Archive for September 2012

Was du heute kannst besorgen…

September 29, 2012

Welchen Grund sollte Israel haben, den Iran anzugreifen, ohne vom Iran bedroht zu sein?

Israel grenzt nicht an den Iran und kann sich weder Landgewinne noch einen Regime-Change erwarten, da ein Angriff die Iraner sogar eher hinter das Regime scharen würde.

Der einzige Grund, warum sich der Iran vor einem israelischen Angriff berechtigte Sorgen machen muss, besteht in seiner atomaren Aufrüstung, welche der Iran nicht dazu braucht, um Israel vor einem Angriff abzuschrecken, sondern um mit Israel militärisch auf gleiche Augenhöhe zu kommen, was wiederum die Grundvoraussetzung für die Umsetzung der stets beschworenen Ziele wäre:

Die Risken eines Angriffs sind den Israelis wohlbewußt.

Dazu braucht es keine “Freunde“, die Israel ständig darüber belehren.

Die Israelis sollten das tun, was notwendig für ihre Sicherheit ist, ohne auf die Ratschläge ihrer europäischen “Freunde” zu hören.

Denn die Ratschläge der europäischen “Freunde” werden auch die Mullahs nicht davon abhalten, ihre Ziele zu verfolgen, sobald sie einmal dazu in der Lage  sind.

Das Simpsons-Paradoxon

September 29, 2012

Europäer sind überzeugte Republikaner-Hasser.

Paradoxerweise lieben die Europäer die Simpsons, obwohl die meisten Protagonisten – von Burns bis Flanders – politisch wohl eher den Republikanern zuzurechnen wären.

Zwar handelt es sich dabei eher um “Antihelden”.

Der Blick auf die politisch unkorrekten Kleinstädter aus Springfield ist kritisch, jedoch nie verurteilend.

Auch wenn die Demokratin Lisa eindeutig “die Kluge” ist, werden auch die Schwächen scheinbar kluger Standpunkte aufgezeigt:

Lisa wishes for world peace, and all countries declare peace and destroy their weapons. The aliens Kang and Kodos realize the human race is “ripe for the plucking” and, armed only with a slingshot and a club, enslave the Earth. The people angrily blame the Simpsons.

Erst in den späteren (schlechteren) Staffeln wurde begonnen, politisch stärker Partei zu ergreifen.

Die sicheren Wahlsieger

September 27, 2012

Egal wie die US-Wahlen ausgehen.

Sieger sind auf jeden Fall die Spiegel-Leser.

Entweder darf man sich über eine Niederlage der schändlichen Republikaner freuen.

Oder man kann endlich wieder seinem Antiamerikanismus freien Lauf lassen, jedoch gleichzeitig elegant darauf hinweisen, dass man nicht “antiamerikanisch”, sondern lediglich ein “Gegner der Romney-Administration” sei.

Ich glaube, dass die zweite Variante vielen sogar lieber wäre, denn immer nur die israelische Regierung als Feindbild zu nehmen, könnte auf Dauer verdächtig wirken.

Assads Alternative

September 26, 2012

Assad hätte sich seinen Untergang zwar redlich verdient.

Leider würde er damit wohl die christlichen und alawitischen Minderheiten mit ins Verderben reißen, die nach einem langen blutigen Bürgerkrieg der Rache der sunnitischen Mehrheit ausgesetzt wären.

Gaddafi konnte nur zwischen Exil oder Kampf bis zum bitteren Ende wählen.

Assad hätte hingegen noch eine dritte Alternative:

Die Abspaltung des von Alawiten und Christen bewohnten Westteil des Landes.

Sollte Assad so eine Lösung anstreben, sollte der Westen ihm keine Steine in den Weg legen.

Natürlich wäre eine Zweiteilung des Landes mit unethischen ethnischen Säuberungen verbunden.

Solange man nicht bereit ist, aktiv in den Konflikt zu intervenieren, um seine moralischen Vorstellungen durchzusetzen, sollte man wenigstens nach realistischen Kompromissen suchen.

Falls sich am Ende die sunnitischen Dschihadisten in einem langen Bürgerkrieg durchsetzen, würden die ethnischen Säuberungen noch wesentlich blutiger und unethischer ausfallen.

Ein echt islamfeindliches Video

September 25, 2012

Ein Video, das die “Religion des Friedens” in einem völlig falschen Licht darstellt:

… jedoch trotz seiner langjährigen Präsenz auf youtube bislang seltsamerweise zu keinem wahrnehmbaren Protest in der islamischen Welt geführt hat.

Ohne Westen lebt sich’s leichter

September 24, 2012

Die Muslimbrüder haben gerade 14 Terroristen von der salafistischen Konkurrenz zum Tode verurteilt.

Hätte sich “unser Verbündeter” Mubarak so etwas herausgenommen, wäre gleich ein Trupp von unseren Terroristenverteidigern losmarschiert.

Verbündete des Westens wie Pinochet & Co. müssten sich schließlich im Gegensatz zu Castro & Co. an westliche Werte halten.

Wer hingegen wie Saddam, Gaddafi oder Assad auf westliche Werte pfeift, fällt sogar unter den besonderen Schutz der rechtsgelehrten Idioten, die den Westen für seine “völkerrechtswidrigen Interventionen” an den Pranger stellen.

Einmischen dürfen wir uns nur insofern, als wir den von Assad & Co. bedrohten Menschen Asyl zu gewähren hätten.

Das bedeutet natürlich auch, dass wir nunmehr keine Salafisten nach Ägypten abschieben dürfen, da ihnen nunmehr womöglich eine “unmenschliche Behandlung” durch die Muslimbrüder drohe.

Die zivilisierte Weimarer Republik war nicht in der Lage, gegen den SA-Terror wirksam vorzugehen.

Hitler bereitete dem Spuk in einer Nacht (“der langen Messer”) ein Ende.

Ebenso war Mussolini sehr erfolgreich bei der Bekämpfung der Mafia.

Wenn man sich nicht an westliche Werte zu halten braucht, sind viele Dinge leichter.

Mit der Hinrichtung von ein paar Tausend Aufständischen hätte man den irakischen Widerstand wohl auch in wenigen Wochen kleingekriegt.

Dies sollten unsere westlichen Kritiker des Westens zur Abwechslung auch einmal bedenken.

Elsässer pflegt seine Widersprüche

September 23, 2012

Elsässer versucht seine nicht einmal von ihm selbst übersehbaren “Widersprüche” zu “präzisieren”:

Meine eigenen Stellungnahmen zu den aktuellen Vorfällen sind auch nicht ohne Widerspruch. In einer ersten Positionierung “US-Botschaften brennen – selbst schuld” schrieb ich:

“Hab’ den Film nicht gesehen, sicherlich ist es Blasphemie pur. Aber bitteschön: So etwas muss bei uns gezeigt werden können.”

In einer zweiten späteren Stellungnahm “Hetze gegen Mohammed – und gegen Jesus Christus!” vertrat ich hingegen:

“Der Mohammed-Schmähfilm muss verboten werden.”

Für die COMPACT-Veranstaltung am vergangenen Donnerstag versuchte ich meine Position zu präzisieren.

…mit noch mehr Widersprüchen und Verschwörungstheorien:

Aber eine andere Qualität war erreicht, als Pussy Riot die WICHTIGSTE christliche Kirche in Russland schändete, und das zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl im März 2012. Und beim Film war die Zäsur, als er plötzlich mit arabischen Untertiteln versehe wurde und man ihn so nicht nur zum “Konsum” in den westlichen Gesellschaften anbot (dazu Punkt 3), sondern als Brandfackel in die aufgewühlte nahöstliche Welt schleuderte – als Begleitmusik zu den Kriegsvorbereitungen gegen Syrien/Iran. An diesem Übergang von der bloßen Meinungsäußerung zur imperialistischen Propaganda muss die Notbremse gezogen werden

Conclusio:

Die Meinungsfreiheit muss beschränkt werden, wenn er sie als “imperialistische Propaganda” entlarvt.

Während er selbst natürlich jedes Recht hat, die westliche Meinungsfreiheit in Anspruch zu nehmen, um “antiimperialistische Meinungsäußerung” zu verbreiten.

Putins Oppositioneller

September 22, 2012

Oppostion wird innerhalb Putins Reich nicht geduldet, außerhalb wird sie hingegen finanziell gefördert.

Tiflis – Nach dem Skandal um brutale Gefängnis-Foltervideos gerät Präsident Michail Saakaschwili immer stärker in Bedrängnis. Zu einer Großkundgebung in der Stadt Sugdidi im Westen der Kaukasusrepublik mobilisierte die Opposition um den Milliardär Bidsina Iwanischwili Zehntausende Regierungsgegner.

Wäre Saakaschwili ein Putin, säße dieser “Oppositionelle” schon längst im Gulag.

Am Kaukasus treffen Foltervorwürfe nie ins Leere.

Ein Vergleich mit den Zuständen in Tschetschenien zeigt jedoch, wo Staatsterror wirklich systematisch angewandt wird.

Putins Statthalter hat dort seine eigene Bevölkerung so gut dressiert, dass sie mit einer Wahlbeteiligung von 99 % zu 99 % für seinen Herrn gestimmt hat.

Carlos deutsche “Feierabendterroristen”

September 21, 2012

Die “Revolutionären Zellen” werden in den deutschen Medien zu “Feierabendterroristen” verharmlost.

Dabei wird ignoriert, dass RZ-Mitglieder bei höchst professionellen Terror-Aktionen wie Entebbe involviert waren.

Die Truppe des Terror-Profis Carlos bestand fast ausschließlich aus RZ-Mitgliedern.

Der sogenannte “Internationale Kampf” der RZ bestand darin, für Gaddafis Libyen und andere kriminelle Staaten gegen Bezahlung Morde und Terroranschläge durchzuführen.

Dabei wurde bisher wohl nur ein Bruchteil ihrer Aktivitäten aufgedeckt.

So wurde erst vor wenigen Jahren bekannt, dass sich der RZ-Mann Thomas Kram alias “Lothar” am Tag des schlimmsten Terroranschlags der italienischen Geschichte am Tatort aufhielt.

Ketzerei im heiligen Spiegel

September 20, 2012

Als Spiegel-Leser weiß man, dass der amerikanische Wahlkampf nach Romneys Fauxpas – Gott sei Dank! – längst entschieden sei.

Nun brüskiert Fleischhauer die deutsche Obama-Jüngerschaft mit einer ketzerischen These.

Falls der Ketzer recht behalten sollte, kann man sich jedoch damit trösten, dass man es eigentlich immer schon gewußt habe, dass Obama im rassistischen Amerika keine Chance hatte.

Außerdem kann man dann endlich wieder elegant darauf hinweisen, dass man nicht “antiamerikanisch”, sondern lediglich ein “Gegner der Romney-Administration” sei.


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