Posts Tagged ‘Afghanistan’

Mörder spielen sich als Rächer auf

März 13, 2012

Die Morde an der afghanischen Zivilbevölkerung gehen laut UNO zu 77 % aufs Konto der Taliban:

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/729839/Taliban-werfen-UNO-falsche-OpferZaehlung-vor-

Nun dürfen sich die Mörder der Zivilbevölkerung als deren Rächer aufspielen:

http://derstandard.at/1331207231669/Taliban-schwoeren-Rache-Sadistische-Amerikaner-koepfen

Eine ähnliche Tat, die jedoch weder bei westlichen Journalisten noch bei den Afghanen eine ähnliche Empörung auslöst hatte:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,754618,00.html

…obwohl der Urheber garantiert kein geistig gestörter Einzeltäter, sondern ein fanatisierter fremdenfeindlicher Mob war.

Wenn der Westen Afghanistan wieder den Taliban überlassen sollte, wird es mir um eine Person nicht Leid tun:

http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/02/16/mafia-will-das-verbrechen-bekampfen/

http://derstandard.at/1331207125968/Politologe-Karsai-muss-sich-einer-konfrontativen-Rhetorik-bedienen

Ich glaube kaum, dass Karsais antiamerikanische “Konfrontationsrhetorik” ihn davor bewahren wird, ein ähnliches Schicksal wie sein Vorgänger zu teilen:

…außer er ist klug genug, das Land gemeinsam mit den von ihm ständig kritisierten westlichen Truppen zu verlassen.

Bequeme Unzurechnungsfähigkeit

Februar 23, 2012

Bei Breivik will man nicht wahrhaben, dass es sich um einen Geistekranken handelt:

http://americanviewer.wordpress.com/2012/02/11/breivik-schizophrenie/

Die Afghanen und andere Muslime behandeln wir jedoch kollektiv wie arme Irre, die keine Kontrolle über ihren Verstand hätten.

Statt den Afghanen zu erklären, dass man wegen ein paar verbrannten Büchern, die im Gegensatz zu den von den Taliban zerstörten Buddha-Statuen dank der neuzeitlichen Erfindung des Buchdrucks leicht ersetzbar wären, nicht auszurasten brauche, bekräftigt man die eigentlich geistig gesunden Menschen in ihrem krankhaften Verhalten.

Muslime fühlen sich zwar durch die herablassende westliche Behandlung diskriminiert, gleichzeitig fühlen sie sich in der Rolle der verantwortungslosen “Unzurechnungsfähigen” sehr wohl:

Fragt man diese Menschen, die sich in ihrer Unzurechnungsfähigkeit eingerichtet haben, ob sie etwas daran ändern wollen, werden 90 % antworten, dass ihr Land “islamisch” zu sein habe und keinesfalls “westlich” werden solle.

Gleichzeitig träumen 90 % dieser Menschen von einem Umzug in den Westen.

Auf die eigene Unzurechnungsfähigkeit will man zwar nicht verzichten.

Man möchte die eigene Unzurechnungsfähigkeit jedoch am liebsten unter der Obhut einer zurechnungsfähigen Gesellschaft, die gut für alle Unzurechnungsfähigen sorgt, ausleben:

http://aron2201sperber.wordpress.com/2011/07/05/deutschland-was-bietest-du/

Mafia bekennt sich zur Verbrechensbekämpfung

Februar 16, 2012

Mafia, Camorra und ’Ndrangheta kündigen an, gemeinsam die organisierte Kriminalität bekämpfen zu wollen, um der Polizei zu zeigen, dass es auch ohne sie gehe.

Ein schlechter Scherz?

Die Realität ist noch wesentlich grotesker:

Die Präsidenten von Iran, Afghanistan und Pakistan zelebrieren demonstrativ ihre Freundschaft. Bei einem zweitägigen Gipfeltreffen geht es um den Kampf gegen den Terror, Gespräche mit den Taliban – und vor allem darum, den USA zu zeigen: Wir können auch ohne euch.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,815657,00.html

Gespaltene Berichterstattung

Januar 18, 2012

Von Missbrauchsvorwürfen gegen westliche Soldaten in Afghanistan wird in allen “öffentlich-rechtlichen Qualitätsmedien” berichtet:

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/16/0,3672,8451920,00.html

http://orf.at/stories/2100259/

Von ähnlichen Missetaten, die von Muslimen in Europa begangen werden, erfährt man hingegen nur im “Boulevard”:

http://www.krone.at/Oesterreich/Vier_junge_Frauen_vergewaltigt_-_21-Jaehriger_in_Haft-K.-o.-Tropfen_gegeben-Story-296732

http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Graz-Polizei-verhaftet-Vergewaltiger-8-Monate-nach-der-Tat/50360690

http://www.krone.at/Oesterreich/Junge_Tirolerin_von_Asylwerbern_vergewaltigt-Nach_Sperrstunde-Story-27654

http://www.news.at/articles/1004/10/260575/serienvergewaltiger-salzburg-afghane-2006-asylwerber-land

“Verfehlungen Einzelner“ sollen kein schlechtes Licht auf die Asylwerber, die bei uns Zuflucht vor Barbarei suchen, werfen.

http://aron2201sperber.wordpress.com/2011/12/02/asyl-vor-barbarei-statt-asyl-fur-barbaren/

Die Bekämpfung der Taliban-Barbarei ist im Gegensatz zur Asyl-Agenda offensichtlich kein so hehres Ziel.

Und es verstößt daher nicht gegen „öffentlich-rechtliches Interesse“ über die “Verfehlungen Einzelner“ zu berichten, auch wenn dadurch der Kampf gegen die Taliban-Barbarei delegitimiert wird.

Self-fulfilling prophecies

Dezember 15, 2011

Die Tet-Offensive brachte den Umschwung im Vietnamkrieg.

Zwar erlitten die Vietcong derartig schwere Verluste, dass sie laut General Võ Nguyên Giáp in den nächsten 4 Jahren zu keinen größeren Operationen mehr fähig gewesen wären.

Propagandistisch und auf politischer Ebene war die Tet-Offensive für die Angreifer ein voller Erfolg. Als entscheidend erwies sich die Offensive in Hinblick auf die öffentliche Meinung in den USA. Durch die geschilderten Eindrücke des teilweise panikartigen Rückzuges amerikanischer Einheiten, die verlustreichen, brutalen und intensiven Kämpfe und vor allem auch den Angriff auf die amerikanische Botschaft setzte sich der Eindruck eines verlorenen und sinnlos gewordenen Krieges weiter durch.

Im Irak wäre es nach den Terrorjahren 2006 und 2007 auch fast so weit gewesen. Der Senat forderte einen bedingungslosen Abzug, der nur am Veto von Präsident Bush scheiterte.

Sobald sich die Überzeugung durchgesetzt hat, “ein Krieg sei nicht zu gewinnen”, wird diese Überzeugung zur “Self-fullfilling prophecy”.

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Die ewige Vietnam-Bescherung

Dezember 5, 2011

Was der Westen aufbaut, machen die Taliban mit pakistanisch-iranischer Unterstützung wieder kaputt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,801521,00.html

Dabei sind sich die schiitischen Mullahs und die sunnitischen Taliban eigentlich spinnefeind.

Es stimmt zwar, dass auch die USA ohne viel Weitblick die Feinde der sowjetischen Invasoren unterstützt hatten:

http://aron2201sperber.wordpress.com/2010/02/14/der-weltschachspieler-und-seine-bauern/

Dass diese Strategie letztlich nicht gerade ein großer Erfolg war, hätte selbst den Mullahs auffallen müssen.

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Die Lehre aus dem heutigen Massaker

April 1, 2011

2.000 Rechtsradikale hören in Greifswald eine Hassrede eines NPD-Politikers, der behauptet, ein afghanischer Imam hätte eine deutsche Flagge verbrannt.

Anschließend macht sich der rechtsextreme Mob zum nächsten Asylwerberheim auf, um die muslimischen Insassen auf bestialische Weise zu massakrieren.

Natürlich verurteilt man die Tat.

Allerdings sei auch der Imam schuld, der die deutsche Ehre beleidigt hätte.

Außerdem hätten Muslime im ausländerfeindlichen Deutschland sowieso nichts verloren.

Die Folgerung aus der Tat kann daher nur lauten, alle Muslime möglichst schnell aus Deutschland zu entfernen.

What it takes to win in Afghanistan

Februar 17, 2010

Der Weltschachspieler und seine Bauern

Februar 14, 2010

Verschwörungstheoretiker sehen in dieser Aufnahme von 1980 den Beweis dafür, dass Osama Bin Laden zumindest bis zum 11.09.2001 ein CIA-Agent gewesen sein soll – und es sich bei 9/11 daher um einen Inside Job  gehandelt habe.

Unabhängig davon, ob es sich bei dem bärtigen Mann auf dem Foto tatsächlich um Osama Bin Laden handelt, bestreitet ohnehin niemand, dass die USA die afghanischen Mujahideen bei ihrem Kampf gegen die Sowjets unterstützt hatten – und der spätere Terrorpate Osama Bin Laden auf Seiten der Mujahideen in den afghanischen Jihad gezogen war.

Der große Welterklärer Peter Scholl Latour weist auf diesen Umstand gerne hin, wenn er gegen den Afghanistan-Einsatz wettert…

…ganz so, als ob die Unterstützung der Mujahideen und die Absetzung der Taliban ein und dieselbe Politik wäre.

Doch wer ist eigentlich jener Herr, der den bärtigen Mann über den korrekten Waffengebrauch instruiert?

Ein böser Neocon?

Tatsächlich war Zbigniew Brzezinski einer der größten Kritiker der Bush-Administration.

Die iranische Bombe sei laut dem Weltschachspieler nicht gefährlicher als die israelische und seine Unterstützung der afghanischen Jihadisten bereue er keineswegs:

Erstens sehe er im Islam keine Bedrohung und außerdem habe seine schlaue Politikzum Untergang der Sowjetunion geführt”.

Die historische Realität schaut freilich etwas anders aus:

Sein Plan, durch die Entfachung des Jihads die muslimischen Teilrepubliken der Sowjetunion zum Revoluzzern anzustiften, scheiterte vollkommen. Selbst in Afghanistan hielt sich das kommunistische Regime auch nach dem Ende der Sowjetunion für weitere 3 Jahre an der Macht. Der Fall der Sowjetunion führte zwar später wohl zum Scheitern des kommunistischen Regimes in Afghanistan – aber nicht der Fall des kommunistischen Regimes in Afghanistan zum Scheitern der Sowjetunion.

Die Sowjetunion verschwand auch ohne islamistischen Jihad – doch der islamistische Jihad stellt heute in praktisch allen Ländern, in denen Muslime leben, ein schweres Problem dar, auch wenn es sich bei den Jihadisten nach Ansicht des Weltschachspielers offenbar nur um vernachläßigbare, ungefährliche Bauern handle.

Jimmy Carter hat wohl nicht zuletzt aufgrund seiner von Brzezinski geprägten Außenpolitik 1980 eine historische Wahlniederlage erlitten. Der Einfluß des Weltschachspielers blieb jedoch trotzdem groß.

In Bosnien setzte die Clinton-Administration erneut auf Brzezinskis Rezepte und benutzte wieder Jihadisten (bzw ließ sich von ihnen benutzen) und auch in Tschetschenien, wo der 2. Krieg durch einen von Islamisten durchgeführten Überfall auf die Nachbarrepublik Dagestan eingeleitet worden war, könnte er seine Finger im Spiel gehabt haben.

Self-fulfilling prophecy

Januar 29, 2010

Die Tet-Offensive brachte den Umschwung im Vietnamkrieg.

Zwar erlitten die Vietcong derartig schwere Verluste, dass sie laut General Võ Nguyên Giáp in den nächsten 4 Jahren zu keinen größeren Operationen mehr fähig gewesen wären.

Propagandistisch und auf politischer Ebene war die Tet-Offensive für die Angreifer ein voller Erfolg. Als entscheidend erwies sich die Offensive in Hinblick auf die öffentliche Meinung in den USA. Durch die geschilderten Eindrücke des teilweise panikartigen Rückzuges amerikanischer Einheiten, die verlustreichen, brutalen und intensiven Kämpfe und vor allem auch den Angriff auf die amerikanische Botschaft setzte sich der Eindruck eines verlorenen und sinnlos gewordenen Krieges weiter durch.

Im Irak wäre es nach den Terrorjahren 2006 und 2007 auch fast so weit gewesen. Der Senat forderte einen bedingungslosen Abzug, der nur am Veto von Präsident Bush scheiterte.

Sobald sich die Überzeugung durchgesetzt hat, ein Krieg sei nicht zu gewinnen, wird diese Überzeugung zur Self-fullfilling prophecy.

Ab 1969 begann der Abzug der US-Truppen aus Südvietnam. 1973 hatten sämtliche Kampfverbände das Land verlassen.

1975 konnte das nordvietnamesische Regime ungestört Südvietnam erobern.

Die Folgen des Abzugs waren verheerend, auch wenn sich das Entsetzen über die Leiden der vietnamesischen und der kambodschanischen Bevölkerung sehr in Grenzen hielt. Und selbst wenn man Notiz nahm, war natürlich nicht der Abzug, sondern die ursprüngliche Einmischung schuld.

Wäre die USA 2007 aus dem Irak abgezogen, wären die Folgen wohl noch entsetzlicher als in Indochina gewesen. Was der “irakische Widerstand”, der sich aus Al Qaida, Baathisten und vom Mullah-Regime gesteuerten Schiiten zusammensetzte, mit dem Land angestellt hätte, kann man sich leicht ausmalen.

Schuld wäre natürlich nur Bush gewesen, denn hätte er Saddam nicht abgesetzt, wäre alles noch bestens.

2009 war für die Taliban-Terroristen ein erfolgreiches Jahr.

Und wieder haben wir einen Krieg, “der militärisch nicht zu gewinnen ist”.

Obwohl der Afghanistan-Krieg eigentlich der “gute Krieg” war, den Obama auf seiner Agenda ganz oben positioniert hatte, reichen ein paar Terror/Tet-Offensiven aus, und schon würde man das Land am liebsten sofort wieder den “gemäßigten Taliban” in den Rachen schmeißen.


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