Archive for Februar 2010

Kindheitserinnerungen

Februar 27, 2010

Auf Familienbesuch in Italien – und jeden Tag vor dem “stupido televisore”

…aber den unbesiegbaren Goldrake durfte man einfach nicht verpassen:

Die Bischöfin und der Landeshauptmann

Februar 24, 2010

Beide waren mit einem VW Phaeton und viel Alkohol in der Krone unterwegs.

Die Promille-Fahrt des Oberhaupts der evangelischen Kirche konnte von der Polizei gestoppt werden, nachdem sie eine rote Ampel übersehen hatte, der Kärntner Landeshauptmann raste in den Tod.

Bischöfin Käßmann ist am Leben, steht jedoch als geknickte Sünderin da.

Jörg Haider ist tot, wird jedoch von seinen Jüngern als Heiliger verehrt.

Denn verantwortlich für seinen Tod war nicht seine schwerst besoffene Wahnsinnsfahrt, sondern der Mossad:

Dabei wäre die Bischöfin das viel idealere Verschwörungsopfer finsterer Mächte gewesen.

Mit heiligem Eifer predigte sie gegen den Krieg in Afghanistan.

Selbst Barack Obama wurde von ihr streng abgekanzelt, weil er in seiner Nobelpreis-Rede behauptet hatte, es gäbe gerechte Kriege.

Nicht einmal der Krieg gegen das NS-Regime war vor der strengen Moral der deutschen Bischöfin aus der Friedensbewegung sicher:

“Das Argument lautet immer: Hätten die Alliierten nicht eingegriffen, hätte es keinen Frieden gegeben. Warum gab es vorher keine Strategien? Warum wurde die Opposition in Deutschland nicht gestärkt? Warum wurden die Gleise, die nach Auschwitz führten, nicht bombardiert? Schließlich heißt es immer: Jetzt müssen wir Waffen einsetzen. Der Preis, der dafür zu zahlen ist, ist enorm hoch”

Aber Frau Käßmann lebt, und so ist nicht die CIA, sondern Frau Käßmann selbst für ihr Fehlverhalten verantwortlich.

In einer idealen Welt

Februar 23, 2010

In einer idealen Welt hätten die Behörden der Emirate den Hamas-Terroristen festgegenommen, um ihn an Israel auszuliefern.

Al Qaida-Terroristen hätten in keinem Land einen sicheren Hafen und würden überall gnadenlos von Polizei und Rechtsstaat gejagt werden.

Doch bis dahin müssen international agierende Terroristen auch weiterhin mit unschönen Mitteln wie Geheimdienst-Attentaten oder Gitmo, dessen Schließung Obama jetzt immer weiter hinauszögert, bekämpft werden.

(Obama, als er beschloss, Guantanamo bis Jänner 2010 zu schließen)

Der israelische “Waluliso”

Februar 23, 2010

Laut Kulturzeit der “Vater des investigativen Journalismus in Israel”

Auch Nazi- und Islamisten-Seiten greifen gerne und regelmäßig auf die “investigativen” Dienste des israelischen Waluliso zurück.

Allerdings war unser Waluliso ein harmloser, liebenswerter Spinner.

Das kann man von Uri Avnery nicht so ohne weiteres behaupten.

Einer, der aus Versehen Theologe wurde

Februar 21, 2010

Wir Europäer belächeln (mit wenig Milde) die religiösen Amerikaner.

Im Gegensatz zum stets gottesfürchtigen Amerika wurde in Europa nicht nur die Trennung zwischen Staat und Religion, sondern auch die Trennung von Mensch und Religion vollzogen.

Doch können religiöse Gefühle einfach so verschwinden?

Matthias Matussek veranschaulicht in seiner “Strafpredigt zum Aschermittwoch”, wozu sich in der postreligiösen 68er Theologie die 7 Todsünden sublimiert haben:

Eitelkeit: Brangelina

Habgier: Börsenhändler in Chicago

Wollust: Studentenparty in Florida

Zorn: US-Präsident Bush

Völlerei: Gastronomenball in München

Neid: noch einmal Hollywood

Trägheit des Herzens: gestrandeter Immigrant auf Fuerteventura

5 von 7 Todsünden sind amerikanisch. Das Ergebnis hätte sogar noch deutlicher ausfallen können:

Bei der Todsünde der geregelten Zuwanderung wurde einem vor herzlosen europäischen Touristen gestrandeten Immigranten gegenüber dem ebenfalls sehr sündigen amerikanischen Grenzzaun zu Mexiko der Vorzug gegeben.

Innsbrucker Experten-Gschnas

Februar 20, 2010

In Innsbruck trafen sich britische und israelische Experten, um Perspektiven für Nahost zu diskutieren.

Moderiert wurde das Experten-Gschnas von Gudrun Harrer, Außenressort-Chefin beim Standard.

Die Phase der Leugnung der “unislamischen” islamistischen Atombombe scheint vorbei zu sein.

Stattdessen wird nun das Gleichgewicht des Schreckens angepriesen, das nicht durch eine israelische Raketenabwehr gestört werden dürfe:

Gegen einen nuklear gerüsteten Iran gibt es für den israelischen Experten Reuven Pedatzur nur ein Rezept: “Ein Gleichgewicht des Schreckens.” Gegenseitige Abschreckung sei die einzige Möglichkeit, um im Nahen Osten für Stabilität zu sorgen, sagte der Professor der Universität Tel Aviv und Ha’aretz-Journalist am Freitag an der Diplomatischen Akademie – umso mehr nach den jüngsten IAEO-Erkenntnissen zum Iran. Eine Bedingung: keine israelische Raketenabwehr. “Wenn die Raketenabwehr eine Medizin ist, wird sie uns umbringen.”

Bekannterweise gehört auch Jerusalem zur Selbstverteidigungssphäre des Mullah-Regimes:

“Das Regime, das Jerusalem besetzt hält, muss von den Seiten der Geschichte gelöscht werden.”

…aber soll Israel ruhig einmal ausprobieren, ob die Logik der nuklearen Abschreckung auch bei zutiefst unlogischen Regimen funktioniert. 

Sollte es nicht klappen, kann man sich immer noch mit der Solidarität, die toten Juden (auch von den schärfsten Israelkritikern) stets entgegengebracht wird, trösten.

P.S. Obwohl das Treffen in Innsbruck stattfand, ist es nicht bekannt, ob die renomierte Expertin für Erdbebenwaffen der Universität Innsbruck auch an der Diskussion teilnahm.

Sind muslimische Islamkritiker schizophren?

Februar 18, 2010

Wenn Necla Kelek, die sich schizophrenerweise selbst als Muslimin bezeichnet, den Islam als eine Ideologie verurteilt, deren Wesensmerkmale Terror, Ehrenmorde und die Unterdrückung der Frau seien – ja, dann bleibt nichts anders übrig, als den Islam abzuschaffen.

(Celal Özcan in der SZ)

Schizophren ist vielmehr der Islam, der schon immer sowohl eine Religion als auch eine politische Ideologie war.

Wenn Muslime Teil einer demokratischen Gesellschaft werden wollen, ohne an Schizophrenie zu erkranken, müssen sie zwar nicht “den Islam abschaffen”, aber sich von dem Teil des Islam, der eine politische Ideologie darstellt, trennen.

What it takes to win in Afghanistan

Februar 17, 2010

Der Weltschachspieler und seine Bauern

Februar 14, 2010

Verschwörungstheoretiker sehen in dieser Aufnahme von 1980 den Beweis dafür, dass Osama Bin Laden zumindest bis zum 11.09.2001 ein CIA-Agent gewesen sein soll – und es sich bei 9/11 daher um einen Inside Job  gehandelt habe.

Unabhängig davon, ob es sich bei dem bärtigen Mann auf dem Foto tatsächlich um Osama Bin Laden handelt, bestreitet ohnehin niemand, dass die USA die afghanischen Mujahideen bei ihrem Kampf gegen die Sowjets unterstützt hatten - und der spätere Terrorpate Osama Bin Laden auf Seiten der Mujahideen in den afghanischen Jihad gezogen war.

Der große Welterklärer Peter Scholl Latour weist auf diesen Umstand gerne hin, wenn er gegen den Afghanistan-Einsatz wettert…

…ganz so, als ob die Unterstützung der Mujahideen und die Absetzung der Taliban ein und dieselbe Politik wäre.

Doch wer ist eigentlich jener Herr, der den bärtigen Mann über den korrekten Waffengebrauch instruiert?

Ein böser Neocon?

Tatsächlich war Zbigniew Brzezinski einer der größten Kritiker der Bush-Administration.

Die iranische Bombe sei laut dem Weltschachspieler nicht gefährlicher als die israelische und seine Unterstützung der afghanischen Jihadisten bereue er keineswegs:

Erstens sehe er im Islam keine Bedrohung und außerdem habe seine schlaue Politikzum Untergang der Sowjetunion geführt”.

Die historische Realität schaut freilich etwas anders aus:

Sein Plan, durch die Entfachung des Jihads die muslimischen Teilrepubliken der Sowjetunion zum Revoluzzern anzustiften, scheiterte vollkommen. Selbst in Afghanistan hielt sich das kommunistische Regime auch nach dem Ende der Sowjetunion für weitere 3 Jahre an der Macht. Der Fall der Sowjetunion führte zwar später wohl zum Scheitern des kommunistischen Regimes in Afghanistan – aber nicht der Fall des kommunistischen Regimes in Afghanistan zum Scheitern der Sowjetunion.

Die Sowjetunion verschwand auch ohne islamistischen Jihad - doch der islamistische Jihad stellt heute in praktisch allen Ländern, in denen Muslime leben, ein schweres Problem dar, auch wenn es sich bei den Jihadisten nach Ansicht des Weltschachspielers offenbar nur um vernachläßigbare, ungefährliche Bauern handle.

Jimmy Carter hat wohl nicht zuletzt aufgrund seiner von Brzezinski geprägten Außenpolitik 1980 eine historische Wahlniederlage erlitten. Der Einfluß des Weltschachspielers blieb jedoch trotzdem groß.

In Bosnien setzte die Clinton-Administration erneut auf Brzezinskis Rezepte und benutzte wieder Jihadisten (bzw ließ sich von ihnen benutzen) und auch in Tschetschenien, wo der 2. Krieg durch einen von Islamisten durchgeführten Überfall auf die Nachbarrepublik Dagestan eingeleitet worden war, könnte er seine Finger im Spiel gehabt haben.

Die Überwindung der Aufklärung

Februar 13, 2010

Auf dieStandard.at erfahren wir, wer hinter dem Erdbeben auf Haiti stecken könnte.

Standard: Sie meinen das Erdbeben?

Werlhof: Ja, dass es ein künstlich produziertes Erdbeben gewesen sein könnte.

Standard: Wie das?

Werlhof: Im Projekt HAARP, einem Militärforschungszentrum in Alaska, wurden auf Grundlage der Tesla-Technologie (Nikola Tesla, kroatisch-amerikanischer Erfinder unter anderem den Wechselstroms entwickelte) Earthquake Machines hergestellt, die künstliche Erdbeben hervorrufen. Sie werden benutzt, um Erdölreserven aufzuspüren. Zwischen Haiti und Kuba soll es große Ölreserven geben, also könnte das Erdbeben in Haiti maschinell erzeugt worden sein, um die militärische Besetzung des Landes durch US-Truppen zu ermöglichen. Als Nebeneffekt werden unbotmäßige Regierungen wie etwa jene von Hugo Chavez in Venezuela unter Druck gesetzt.

Wer wie die Innsbrucker Universitätsprofessorin erkannt hat, dass die Aufklärung “patriarchale Propaganda” sei, ist eben offen für völlig neue “Wahrheiten”:

Werlhof: Begonnen hat es im 17. und 18. Jahrhundert mit dem Entstehen der modernen Naturwissenschaft. Sie versprach eine schöne, neue, reiche Welt – und dass der Reichtum Allen zugute kommen und auf demokratische Weise verteilt würde. Das war und ist Propaganda.


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 67 Followern an