Mit ‘Assad’ getaggte Artikel

Elsässers guter Führer

Mai 23, 2013

Zunächst wurde die ”arabische Revolution” bejubelt:

Jürgen Elsässer: “Hoch lebe die arabische Revolution!”

Nun wird der “Führer” bejubelt, der jene Revolution blutig niederschlagen lässt.

Mit dem Wort “Führer” ist viel Schindluder getrieben worden – Assad gibt ein Beispiel, was damit im Positiven verbunden sein kann. Dieses Beispiel wird in die Geschichte eingehen, dieser Mann ist schon jetzt unsterblich!

(Jürgen Elsässer – “Lang lebe Assad!”)

Elsässers neo-islamisches Groupie hat dazu einige interessante Anmerkungen verfasst:

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“Das ist Syrien heute”

Januar 8, 2013

Schauen wir uns zunächst das Video an. Sicherlich, ein Propagandavideo. Aber interessant ist schon, welche Werte da propagiert werden: Der Clip zeigt Frauen an der Seite der Männer. Der Clip zeigt Frauen mit und (vor allem) ohne Kopftuch. Der Clip zeigt Schulkinder, die koedukativ unterrichtet werden. Der Clip zeigt ein Renterehepaar, wie man es auch in einer europäischen Stadt sehen könnte. Im zentralen Innenteil steht die religiöse Toleranz im Mittelpunkt: Die Versöhnung zwischen Islam und Christentum. Die Kirche und das Kreuz sind sogar länger zu sehen als jedes andere Bauwerk und Symbol! Der Bruderkuss der religiösen Führer symbolisiert die Bruderschaft der abrahamitischen Religionen.

Das ist Syrien heute. Dieses Syrien soll von Terroristen zerstört werden!

(Jürgen Elsässer – “Lang lebe Assad!”)

Als die arabische Revolution in Ägypten ausbrach, wurde sie von Jürgen Elsässer bejubelt:

Hoch lebe die arabische Revolution

Dass islamische Extremisten gerade versuchen, Ägypten in einen Gottesstaat zu verwandeln, wird nicht als Rückschritt empfunden:

Die Mursi-Verfassung ist KEIN Rückschritt

Mubaraks Ägypten war zwar mindestens genauso säkular wie das Regime aus dem Propaganda-Video, und im Gegensatz zu Assad unterstützte Mubarak auch außerhalb seines eigenen Landes keine extremistischen Terrororganisationen wie die Hisbollah.

Mubarak hatte jedoch keine Verbündeten, die ihn dazu ermutigt hätten, einen Bürgerkrieg gegen die eigene Bevölkerung zu führen und damit das Schicksal der christlichen Minderheit an sein eigenes Schicksal zu ketten…

…und wohl auch keine westlichen Groupies, die ihn dafür auch noch als Held bejubelt hätten.

Assads Extremisten

Januar 6, 2013

Assad verkündet, was seine Fans in diversen Foren schon längst zu wissen glauben:

Das syrische Volk stehe hinter ihm und bei seinen Gegnern handle es sich ausschließlich um Extremisten.

Seltsam, dass Assad trotzdem sämtliche demokratischen Bestrebungen unterdrückt hatte, obwohl die Mehrheit doch ohnehin hinter ihm gestanden wäre.

Hätte Assad eine demokratische Opposition zugelassen, läge es nicht an irgendwelchen Rebellen, den Kampf gegen die syrische Diktatur zu führen.

Das kennt man jedoch auch von Assads Meister, der erst alle gemäßigten tschetschenischen Politiker ermorden ließ, um sich gegen die übriggebliebenen Extremisten als der große Retter der Nation aufzuspielen.

Assad und der Dschihad

Dezember 23, 2012

Was wäre geschehen, wenn der Westen in Libyen nicht eingegriffen hätte?

Der Bürgerkrieg zwischen Bengasi und Tripolis wäre wohl trotzdem ausgebrochen.

Nur hätte er nicht 6 Monate gedauert, sondern er wäre länger, verworrener und auch wesentlich blutiger ausgefallen. Italien und die Türkei hätten weiter ihren Erdöllieferanten unterstützt, während reiche Ölscheichs die Sache der “Rebellen” gefördert hätten.

Obama hätte wohl die Politik seiner demokratischen Vorgänger in Afghanistan und Bosnien wiederholt, und die größten Feinde des Westens indirekt unterstützt. Dieser Sumpf wäre der ideale Nährboden für Al Qaida und Konsorten gewesen.

Extremisten werden vom Bürgerkriegs-Chaos angezogen wie Schmeißfliegen von Exkrementen.

Am Ende hätte man erst recht eingreifen müssen, um sich nicht vorhalten zu lassen, man kümmere sich nicht um die armen Muslime.

Was dann aber trotzdem nichts mehr an den bitteren Vorwürfen der islamischen Welt geändert hätte (siehe Bosnien).

Auch das syrische Regime gewinnt durch das Veto seiner alten Verbündeten lediglich ein wenig Zeit.

Zeit, die der Dschihadismus dazu nutzen wird, auch in Syrien prächtig zu gedeihen.

Angesichts seiner eigenen Vergangenheit als Terror-Förderer steht es jedoch gerade Assad am wenigsten zu, sich über eingesickerte Terroristen zu beklagen.

Assads Alternative

Dezember 18, 2012

Assad hätte sich seinen Untergang zwar redlich verdient.

Leider würde er damit wohl die christlichen und alawitischen Minderheiten mit ins Verderben reißen, die nach einem langen blutigen Bürgerkrieg der Rache der sunnitischen Mehrheit ausgesetzt wären.

Gaddafi konnte nur zwischen Exil oder Kampf bis zum bitteren Ende wählen.

Assad hätte hingegen noch eine dritte Alternative:

Die Abspaltung des von Alawiten und Christen bewohnten Westteil des Landes.

Sollte Assad so eine Lösung anstreben, sollte der Westen ihm keine Steine in den Weg legen.

Natürlich wäre eine Zweiteilung des Landes mit unethischen ethnischen Säuberungen verbunden.

Solange man nicht bereit ist, aktiv in den Konflikt zu intervenieren, um seine moralischen Vorstellungen durchzusetzen, sollte man wenigstens nach realistischen Kompromissen suchen.

Falls sich am Ende die sunnitischen Dschihadisten in einem langen Bürgerkrieg durchsetzen, würden die ethnischen Säuberungen noch wesentlich blutiger und unethischer ausfallen.

Assad und das Floriani-Prinzip

November 17, 2012

Umso bemerkenswerter, dass sich Assad mit der Hamas solidarisiert hat. Das ist deswegen hervorzuheben, weil umgekehrt die Hamas dem syrischen Präsidenten die Solidarität seit über einem Jahr aufgekündigt hat und nun die Terroristen in Syrien unterstützt.

(Jürgen Elsässer)

Assad hatte schon immer Terroristen unterstützt, solange sie nur fremde Häuser anzündeten und sich nicht gegen ihn selbst wandten.

Heiliger Sankt Florian / Verschon’ mein Haus / Zünd’ andre an!

Dank des asymmetrischen Terrors der Hamas schaut die Welt nun statt auf 30.000 Tote in Syrien auf 39 Tote in Gaza:

Wie assymetrisch dieser Krieg ist, zeigt das Ausmaß an Opfern im Vergleich: Durch die israelischen Angriffe starben 39 Menschen (bis gestern: 20), die Mehrzahl Zivilisten. Auf israelischer Seite sind keine weiteren Toten zu beklagen (insgesamt bisher drei).

In Syrien ist der Krieg zwischen Assads regulärer Armee und den Rebellen allerdings mindestens genauso asymmetrisch, ohne dass sich Herr Elsässer je darüber beklagt hätte.

Putin als Unterstützer der “Gemäßigten”?

Oktober 11, 2012

Der “gemäßigte Assad” wird von Putin und seinen antiimperialistischen Fans als einzige Alternative gegen islamische Extremisten präsentiert.

Dabei hatte gerade Putin als FSB-Chef alles getan, um den gemäßigten und im Gegensatz zu Assad demokratisch legitimierten tschetschenischen Präsidenten Maschadov zu schwächen.

Die islamischen Extremisten wurden bei der Destabilisierung Tschetscheniens von Putin tatkräftig unterstützt, da sie ihm den Vorwand lieferten, die Unabhängigkeitsbestrebungen der Tschetschenen durch einen brutalen Angriffskrieg niederzuschlagen.

“He’s a bastard, but he’s our bastard.”

August 5, 2012

Ortner weist (völlig zu Recht) daraufhin, dass die Rebellen durch die westliche Realpolitik erst recht unter den Einfluss von islamistischen Extremisten geraten.

Sollte der Westen Assad unterstützen, weil vielleicht etwas Schlimmeres nachfolgen könnte?

In jenem Fall würde man den Westen jedoch sofort dafür anprangern, aus Opportunismus wieder einen Saddam zu fördern.

Saddam war wie Assad eine miese Kreatur der Sowjetunion.

Den Golfkrieg hatte er mit sowjetischer Bewaffnung begonnen, auch wenn heute von allen möglichen Welterklärern die USA dafür verantwortlich gemacht wird.

Saddam hatte das Pech, gegen einen Gegner mit überlegener amerikanischer Bewaffnung kämpfen zu müssen.

Dass der Westen einem Bastard der Sowjets am Ende aus realpolitischen Gründen den Arsch retten musste, machte Saddam plötzlich zu “unserem Bastard”.

“Hoch lebe die arabische Reaktion!”

Juli 13, 2012

Hoch lebe die arabische Revolution“ skandierten die sogenannten Antiimperialisten noch unlängst.

Doch wenn es um den Antiimperialisten-Kollegen Assad geht, verwandeln sich die Revolutionäre schnell in die größten Reaktionäre.

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Der Dschihad kehrt zu Assad zurück

Juni 9, 2012

Laut FAZ dürften Dschihadisten hinter dem Massaker von Hula stecken.

Überlässt man den Kampf gegen Assad den Dschihadisten, wird er eben mit den Mitteln der Dschihadisten geführt.

Als die Dschihadisten jene Methoden im Irak gegen die US-Besatzung einsetzten, wurden sie von gewissen Leuten als antiimperialistische Helden gefeiert.

Auch Assad stellte den Dschihadisten sein Territorium zu Verfügung, um von Syrien aus Terror im Irak zu verbreiten:

Angesichts der stetig steigenden Zahl blutiger Anschläge hat die US-Regierung Syrien zu einem härteren Vorgehen gegen die Drahtzieher aufgefordert. Syrien müsse die Grenzkontrollen zum Irak verstärken und gegen jene vorgehen, die von Syrien aus den Aufstand im Irak unterstützten, sagte Außenamtssprecher Tom Casey am Montag in Washington.

Aus Sicht der USA gebe es in Syrien „Widerwillen“, jene Maßnahmen durchzuführen, die notwendig seien. Die Kritik an Syrien erfolgte angesichts einer wachsenden Zahl von Anschlägen im Irak. Aus Ansicht des US-Militärs führt die wichtigste Route der militanten Ausländer über Syrien in den Irak.

(Handelsblatt vom 09.05.2005)


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