerung

Januar 17, 2010

Ingrid Thurner liefert im Presse-Spectrum einen “Debattenbeitrag” zur politisch korrekten Debattenverweigerung.

“Tragisch ist, dass ein historisch und sozialwissenschaftlich schlecht informierter europäischer Feminismus ausgerechnet gemeinsam mit manchen Medien zur Verteidigung der muslimischen Schwestern antritt, die diese Verteidigung weder wollen noch brauchen.”

” Frauenrechtsaktivistinnen und andere Verteidiger der Rechte Unterjochter – mögen sie im guten Glauben handeln, dann sind sie naiv. Denn wenn sie vorgeblich für die Rechte der muslimischen Schwestern kämpfen, rechtfertigen sie tatsächlich die eigene Position, indem sie behaupten, dass die anderen schlechter dran sind.”

Was wissen schon Alice SchwarzerNecla Kelek, Seyran Ates oder Ayaan Hirsi Ali ?

Frau Thurner beklagt die Nennung von Einzelfällen, mit denen der Islam zur Religion der Gewalt stilisiert werden soll:

Man zieht Einzelfälle heran, stilisiert sie medial hoch, reiht sie aneinander, man erklärt die islamische Kultur zur Kultur der Gewalt und nimmt sich so das Recht, die Religion als Ganzes zu diffamieren.”

Zur Bekräftigung ihrer eigenen Argumentation sind “Einzelfälle” wie eine während einer Urlaubsreise kennengelernte, resolute Marokkanerin, die ihr Kopftuch stolz und freiwillig trug, dann doch wieder zulässig.

Auf eine gehörige Portion Relativismus will Frau Thurner nicht verzichten:

“Die Informationen über die islamische Welt, die einem hierzulande aus dem Blätterwald zufliegen, sind ebenso aufschlussreich, zuverlässig und allgemein gültig wie das, was aus unserer Welt an Wissen über uns dorthin exportiert wird. Frage eines Arabers in einem islamischen Land vor einigen Monaten: Was ist eigentlich los mit den österreichischen Männern, dass sie ständig kleine Mädchen in Kellern einsperren und schwängern?”

“Anders ausgedrückt: Zwischen Marokko und Saudi-Arabien liegen Welten, ebenso zwischen Nigeria und Bangladesch. Bloß wir werfen alles in einen Topf. Der ganze Diskurs hierzulande ist Teil jenes Orientalismus, den Edward Said im gleichnamigen Buch 1976 als westliche Erfindung enttarnte.”

Auch zwischen dem deutschen und dem italienischen Faschismus lagen Welten. Natürlich ist es richtig, zu differenzieren. Dass es in Marokko oder der Türkei nicht so zugeht wie bei den Taliban, macht die AKP oder die marokkanischen Islamisten jedoch nicht akzeptabler.

“Wer fragt je eine Muslimin oder einen Muslim, was sie dazu sagen? Wozu auch? Wir wissen es ohnedies ganz genau.”

“Eine Muslimin” – genauer gesagt die Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich wurde zwar schon längst befragt:

Sie hat sich eindeutig zur Freiheit für die Burka (und leider nicht zur Freiheit von Burkas) bekannt…

Nach derselben Logik düfte man auch nur fundamentalistische Christen über den christlichen Fundamentalismus befragen.

…und nur echte Rassisten hätten die Rassismus-Kompetenz.

Überhaupt sei das Kopftuch nur ein Stück Stoff, das von Islamophoben zur Diskriminierung einer Religion missbraucht werde:

“Die Ablehnung des Kopftuchs in westlichen Gesellschaften ist zur Metapher der Islamophobie geworden. Daraus folgt in logischer Ableitung, dass das Kopftuch selbst als Symbol für den Islam schlechthin herhalten muss. Das ist mindestens fragwürdig, wenn nichtfalsch. Denn zunächst einmal ist das Kopftuch nichts weiter als ein Stück Stoff.”

Ebenso seien Probleme zwischen Alteingesessenen und Neuzugewanderten lediglich ein „Konstrukt“ politisch rechts denkender Gruppierungen:

“Die Muslimin in der Opferrolle – so wollen wir sie haben. Und es ist geballte Medienmacht, die sie dahin gebracht hat, ein Prozess, der seit 9/11 ständig neuen Höhepunkten entgegensteuert. Vorher nämlich waren Islam und Muslime kaum ein Thema im öffentlichen Diskurs, wenngleich politisch rechts denkende Gruppierungen auch schon damals ihr Möglichstes taten, Probleme zwischen Alteingesessenen (wir, die schon länger da sind und daher da sein dürfen) und Neuzugewanderten zu konstruieren. Inzwischen sieht es so aus, als ob es ihnen in naher Zukunft gelänge.”

Diese Diskursverweigerung hat „politisch rechts denkenden Gruppierungen“ letztlich tatsächlich mehr genutzt als geschadet.

Wer sich weigert, Probleme zur Kenntnis zu nehmen, kann auch keine Antworten auf eine der größten Herausforderungen unserer Zeit finden.

Die “politisch rechts denkenden Gruppierungen” sind gegenüber den politisch korrekten Debattenverweigerern klar im Vorteil:

Immerhin haben sie Antworten – auch wenn es die Falschen sind.

Die “Che Guevaras des Westens”

Januar 10, 2010

Niemand strahlt mehr revolutionären Chic aus als der Comandante.

Das Che Guevara T-Shirt gehört zur Grundausstatung jedes jungen oder junggebliebenen Rebellen.

Von Hollywood bis Wien wurden dem Held der kubanischen Revolution Denkmäler errichtet.

Die “westlichen Che Guevaras” wissen zwar selten, wofür sie sind, sie wissen aber immer wogegen sie sind:

Man ist gegen die Globalisierung und den Kapitalismus. Und sie alle würden gerne wie Luke Skywalker oder Avatar als Rebellen gegen ein technisch hochgerüstetes, finsteres Imperium in die Schlacht ziehen.

Deswegen empfindet man für den Kampf der rebellischen Taliban oder der islamistischen Widerstandskämpfer im Irak große Sympathien.

Wofür das finstere Imperium und wofür die Rebellen inhaltlich stehen, kann erfolgreich ausgeblendet werden.

Argwöhnisch betrachtet werden Rebellionen nur dann, wenn sie sich nicht gegen den imperialistischen Feind richten.

Die “Che Guevaras des Ostens”

Januar 8, 2010

Hagen Rether hatte es schon prophezeit:

Die “Armen und Unterdrückten” dieser Welt beginnen sich zu wehren…

Er Arzt

Sie Journalistin

…und natürlich hat das alles nichts mit einer gewissen Ideologie zu tun.


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