Ahmadinejad hat scheinbar – anders als von unseren Iran-ExpertInnen (Livia Klingl/ Kurier, Gudrun Harrer/ Standard, Georg Hoffmann-Ostenhof/ Profil) versprochen – die iranische Präsidentschafts-Wahl gewonnen.
Kurier und Standard glauben jedoch zu wissen, wer sich heimlich darüber freut, dass ein Holocaust-Leugner, der Israel “von den Seiten der Geschichte löschen” möchte, weiterhin das Mullah-Regime repräsentieren darf:
Heimliche Zufriedenheit herrscht hingegen in Israel: Ihm bleibt sein polternder Lieblingsfeind erhalten, von dessen Gefährlichkeit die Welt leichter zu überzeugen ist als im Fall Moussavis. Mit ihrer Wahl haben die Iraner unbewusst die Weichen auf Konfrontation gestellt.
(Stefan Galoppi – Kurier)
Würde man Umweltschützern vorwerfen, sich über eine Katastrophe wie Tschernobyl gefreut zu haben? Würde man Ärzten vorwerfen, sich über den Ausbruch einer Pandemie zu freuen?
Bei den “ultranationalistischen” Israelis verlieren die Redakteure Österreichs größter Qualitäts-Tageszeitung alle Hemmungen.
Ähnliches spielt sich leider auch in anderen europäischen “Qualitätsmedien” ab.
