Archive for the ‘Italien’ Category

Wie aus 20 Verunglückten 500 Ermordete wurden

September 25, 2014

Am 13. September 2014 berichteten italienische Medien von einer Rettungsaktion durch den Frachter “Pegasus”, der zwei Schiffbrüchige geborgen hatte, die mit etwa 30 weiteren Personen in maltesischen Gewässern verunglückt waren .

Bei einer danach gestarteten Suchaktion wurden 9 weitere Menschen gerettet.

Bereits am 13. September wurde auch schon darauf hingewiesen, dass sich die Gerüchte von 400 Toten als unhaltbar herausgestellt hätten.

Tatsächlich dürfte es etwa 20 Verunglückte gegeben haben und von einem vorsätzlichen Mord war überhaupt keine Rede.

Zwischen dem 13. September und dem 15. September dürfte jedoch einer der Geretteten an die “Internationale Organisation für Migration” geraten sein, welche die Horrorgeschichte der 400 Toten wieder aufgriff und daraus 500 vorsätzlich Ermordete machte.

Den Opfern des Unglücks ist kein Vorwurf zu machen: sie hatten lediglich das erzählt, was die IOM gerne hören wollte.

Allein der Spiegel berichtete danach in mindestens 5 Beiträgen von den 500 Ermordeten.

Ohne jeglichen kritischen Widerspruch konnte die IOM 20 Verunglückte zu einem 500-fachen Massenmord, für den natürlich die “Festung Europa” verantwortlich wäre, hochmanipulieren.

Traumland für Erpresser

September 17, 2014

Ein italienischer Minister hat es erstmals offen zugegeben: Italien hat für die Freilassung entführter Geiseln Lösegeld bezahlt.

Das ist allerdings keine Spezialität der neuen Regierung: 2004 wurden zwei italienische NGO-Mitarbeiterinnen im Irak entführt. Nachdem die zwei NGO-Mitarbeiterinnen ihre Entführer ausführlich gelobt hatten:

“Wir sind mit großem Respekt behandelt worden, alles ist gut verlaufen”, sagte Pari zu wartenden Journalisten. Ihre Entführer seien “religiöse Menschen gewesen, die uns die Grundsätze des Islam lehrten und uns am Ende sogar um Entschuldigung baten”

(news)

…bedankte sich ihre NGO immerhin auch “trotz aller politischen Differenzen” sogar bei der Regierung Berlusconi:

Am selben Abend flogen die beiden nach Italien, wo eine ganze Nation – in der drei Wochen lang ein Klima der »nationalen Einheit« herrschte – jubelnd auf ihre »Friedensengel« wartete. Und wie es zu jedem Happy End gehört, bedankten sich erst mal alle bei allen: die beiden Entführten beim »italienischen Volk«, der islamischen Community in Italien und den vielen Vertretern der »arabischen Welt«, die sich für ihre Freilassung eingesetzt hatten; die NGO »Eine Brücke für …« bedankte sich »trotz allem, was uns politisch trennt«, bei der Regierung Berlusconi.

(Jungle World)

Mit jeder Zahlung von Lösegeld motiviert man die Terroristen zu weiteren Erpressungen.

Italien hatte in der 70er-Jahren eigentlich genug Erfahrungen gemacht, um diese Lektion zu lernen. Als Aldo Moro von den Roten Brigaden entführt worden war, forderte er seine Parteifreunde dazu auf, ebenfalls auf die Forderungen der Erpresser einzugehen, wie er es selbst zuvor – insbesondere bei palästinensischen Terroristen – selbst getan hatte.

Man kann seinen Kumpanen Cossiga und Andreotti zwar vieles vorwerfen.

Dass sie trotz der Notlage ihres Parteifreundes hart geblieben waren, um die Entführungs-Spirale endlich zu stoppen, war eine ihrer wenigen verantwortungsbewussten Taten als Politiker.

In Deutschland musste die Regierung bei der Entführung Schleyers die gleiche Situation durchstehen. Für Moros Ermordung wurden in Italien jedoch nicht die Täter verantwortlich gemacht.

Stattdessen wurde der Christdemokrat bzw. “Faschist” in weiterer Folge zu einer linken Ikone stilisiert, der von seinen rechten Parteigenossen aus dem Weg geräumt worden sei, um den “Historischen Kompromiss” zwischen Christdemokraten und Kommunisten zu verhindern.

Ausbeutung der Opferangehörigen

März 25, 2014

Absturztheorie erzürnt Opferangehörige

Die Nachricht der malaysischen Regierung, das vermisste Passagierflugzeug der Malaysia Airlines sei in den Indischen Ozean gestürzt, hat bei den Angehörigen Entsetzen und Wut ausgelöst. In einer Stellungnahmen bezeichneten die Familien die Regierung in Kuala Lumpur als „Mörder“ und warfen ihr vor, „die Wahrheit zu verschleiern, verheimlichen und vertuschen“. Bei einem Protestmarsch auf die malaysische Botschaft in Peking entlud sich am Dienstag die aufgestaute Wut.

(ORF)

Die Angehörigen verbrachten zwei Wochen in quälender Ungewissheit.

Nun wurde ihr Hoffen durch eine böse Nachricht beendet.

Es ist menschlich, nicht auf diejenigen wütend zu sein, die einem falsche Hoffnungen gemacht haben, sondern auf diejenigen, die sie zerstört haben.

Die kollektive Trauer und Wut macht Opferangehörige anfällig für Manipulationen.

Eine Verschwörung gegen die geliebten Angehörigen aufzudecken, ist befriedigender, als sich mit einem tragischen Unfall abzufinden.

Eine besonders starke Tradition hat die Instrumentalisierung von Opferangehörigen in Italien.

Bei der gerichtlichen Aufarbeitung des Ustica-Falles spielte der Angehörigen-Verband eine entscheidende Rolle.

Obwohl nach jahrzehntelangen Strafprozessen festgestellt worden war, dass es für die Raketentheorie keine Beweise gebe, gelang es den Opferangehörigen beim Zivilgericht ihre Ansicht durchzusetzen.

In der Regel?

März 16, 2014

So erhellend die Erkenntnisse der beiden letzten Tage sind, eine der großen Fragen in Bezug auf das Verschwinden von Flug MH370 wurde auch bei der Pressekonferenz am Sonntag nicht erörtert: Warum nämlich die Boeing 777-200 nach Abbruch des Funkkontakts umkehren, malaysisches Gebiet überfliegen und dabei vom Radar des Militärs erfasst werden konnte – und trotzdem nichts geschah.

Die gängige Reaktion nämlich auf das Eindringen eines nicht identifizierten Flugzeugs, wie es Flug MH370 nach Abschalten des Transponders und des ACARS war, ist massiv: In der Regel steigen binnen Minuten Kampfjets auf, um den Eindringling abzufangen.

(Spiegel)

Solche Ereignisse sind nun einmal nicht die Regel.

Selbst das Pentagon konnte trotz höchster Alarmbereitschaft nicht geschützt werden.

Dem Militär ein Fehlverhalten vorzuwerfen, ist natürlich immer das Leichteste.

Inkompetente Journalisten werden dann auf einmal zu großen Experten für Radar und Kampfjets.

Bleibt zu hoffen, dass Malaysias Luftwaffe nicht dasselbe Schicksal wie Italiens “Aeronautica Militare” erleidet.

Jahrzehntelang prozessierte Italiens Justiz gegen die Generäle der italienischen Luftwaffe, denen man vorwarf, einen angeblichen Nato-Luftkrieg verschleiert zu haben, der zum Absturz einer italienischen Passagier-Maschine über der Mittelmeerinsel Ustica geführt haben solle.

Zu Unrecht verarmte Schönheit?

Februar 5, 2014

Bella Italia glaubt endlich die geniale Lösung für ihre finanziellen Probleme gefunden zu haben:

Italien will von den internationalen Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch eine Entschädigung von 234 Mrd. Euro für die Herabstufung des Rating im Jahr 2011 verlangen.

Der italienische Rechnungshof erklärte, dass die Ratingsagenturen bei dem Downgrade nicht den hohen Wert des historischen, kulturellen und künstlerischen Erbes Italiens berücksichtigt hätten, was eine Grundlage seiner wirtschaftlichen Kraft darstelle. Standard & Poor ́s bestätigte laut dem Blatt die Klage des Rechnungshofes erhalten zu haben.

Wie die Anleger die Kreditwürdigkeit eines Landes, das offenbar jeglichen Realitätssinn verloren hat, beurteilen werden, sei dahingestellt.

Opferinstrumentalisierung in der italienischen Justiz

Januar 31, 2014

Der Vergewaltiger und Mörder von Meredith Kercher war unmittelbar vor der Tat wegen mehreren Einbruchsdiebstählen – zweimal davon mit einem Messer bewaffnet – von der Polizei festgenommen worden, jedoch von der italienischen Justiz wieder laufengelassen worden.

Wäre er in Untersuchungshaft gesessen, wie es sich für einen überführten bewaffneten Einbrecher gehört hätte, wäre es wohl gar nicht zum Fall Kercher gekommen.

Die Familie von Meredith Kercher müsste eigentlich eine Stinkwut auf die italienische Justiz haben.

Stattdessen scheint sie sich jedoch völlig mit der Sache der Staatsanwaltschaft identifiziert zu haben.

Man kann sich dies vielleicht damit erklären, dass die Familie das Gefühl hatte, die Staatsanwaltschaft habe sich für ihre Tochter außerordentlich engagiert, indem sie alles versucht hatte, um ein besonders perfides Mordkomplott aufzudecken.

Für das bedingungslose Engagement ist man dankbar, auch wenn es wohl kaum zur Aufklärung des Mordfalles beigetragen hatte.

Im Gegenteil:

Aufgrund der Verschwörungstheorie der Staatsanwaltschaft ist der Vergewaltiger und Mörder der Tochter auch noch mit einer äußerst milden Strafe davongekommen.

Gerade in Italien hat das Instrumentalisieren von Opferangehörigen eine lange Tradition.

In Italien gelang es linken Beamten nach ungeklärten Terroranschlägen die Angehörigen der Opfer politisch zu instrumentalisieren, indem sie den Eindruck vermittelten, dass sie als einzige auf Seiten der Opfer stünden, während die Täter von einer bösen, rechten Verschwörung geschützt werden.

Auch der Buback-Prozess, bei dem der Sohn eine staatliche Verschwörung nachzuweisen versuchte, wies ähnliche Mechanismen auf.

Im Zweifel schuldig

Januar 30, 2014

Amanda Knox ist im neuen Prozess um den Mord an der Britin Meredith Kercher zu 28 Jahren Haft verurteilt worden. Das Berufungsgericht in Florenz sprach die US-Amerikanerin und ihren Ex-Freund Raffaele Sollecito am Donnerstag in zweiter Instanz schuldig.

Wenn man die Gewohnheiten der italienischen Justiz kennt, hätte man eigentlich damit rechnen müssen, dass sich das Gericht im Zweifelsfall für die Verschwörungstheorie entscheiden würde.

Trotzdem hat es mich angesichts des Prozess-Verlaufs diesmal doch verblüfft, wie skrupellos sich die italienische Justiz bei ihrem Urteil wieder einmal über rechtsstaatliche Grundsätze (in dubio pro reo) hinweggesetzt hat.

Späte Vorbeugung im Fall Kercher

Januar 20, 2014

Florenz – Die Ankläger wollen offenbar auf Nummer sicher gehen: Kurz vor dem Urteil im Mordprozess gegen Amanda Knox und ihren Ex-Freund Raffaele Sollecito hat Staatsanwalt Alessandro Crini “vorbeugende Maßnahmen” wie ein Ausreiseverbot oder Untersuchungshaft gegen das ehemalige Paar gefordert.

Der von der italienischen Justiz zu milden 16 Jahren verurteilte Vergewaltiger und wohl auch alleinige Mörder von Meredith Kercher war unmittelbar vor der Tat wegen mehreren Einbruchsdiebstählen – zweimal davon mit einem Messer bewaffnet – von der Polizei festgenommen worden.

Doch die italienische Justiz hielt es nicht für nötig, ihn dafür “vorbeugend” einzusperren.

Offenbar mussten die Gefängnisplätze für wichtigere Fälle reserviert werden:

z.B. für zwei unbescholtene Studenten, die gerade im Begriff waren, bei einem teuflischen Komplott eine Mitbewohnerin zu ermorden und dabei einen “armen Schwarzen” als willenlosen Gehilfen zu missbrauchen.

Trotz der Wünsche der Staatsanwaltschaft ist der kafkaeske Albtraum für Amanda Knox wohl zu Ende (sofern sie nicht so verrückt ist, freiwillig nach Italien zurückzukehren).

Für ihren italienischen “Komplizen” (der Amanda Knox gerade einmal eine Woche und den Vergewaltiger gar nicht gekannt hatte) kann es allerdings in Anbetracht der Unberechenbarkeit der italienischen Justiz noch richtig eng werden.

Der eigentliche Skandal im Fall Kercher

Januar 9, 2014

Unterdessen wünscht sich Knox eine Versöhnung mit der Familie des Opfers. «Ich will ihr direkt sagen, dass ich nichts mit dem Mord an Meredith zu tun habe, dass ich sie gern hatte und wir Freundinnen waren», sagte die 26-Jährige der Zeitung «La Repubblica».

Die Familie des Opfers scheint sich völlig mit der Sache der Staatsanwaltschaft identifiziert zu haben.

Man kann sich dies vielleicht damit erklären, dass die Familie das Gefühl hatte, die Staatsanwaltschaft habe sich außerordentlich engagiert, indem sie alles versucht hatte, um ein besonders perfides Mordkomplott gegen die Tochter aufzudecken.

Für dieses bedingungslose Engagement ist man dankbar, auch wenn es wohl kaum zur Aufklärung des Mordfalles beigetragen hatte.

Im Gegenteil:

Aufgrund der Verschwörungstheorie der Staatsanwaltschaft ist der Vergewaltiger und (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit) Mörder der Tochter mit einer äußerst milden Strafe davongekommen.

Dass der Vergewaltiger unmittelbar vor der Tat wegen mehreren Einbruchsdiebstählen – zweimal davon mit einem Messer bewaffnet – von der Polizei festgenommen worden war, jedoch von der italienischen Justiz wieder laufengelassen worden war, ist ein Aspekt, der in der ganzen Diskussion viel zu wenig vorkommt.

Wäre er in Untersuchungshaft gesessen, wie es sich für einen überführten bewaffneten Einbrecher gehört hätte, wäre es wohl gar nicht zum Fall Kercher gekommen.

Die italienische Justiz hat es jedoch sehr gut verstanden, vom eigentlichen Skandal abzulenken.

Instrumentalisierung von Opferangehörigen

Dezember 20, 2013

Im Mordverfahren gegen Amanda Knox hat der Anwalt der Hinterbliebenen die Verurteilung der amerikanischen Angeklagten und ihres mutmaßlichen Mittäters gefordert. Francesco Maresca, der die Familie der ermordeten britischen Studentin Meredith Kercher vertritt, schloss sich damit in seinem Schlussplädoyer am Montag vor dem Berufungsgericht in Florenz der Forderung der Staatsanwaltschaft an, beide zu 26 Jahren Haft zu verurteilen.

Maresca rief das Gericht – zwei hauptamtliche Richter und acht Schöffen – dazu auf, den Unschuldsbeteuerungen von Knox kein Gehör zu geben. Zugleich kritisierte er, wie sich die heute 26 Jahre alte Angeklagte öffentlich darstellt. Während sie berühmt geworden sei, habe man das Opfer komplett vergessen.

“Sie ist eine bekannte Person geworden. Sie hat millionenschwere Verträge für ihr Buch abgeschlossen. Sie hat jemanden, der sich um ihre Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Sie hat eine Internetseite, auf der sie zu Spenden in Erinnerung an das Opfer, Meredith Kercher, aufruft – was ein unerträglicher Widerspruch für deren Familie ist”, sagte er.

(Die Welt)

Dass Amanda Knox für ihren “Ruhm” fast vier Jahre im Gefängnis verbringen hatte müssen, wird vom Opferanwalt ausgeblendet.

Die Familie des Opfers scheint sich völlig mit der Sache der Staatsanwaltschaft zu identifizieren.

Man kann sich dies wohl damit erklären, dass die Familie das Gefühl hatte, die Staatsanwaltschaft habe sich außerordentlich engagiert, indem sie alles versucht hatte, um ein besonders perfides Mordkomplott gegen die Tochter aufzudecken.

Für dieses bedingungslose Engagement ist man dankbar, auch wenn es wohl kaum zur Aufklärung des Mordfalls beigetragen hatte.

Im Gegenteil: aufgrund der Verschwörungstheorie der Staatsanwaltschaft ist der Vergewaltiger und (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit) Mörder der Tochter mit einer äußerst milden Strafe davongekommen.

Gerade in Italien hat das Instrumentalisieren von Opferangehörigen eine lange Tradition.

In Italien gelang es Linken nach ungeklärten Terroranschlägen die Angehörigen der Opfer politisch zu instrumentalisieren, indem sie es schafften, den Eindruck vermittelten, dass sie als einzige auf Seiten der Opfer stünden, während die Täter von einer bösen, rechten Verschwörung geschützt werden.

Auch der Buback-Prozess, bei dem der Sohn eine staatliche Verschwörung nachzuweisen versuchte, wies ähnliche Mechanismen auf.


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