Posts Tagged ‘Augstein’

Demütigung für Amerika

Juli 10, 2014

Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble nannte das Agieren der Amerikaner gestern Abend eine „Dummheit“.

Zwar hätte Deutschland ohne die Partnerschaft mit US-Geheimdiensten viele Terrorbedrohungen nicht abwehren können, sagte er nach Angaben des Senders Phoenix. Das heiße aber nicht, „dass die Amerikaner drittklassige Leute bei uns anwerben dürfen. Das ist so was von blöd, und über so viel Dummheit kann man auch nur weinen. Deswegen ist Kanzlerin Angela Merkel da auch ‚not amused‘“, so Schäuble weiter.

Schäuble hat leider vollkommen recht.

Ein Typ, der sich selbst bei der Botschaft meldet und lediglich eine Hilfskraft ist, bringt – außer dem Risiko erwischt zu werden – wohl gar nichts.

Wenn die CIA so einem Typen tatsächlich zwei Jahre lang bezahlt haben sollte, ist das ein absolutes Armutszeugnis.

Merkels Handy abzuhören oder Verräter von befreundeten Geheimdiensten zu finanzieren, ist selbstschädigendes Verhalten.

Die peinliche Spionage-Affäre stellt nicht für Deutschland, sondern für Amerika eine demütigende Blamage dar.

Augsteins Beitrag ist daher wieder einmal die pure Heuchelei:

Oops! Und sie haben uns schon wieder gedemütigt. Oh, baby, baby! Sie haben mit unserem Herzen gespielt. Wir hielten es für Liebe. Aber das war ein Fehler. Die bittere Wahrheit ist: Zwischen den Amerikanern und uns besteht ein Herr-Hund-Verhältnis.

(Spiegel)

Der linke Unsinn des Spiegel-Erben kommt beim Spiegel-Forum meistens nicht so recht an.

Wenn Augstein die USA basht und Israel „kritisiert“, klopft ihm das Spiegel-Forum jedoch anerkennend auf die Schulter.

Außenpolitik für Prinz Augstein

Mai 22, 2014

Lediglich beim Thema Außenpolitik kommt zwischen Prinz Augstein und seinem Spiegel-Volk so etwas wie Nähe auf.

Wenn Augstein Putin versteht (und die USA basht und Israel „kritisiert“), klopft ihm das Spiegel-Forum anerkennend auf die Schulter.

Deswegen hätte sich Augstein für Deutschland einen Syrien-Wahlkampf gewünscht:

Angela Merkel wird die mächtigste Frau der Welt genannt. Aber auf dem Gipfel in St. Petersburg wurde Merkel vorgeführt. Sie hatte Obama in der Syrien-Frage die Gefolgschaft verweigert, auf Europa verwiesen und war dann abgereist. Italiener, Franzosen und Spanier unterschrieben dann den Zettel der Amerikaner einfach ohne die Deutsche.

Denn die Frage nach Krieg und Frieden ist eine, da muss die Kanzlerin Farbe bekennen. Aber nichts liegt Angela Merkel weniger als das. Sie ist die Kanzlerin des Ungefähren. Umso mehr gehört die Frage, welche Haltung die Bundesrepublik im Syrien-Konflikt einnehmen soll, in den Wahlkampf.

(Augstein: “Die vorgeführte Kanzlerin“)

Wenn ein deutscher Außenminister Verantwortung für die Situation in einem europäischen Nachbarland einfordert, kommt sogleich die “Führer”-Keule zum Einsatz:

Das Auswärtige Amt hat nachgefragt: “Soll sich Deutschland künftig international mehr engagieren?” 37 Prozent der Befragten antworteten mit “Ja.” 60 Prozent mit “Nein.” Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Studie vorgestellt. Dagegen stellte er in einer Rede im Auswärtigen Amt die typische Position eines außenpolitischen “Experten”: Es sei die deutsche Bestimmung, “Europa anzuführen und die Welt anzuführen”. Solcher Irrsinn gilt im Auswärtigen Amt tatsächlich wieder als Expertenmeinung.

(Augstein:”Raushalten, Steinmeier“)

Auf einmal zählt also die Meinung des Volkes, die bei Themen wie Migration nicht gefragt ist, mehr als “Expertenmeinung”.

Da sollte er sich nicht wundern, wenn er auf dem Berliner Alexanderplatz von Demonstranten als Kriegstreiber beschimpft wird. Er wurde da sehr wütend, der Minister, und seine Wutrede hat ihm viel Sympathie eingebracht. Steinmeier ist ein aufrichtiger Mann. Aber er ist kein aufrichtiger Politiker.

Ein aufrichtiger Journalist hätte allerdings auch nicht die Tatsache verschwiegen, dass es sich bei der Demonstration um eine von antisemitischen Verschwörungstheoretikern angeführte Veranstaltung handelte.

Und es hat ihnen noch immer niemand erklärt, warum die Frage, ob die Ukraine ein einheitlicher Staat bleibt oder in zwei Staaten zerfällt, deutsche Interessen berührt. Solange diese Fragen offen sind, sollte man den Deutschen danken, wenn sie die Zurückhaltung üben, die das politische Berlin gerade verlernt. Gott zum Gruße, Ohne-Michl!

Während er bei Syrien die große deutsche Einmischung gefordert hatte, soll sich Steinmeier bei der Ukraine raushalten.

Offenbar hätte sich Merkel bei Syrien wohl nur einmischen sollen, um Augstein Gelegenheit zu geben, sie wie Steinmeier als Einmischerin noch besser abkanzeln zu können und damit ein wenig Anerkennung vom antiamerikanischen Michl einzusammeln, der sonst von Augsteins linkem Unsinn wenig hält.

Kewil und Augstein im gleichen Chor

Mai 10, 2014

Kommentar: Das sind Auszüge aus diesem FAZ-Artikel. Wieviele Tote hat der Zweite Irak-Krieg bis auf den heutigen Tag gekostet? Saddam hat 8000 Kurden vergiftet – auch ein angeblicher Invasionsgrund. Und jetzt? Haben wir insgesamt seither schon die Zahl von 800.000 Toten erreicht oder nicht? Falls nicht, werden wir sie sicher in wenigen Jahren erreicht haben! Das ist die Politik des Westens. Auch in Afghanistan nur ein einziges Scheitern. Die Arabellion ein Fiasko! Der syrische Bürgerkrieg? Vom Westen inszeniert, angestachelt und finanziert! Eine Katastrophe. Aber wir müssen auch noch viele tote Ukrainer haben. Und Moldawier und und und! Und wir brauchen natürlich Flüchtlinge von überall her als Einwanderer! Man kann auf die Politik des freien Westens nur noch k…!

(Kewil)

Kewil verwendet Zahlen, die noch falscher sind als jene der üblichen deutschen Welterklärer.

Dass der erste Golfkrieg, der mit Abstand die meisten Opfer von allen Golfkriegen gefordert hatte, von Saddam begonnen wurde, wird von Kewil nicht erwähnt.

Aber selbst wenn Kewil darauf eingegangen wäre, hätte er wahrscheinlich ebenfalls den USA die Schuld dafür zugewiesen, obwohl Saddam ein Bastard der Sowjets war.

PI-News richtete sich früher genau gegen diesen billigen, uninformierten Antiamerikanismus.

Heute ist man selbst eine der vulgärsten Stimmen in jenem Chor.

Kewils Analyse könnte bis auf die letzten zwei Sätze auch von Gysi oder Augstein stammen.

Dass es eine westliche Weltverschwörung gibt, die hinter allen Problemen der Welt steht, wird von Links- und Rechtsaußen gleichermaßen vertreten.

Nur bei der Frage, welches Ziel die Weltverschwörung habe, ist man sich noch nicht ganz einig.

Die Menschenrechte als Einbahnstraße

April 21, 2014

Die Mitgliedschaft in einer Terrororganisation ist zwar ein Ausschlussgrund für Asyl.

Droht den Terroristen im Herkunftsland Folter, werden die Betroffenen jedoch trotzdem nicht abgeschoben, was Augstein freilich nicht “moralisch” genug ist:

Bislang ist die Lage freilich alles andere als dramatisch. Im Jahr 2013 wurden 127.023 Asylanträge gestellt, davon erhielten etwa 11.000 Menschen Asyl – weitere rund 9200 durften bleiben, obwohl sie nach deutschem Recht keinen Anspruch darauf hatten. Ihnen drohte bei Abschiebung, Folter oder Todesstrafe.

Es bleibt das besondere moralische Geheimnis deutscher Gesetze, dass es Menschen geben kann, denen bei Rückkehr in ihre Heimat zwar die Folter droht – die aber dennoch keinen Anspruch auf Asyl haben. Liegt nicht der Sinn des Asylrechts darin, den Menschen Schutz vor Folter zu gewähren?

(Augstein)

Wenn es darum geht, irgendeine linke Agenda (wie die Migration nach Europa) zu rechtfertigen, können die Menschenrechte niemals weit genug ausgelegt werden.

Die Menschenrechte sollen allerdings nicht universell gelten, sondern nur gegen den Westen gerichtet sein:

Die Universalität der Menschenrechte war damit gleich zu Beginn geradezu zwangsläufig in den “Imperialismus des Universellen” (Pierre Bourdieu) umgeschlagen. Seitdem gibt es überall auf der Welt – nicht nur in Vietnam – Dörfer, Städte, Länder, die der Westen erst zerstören musste, um sie zu befreien.

(Augstein)

Wenn die Menschenrechte nur noch dazu dienen, die Gegner unserer Werte zu schützen und uns selbst zu bestrafen, wird man irgendwann auch im Westen auf westliche Werte wie die Menschenrechte pfeifen.

Auch die Magna Carta wäre bald ignoriert worden, wenn sie den Menschen in England mehr geschadet als genützt hätte.

Moralist und Putinversteher

April 15, 2014

In ganz Europa gibt man sich dem reaktionären Denken hin. Großbritannien, Niederlande, Frankreich, Ungarn, Norwegen. In Deutschland haben wir Sarrazin, wir haben Lucke. Bosheit und Ressentiment.

Jetzt höre ich schon die Drähte summen, und gleich läuft das Netz heiß. Bevor das Forum unter dieser Kolumne flirrt, ihr grimmen Leser, greift nicht in die Tasten.

Das ist alles Unsinn. Und diese Haltung, die hinter vorgeschobenen Argumenten nur ihre Fremdenfeindlichkeit verbergen will, erzeugt Übelkeit.

Und übrigens: Nein, man muss den Deutschen nicht mit der bösen Vergangenheit kommen – sie taugt im Allgemeinen nicht als Argument für eine gute Gegenwart.

Nur für moralisch Empfindsame bedeuten die Verbrechen der Väter und Großväter eine gegenwärtige Verpflichtung. Und zur moralischen Empfindsamkeit kann man die Menschen nicht zwingen.

(Augstein)

Mit der Überlegenheit der “moralisch Empfindsamen” wischt Augstein die “vorgeschobenen Argumente” des reaktionären Foristen-Plebs lässig beiseite.

Lediglich beim Thema Außenpolitik kommt zwischen Prinz Augstein und seinem Volk so etwas wie Nähe auf.

Wenn Augstein Putin versteht (und die USA basht und Israel „kritisiert“), klopft ihm das Spiegel-Forum anerkennend auf die Schulter.

Deswegen hätte sich Augstein für Deutschland einen Syrien-Wahlkampf gewünscht.

Warum kommt Putin bei den rechten Spiegel-Foristen so gut an?

Putin weist alle Merkmale eines typischen rechten Führers auf, wofür er von vielen Rechten folgerichtig bewundert wird.

Dass Linke wie Augstein auf Putin stehen, hat hingegen lediglich sentimentale Gründe und nichts mit der politischen Ausrichtung Putins zu tun.

Solange Putin den Kalten Krieg gegen den unmoralischen Westen weiterführt, darf Putin inhaltlich rechts sein, wie er will, ohne dass es Augsteins moralische Empfindungen tangieren würde.

Rechtsaußen und Linksaußen für Putin

März 18, 2014

Weil es im Westen zu einem erschreckenden Schulterschluss zwischen Links- und Rechtsaußen in der Unterstützung Moskaus kommt, der in der Mitte wie immer von kurzsichtigen wirtschaftlichen Interessen begleitet worden ist ( Diese erinnern an den Lenin-Spruch: Sie werden uns noch den Strick verkaufen, an dem wir sie aufhängen).

(Andreas Unterberger)

Die Begeisterung von Rechtsaußen ist einerseits nachvollziehbar, da Putin alle Eigenschaften eines richtigen Faschisten-Führers aufweist.

Andererseits ist es angesichts der deutschen Geschichte trotzdem bizarr, dass ausgerechnet deutsche Rechte sich einen Putin als neues Idol erwählt haben:

Erst wollte man sich von Hitler vor dem Kommunismus beschützen lassen.

Nun wirft man sich einem KGB-Agenten, der den Zerfall der UdSSR als größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet hatte, an den Hals.

Die EU mag ihre Schwächen haben. Die ökonomischen Probleme Europas lassen sich jedoch nicht durch Putinismus lösen.

Ebenso gut könnte man die Errichtung eines Emirates postulieren. Das ökonomische Erfolgsgeheimnis ist nämlich das Gleiche.

Dass Linksaußen immer noch viel Verständnis für Putin hat, obwohl sich die EU in die gewünschte sozialistische Richtung entwickelt und Putin sich mit Europas Rechtsaußen verbrüdert, hat sentimentale Gründe.

Trotz des linken Obamas bleibt die USA der imperialistische Hauptfeind.

Für das Weiterführen des Kalten Krieges, den man beim Zusammenbruch des Ostblocks schon verloren geglaubt hatte, ist man dankbar, auch wenn man darüber Besorgnis heuchelt:

Der Ost-West-Konflikt lebt wieder auf. Aber die Kalten Krieger sitzen nicht im Kreml. Sondern in Washington, in Brüssel und in Berlin. Seit 1989 steuert der Westen einen Kurs der Konfrontation gegenüber Russland.

(Augstein)

…und wie in alten Zeiten (und nicht erst seit 1989) erklärt man den Moskauer Täter zum Opfer der westlichen “Kalten Krieger”.

Chodorkowski und Augsteins Vater

Dezember 25, 2013

Marx hätte seine Freude an den russischen Oligarchen gehabt: Sie perfektionierten die pure Akkumulation des Kapitals.

Wladimir Putin hat diese Leute in die Schranken gewiesen.

Aber solche politischen Prozesse sind keine russische Spezialität. Jedes System verfolgt die, von denen es sich bedroht sieht.

Vor wenigen Wochen verhängte ein New Yorker Bundesgericht gegen den 28-jährigen Jeremy Hammond die rechtlich mögliche Höchststrafe bei einem Geständnis. Hammond ist ein Aktivist und Hacker. Er brach in das Computersystem eines privaten Nachrichtendienstes ein, der Behörden und Unternehmen mit Informationen versorgt, und leitete die gestohlenen E-Mails an WikiLeaks weiter. Außerdem kopierte er Zehntausende von Kreditkartendaten und überwies damit mehrere hunderttausend Dollar an gemeinnützige Organisationen.

Denn anders als Chodorkowski wollte sich Hammond nicht selbst bereichern.

(Jakob Augstein – Spiegel)

Auch Augsteins Vater hatte durch seinen wirtschaftlichen Erfolg sich selbst (und leider auch seine bzw. Walsers Brut) bereichert.

Im Gegensatz zu Chodorkowski leben die Augsteins jedoch in einem System, das eben nicht mit Putins System zu vergleichen ist.

In einem System, das alle Möglichkeiten zur friedlichen politischen Opposition bietet, trotzdem zu kriminellen Mitteln zu greifen, hat wenig mit Dissidententum zu tun, sondern ist schlicht kriminell – auch wenn sich schon Leute wie die RAF-Verbrecher natürlich selbst gerne als “politische Gefangene” bezeichnet hatten und auch genug Bewunderer fanden, die ihre Sichtweise teilten.

Witzig ist auch, dass die Bezeichnung “Raubtierkapitalisten”, wie sie von Augstein für Chodorkowski verwendet wird, den russischen Oligarchen ursprünglich ausgerechnet von George Soros verpasst worden war.

Augsteins “Gut und Böse”

Dezember 11, 2013

Gauck geht es eben nicht um “guter Ami” oder “böser Russe”, auch wenn Augstein in diesen Kategorien denkt, sondern um Freiheit vs. Diktatur (bzw. Demokratur).

Hätte Russland eine jenen Werten verpflichtete Regierung, wäre Gauck wohl der Letzte, der Russland boykottieren würde.

Augstein & Co. bleiben hingegen trotz Obama Antiamerikaner (auch wenn sie vorher stets behauptet hatten, ihr Antiamerikanismus würde nur an Bush liegen).

Ossi-Angela ignoriert Augsteins Trauma

Dezember 9, 2013

Gauck kenne nur die Freiheiten von gestern:

Warum wurde Gauck als Präsident der Freiheit apostrophiert? Warum hat er ein Buch geschrieben, das einfach so heißt, “Freiheit”? Weil Gauck nur die Bedrohungen der Freiheit gelten lässt, die er kennt. Und die Russen kennt er eben von früher aus dem Osten. Gauck kann sich gar nicht vorstellen, dass die viel größere Bedrohung unserer Lebensweise heute aus dem Westen kommt.

Verfolgung der Opposition oder Antischwulengesetze des Russen seien jedoch nichts gegen die wahre Bedrohung unserer Lebensweise (als Internet-Che-Guevaras) durch den Ami.

Ossi-Angela solle sich statt um ihr eigenes Russen-Trauma endlich um das gesamtdeutsche NSA-Trauma kümmern:

Wir bleiben mit der Überlegung zurück: Sollen die beiden ruhig beherzt für die Rechte von russischen Schwulen und ukrainischen Oppositionellen eintreten. Aber wenn sie ihr Russen-Trauma abgearbeitet haben, könnten sie sich dann auch mal um unsere Rechte kümmern?

Augstein – “Böser Russe, guter Ami

Augstein will deutschen Syrien-Wahlkampf

September 18, 2013

“Insofern stellt sich die Frage nach einer Beteiligung der Bundeswehr jetzt ohnehin nicht.” Zum Glück – hätte sie noch hinzufügen können. Merkel hätte sich bei Russen und Chinesen bedanken sollen, dass sie ihr die Arbeit der Weltpolitik abnehmen.

Denn die Frage nach Krieg und Frieden ist eine, da muss die Kanzlerin Farbe bekennen. Aber nichts liegt Angela Merkel weniger als das. Sie ist die Kanzlerin des Ungefähren. Umso mehr gehört die Frage, welche Haltung die Bundesrepublik im Syrien-Konflikt einnehmen soll, in den Wahlkampf.

(Jakob Augstein – Spiegel)

Ausländerwahlkämpfe wurden in Europa und insbesondere in Deutschland zu Recht tabuisiert, da dabei lediglich Ressentiments geschürt werden.

Der Syrien-Wahlkampf, den sich Augstein wünscht, bestünde ebenfalls genau im Schüren von Ressentiments.

Augstein geht es nicht um Lösungen für Syrien, sondern um die Mobilisierung antiamerikanischer (und wenn es sein muss auch antisemitischer) Gefühle im deutschen Wahlkampf.

Als linker Gutmensch fordert Augstein von Deutschland auch außerhalb des Wahlkampfes, Themen wie Migration und Islam im Lichte bzw. Schatten seiner besonderen Geschichte zu behandeln.

Die besondere Geschichte hindert ihn jedoch selbst nicht daran, wesentliche Teile der Nazi-Ideologie zu übernehmen.


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