Vorurteil oder Tatsache?

September 4, 2014

Armut betreffe 24 Prozent der Menschen quer durch die Europäische Union, verweist der Zentralratsvorsitzende auf aktuelle Statistiken. Besonders damit in Verbindung gebracht werden aber – auch laut der aktuellen Studie – vor allem Sinti und Roma. Dieses althergebrachte Vorurteil schmerzt Rose besonders: “Die Juden waren zu reich, wir sind zu arm.”

(DW)

Wenn es durch eine Studie bestätigt wird, handelt es sich eben nicht nur um ein Vorurteil, sondern um eine Tatsache.

Als Opfer bestehen jene Menschen darauf, als “Sinti und Roma” bezeichnet zu werden.

Als Täter sind sie dann auf einmal wieder Serben, Rumänen, Bulgaren, Slowaken.

So kommt es, dass auch offizielle Statistiken scheinbar bestätigen, dass es sich beim “kriminellen Zigeuner” nur um ein böses Vorurteil handle.

Keine Vorurteile gegen Juden?

September 4, 2014

Wie schlecht Sinti und Roma in Deutschland gelitten sind, belegt eine andere Zahl aus der Studie. Demnach ist die soziale Distanz zu dieser Minderheit mit 20 Prozent stärker als gegenüber jeder anderen. Es folgen Asylbewerber (15 %), Muslime (13 %), Osteuropäer (8 %), Juden (3 %) und Schwarze (2 %).

(DW)

Juden scheint es gemäß dieser Umfrage in Europa heute toll zu gehen.

Tatsächlich ist die Lage seit dem 2. Weltkrieg noch nie so schlimm gewesen.

Solange sie in der Minderheit sind, stellen sich Muslime als die “neuen Juden” dar, die von der islamophoben Mehrheit verfolgt werden.

Wenn sie jedoch in der Mehrheit sind, lassen sie ihrem Antisemitismus freien Lauf, und es gibt in Europa wieder Viertel, wo sich Juden besser nicht hinwagen.

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Anderer Schleier, gleiche Ideologie

September 3, 2014

Nach Angaben der saudischen Nachrichtenagentur SPA sagte der saudi-arabische König Abdullah ibn Abd al-Aziz während einer Rede vor den Botschaftern in Jiddah: ‘Der Terrorismus sorgt Tag und Nacht für den Tod von Menschen. Es ist wichtig, dass man erkennt, was Terroristen getan haben und tun werden. Ich bin mir sicher, dass der Terror im Falle der Vernachlässigung in einem Monat in Europa ankommen wird, einen Monat darauf in den USA’.

Tatsächlich sind die Extremisten vom Islamischen Staat schon längst in Europa angekommen – und Saudi-Arabien trägt dafür eine nicht gerade geringe Verantwortung. 

Obwohl es genug Bedarf nach Arbeitskräften gibt, nimmt man kaum angeblich verfolgte Muslime auf.

Saudi-Arabiens Bevölkerung setzt sich zwar zu 27 % aus Gastarbeitern (vornehmlich aus Indien und den Philippinen) zusammen, die für die Ölscheichs schuften, bei der Asylquote stehen die Saudis trotz ihres Reichtums lediglich an 117. Stelle.

Allerdings liefert man Moscheen, Imame und Dialüg-Zentren nach Europa, die dafür sorgen, dass sich die in Europa versorgten Muslimen nicht in die Aufnahmeländer, sondern in die Umma integrieren.

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Putins Appetit

September 3, 2014

Putin sieht sich selbst nun einmal als Restaurateur des Sowjet-Imperiums (weswegen er trotz seiner reaktionären politischen Ausrichtung auch viele altlinke Fans hat).

Putin hat erst Tschetschenien ins Reich heimgeholt, dann für die Süd-Osseten einen Unabhängigkeitskrieg gegen Georgien geführt und schließlich Assad in Syrien zum Preis eines ethnisch-konfessionellen Bürgerkriegs an der Macht gehalten.

Warum sollte er ausgerechnet bei ethnischen Russen in der Ost-Ukraine zurückstecken?

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Der russische Problembär

September 1, 2014

Was ich von Putin halte, weiß wohl jeder meiner Leser.

Hätte Schröders “lupenreiner Demokrat” nicht ständig künstliche Gegensätze zwischen dem Westen und Russland gezüchtet, wäre eine Entwicklung wie in der Ukraine nicht notwendig gewesen.

Wenn die Ukraine zur EU oder selbst zur NATO will, ist es ihr gutes Recht als souveräner Staat.

Warum sollte für ein demokratisches Land (oder ist Russland etwa keine Demokratie?) der Beitritt eines demokratischen Nachbarlandes zu einem Bündnis von demokratischen Staaten ein Problem sein?

Und trotzdem halte ich die Politik des Westens in der Frage der Ost-Ukraine für falsch.

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Hitlers Komplize

August 31, 2014

Vor 75 Jahren hatte sich Stalin Polen mit Hitler zunächst brüderlich unter Diktatoren aufgeteilt.

Danach hatte er zwar (gezwungenermaßen) gegen Hitler kämpfen müssen.

Den Polen hatte Stalin jedoch noch ein zweites Mal übel mitgespielt.

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Kommen sie so der so?

August 30, 2014

Aber die Entwicklungen verdrängen hilft nicht, sagt Karl Kopp vom Verein Pro Asyl in Frankfurt. Es sei absehbar gewesen, dass die Zahl der Flüchtlinge steigen wird – auch angesichts der vielen Krisenherde weltweit. Aber die EU habe das verschlafen. “Die Menschen werde so oder so kommen, wir entscheiden jetzt, ob wir es menschenwürdig und menschenrechtskonform gestalten oder nicht.”

(ORF)

Indem man behauptet, die Flüchtlinge würden so oder so kommen, stellt man die ungeregelte Zuwanderung als unabwendbares Naturereignis dar.

Tatsächlich gäbe es jedoch genug Ansatzpunkte, die ungeregelte Zuwanderung einzuschränken.

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Wohlstand vor Wohlfahrt

August 30, 2014

Zuerst muss man Wohlstand generieren, danach kann man sich über dessen Umverteilung den Kopf zerbrechen.

Umweltschutz, Sozialstaat, Gratis-Medizin, Asyl sind löbliche Dinge.

Sie dürfen jedoch nie an erster Stelle stehen und schon gar nicht dürfen sie auf Pump umgesetzt werden, wie es im Moment geschieht.

Die Linke und die kurdische Sache

August 29, 2014

Am Montag wird der Bundestag über die Irak-Politik der Regierung debattieren und abstimmen. Die Waffenlieferungen an die Kurden sind ein Tabubruch, ein Politikwechsel. Wer das jetzt tiefhängt, lügt sich in die Tasche: Die Folgen sind nicht abzusehen.

(Augstein)

Welche Folgen es in Syrien hatte, den demokratischen Widerstand gegen das Assad-Regime nicht mit Waffen zu unterstützen, war leider absehbar.

Aus lauter Sorge, die Falschen zu fördern, hat man das Feld der ISIS überlassen.

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Islamischer Staat nix Islam?

August 21, 2014

Aber diese Krise hat mit Religion weniger zu tun, als es dem Islamgegner de Winter lieb wäre. Syrien zerfällt, der Irak zerfällt und der Islamische Staat dringt in die Lücke vor.

(Augstein)

Dass der Islam nicht nur eine harmlose Religion, sondern leider auch eine Ideologie zur Errichtung von Terrorstaaten ist, scheint mittlerweile fast jeder verstanden zu haben.

Nicht einmal Todenhöfer kann seine Theorie vom säkularen “Irakischen Widerstand” aufrechterhalten, doch Augstein hält den Islamischen Staat lediglich für einen Lückenbüßer der “verpfuschten amerikanischen Nahost-Politik”.

Statt die Terroristen im Irak zu bekämpfen, möchte ihnen Augstein lieber in Deutschland Asyl gewähren.

Wer so tapfer gegen die USA gekämpft hat, ist schließlich gerade für das vom US-Imperialismus besonders arg unterdrückte Deutschland eine dringend benötigte Bereicherung.

Und nach dem Endfrieden leben alle glücklich in einer islamisch-feministischen Welt.


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