Das straffreie, aber sträflichere Leugnen

Die Leugnung des Holocaust ist in Deutschland und Österreich strafbar.

Die Bedrohung Israels durch die nukleare Aufrüstung des Mullah-Regimes zu leugnen, ist hingegen nicht nur straffrei, sondern auch salonfähig, wie man an den Äußerungen des deutschen Literaturnobelpreisträgers und des österreichischen Verteidigungsministers sehen kann.

Beide Leugnungen sind Ansichten, die unter das Grundrecht auf Meinungsfreiheit fallen sollten.

Einen historisch nachgewiesen Völkermord zu leugnen, mag zwar besonders widerlich sein.

Gefährlicher ist es jedoch, die Vorbereitungen auf einen neuen Vernichtungskrieg zu leugnen.

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21 Antworten to “Das straffreie, aber sträflichere Leugnen”

  1. alexis Says:

    Man darf leider mit Sicherheit in Zukunft mit noch viel mehr Israel- und Judenhass rechnen (viele Moslems und der antisemitische Flügel der Rechtsextremen setzen das nämlich gleich).

    Die einseitige pro-Pali/pro-Arab/pro-Islam Medienlandschaft trägt ihr Übriges dazu bei.

    Auch die demographische Verschiebung zu einem konstant steigendem Islam-Anteil via Einwanderung und hoher Geburtenrate vs. gleichzeitiger Abschwung aller anderen Religionen und Geburten wird ebenfalls kaum Positives beisteuern.

    Heutzutage mit erkennbarer Israel-Sympathie (kleine Flagge, Sticker, bzw. einfach seine Meinung kundtun, was auch immer) durch eine typische 0815-Großstadt in Deutschland oder auch Wien zu gehen, kann durchaus sehr böse enden.

  2. XX Says:

    Alexis, du hast noch eine wichtiges Detail vergessen. Ansonsten stimme ich dir voll zu! Neben Moslems (nicht alle, aber die Mehrheit) gibt es noch eine zweite sehr starke Gruppe, die ganz heftigen Judenhass manifestiert: linke Gruppen. Die Linken ganz besonders, aber auch sehr stark unter den Grünen und Piraten verbreitet. Hat Deutschland aus seinder Geschichte gelernt? Das Dritte Reich wurde, Gott sei Dank, wenigstens ansatzweise aufgearbeitet; der totalitäre DDR-Unrechtsstaat leider überhaupt nicht.

    • aron2201sperber Says:

      der linke Israel-Hass hat wenig mit der DDR zu tun.

      der Hass auf die USA und Israel war auch bei der westlichen Intelligenzija immer schon stark vertreten.

      dabei ist der Hass auf Israel eher ein Nebenprodukt des salonfähigen linken Rassismus: dem Antiamerikanismus

      in Italien, dem Land mit der traditionell stärksten linken Intelligenzija ist der Hass gegen Israel noch schlimmer als in Deutschland.

      • Gutartiges Geschwulst Says:

        “der linke Israel-Hass hat wenig mit der DDR zu tun.”

        Das habe etwas anders in Erinnerung. Noch bis in die zweite Hälfte der 60ger, war ein großer Teil der deutschen Linken pro-isreaelisch.
        Das änderte sich erst, als sich Israel spröde zeigte, gegenüber Liebesgrüßen aus Moskau.
        Daraufhin bekam die Deutsche Linke eine andere Meinung verordnet, durch Zeitschriften, wie “Pardon” oder die DDR finanzierte “Konkret”.

      • aron2201sperber Says:

        Warum ist der “Kampf gegen den Zionismus” für Linke so wichtig?

        http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/04/02/german-schadenfreude/

        Durch die Verurteilung Israels erhalten Linke die Gelegenheit, sich als Sprecher der unterdrückten dritten Welt aufzuspielen.

        Da die Proletarier der westlichen Welt sich als unwillig erwiesen haben, den linken Vordenkern zu folgen, ist man stets auf auf der Suche nach einem passenderen Proletariat.

        Normalerweise würde gerade das Proletariat der islamischen Welt das denkbar unpassendste Objekt der Begierde darstellen.

        Würden die linksprogressiven Denker ihr Gesellschaftsbild der islamischen Straße predigen, müssten sie mit ihrer spontanen Steinigung rechnen.

        Wenn die linken Sprecher jedoch Israel anprangern, wird ihnen sogar ihre Jüdischkeit nachgesehen:

        http://aron2201sperber.wordpress.com/2008/09/25/warum-empfiehlt-uns-bin-laden-chomsky/

        Unter den linken Israelkritikern sind alle westlichen Nationen vertreten.

        In Deutschland und Österreich gibt es im Gegensatz zu den meisten anderen Nationen jedoch auch unter Menschen, die nichts mit dem Islam oder linker Ideologie am Hut haben, besonders viele Israelkritiker.

        Broder hat es so ausgedrückt: “Die Deutschen werden den Juden den Holocaust nie verzeihen”

        .

  3. American Viewer Says:

    Sehr schöner Artikel, der die Sache auf den Punkt bringt.

  4. Paul Says:

    Aron, Du hast vollkommen recht.

    Kann es sein, dass wir Deutschen in dieser Frage vorbelastet sind?
    Goethe lässt im Faust sagen:

    “Nichts Besseres weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
    Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
    Wenn hinten, weit in der Türkei,
    Die Völker aufeinander schlagen.
    Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
    Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
    Dann kehrt man abends froh nach Haus
    Und segnet Fried und Friedenszeiten.”

    Das steckt doch wohl immer noch in uns drin?
    Und der Iran ist noch weiter entfernt als die Türkei!

    Ich möchte mal die Deutschen erleben, wenn sie in der Situation der Israelis wären.
    Da wäre das Geschrei aber groß.

  5. Tobias Neuß Says:

    Wenn ich bei dir im Garten ein Zelt aufbauen würde und sagen würde, dass ist jetzt mein Garten muss ich damit rechnen, dass du da nicht begeistert von bist. Das ist das, was man bei der ganzen Sache ganz gerne vergisst. Ich finde nicht, dass das jemand leugnet, aber es wird nicht drüber gesprochen, da hast du schon recht.

    • aron2201sperber Says:

      seit wann hat Israel ein Zelt im Iran stehen?

      wenn wir schon die Nachbarschaftsvergleiche bemühen:

      wenn ein Typ aus der Nachbarschaft ständig damit droht, dich umbringen zu wollen, aber bisher nicht in der Lage dazu war, weil du besser bewaffnet warst, würdest du ihn nicht daran hindern, an Waffen zu kommen, die es ihn ermöglichen würden, seine Drohungen in die tat umzusetzen?

      • Tobias Neuß Says:

        Wenn du schon den Nachbarschaftsvergleich ziest: Wenn ich mein Zelt in deinen Garten stellen würde, würdest du auch deinen Nachbarn zur Hilfe holen.

        Zum Rest muss man sich zum einen einfach den geschichtlichen Verlauf der letzten 60 Jahre anschauen und zum anderen die aktuellen bzw. die Aktionen der letzten 10 Jahre. Dann braucht man sich nicht zu wundern, dass man nicht sehr beliebt bei seinen Nachbarn ist.

      • aron2201sperber Says:

        die Nachbarn sind eh gleich zur Hilfe gekommen, und haben gegen den Judenstaat einen Angriffskrieg nach dem anderen geführt.

        den Palästinenser-Staat, den die UN vorgeschlagen hatten, haben die feinen Nachbarn natürlich nicht anerkannt, weil sie damit die Existenz eines Judenstaates akzeptiert hätten.

        Israel hat sein Territorium nach abgewehrten Angriffskriegen erweitert.

        das mag zwar ein Fehler gewesen sein.

        es ist allerdings interessant, dass sich ausgerechnet die sogenannten “Antiimperialisten” so darüber ausfregen:

        http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/01/10/die-imperialisten-antiimperialisten/

        als das sowjetische Imperium sein Herrschaftsgebiet nach dem gewonnenen 2. Weltkrieg ausweitete, hatte man kein Problem damit.

      • aron2201sperber Says:

        zu den letzen 60 Jahren empfehle ich dir auch noch diesen Artikel:

        http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.1920.html

        was die letzten 10 Jahre betrifft, ist Israel aus dem Gaza-Streifen abgezogen.

        die Palästinenser nutzten ihre neue Freiheit umgehend dazu, aggressive Islamisten an die Macht zu wählen, und von Gaza aus Israel permanent mit Raketen zu beschießen.

        als sich die Israelis das tägliche Feuerwerk aus Gaza nicht mehr gefallen ließen, war die Empörung natürlich riesengroß.

      • aron2201sperber Says:

        ohne ihre angeblichen “Freunde” wären die Palästinenser wahrscheinlich längst dazu bereit, sich mit dem Judenstaat zu arrangieren und hätten längst ihren eigenen Staat.

        doch wenn man “Freunde” hat, die einem ständig einreden, man sei im Recht, die “fremden Zelte” abzureißen, warum sollte man sich dann mit einem Kompromiss zufriedengeben

  6. Guerrero Says:

    Also bei den Nachbar, kommt bald das SAS zu Besuch,

  7. Paul Says:

    Aron, so ist es. Du hast vollkommen recht.
    Antisemiten wie Tobias sind die Wölfe im Schafspelz und werden nicht müde immer wieder die alten Lügen und Desinformationen zu verbreiten. Dadurch blasen sie immer wieder in die Glut und entfachen das Feuer.

    Guerrero, da ich nicht wusste was SAS bedeutet, habe ich mal gegooglet und das gefunden und hoffe, dass Tobias von denen bald Besuch bekommt:
    “SAS – Ihr Entsorger für Schwerin! –
    Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungs GmbH ”

    Das würde doch schon mal, jedenfalls für diesen Einzelfall, helfen. :grin:

    • aron2201sperber Says:

      Tobias ist für mich weder ein Antisemit, noch ein “Freund” der Palästinenser.

      er ist für mich lediglich ein Vetreter eines weit verbreiteten antiisraelischen Meinungssuff, der sowohl den Israelis als auch den Palästinensern sehr schadet

      http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/04/06/was-ist-grass/

    • visorone Says:

      “hoffe, dass Tobias von denen bald Besuch bekommt”

      Faszinierend ist, dass jemand, der einfach völlig Wertfrei seine Meinung äußert, so polemische Vernichtungstiraden serviert bekommt. An was erinnert mich das noch gleich? Ach ja, an den Iraner….

      Mir ist es grundsätzlich egal ob Israel da einen Staat hingesetzt hat oder ob der Iraner wieder seine 5 Minuten hat und diesem Staat das Existensrecht abstreitet. Ich finde, wenn man diese Diskussion völlig Wertfrei und emotionslos führen würde, dann muss man eindeutig erkennen, dass es immer zwei Seiten der Medaille gibt. Und dann sollte man nicht verkennen, dass es durchaus berechtigte Gründe für die, nennen wir sie “Anti-Israel Bewegung” gibt.

      • Paul Says:

        Visorone, Wahrnehmungen können sehr unterschiedlich sein. Auf die eigene Befindlichkeit kommt es dabei natürlich auch an.
        Tobias “völlig Wertfrei” meinst Du? Für mich war das eine höchst polemische Antwort (24.5.,6:14) auf meinen Erklärungsversuch(23.5.,10:20).
        Wenn es keine Antwort auf mich war, dann war es trotzdem polemisch, weil durch historische Fakten nicht belegbar.
        “Wenn ich bei dir im Garten ein Zelt aufbauen würde und sagen würde, dass ist jetzt mein Garten muss ich damit rechnen, dass du da nicht begeistert von bist.”
        Das ist die sattsam bekannte Demagogie und ständig wiederholte Lüge der Palaraber, die mir die Zornesröte in’s Gesicht treibt.
        Tobias hat es nur eleganter ausgedrückt. Aber eine Lüge wird nicht dadurch zur Wahrheit, dass sie immer wieder wiederholt wird!
        Aron hat darauf ruhig und sachlich, wie es seine Art ist, geantwortet.

        Meinem Temperament entsprechend und wütend über immer die gleiche Lüge habe auf den goben Klotz von Tobias den groben Keil gesetzt.

        Mit SAS wollte ich diesen Keil durch eine humorvoll-ironische Einlage etwas entschärfen.
        Beim nochmaligen Lesen gebe ich zu, dass diese Äußerung leicht missverstanden werden konnte.
        Was bedeutet das “SAS” bei Guerrero nun wirklich?

        Allerdings muss ich zugeben, von der Friedfertigkeit und Geduld Aron’s bin ich meilenweit entfernt. Das kann ich nicht. Dazu bin ich zu emotional.

        Ich bezweifle auch, dass diese Diskussion “völlig Wertfrei und emotionslos” geführt werden kann.
        Visorone, auch von Dir nicht.
        Diesen emotionslosen und allmächtigen Deus ex machina gibt es nicht.

  8. aron2201sperber Says:

    Jürgen Elsässer hat nun wohl einen Traumpartner für seine Querfront verloren:

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/759459/Strache_DarabosAeusserungen-sind-Affront-gegen-Israel

    von “Schubladen” wie “rechts” und “links” hält er zwar grundsätzlich nichts mehr:

    http://juergenelsaesser.wordpress.com/2012/05/17/elsasser-bei-kenfm-was-will-er-was-will-compact/

    außer es geht um die “rechtsradikale israelische Regierung” und Leute, die sie verteidigen…

  9. Zitate! « abseits vom mainstream – heplev Says:

    [...] Literaturnobelpreisträgers und des österreichischen Verteidigungsministers sehen kann. Aron Sperber, 23.05.12 über zwei Leugnungen; weiter: Beide Leugnungen sind Ansichten, die unter das Grundrecht auf [...]

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