Religiöser Fundamentalismus als Hauptproblem?

Ultraorthodoxe Juden sind schlimmere religiöse Fundamentalisten als die Jüdischen Siedler.

Trotzdem stellen die Jüdischen Siedler ein größeres Problem für eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts dar als die Ultraorthodoxen, von denen viele Israel nicht einmal als Staat anerkennen.

Soweit würden mir wohl selbst meine größten Stalker Kritiker Recht geben:

http://aronspeiber.wordpress.com/2011/10/31/aron-sperber-verharmloser-der-nazi-ideologie/

Wenn man Islamisten wie die iranischen Mullahs oder die ägyptischen Muslimbrüder als Gefahr bezeichnet, wird gerne entgegnet, dass die mit dem Westen verbündeten Saudis die schlimmeren Fundamentalisten seien.

In Saudi-Arabien wird der Islam zwar tatsächlich fundamentalistischer als im Iran ausgelegt.

Trotzdem handelt es sich dabei um keinen Gottesstaat, sondern um ein Königreich.

Religiöser Fundamentalismus ist zwar für Nicht-Fundamentalisten, die gezwungen sind mit solchen Fanatikern zusammenzuleben, äußerst unangenehm:

http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/01/01/ultraorthodoxe-ziehen-nazi-vergleich/

Sei es in Israel, sei es in den USA, sei es in Europa, sei es in der islamischen Welt.

Wesentlich problematischer ist jedoch der politische Islam.

http://arprin.wordpress.com/2011/12/23/alle-wege-fuhren-in-die-scharia/

Selbst wenn der Islamismus wie in der Türkei oder in Ägypten “gemäßigt” (eine Spur weniger verschleiert) daherkommt.

Die Attentäter von 9/11 stammten zwar zum größten Teil aus Saudi-Arabien.

Sie waren jedoch Anhänger des politischen Islam, dessen Ziel es ist, in Saudi-Arabien und in der gesamten islamischen Welt einen islamischen Gottesstaat zu errichten.

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7 Antworten to “Religiöser Fundamentalismus als Hauptproblem?”

  1. Narrak Says:

    Klingt in der Theorie gut – ändert aber nichts daran, dass der saudische Einfluss in den Nachbarstaaten wohl höher ist als der des Iran, bzw. dass sich saudische Gruppen die Finanzierung von ausländischen Aktionen und den Aufbau ausländischer Strukturen besser leisten können als iranische.

    Ich würde sagen, aufgrund des “arabischen Frühlings”, ist die Macht des Irans in der Region allgemein im Abnehmen – sollte Syriens Regime fallen, wird sich wohl eher die sunnistische Mehrheit durchsetzen und wenn schon religiöser Extremismus dann eher Saudis als Iran.

    Meines Erachtens nach, ist die Atombombe langsam der “letzte Trumpf”, denn der Iran besitzt, um überhaupt noch Aufmerksamkeit zu erlangen. Der Großteil der Armee ist schrecklich veraltet, die Beziehungen zu Ägypten und Co mehr als brüchig und die Bündnispartner kippen auch weg.

    Daher wird sich, nach wie vor imo, langfristig der saudische Einfluss immer weiter ausbreiten, während der iranische zurück geht. Das Königshaus mag damit nichts zu tun haben, sie decken aber ein abscheuliches System, dass quasi die Antithese zur Aufklärung darstellt und verlangen dafür nur, selbst nicht angetastet zu werden.

    Es mag ein grandioser Fehler des “Westens” gewesen sein, 2009 den Iranern nicht bedingungslos geholfen zu haben – Saudi-Arabiens Politik und die Außenwirkung des Landes, ob offiziell oder nicht, zu ignorieren, erscheint mir aber langfristig als der weitaus schlimmere Fehler. Dies wird vermutlich stark dazu beitragen, dass die gemäßigten Konservativen, in den neuen arabischen Parlamenten, immer eine gut unterstützte radikale Opposition haben werden.

    Erscheint mir daher geopolitisch bedenklicher als ein isoliertes Terrorregime, welches von Saudi-Arabien schon seit Jahren Schachmatt gesetzt wurde.

  2. aron2201sperber Says:

    dass der Wahabismus, den die Saudis in die ganze Welt exportieren, einen ganz miesen Einfluss hat, ist unbestreitbar.

    am besten schützt man sich davor, in dem man den Missionaren das Leben so schwer wie möglich macht.

    ein im Rahmen eines allgemeinen Vermummungsverbotes erlassenes Burka-Verbot im öffentlichen Raum ist z.B. ein einfaches wirkungsvolles Mittel, um Wahabiten das Leben im Westen unattraktiv zu machen:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,811865,00.html

    dass der Iran schachmatt gesetzt worden sein soll, steht im Widerspruch zu den meisten Medienberichten, in denen der Iran zu großen Sieger aus dem “Irak-Fiasko” erklärt wurde.

    sowohl das eine als auch das andere halte ich für unzutreffend

    der Iran ist weder schachmatt, noch der große Sieger.

    solange die Wahabiten noch nicht die “weltliche Macht” über Saudi Arabien erlangt haben, ist der iranische Gottesstaat mit seiner Bereitschaft zum Krieg gegen Israel und seinem Streben nach der Atombombe die größte Gefahr.

    wenn sich das einmal ändert, wird man sich um die Saudis kümmern müssen.

    aber heute ist heute und morgen ist morgen

  3. Besucher Says:

    die Wahabiten lassen ihre Mädels nicht in Stoffkäfigen herumlaufen, das machen die Ultras im Iran und in Afghanistan.
    Wenn ich die Sache im globalen Maßstab betrachte ist der Wahabismus schon die größte Gefahr weil er die Sunniten aufstachelt.

    Die Schiitenbande spielt global gesehen keine große Rolle.
    Israel wird auch einen Iran mit Atomwaffen überleben.

    Unsere “Freunde” Großbritannien und Frankreich haben auch Atomwaffen. Wenn Deutschland in der EU nicht zahlen will, greifen sie uns dann an?, aber nicht doch ;-)

    • American Viewer Says:

      Unsere „Freunde“ Großbritannien und Frankreich haben auch Atomwaffen. Wenn Deutschland in der EU nicht zahlen will, greifen sie uns dann an?, aber nicht doch

      Das ist übrigens ein Grund warum das bekannte europäische Politikergerede “Der Euro bringt Frieden” eine glatte Lüge ist. Eine Währung bringt keinen Frieden.

      Atomwaffen brachten und bringen Europa Frieden. Und unsere militärische Hegemonie natürlich. Dass eine Währung Frieden bringt, ist absurd. Das belegt schon unser Bürgerkrieg, da hatten wir auch eine gemeinsame Währung. Awesome.

      Der Euro bringt keinen Frieden, der Euro spaltet Europa.

      • Besucher Says:

        Ich glaube es gibt einige die das wussten und andere die die nützlichen Idioten gegeben. Letztere saßen definitiv in der Exekutive.

  4. Die Salafisten und die Mullahs « Aron Sperber Says:

    [...] In Saudi-Arabien sind die Salafisten nicht an der Macht, sondern nur ein Machtfaktor. [...]

  5. Asyl in Europa statt Arbeit am Golf « Aron Sperber Says:

    [...] In Saudi-Arabien sind die Salafisten nur ein Machtfaktor. [...]

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