Mit ‘Israel’ getaggte Artikel

Wäre Israel ein Linksstaat

Dezember 3, 2012

Der Staat Israel ist ein demokratischer Rechtsstaat.

Das hat Israel auch davon abgehalten, die im Krieg eroberten Gebiete mit stalinistischen Methoden ethnisch zu säubern.

Wäre Israel ein Mitglied des Ostblocks gewesen (wie es sich Stalin erwartet hatte und deswegen im Gegensatz zu England für die Existenz Israel gestimmt hatte), hätte Israel so eine Säuberung als “antiimperialistische Verteidigungsmaßnahme” deklarieren können und wäre wohl ein Liebling der Linken geblieben.

Die Palästinenser wären wie die Sudetendeutschen bloß eine Randbemerkung der Geschichte, für die nur “Reaktionäre” Partei ergreifen würden.

Krieg der Gebärmütter

Dezember 3, 2012
Was seitdem noch dazukam, ist eine weitere Studie, die es bis jetzt am drastischsten belegt:
Demnach betrug in 2009 die juedische Total Fetility Rate (TFR) im Raum Jerusalem (einschliesslich Ostjerusalem) 4.16 Kinder pro Frau und war damit weiter gewachsen, waehrend die arabsiche TFR weiter auf 3.87 Kinder pro Frau gefallen ist. Noch deutlicher faellt es in Judea und Samaria (‘Westbank’) aus, dass Obama und Co. – natuerlich nur aus israelisch-juedischen Interesse und der ‘Sorge um eine juedische Mehrheit im demokratischen, juedischen Staat’ – Israel am liebsten entreissen wuerden: Hier kommen die Araber auf eine TFR von 3.12 Kindern pro Frau (und weiter fallend), waehrend wir boesen Siedler auf ganze 5.06 Kinder pro Frau (weiter steigend).

Die Gebärmütter der Ultraorthodoxen können es zwar mit den Gebärmüttern der Hamas aufnehmen.

Doch es wäre ein Pyrrhussieg

In diesem Gebärmutter-Krieg gehen sowohl auf israelischer Seite als auch auf palästinensischer Seite die Extremisten als Sieger hervor.

Der Staat Israel ist nun einmal ein demokratischer Rechtsstaat.

Das hat Israel auch davon abgehalten, die im Krieg eroberten Gebiete mit stalinistischen Methoden ethnisch zu säubern.

Wäre Israel ein Mitglied des Ostblocks gewesen (wie es sich Stalin erwartet hatte und deswegen im Gegensatz zu England für die Existenz Israels gestimmt hatte) und hätte so eine Säuberung als antiimperialistischen Feldzug deklariert, wäre Israel wohl ein Liebling der Linken geblieben.

Die Palästinenser wären wie die Sudetendeutschen bloß eine Randbemerkung der Geschichte, für die nur “Reaktionäre” Partei ergreifen würden.

Trotzdem war es richtig, auf westliche Werte zu setzen.

Demographie ist zwar ein wichtiger Faktor, den auch westliche Gesellschaften wie Israel stärker berücksichtigen müssten.

Es sind jedoch nicht religiöse Extremisten, die den Krieg für westliche Werte führen werden, selbst wenn jene auf der “richtigen Seite” gebären.

Die angeblichen Freunde der Palästinenser

November 15, 2012

Ohne ihre angeblichen “Freunde” wären die Palästinenser wahrscheinlich längst dazu bereit, sich mit dem Judenstaat zu arrangieren und hätten längst ihren eigenen Staat.

Doch wenn man “Freunde” hat, die einem ständig einreden, man sei im Recht, die “fremden Zelte” abzureißen, warum sollte man sich dann mit einem Kompromiss zufriedengeben?

Was du heute kannst besorgen

September 18, 2012

Welchen Grund sollte Israel haben, den Iran anzugreifen, ohne vom Iran bedroht zu sein?

Israel grenzt nicht an den Iran und kann sich weder Landgewinne noch einen Regime-Change erwarten, da ein Angriff die Iraner sogar eher hinter das Regime scharen würde.

Nicht die Israelis haben eine Iran-Obsession, sondern die Mullahs eine Israel-Obsession.

Der einzige Grund, warum sich der Iran vor einem israelischen Angriff berechtigte Sorgen machen muss, besteht in seiner atomaren Aufrüstung, welche der Iran nicht dazu braucht, um Israel vor einem Angriff abzuschrecken, sondern um mit Israel militärisch auf gleiche Augenhöhe zu kommen, was wiederum die Grundvoraussetzung für die Umsetzung der stets beschworenen Ziele wäre:

Die Risken eines Angriffs sind den Israelis wohlbewußt.

Dazu braucht es keine “Freunde”, die Israel ständig darüber belehren.

Die Israelis sollten das tun, was richtig für ihre Sicherheit ist, ohne auf die Ratschläge ihrer europäischen “Freunde” zu hören.

Denn die Ratschläge der europäischen ”Freunde” werden auch die Mullahs nicht davon abhalten, ihre Ziele zu verfolgen, sobald sie einmal dazu in der Lage  sind.

Europas Botschaften an den Iran

September 12, 2012

Botschaften an Israel werden vor allem in Teheran gehört, das daraus seine Rückschlüsse zieht. Sie werden als Signal aufgenommen, dass man ohnedies mit dem Bombenbasteln fortfahren könne. Daher sind die ständigen öffentlichen Warnungen an Israel, auf einen Präventivschlag gegen Iran zu verzichten, gefährlich und kriegsfördernd. Denn selbst wenn man der Meinung wäre, Israel solle der Fertigstellung der iranischen Bombe tatenlos zusehen, wäre es klug und die einzige friedenstiftende Politik gewesen, das niemals öffentlich zu sagen. Was aber etwa ein Herr Westerwelle ständig tut.

An der Dummheit und Gefährlichkeit der europäischen Nahostpolitik ändert auch der Umstand nichts, dass auch die amerikanische Politik zunehmend solche gefährlichen Signale der Unsicherheit aussendet. Diese sind aber derzeit wenigstens durch den Wahlkampf erklärlich, in dem man sich keinesfalls durch einen israelischen Präventivschlag mit all seinen ungewissen und gefährlichen Konsequenzen stören lassen will.

Aber es steht außer Zweifel, dass eine iranische Bombe noch viel gefährlicher ist als ein zweifellos ebenfalls hochriskanter israelischer Präventivschlag.

(Andreas Unterberger)

Bevorzugte Untertanen

August 1, 2012

2002 verabschiedete die Knesset eine Neuregelung der Wehrpflicht gemäß einer Studie des Richters Zvi Tal, die 1999 in Auftrag gegeben worden war. Das oberste Gericht entschied, dass dieses „Tal-Gesetz“ keine Gleichberechtigung für alle Bürger gewährt und deshalb verfassungswidrig ist.

Staatsgründer David Ben Gurion hatte beschlossen, die ultraorthodoxen Juden vom Wehrdienst zu befreien. Damals gab es nur ein paar tausend Ultraorthodoxe in Israel. Ben Gurion argumentierte damals, dass jene frommen Juden durch ihre Lebensweise und das Thorastudium die Identität des Judentums über die Jahrhunderte bewahrt hätten.

Inzwischen stieg die Zahl der traditionell kinderreichen Orthodoxen allerdings auf gut 15 Prozent der Bevölkerung. Seit einigen Jahren gibt es deshalb Bemühungen, auch Orthodoxe in den Militärdienst einzubinden.

Die orthodoxe Sonderbehandlung würde sich mit jeder freiheitlichen Verfassung beißen.

Solange es nur ein paar Sonderlinge betraf, die sich noch dazu gewisse historische Verdienste anrechnen lassen konnten, brauchte man die Ungleichbehandlung nicht zu problematisieren.

Wenn so eine Gruppe jedoch wächst, kommt ein Verfassungsstaat nicht darum herum, sein Verhältnis zu den mit Vorzug behandelten Untertanen zu klären.

In einem Verfassungsstaat sollte es nämlich grundsätzlich keine Untertanen geben, sondern nur gleichberechtigte Bürger.

“Fremde Zelte im Garten”

Mai 24, 2012

Wenn ich bei dir im Garten ein Zelt aufbauen würde und sagen würde, dass ist jetzt mein Garten muss ich damit rechnen, dass du da nicht begeistert von bist. Das ist das, was man bei der ganzen Sache ganz gerne vergisst. Ich finde nicht, dass das jemand leugnet, aber es wird nicht drüber gesprochen, da hast du schon recht.

Wenn ich mein Zelt in deinen Garten stellen würde, würdest du auch deinen Nachbarn zur Hilfe holen.

(Tobias Neuß)

Die Nachbarn sind eh gleich “zur Hilfe gekommen” und haben gegen den Judenstaat einen Angriffskrieg nach dem anderen geführt.

Den Palästinenser-Staat, den die Vereinten Nationen vorgeschlagen hatten, haben die feinen Nachbarn natürlich nicht anerkannt, weil sie damit die Existenz eines Judenstaates akzeptiert hätten.

Ohne ihre angeblichen “Freunde” wären die Palästinenser wahrscheinlich längst dazu bereit, sich mit dem Judenstaat zu arrangieren und hätten längst ihren eigenen Staat.

Doch wenn man “Freunde” hat, die einem ständig einreden, man sei im Recht, die “fremden Zelte” abzureißen, warum sollte man sich dann mit einem Kompromiss zufriedengeben?

Die Chuzpe der Israelkritiker

März 20, 2012

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass irgendein böser ”Islamkritiker” auf die Idee gekommen wäre, die “Dönermorde” mit Verfehlungen der türkischen Regierung beim Kampf gegen die PKK zu vergleichen.

Israelkritiker haben diese Chuzpe:

http://www.welt.de/politik/ausland/article13932088/Ashton-vergleicht-Opfer-von-Toulouse-mit-Gaza-Toten.html

Ein Massaker an Juden wird umgehend zum Israel-Bashing genutzt, egal wie wenig das Ereignis mit der israelischen Politik zu tun hat.

Frau Ashtons Entgleisung stellt leider nur die Spitze des antisemitischen Eisbergs dar:

http://lindwurm.wordpress.com/2012/03/19/terror-in-frankreich-osterreicher-kondolieren/

Verhöhn den Jud als Nazi

März 6, 2012

Der Standard weiß, was seiner “israelkritischen” Forum-Meute gefällt:

http://derstandard.at/1330390472944/Atomstreit-mit-Iran-Obama-will-friedliche-Loesung-Netanyahu-nicht-laenger-warten

Hermine Berg:
 
die hand ein bisschen weniger steil nach oben

herr netanyahu. dann folgen sicher bald alle in den totalen krieg.

Pe Sa:
 
Das Bild vom Neti erinnert mich an wen, müsst nur noch spiegelverkehrt sein …
genauso führt sich der Atomwaffenbesitzer Netanyahu gerade auf, vor was hat er Angst ? dass nicht mehr Isreal da unten alle rundherum terrorisieren kann weil sie eh wissen dass die andern keine Atomwaffen haben ?
Davon abgesehn kann ich mir nicht vorstelln dass der Iran es schafft in den nächsten 10-15 Jahren Atomraketen von nennenswerter Reichweite herzustellen (außer China, USA, Israel, Frankreich, Russland, oder eine andere Atommacht hilft ihnen dabei …)

Was der Spiegel zu beachten hätte

März 6, 2012

…jedoch weiterhin nicht beachten wird, da der Spiegel der Spiegel ist:

Sicher ist aber auch, dass eine unparteiische Berichterstattung gewisse Unterschiede zwischen Israel und Iran zu beachten hat.

Dazu gehört erstens der Umstand, dass die Mullahs ihre Abenteuer der eigenen Bevölkerung diktatorisch aufzwingen, während sich Israels Regierung demokratisch legitimiert.

Dazu gehört zweitens die Tatsache, dass nicht Israel Iran, sondern dass die Islamische Republik Israel auslöschen will.

Drittens kann Teheran zur Begründung seines Israelhasses weder einen Territorialkonflikt noch ein Flüchtlingsproblem oder eine Sicherheitsgefährdung vorweisen. Die Sehnsucht der iranischen Machthaber, Israel zu vernichten, ist antisemitisch motiviert.

Viertens aber zeichnet sich der antisemitische Krieg durch eine Besonderheit aus: Er will nicht das Verhalten von Juden verändern oder ihnen Reichtümer und Ländereien wegnehmen, wie das in Kriegen sonst der Fall zu sein pflegt – er will sie vernichten.

http://www.matthiaskuentzel.de/contents/welches-problem-hat-der-spiegel-mit-israel

Über die Reihenfolge könnte man vielleicht streiten.

Nicht jedoch über die Inhalte.


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