Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

Propaganda der Opferzahlen

Mai 18, 2013

Casualty counts during modern wars have become a highly politicised business. On one hand, they can help alert the outside world to the scale of violence and suffering, and the risks of conflict spreading both within a country’s borders and beyond them. On the other, as in Syria, Iraq, Darfur, the Democratic Republic of Congo and elsewhere, death tolls have routinely been manipulated, inflated or downplayed – a tool for the advancement of political interests.

(2013 – Sharmine Narwani im Guardian)

Die Dame weiß, wovon sie redet.

Der die Lancet-Studie widerlegende Bericht von Iraq Body Count, mit dem sie ihren aktuellen Beitrag verlinkt hat, war zum Zeitpunkt, als sie einen Anti-Bush-Artikel verfasste, auch schon längst bekannt, was sie damals jedoch  nicht davon abhielt, von hunderttausenden toten Irakern und Afghanen zu schreiben:

by the time US troops begin their promised 2011 withdrawal, and several hundred thousand innocent Afghani and Iraqi men, women and children have been killed in wars that have become increasingly difficult to justify to a skeptical American public.

(2010 – Sharmine Narwani auf Mideast Shuffle)

Auch wenn ihre Aussagen zum Propaganda-Missbrauch von Opferzahlen grundsätzlich richtig sind, braucht es schon eine gehörige Portion Frechheit, um für die Relativierung der Opferzahlen in Syrien ausgerechnet auf die eigenen Übertreibungen beim Irak-Krieg zu verweisen.

Sultan Erdogans Grenzen

Mai 12, 2013

Erdogan hatte sich gerne als Anführer der islamischen Welt, die sich nicht vom Westen bevormunden lassen wolle, aufgespielt.

Nun hat die islamische Welt die westliche (Nicht-)Führung, die sie sich nach den bösen Bush-Jahren so gewünscht hatte.

Man soll aufpassen, was man sich wünscht, denn es könnte in Erfüllung gehen.

Es stellt sich nämlich gerade heraus, dass der Möchtegern-Sultan außer großen Sprüchen über seine “Bajonette und Soldaten” und Drohungen gegen Israel nicht viel draufhat und mit der Situation an den eigenen Grenzen heillos überfordert ist.

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Zschäpes Brieffreunde

Mai 7, 2013

Nach dem norwegischen Massenmörder versucht nun auch Deutschlands oberster Verschwörungstheoretiker, eine Brieffreundschaft zur internierten Volksgenossin anzuregen:

Liebe Beate Zschäpe,

ich habe Angst, dass Sie das Gefängnis nicht mehr lebend verlassen werden. Ihre Münchner Zelle könnte Ihre Todeszelle werden, auch wenn die Todesstrafe bei uns abgeschafft ist. Die Gefahr ist am größten, wenn die TV-Kameras, die zu Prozessbeginn auf Sie gerichtet waren, abgeschaltet sind. Wenn keiner mehr hinschaut.

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Zschäpes linker Fürsprecher

Mai 5, 2013

Zufällig heute im österreichischen “Standard” gelesen: Zum ersten Mal muss sich ein deutsches Gericht mit den mutmaßlichen Morden einer rechtsextremen Terrorzelle befassen. Als deren Kopf gilt Beate Zschäpe (38).

(pi.news)

Obwohl es keine Hinweise auf eine Beteiligung Beate Zschäpes bei den Morden der Uwes gibt, erklären die Medien das Mörder-Liebchen zum Kopf einer Terrororganisation.

Wie würden die Medien wohl berichten, wenn es sich bei Frau Zschäpe um das Liebchen eines linksradikalen Mörders gehandelt hätte?

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Nationalantizionismus

April 27, 2013

Sowie sich der Nationalsozialismus aus rechtem Nationalismus und linkem Sozialismus zusammengesetzt hatte, wird heute der linke Antizionismus von immer mehr Rechten übernommen.

Der Antizionismus ermöglicht es den Rechtsradikalen, sich vom Ballast des Nationalsozialismus zu befreien.

Durch die Umetikettierung zum Antizionisten kann man sich unter Beibehaltung des alten Weltbilds von Hitlers Niederlage und seinen Verbrechen distanzieren.

“Nazi” wird hingegen zu einem Schimpfwort, das man den Juden bzw. “Zionisten” an den Kopf werfen kann.

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Putin, übernehmen Sie!

April 25, 2013

Eine Geschmacklosigkeit der ganz besonderen Art gab es heute in Wien: 40 Menschen folgten einem Facebook-Aufruf der tschetschenischen Gruppe “Pro Tsarnajew” und demonstrierten für Solidarität mit Muslimen im Allgemeinen und den Attentätern von Boston im Speziellen. Auch wurden Vorwürfe erhoben, dass das FBI Beweise gegen die Brüder Tsarnajew gefälscht habe.

(pi.news)

Putin ist ein mieser Mörder.

Für jene 40 ”Menschen” wären seine Methoden jedoch genau das Richtige.

Wenn man solchen Abschaum nicht zurückschickt, wird es bald auch auf alle anderen Tschetschenen zurückfallen, die mit diesem Irrsinn nichts zu tun haben.

Unislamische Arbeit

April 24, 2013

Dabei spielt möglicherweise die Mutter eine entscheidende Rolle in dem Drama. Denn sie veränderte sich gemeinsam mit dem Sohn. Offenbar bestärkten sie sich gegenseitig in ihrer Religiosität.

Das “Wall Street Journal” berichtet, dass die Mutter ihren Job als Kosmetikerin in einem Spa aufgegeben habe, um zu Hause arbeiten zu können – damit sie keine männlichen Kunden empfangen müsse: “Ich begann zu lesen und begann zu lernen”, sagt sie der Zeitung im Rückblick auf ihre Islamstudien, “ich begann mit Tamerlan zu lesen”. CNN zitiert die Erfahrungen einer Kundin aus dieser Zeit: Tamerlans Mutter habe über Verschwörungstheorien gesprochen, “sie sagte mir, dass die US-Regierung die Anschläge von 9/11 ausgeführt habe, damit Amerika die Muslime hasse”. Ihr Sohn wisse alles darüber, die Kundin könne es selbst im Internet nachlesen.

Ihre neu entdeckte Religiosität hinderte sie allerdings nicht daran, Waren im Wert von 1.600 $ zu klauen.

Bei ihren “Islamstudien” dürfte sie wohl den Teil über das Handabhacken wegen Diebstahls übersehen haben.

Auch der Sohn gab seinen Job wegen seiner Religion auf, obwohl er gerade eine eigene Familie gegründet hatte:

Weil er das Boxen aufgibt, ist Vater Ansor empört. Laut “Wall Street Journal” erklärt ihm der Sohn, dass ein Moslem keinen anderen Mann ins Gesicht schlagen solle.

Für die neo-islamische Familie durften dann die amerikanischen Kuffar Sozialgeld bezahlen:

Wie der “Boston Herald” berichtet, soll das Paar bis 2012 staatliche Unterstützung bekommen haben.

Von der Arbeit ließen sich Mutter und Sohn vom Islam abhalten…

…vom Stehlen und Morden leider nicht.

“The Snake”

April 23, 2013

Der Spiegel vergleicht die Boston-Bomber mit “Wölfen” (in der ersten Version des Artikels war noch von “jungen Stieren” die Rede):

http://www.spiegel.de/politik/ausland/boston-attentaeter-zarnajew-die-wut-der-jungen-stiere-a-895838.html

Mir fällt zu den beiden Moslems, die als arme Asylanten ins Land gelassen wurden und sich dafür bei ihren Wohltätern mit Terror bedankten, der Vergleich mit einer anderen Tierart ein:

Al Wilsons Song über eine dumme Frau, die eine Schlange in ihr Haus hineinlässt und sich dann darüber beklagt, von ihr gebissen zu werden:

“I saved you,” cried that woman  ”And you’ve bit me even, why?  You know your bite is poisonous and now I’m going to die.”

“Oh shut up, silly woman,” said the reptile with a grin  ”You knew damn well I was a snake before you took me in.”

Respekt vor edlen Wilden

April 23, 2013

Wie kommt ein hübsches 20jähriges Mädchen aus bester Familie dazu, sich von einem Mann prügeln, schwängern und dann auch noch verschleiern zu lassen?

Wäre Tamerlan ein Schlägertyp aus den Südstaaten gewesen, hätte sich die neuenglische Bürgerstochter dies wohl kaum gefallen lassen.

Auch die Eltern wären gegen einen prügelnden Redneck mit Sicherheit auf die Barrikaden gestiegen.

Bei einem exotischen “edlen Wilden” ließ man jedoch offenbar alles durchgehen – andere Kulturen müsse man als progressiver Liberaler schließlich respektieren.

Besonders respektvoll äußert sich auch der Spiegel über die beiden Mörder:

 ”Die Wut der jungen Stiere

Man stelle sich einen ähnlichen Kommentar zu Breivik oder den Uwes vor.

ORF nutzt das Zeitfenster

April 17, 2013

Es gebe ein breites Spektrum von möglichen Motiven. Auch sei unklar, ob es sich um einen oder mehrere Täter gehandelt habe, sagten Ermittler. Der Zeitpunkt des Angriffs spreche für einheimische Extremisten, die einen mächtigen Staat ablehnten. Am Montag wurde in Massachusetts der Patriots’ Day begangen, der an den Unabhängigkeitskrieg erinnert. Am 15. April läuft in den USA zudem die Frist für die Abgabe der Steuererklärung ab. Steuern sind für einige amerikanische rechtsextreme Gruppen ein Reizthema.

(ORF)

Noch ist nichts über den oder die Täter bekannt…

…und wieder einmal nutzt der ORF das Zeitfenster für Spekulationen gegen seine Lieblingsfeinde.

So als ob der Patriot Day für “einheimische Extremisten” ein besonders guter Zeitpunkt wäre, unschuldige Mitbürger zu ermorden.

Vieles deutet jedoch auf einen Einzeltäter hin.

Bei Einzeltätern spielt die Ideologie nur eine untergeordnete Rolle, selbst wenn sie behaupten, aus politischen Motiven zu handeln.


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