Die Bischöfin und der Landeshauptmann

Beide waren mit einem VW Phaeton und viel Alkohol in der Krone unterwegs.

Die Promille-Fahrt des Oberhaupts der evangelischen Kirche konnte von der Polizei gestoppt werden, nachdem sie eine rote Ampel übersehen hatte, der Kärntner Landeshauptmann raste in den Tod.

Bischöfin Käßmann ist am Leben, steht jedoch als geknickte Sünderin da.

Jörg Haider ist tot, wird jedoch von seinen Jüngern als Heiliger verehrt.

Denn verantwortlich für seinen Tod war nicht seine schwerst besoffene Wahnsinnsfahrt, sondern der Mossad:

Dabei wäre die Bischöfin das viel idealere Verschwörungsopfer finsterer Mächte gewesen.

Mit heiligem Eifer predigte sie gegen den Krieg in Afghanistan.

Selbst Barack Obama wurde von ihr streng abgekanzelt, weil er in seiner Nobelpreis-Rede behauptet hatte, es gäbe gerechte Kriege.

Nicht einmal der Krieg gegen das NS-Regime war vor der strengen Moral der deutschen Bischöfin aus der Friedensbewegung sicher:

“Das Argument lautet immer: Hätten die Alliierten nicht eingegriffen, hätte es keinen Frieden gegeben. Warum gab es vorher keine Strategien? Warum wurde die Opposition in Deutschland nicht gestärkt? Warum wurden die Gleise, die nach Auschwitz führten, nicht bombardiert? Schließlich heißt es immer: Jetzt müssen wir Waffen einsetzen. Der Preis, der dafür zu zahlen ist, ist enorm hoch”

Aber Frau Käßmann lebt, und so ist nicht die CIA, sondern Frau Käßmann selbst für ihr Fehlverhalten verantwortlich.

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8 Antworten to “Die Bischöfin und der Landeshauptmann”

  1. Alrik Says:

    jepp, hätten die Allierten die Gleise nach Auschwitz bombardiert hätte es keinen Krieg gegeben.
    Und hätte die US-Pazifikflotte die Japaner in Pearl Harbor gefechtsbereit erwartet und die Angreifer abgeschoßen hätte es auch keinen Krieg gegeben.

    Und natürlich müssen wir uns aus Afghanistan zurückziehen wo wir mit UN-Mandat kämpfen, und natürlich muß aus der UNO eine Weltpolizei werden welche die nötigen Mittel hat um diese Polizeigewalt durchzusetzen…

    Ich würde ja zu ihrem Gunsten glauben das die Bischöfin besoffen gewesen ist als sie das Interview führte, aber das sieht mehr nach einem schweren Fall von keiner Ahnung aus…

    Gut, Auschwitz wurde 1940 nach dem deutschen Einmarsch in Polen gegründet… aber das wissen wir ja aus dem Irakkrieg 1990 das das Invasieren fremder Länder noch lange keinen Krieg rechtfertigt, solange man keine Babys aus Brutkästen wirft.
    Und die Nazis als Angehörige der deutschen Hochkultur hätten das bombardieren der Eisenbahn nach Auschwitz ganz sicher nicht als Kriegserklärung verstanden, und darauf verzichtet die Bomber abzuschießen.

    Nicht das die Bomber 1940 genügend Reichweite gehabt hätten, Auschwitz zu erreichen, und in der Lage gewesen wären die Eisenbahn zu bombardieren ohne dabei die Häftlinge zu treffen.
    Aber das muß man ja nicht bedenken, wenn man den Eindruck erwecken will das die Allierten eine Mitschuld am Holocaust habe…

    p.S. Unglücklicher Namenspatron ;-)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Phaethon_(Mythologie)

    • aron2201sperber Says:

      hast du Philip Roths “Verschwörung gegen Amerika” gelesen?

      http://aron2201sperber.wordpress.com/2008/07/25/verschworung-gegen-amerika/

      Wie wäre die Geschichte verlaufen, wenn in Amerika 1940 statt Roosevelt, Verfechter einer interventionistischen Politik, ein Kandidat gewählt worden wäre, der das Land nicht in den Weltkrieg geführt hätte?

      Dieser sehr spannenden Frage geht Philip Roth in seinem Roman aus der Persektive eines neunjährigen Jungen und seiner jüdischen Familie aus Newark, New Jersey nach.

      Mit dem Versprechen sein Land vor den Grauen eines Weltkriegs zu bewahren, wird der berühmte Atlantiküberflieger Charles Lindbergh zum Präsidenten der USA gewählt . Für den Erhalt des Friedens ist er bereit, sich mit Hitler zu arrangieren.

      Diese Politik findet bei großen Teilen der Bevölkerung große Zustimmung. Auch wichtige Vertreter der jüdischen Gemeinde können trotz des aufkeimenden Antisemitismus der Friedensmission des neuen Präsidenten Positives abgewinnen und unterstützen diesen sogar.

      In Phils Familie führt die Wahl Lindberghs zu unübersehbaren Bruchlinien und heftigen Auseinandersetzungen. Der Vater ist ein strikter Gegner Lindberghs und wird durch seine unerbittliche Haltung zum Außenseiter. Der bewunderte ältere Bruder so wie seine Tante stehen jedoch auf Seite des neuen charismatischen Präsidenten.

      Philip, ein von Natur aus ängstlicher Junge durchlebt eine traumatisierende Zeit der fortschreitenden Entrechtung und der zunehmenden Entzweiung der Familie.

      Leider endet der bis dahin politisch spannende Roman mit einer allzu simplen Verschwörungsgeschichte: Lindbergh war durch die Entführung seines Sohnes und dessen Geiselnahme im dritten Reich von den Nazis erpresst worden und daher nur eine Marionette Hitlers.

      Dabei wäre eine neutrale Politik Amerikas historisch gesehen wohl auch ohne eine Verschwörung absolut möglich gewesen. Akzeptierte Motive hätte es dafür sogar auch in der jüdischen Bevölkerung gegeben, wie Phip Roth in seinem Roman so treffend dargestellt hat. Von Konzentrationslagern und Massenmord wusste man zu jenem Zeitpunkt noch nicht und schließlich gab es mit Stalin einen fast ebenso grossen Wahnsinnigen, der auch nicht gerade der ideale Verbündete war.

      Philip Roth hat leider nicht den Mut gehabt, seine eigenen Gedanken konsequent zu Ende zu denken. Heutzutage ein symptomatisches Phänomen für Intellektuelle, die statt (sich) aufzuklären, lieber obskuren Verschwörungstheorien nachhängen.

      Und eine Verschwörung traut Philip Roth Bush, McCain und all den Neocons mit Sicherheit eher zu als Obama, weswegen er sich vor den Folgen seiner Politik trotz offenkundiger Parallelen zu seinem Lindbergh nicht zu sorgen braucht.

  2. Alrik Says:

    nein, ich hab’s nicht gelesen. Aber die Wendung mit dem entführten Lindbergkind erinnert micht an den neuen Polanski Film – den ich auch noch nicht gesehen habe.
    Aber angeblich gehts da um einen Britischen PM der von der CIA erpresst wird, um den Kriegskurs der USA zu unterstützen.

    Anscheinend sind die Herrn Künstler der Meinung das Politiker keine eigenen Überzeugungen haben und immer von Verschwörungen gelenkt werden.
    Na Ja, kennt man ja…

  3. braindead Says:

    ausschw. bombadieren? auch die rüstungsbetriebe und städte der gegend wurden nicht bombadiert.
    Warum?

    wien war ab mitte 44 in allgemeiner reichweite der bomber.
    Für die bomber ist ausschw. 500km weiter wie wien (hin und zurück, von italien aus geflogen). Das war im herbst 44 machbar.

    Es wurde natürlich nicht der letzte kilometer von birkenau aus zerstört, den das kann man zu fuss gehen.
    Es wurde das übergeordnete ‘netz’ bombadiert. das half.
    ende oktober 44 kam der letze zug an und ende jänner 45 die russen.

  4. aron2201sperber Says:

    Polanski hat wunderbare Filme gemacht

    warum er sein cineastisches Genie für so eine Polit-Verschwörungskiste verschwenden musste, ist mir ein Rätsel.

    geniale Künstler sind leider oft im Privatleben und bei ihren politischen Ansichten ziemliche Idioten

  5. aron2201sperber Says:

    bestes Beispiel Charlie Sheen: ein großatiger Schauspieler…

    …Gewalttäter und 9/11 -Truther:

    verblödet durch Oliver Stone-Filme, die er scheinbar für die Realität hält:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2009/08/01/die-mutter-aller-verschworungen/

  6. aron2201sperber Says:

    für das “National Journal” war Käßmann doch ein Opfer:

    http://globalfire.tv/nj/10de/juden/fall_kaessmann.htm

    “Es dürfte kein Zufall sein, dass Margot Käßmann mit 1,54 Promille Alkohol im Blut “eine Rote Ampel überfuhr”. Was tatsächlich geschah, ist derzeit noch nebulös verhüllt. Auffallend ist, dass die Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzende im “Phaeton 2007″ unterwegs war. In einem Fahrzeug gleichen Typs wurde Jörg Haider ermordet.”

  7. Jörg, der Opportunist – Jürgen, der Idealist « Aron Sperber's Weblog Says:

    [...] Jörg Haider nicht durch die Promillefahrt mit seinem VW Phaeton vorzeitig aus dem Leben geschieden, gäbe es bestimmt auch schon ein [...]

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