Elsässers Nazis

April 11, 2014

Von Etikettierungen wie links und rechts hält Putins deutsches Sprachrohr heute angeblich nichts mehr.

Jürgen Elsässer forderte “Gerechtigkeit für Ungarn” ein und ließ die “Wahren Finnen” hochleben.

Die NPD hält er für keine Nazi-Partei, zumal sie im Gegensatz zu Netanjahu kein Groß-Israel errichten wolle:

 (ab 0:54:00)

Nazis seien jedoch alle, die nicht in Putins antiimperialistischem Imperium leben wollen:

Die Invasion der NATO+Nazis im Osten der Ukraine läuft… Jetzt auf die Straße, um ein Blutbad zu verhindern!

Während ich diese Zeilen schreibe, weiß ich nicht, ob der Sturm von NATO+Nazis auf die Russen in der Ostukraine schon begonnen hat. Das Ultimatum der Kiewer Putschisten, alle besetzten Regierungsgebäude in Donetsk, Charkow und Lugansk zu räumen, ist um 9 Uhr MEZ verstrichen. Wir müssen heute noch mit einem Terrorangriff rechnen!

(Jürgen Elsässer)

Abschied vom rechtsextremen Eck?

April 8, 2014

Mölzer ist wie Kewil nicht auf den Mund gefallen.

Hinter seiner teilweise brillanten Rhetorik steckt jedoch genau dasselbe falsche Verständnis von Politischer Inkorrektheit wie bei Kewil.

Beiden geht in erster Linie darum, endlich wieder Neger sagen zu dürfen.

Ich bin zwar grundsätzlich gegen die Strafbarkeit von Meinungen, egal ob es sich dabei um rassistische Äußerungen oder sogar die Holocaust-Leugnung handelt.

In einer zivilisierten politischen Kultur hat “Negerkonglomerat” jedoch nichts verloren und Strache hat Mölzer daher völlig zu Recht von der Kandidatenliste für die EU-Wahl gestrichen.

Wenn man auf Leute wie Mölzer oder Kewil setzt, braucht man sich nicht zu beschweren, wenn man ständig in die rechtsextreme Ecke gestellt wird.

Darauf zu verzichten, von Negerkonglomeraten zu sprechen, ist wohl lediglich für Rechtsextreme ein Problem.

An Politischer Korrektheit ist nicht das Verbot von rassistischen Äußerungen das Problem, sondern das Verbot, die Wahrheit zu sagen.

Strache hat einen ersten Schritt gesetzt, um sich vom Kewilismus in seiner Partei zu trennen, und zu einer wählbaren politischen Kraft zu werden.

Ein Schritt, der bei PI-NEWS leider noch aussteht.

Dabei war PI-NEWS schon einmal viel weiter als die FPÖ.

Putins Gesetze für Putins Anhänger

April 7, 2014

Sie rufen die “Republik Donezk” aus und preisen Putin: In der ukrainischen Industriestadt hat sich eine Gruppe von prorussischen Aufständischen im Gebäude der Gebietsverwaltung verschanzt.

(Spiegel)

Wenn sie so gerne unter einer Putin-Herrschaft leben wollen, sollte man gleich damit beginnen, Putins Gesetze auf sie anzuwenden:

Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein Gesetz zur Einführung einer Strafe wegen öffentlicher Aufrufe zur Verletzung der territorialen Integrität Russlands unterzeichnet.

Der Verstoß gegen das Gesetz sieht eine Strafe in Höhe bis 300.000 Rubel, bis 300 Stunden Pflichtarbeiten oder bis drei Jahre Haft vor.

Wenn Medien, darunter auch das Internet, bei öffentlichen Aufrufen zum Separatismus eingesetzt wurden, dann können dem Täter bis fünf Jahre Haft drohen.

(Stimme Russlands)

 

Sprungbrett Malaysia

April 7, 2014

Wäre das Flugzeug in Richtung Südpol unterwegs gewesen, wie die ursprünglich angenommene Absturzstelle vermuten ließ, wäre ein technisches Problem die wahrscheinlichste Ursache gewesen.

Nun verdichten sich jedoch gerade die Hinweise, dass das Flugzeug Richtung Australien unterwegs war.

Jenes Ziel spräche für eine Entführung.

Immer wieder wurden Flugzeuge von den eigenen Piloten entführt:

Eine Boeing 767-300 der Ethiopian Airlines ist heute Morgen entführt worden. Die Maschine musste um 6.05 Uhr auf dem Flughafen Genf landen. Wie die Genfer Behörden an einer Medienkonferenz mitteilen, handelt es sich beim Luftpiraten um den Co-Piloten der Maschine. Der Äthiopier mit Jahrgang 1983 soll in der Schweiz um politisches Asyl ersucht haben.

(Tagesanzeiger)

Wäre auch dieses Mal einer der Piloten der Entführer gewesen, wäre die Entführung wahrscheinlich wie in ähnlichen Fällen glimpflich verlaufen.

Dass die Entführung mit einem Absturz endete, deutet daraufhin, dass nicht die Piloten, sondern Glücksritter die Regie führten.

In der Maschine befanden sich zwei Iraner, die mit gestohlenen Pässen auf Asylsuche waren.

Über Malaysia und China nach Europa zu gelangen, hätte für Iraner, die visumsfrei in die Türkei reisen können, wenig Sinn ergeben.

Was die Türkei für Europa ist, ist Malaysia für Australien: ein ideales Sprungbrett für die illegale Einreise.

Natürlich ist es ziemlich irrational, ein Flugzeug zu entführen, wenn eine jahrelange Haftstrafe oder gar der Absturz droht.

Glücksritter sind jedoch oft bereit, ein völlig unverhältnismäßig hohes Risiko einzugehen, um ins El Dorado zu gelangen.

 

Flieger nach Australien entführt?

April 7, 2014

Warum die beiden iranischen Migranten nach China flogen, wenn sie angeblich nach Deutschland wollten, war mir von Anfang an unklar.

Je mehr Grenzen man mit gestohlenen Dokumenten überquert, desto größer ist wohl auch das Risiko, dabei erwischt zu werden.

Mittlerweile scheint es, dass der Flieger Richtung Australien unterwegs gewesen sein dürfte.

Vor Kurzem in der Schweiz:

Eine Boeing 767-300 der Ethiopian Airlines ist heute Morgen entführt worden. Die Maschine musste um 6.05 Uhr auf dem Flughafen Genf landen. Wie die Genfer Behörden an einer Medienkonferenz mitteilen, handelt es sich beim Luftpiraten um den Co-Piloten der Maschine. Der Äthiopier mit Jahrgang 1983 soll in der Schweiz um politisches Asyl ersucht haben.

(Tagesanzeiger)

Vor Kurzem in Australien:

Australiens Außenminister Bob Carr hatte gesagt, dass die Zahl der Wirtschaftsflüchtlinge insbesondere aus dem Iran und Sri Lanka zugenommen habe. Indonesiens Regierung sagte kürzlich zu, die Visabestimmungen für Iraner zu verschärfen. Bisher brauchen sie kein Visum, um in das südostasiatische Land zu reisen.

(Zeit)

Ende der Israelkritik?

April 6, 2014

Letzte Woche kam es nun in New York während der Vollversammlung der UNO zum großen “Showdown”. Dort sollte mittels einer – rechtlich unverbindlichen – Resolution die von Washington und Brüssel erhoffte Isolierung Russlands vollzogen werden.

24 Staaten hatten vor der Abstimmung den Sitzungssaal verlassen, haben sich also durch Abwesenheit enthalten. Darunter war übrigens auch Israel.

Tatsächlich ist es heute so, dass man sich besser an Moskau hält, wenn man wie Israel Probleme in der Nachbarschaft hat.

Auch Sisi holte sich seinen Segen für die Bekämpfung der Muslimbrüder lieber bei Putin als bei Obama.

Die größten Putinversteher waren bislang die größten Israelkritiker.

Sollte sich Israel tatsächlich an Moskau binden, würden die heiß geliebten  Palästinenser bei den Linken rasch auf das Niveau der Sudetendeutschen (nationalistische Störenfriede) absinken.

 

Leicht widerlegbare Behauptungen

April 2, 2014

Die rechtsextremen Schwedendemokraten (SD) haben angesichts der umstrittenen Aussagen des Europaabgeordneten Andreas Mölzer (FPÖ) mit dem Ausstieg aus der geplanten Rechtsfraktion im EU-Parlament gedroht.

(ORF)

Wären die Schwedendemokraten, wie vom ORF behauptet, tatsächlich rechtsextrem, hätten sie mit Mölzers Aussagen wohl kein Problem.

Kein Kommentar

April 2, 2014

Unglaublich, wie wenig (genau 1 Artikel) der Spiegel über den aktuellen Flugzeug-Vorfall aus Deutschland berichtet:

München – An Bord eines Lufthansa-Fluges von München nach Budapest hat es einen schweren Zwischenfall gegeben. Nach Polizeiangaben kehrte die Airbus-Maschine mit 76 Passagieren zum Ausgangsflughafen München zurück, nachdem ein Reisender eine Flugbegleiterin bedroht hatte.

Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich laut Polizei um einen 28-jährigen Kosovaren handeln. Zuvor hatte es geheißen, der Mann sei 33 Jahre alt gewesen. Demnach befand er sich in einem Asylverfahren in Ungarn und war unerlaubt nach Deutschland eingereist. Die vergangenen vier Wochen hatte er daher in Haft in Passau verbracht.

Er flog ohne polizeiliche Begleitung nach Budapest und wollte offenbar seiner Rückführung entgehen: Den Berichten zufolge hatte er seinem Ärger über die Abschiebung kurz nach dem Start Luft gemacht und die Flugbegleiterin bedroht. Wie der Mann mit der Klinge durch die Sicherheitskontrollen gekommen ist, wurde nicht bekannt.

(Spiegel)

Dabei drängt sich ein Vergleich zu den beiden Iranern, die mit den gestohlenen Pässen in das malaysische Flugzeug gelangt waren, förmlich auf.

Vorsichtshalber hat der Spiegel auf einen Kommentarbereich verzichtet.

Was in Deutschland passiert, haben die Spiegel-Leser am besten gar nicht erst zu erfahren und schon gar nicht blöd zu kommentieren.

Neo-Realismus bei Frankreichs Linken

April 1, 2014

Im Alltag der Peripherie bildet Valls seine Grundsätze. Er steht zur Abgrenzung gegenüber illegalen Einwanderern oder krimineller Subkultur – und wird daher bald im rechten ideologischen Spektrum der Partei verortet. Doch Valls scheut sich nicht, gegen den Strom zu schwimmen. 2005 stimmt er zunächst gegen die EU-Verfassung, er rügt sozialistische Errungenschaften wie die 35-Stunden-Woche oder wendet sich gar gegen die Verrentung mit 60 Jahren. Überzeugung oder taktisches Geschick? Die politisch unkorrekten Einlassungen bescheren ihm landesweite Bekanntschaft.

(Spiegel)

Allmählich scheinen sogar Frankreichs Linke zu begreifen, dass sie mit ihren linken Illusionen Le Pen den Weg ebnen.

EU-Kommissare können es sich hingegen erlauben, die Realität weiter zu ignorieren, zumal sie sich keiner Wahl stellen müssen.

Guter und böser Separatismus

März 30, 2014

Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein Gesetz zur Einführung einer Strafe wegen öffentlicher Aufrufe zur Verletzung der territorialen Integrität Russlands unterzeichnet.

Das Gesetz ergänzt das Strafgesetzbuch mit einem neuen Paragraphen, der eine Verantwortung wegen „öffentlicher Aufrufe zur Ausübung der Handlungen, die auf die Verletzung der territorialen Integrität Russlands ausgerichtet sind“, vorsieht.

Der Verstoß gegen das Gesetz sieht eine Strafe in Höhe bis 300.000 Rubel, bis 300 Stunden Pflichtarbeiten oder bis drei Jahre Haft vor.

Wenn Medien, darunter auch das Internet, bei öffentlichen Aufrufen zum Separatismus eingesetzt wurden, dann können dem Täter bis fünf Jahre Haft drohen.

(Stimme Russlands)

Putin steht voll in der Tradition seiner sowjetischen Vorgänger.

Außerhalb des Ostblocks wurden separatistische Bewegungen wie die PFLP, IRA, ETA, PKK zu Terrororganisationen hochgerüstet.

Innerhalb des Ostblocks wurden Bestrebungen nach nationaler Eigenständigkeit als “faschistisch” gebrandmarkt und mit eiserner Faust bekämpft.


Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 68 Followern an