Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

Der Hitler-Virus

September 21, 2009

Auch wenn der Clip zurückgezogen wurde, so ist er doch typisch für den Umgang mit AIDS und HIV.

Einerseits wird die Krankheit extrem dämonisiert – anderseits wird von den AIDS-Hilfen aus politischer Korrektheit möglichst darauf geachtet, sich nicht an Risiko-Gruppen zu wenden, da man fürchtet, sie dadurch zu stigmatisieren. Die nicht-diskriminierenden österreichischen Statistiken über HIV-Neuinfektionen, die von der Aidshilfe Wien herausgebracht werden, stehen im kraßen Widerspruch zu den wissenschaftlich- seriösen deutschen Statistiken vom Robert Koch Institut.

AIDS wird gerne als grausame Heimsuchung, die jeden, der einen Fehler macht, treffen kann, dargestellt – AIDS kann zwar tatsächlich alle treffen – manche jedoch mit einer viel höheren statistischen Wahrscheinlichkeit.

Spezifische, sachliche Aufklärung ohne Verschleierung – aber auch ohne bigotte Anklage des Risiko-Lebensstils – wäre dringend angebracht.

Letztlich fällt die Dämonisierung doch wieder auf die Risikogruppen, die man vor Stigmatisierung schützen will, zurück.

Die Betroffenen (und in Europa sind dies nun einmal zu einem großen Teil homosexuelle Männer) müssen dann anstatt mit einer normalen Krankheit mit einer diabolischen Heimsuchung, die sie selbst zu potenziellen Monstern macht, leben.

Grundlegende Realitäten

September 12, 2009

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In der Anfangs-Zeit des kalten Krieges wurden viele Linksliberale als kommunistische Verschwörer verteufelt.

Die Dämoniserung der politischen Gegner erreichte mit den Hexenprozessen der McCarthy-Ära ihren traurigen Höhepunkt.

Seit den 60er Jahren hat sich die Bereitschaft zur Dämonisierung der politischen Gegner allmählich ins Gegenteil verkehrt:

CIA, Bush und insbesondere den Neokonservativen wird heute so ziemlich alles zugetraut.  Auch wenn die Bush-Administration oder die Neocons wohl keine politische Verfolgung zu befürchten haben – führt diese Dämonisierung zu großen Problemen:

Zu einer Polarisierung der Gesellschaft – und der Unfähigkeit, reale Gefahren zu erkennen.

Klar wäre der „War on Terror“ ein absurder Blödsinn, wenn es in Wahrheit keinen islamistischen Terror gäbe – und natürlich wäre dann stattdessen vielmehr ein „War on Republicans, CIA and Neocons“ angebracht…

Meinungsfreiheit und kritisches Hinterfragen – auch wenn dies zu falschen Schlüssen führen kann - gehören zu einer freien Gesellschaft. Wenn wir dabei allerdings die  Fähigkeit verlieren, grundlegende Realitäten zu erkennen, steuern wir in eine sehr gefährliche Richtung.

The real Borat

Juli 23, 2009

Nordkorea nennt Clinton „kleines Schulmädchen“

Kazakhstan greatest country in the world.
All other countries are run by little girls.

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North Korea parade

Marvin, Jackie and Michael

Juni 27, 2009

Der King of Pop ist tot.

Seine Fans wirkten in den TV-Übertragungen sogar irgendwie erleichtert. Ständig hatten sie in Angst vor einer weiteren negativen Schlagzeile gelebt – zu verkorkst war sein tragisches Leben.

Die Commodores haben dieses Lied für die verstorbenen Soul-Größen Marvin Gaye und  Jackie Wilson geschrieben.

Trotz seiner menschlichen Probleme hat sich Michael auch einen Platz im Soul-Himmel verdient.

Solidarität mit (toten) Juden

April 20, 2009

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Österreich bekundet wieder einmal seine Solidarität mit den toten Juden, indem es dem Holocaust-Leugner Gerd Honsik – einem unbedeutenden Würschtel –  wieder einmal den Prozeß macht.

Mit dem Holocaust-Leugner, der die lebenden Juden bedroht, schließt man Milliarden-Deals ab und besucht gemeinsam Antirassismus-Konferenzen.

Pamphletismus im Qualitätsjournalismus

April 14, 2009

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Robert Misik ist ein Krisengewinnler.

Er hat bei der Gruppe Revolutionäre Marxisten Dinge gelernt, die ihm jetzt sehr zugute kommen - und so darf er für Österreichs Qualitätsmedien wie Profil, Standard oder Falter „komplexe“ Sachverhalte „simpel“ auf den Punkt bringen – und keiner schafft es „simpler“ als er:

Können wir uns die Reichen noch leisten?

Eine kleine Ironie am Rande:

Robert Misik, vehementer Gegner des Neoliberalismus, ist bekennender freier Journalist.

Seine ehemaligen GRM-Mitstreiter Raimund Löw und Georg Hoffmann-Ostenhof, bei denen sich der Marxismus höchstens noch auf Antiamerikanismus und Bush-Bashing reduziert, haben feste Anstellungen beim ORF und beim Profil.

„Krieg dem Krieg“

April 4, 2009

Am liebsten spielen militante Pazifisten Intifada.

Der Adrenalin-Kick ist zwar derselbe wie bei Hooligan-Gewaltexzessen – im Gegensatz zu ihren prolligen Cousins handeln sie jedoch aus hehren Motiven:  die gelangweilten Wohlstandskinder führen laut eigener Aussage einen Krieg gegen den Krieg.

Deswegen stehe es ihnen natürlich auch zu, sich über die schreckliche Polizeibrutalität zu beklagen…

Chrrrrr…da Zuten

März 29, 2009

Nächstes Fettnäpfchen von Papst Benedikt

Februar 2, 2009

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Der zum neuen Bischof von Linz bestellte Gerhard Maria Wagner warnt vor der dem Satanismus Harry Potters.

Warum auch nicht gleich vor dem Aschenputtel? Immerhin bedienen sich die Feen teuflischer Magie, um Aschenputtel den Ballbesuch zu ermöglichen. Ach ja – und da wäre auch noch dieser Jude, der Wasser in Wein verwandelt haben soll – diabolisch!

Gut finde ich aber, dass er versucht der Weltklima-Religion Konkurrenz zu machen:

Als der Hurrikan „Katrina“ im Jahr 2005 die US-Küstenstadt New Orleans zerstörte, verkündete Wagner im Pfarrblatt seiner damaligen Gemeinde: „Es ist wohl kein Zufall, dass in New Orleans alle fünf Abtreibungskliniken sowie Nachtclubs zerstört wurden.“ Nach der Tsunami-Katastrophe 2004 merkte er an, dass die Flutwelle nicht zufällig zu Weihnachten aufgetreten sei, wenn die Leute aus dem reichen Westen ins arme Thailand flüchteten. (Spiegel Online)

Letzte Pressekonferenz des vielgehassten US Präsidenten

Januar 16, 2009

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Die Bush Administration hat ihre Fehler gemacht:

z.B. das Waterboarding: das Menschenrecht auf Schutz vor Folter hätte niemals in Frage gestellt werden dürfen.

z.B. Guantanamo: die Jihadisten, die sich in Afghanistan aufhielten, hätte man, nachdem man sowieso in Afghanistan bleiben musste, genauso gut dort in ein Gefängnis stecken können, und sich so die Guantanamo Leier erspart.

z.B die radikale Entbaathifizierung: hier wäre wohl mehr Pragmatismus angebracht gewesen.

Die Absetzung der Taliban Irren und des Saddam Regimes waren jedoch mutige und richtige Schritte.

Würde es nach dem UN Sicherheitsrat gehen, könnten sich alle Saddams dieser Welt in Sicherheit wiegen.

George W. Bush stellte als scheinbar dümmlicher, erzreligiöser Cowboy aus Texas für die Intelligenzia auf beiden Seiten des Atlantiks das ideale Feindbild dar. Er schien dem Klischee des blöden Amis, der Austria nicht von Australia auseinanderhalten kann, perfekt zu entsprechen. Auch weniger intellektuelle Zeitgenossen erfreuten sich daher bald daran, auf den mächtigsten Mann der Welt höhnisch herabblicken zu dürfen. Ich erinnere mich, als in den frühen 90er Jahren ein Kabarettist, Sohn eines Universitätsprofessors, einen Fußballer mit recht billigen Schmähs verarschte und dabei gerade beim „einfachen“ Publikum besonders gut ankam.

Anstatt sich über den arroganten Snob zu ärgern, freute man sich, dass diesmal wer anderer vorgeführt wurde. Ähnliche Mechanismen wurden wohl auch beim Bush Bahing in Gang gesetzt.

Für eine abschließende Beurteilung ist es noch zu früh. Möglicherweise wir die Geschichte den vielgehassten Präsidenten etwas milder beurteilen.