Posts Tagged ‘Islamophobie’

“Aber”-Sätze

Dezember 13, 2010

Stockholm – Bei einer von Muslimen organisierten Demonstration gegen den Terroranschlag in Stockholm sind am Sonntagabend rund 100 Menschen auf die Straße gegangen. “Wir fühlten uns verantwortlich dafür, den Anschlag scharf zu verurteilen”, sagte Samaa Sarsour, eine der Organisatorinnen. “Aber es wäre naiv zu glauben, dass die gestrigen Ereignisse keine negativen Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Muslimen in Schweden haben werden.”

(Der Standard)

Wenn man eine solche Tat ehrlich verurteilt, dann bitte ohne “Wenn und Aber”.

Bei einem “Aber”-Satz kann man den ersten Teil des Satzes immer streichen:

Ich habe nichts gegen Ausländer, aber…

Der zweite – entscheidende – Teil ihres Satzes, der nach dem “Aber” kommt, handelt von den nun bevorstehenden “negativen Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Muslimen in Schweden”.

Mit dieser Aussage zeigt Frau Sarsour, dass es ihr bei der Demonstration mehr darum geht, die nun drohende Islamophobie anzuprangern, als den islamistischen Terror zu verurteilen.

Keine Angst vor “Islamophobie”

Oktober 17, 2010

Trotz aller beklagten “Islamophobie” bleibt der Westen das bevorzugte Auswanderungsziel von Muslimen.

Selbst wenn sich die westlichen Demokratien in rassistische Regime, die den Muslimen die Grundrechte verweigern, umwandeln sollten, wäre die schlimmste Folge nicht die physische Vernichtung, sondern die zwangsweise Rückkehr in die Heimatländer.

Eine Alternative, welche die Juden vor der Gründung Israels nicht hatten.

Deswegen ist Israel den meisten Juden so wichtig…

…es sei denn, es handelt sich um die üblichen linken Idioten, die immer noch glauben, die Welt stünde ohnehin kurz vor ihrer Umwandlung in ein postnationales, postkapitalistisches Paradies, und man müsse zur Erreichung jenes Ziels lediglich „den Völkern das passende Signal senden”, indem man bei der Opferung des eigenen westlich-kapitalistischen Nationalstaats mit gutem Beispiel voranschreite.

“Steinigungs-Angst”

Oktober 9, 2010

Der Muslim-Markt warnt vor einer besonders schändlichen Unterart der Islamophobie:

Warum gibt es hier so viel Angst vor Steinigung?

Aus muslimischer Sicht klingt es geradezu absurd, wenn einige mit der Propaganda gegen Steinigung hetzten und andere hier in Deutschland sogar Angst vor der Steinigung haben. Doch könnte die Angst einen tieferen Hintergrund haben, der bisher nicht berücksichtig wurde.

“Islamkritiker”, die neuen “Antisemiten”?

April 27, 2010

Islamkritiker forden von den Muslimen, sich in die westliche Welt zu integrieren und den islamistischen Schleier abzulegen, während Antisemiten versucht hatten, die Integration der Juden rückgängig zu machen, und sie zum Tragen des Judensterns gezwungen hatten.

Trotz aller beklagten Islamophobie ist der Westen das bevorzugte Auswanderungsziel von Muslimen.

Zwar müssen manche der muslimischen Auswanderer ihre Heimat auf Grund von ethnischen, politischen oder religiösen Konflikten verlassen – davon allerdings niemand, nur weil er Moslem ist.

Selbst wenn sich der demokratische Westen in ein rassistisches Regime umwandeln sollte, das den Muslimen die Grundrechte verweigert, ist die schlimmste Folge nicht die physische Vernichtung, sondern die zwangsweise Rückkehr in die Heimatländer.

Eine Alternative, die die Juden vor der Gründung Israels nicht hatten.

Deswegen ist den Juden Israel auch so wichtig – es sei denn, es handelt sich um die üblichen linken Idioten, die immer noch glauben, die Welt stünde ohnehin kurz vor ihrer Umwandlung in ein postnationales, postkapitalistisches Paradies, und man müsse zur Erreichung jenes Ziels lediglich “den Völkern das passende Signal” senden, indem man bei der Opferung des eigenen westlich-kapitalistischen Nationalstaats mit gutem Beispiel voranschreite.

Die Furchtlosigkeit der Ignoranten

April 8, 2010

Für die Studie im Auftrag des Internationalen Institutes für Liberale Politik sind mehr als 1000 Menschen befragt worden (Download der IMAS-Studie siehe Link am Ende des Artikels). 72 Prozent davon sind der Meinung, dass sich die in Österreich lebenden Muslime zu wenig an die hiesigen “Spielregeln” halten. Unter den Wählern des “Dritten Lagers” (FPÖ, FPK, BZÖ) sind es 86 Prozent.

Auch die Anhänger der Regierungsparteien sind mehrheitlich dieser Ansicht (SPÖ: 72 Prozent; ÖVP: 80 Prozent). Lediglich die Grün-Sympathisanten scheren aus: Nur 39 Prozent sehen zu wenig Anpassungsbereitschaft bei in Österreich lebenden Muslimen.

(Kurier)

Hätte man in Österreich lebende Muslime befragt, wäre der Anteil der Islamophoben wohl höher gewesen als bei den furchtlos-ignoranten “Grün-Sympathisanten”.

Schmiereien an KZ Mauer

Februar 15, 2009

Linz – Die in der Nacht auf Donnerstag ausgeführte Schmieraktion an der Außenmauer des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen in Oberösterreich hat am Samstag zahlreiche empörte Reaktionen hervorgerufen. Um ein Zeichen gegen diesen Rechtsextremismus zu setzen, rufen Jugendorganisationen zu einem “Lichterzug gegen Rechts” auf.

(Online Standard, 14.02.2009)

Der Inhalt der Schmierereien war zwar eindeutig rechtsextrem:

“Was unsern Vätern der Jud, ist für uns die Moslembrut. Seid auf der Hut. 3. Weltkrieg – 8. Kreuzzug”

Ob es sich bei den Urhebern der Schmieraktion um Rechtsextreme gehandelt hat, ist jedoch zweifelhaft.

Rechtsextreme Antisemiten, die auch gegen Muslime hetzen sind kein außergewöhnliches Phänomen. Typisch für Antisemiten ist jedoch heutzutage nicht das Bekenntnis zur Judenverfolgung, sondern deren Leugnung.

Noch viel weniger passt der 2. Satz in das Nazi Schema:

„Seid auf der Hut. 3. Weltkrieg – 8. Kreuzzug”.

Während Rechtsextreme den geschichtlichen Vergleich der Türkenbelagerung gerne hervorkramen, wird der Ausdruck Kreuzzug auch von europäischen Rechtsradikalen (ebenso wie von Osama Bin Laden) abwertend für Bushs War on Terror verwendet.

NPD-Kreisverband Leipzig über die neuen Kreuzzüge

The National Alliance über den 3. Weltkrieg

Eiserne Krone über die USraelischen Kreuzzüge

Uri Avnery auf dem wahrscheinlich größten Nazi-Blog Altermedia

Beim erstgenannten Vergleich stilisiert man sich zum Opfer, das sich gegen die muslimischen Belagerer zur Wehr setzen muss – sich selbst als Kreuzzügler und somit als Täter darzustellen wäre naturgemäß nicht sehr hilfreich.

Es gibt zwar Rechte, die sich mit der US Außenpolitik solidarisieren wie pro Köln oder der Blog Politically Incorrect. Allerdings handelt es sich dabei um betont Juden- und Israel-freundliche Leute, die sich keineswegs mit den NS Verbrechen identifizieren.

Wo gibt es also jene Antisemiten, die gegen Muslime hetzen und einen Kreuzzug gegen die islamische Welt unterstützen?

Zumindest als Feindbilder kann man sie hier finden:

Stellungnahme von ArbeiterInnenstandpunkt zum Al Kaida Prozeß

Campo Antiimperialista

Netz gegen Nazis

arendt-art über die Islamophobie der neuen Nazis

Der Spruch ist ein Warnsignal für alle, die jene Gefahr noch nicht erkannt haben:

islamophobie(gefunden auf arendt-art)

Um die neuen Juden zu beschützen, schreckt man offensichtlich nicht vor unappetitlichen Aktionen zurück.


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