Posts Tagged ‘Libyen’

Mißglückte Überfahrt, geglückte Propaganda

Mai 9, 2011

Wie der Guardian berichtet, sollen Einsatzkräfte der Nato im März und April ein steuerloses Boot mit 72 Flüchtlingen auf offener See ihrem Schicksal überlassen haben.

(Der Standard)

Nicht der Schlepper, der die armen Teufel in einem maroden Boot von Tripolis aus auf eine ungewisse Reise nach Europa geschickt hat, sei schuld, sondern die böse Nato.

Europas “Qualitätsmedien” wie der Guardian helfen Gaddafi mit ihrer Berichterstattung, das Elend der Flüchtlinge für seine Propagandazwecke zu mißbrauchen.

Nach so einem “Erfolg” werden morgen garantiert wieder ein paar marode Boote von Tripolis aus in See stechen.

Gaddafi verliert seine “Schwerter”

Mai 1, 2011

Nun haben die NATO-Bomben Gaddafis Brut getroffen.

Leider hat es nur das “Schwert Arabiens” und nicht auch das “Schwert des Islam” erwischt.

Hätte Gaddafi die Möglichkeit, die “Kreuzzügler” mit Terroranschlägen zu bestrafen, würde er es ohne Zögern tun.

So muss er sich damit begnügen, sein eigenes Volk zu terrorisieren.

Gaddafis untreuer “Amico”

April 26, 2011

Berlusconi will sich nun an Luftangriffen gegen Gaddafi beteiligen.

Gaddafis frühere italienische Geschäftsfreunde waren da um einiges loyaler.

Die hatten nicht nur zu ihm gehalten, als er wie jetzt sein eigenes Volk terrorisierte, sondern sie hielten Gaddafi sogar eisern die Treue, als sich sein Terror gegen Italien richtete.

Cossiga und Andreotti waren nach dem Scheitern des Eni-Petromin-Deals mit Saudi-Arabien dringend auf ein neues Geschäft angewiesen, um ihr Parteiensystem zu finanzieren.

Gaddafi sorgte mit seinem günstigen Öl dafür, dass das Tangentopoli-System doch noch “wie geschmiert” laufen konnte.

Aus der Differenz zwischen dem günstigen Preis, den Gaddafi seinen „italienischen Freunden“ machte, und dem offiziellen Preis, um den Italien sein Öl über den staatlichen ENI-Konzern bezog, konnten Cossiga und Andreotti bequem das italienische Parteiensystem ein weiters Jahrzehnt finanzieren (auch die PCI, welche von Cossigas Cousin Enrico Berlinguer geführt wurde, bekam wohl ihren Anteil)

Gaddafis geschäftsschädigende Terrorstreiche von Bologna und Ustica konnte man elegant vertuschen, indem man sie der rechtsextremen “Strategie der Spannung” zuschrieb.

Gaddafis antiimperialistisches Groupie

April 25, 2011

Der Westen hatte sich mit Gaddafi gut arrangiert.

Gaddafis Probleme begannen erst, als die prowestlichen Regierungen in Ägypten und Tunesien friedlich gestürzt wurden, und dadurch auch seine eigenen Untertanen genug Mut zur Auflehnung fassten.

Gerade Sarkozy und Berlusconi hätten mit einem Status Quo in Libyen sehr gut weiterleben können.

Obama würde sich am liebsten sogar jetzt noch heraushalten, obwohl das totale Chaos droht.

Es ist bemerkenswert, wie Jürgen Elsässer solche Entwicklungen trotzdem auf sein übliches Schema reduzieren kann.

Amnesty schützt den Diktator

April 23, 2011

Militärische Gewalt könne „nur das allerletzte Mittel sein, um Menschenrechte durchzusetzen“, weil jeder Militäreinsatz mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zahl der Opfer steigere. „In Libyen war und ist die Schwelle zum Völkermord nicht überschritten“, sagte die Lüke.

(Tagesspiegel)

Gerade Amnesty International zögert sonst nicht, irgendwelche ungeprüften Opferzahlen zu verbreiten, um ihre meist USA- und israelfeindliche Agenda voranzutreiben.

Beim dienstältesten Diktator und Menschenrechtsverletzer der Welt bemüht man sich hingegen, die Opferzahlen herunterzuspielen.

Italiens Öl- und Terrorlieferant

April 7, 2011

Zu Beginn der 80er Jahre herrschte zwischen Gaddafi und der NATO dicke Luft.

Obwohl Libyen Italiens wichtigster Erdöl-Lieferant war, schloss die italienische Regierung ein Beistandsabkommen mit Malta, das gegen Gaddafi gerichtet war.

Als sich Gaddafi für Italiens treulose Außenpolitik rächte, wurde der Verdacht von der italienischen Regierung sofort von ihm weggelenkt.

Wäre Gaddafis Urheberschaft für die beiden schlimmsten Terroranschläge der italienischen Geschichte bekannt geworden, hätte dies das Ende aller Geschäftsbeziehungen bedeutet.

Italien war nach dem Scheitern des Eni-Petromin-Deal mit Saudi-Arabien jedoch dringend auf Gaddafis Öl angewiesen.

Aus der Differenz zwischen dem günstigen Preis, den Gaddafi seinen “nachsichtigen” italienischen Freunden machte, und dem offiziellen Preis, um den Italien sein Öl über den staatlichen Eni-Konzern bezog, konnten Cossiga und Andreotti das italienische Parteiensystem bequem ein weiteres Jahrzehnt finanzieren (auch die PCI, welche von Cossigas Cousin Enrico Berlinguer geführt wurde, bekam wohl ihren Anteil).

Gaddafis geschäftsschädigende Terrorstreiche von Bologna und Ustica konnte man elegant vertuschen, indem man sie der rechtsextremen “Strategie der Spannung” zuschrieb.

Solange Gaddafis Öl sprudelte, rührte keine italienische Regierung an dieser “bequemen Wahrheit”.

Asyl für Gaddafi

März 30, 2011

Ich bin sehr dafür, Gaddafi in Europa Asyl zu gewähren.

Gaddafi würde als politisch Verfolgter zweifellos die Voraussetzungen für eine Asylgewährung erfüllen.

Für seine alten Terrorstreiche müsste er sich freilich vor Gericht verantworten, da Mord nicht verjährt

Wenn in einem fairen Prozess festgestellt wird, dass er für Morde in Europa verantwortlich war, soll ihm ein Gefängnis als Asylheim dienen.

Vielleicht kann er sich dann gleich eine Zelle mit seinem italienischen Bunga-Bunga-Kumpanen teilen.

Die Schmeißfliegen des Jihad

März 27, 2011

Now, however, al-Hasadi has admitted in an interview with the Italian newspaper Il Sole 24 Ore that he fought against American forces in Afghanistan. (Hat-tip: Thomas Joscelyn at the Weekly Standard.) Al-Hasadi says that he is the person responsible for the defense of Darnah — not the town’s “Emir.” In a previous interview with Canada’s Globe and Mail, he claimed to have a force of about 1,000 men and to have commanded rebel units in battles around the town of Bin Jawad.

(John Rosenthal)

Überall hin, wo es in der islamischen Welt Instabilität gibt, werden Jihadisten angezogen wie Schmeißfliegen von Exkrementen.

Nicht die „westliche Ungerechtigkeit“, sondern der Islam produziert jene perspektivlosen jungen Männer, die sich nichts sehnlicher wünschen, als wie der Prophet in den heiligen Krieg zu ziehen.

Bengasi gefährlicher als Tripolis?

März 25, 2011

Wenn man die libyschen Aufständischen mit Luftangriffen unterstützt, riskiert man damit, die Pattstellung zwischen Gaddafi und seinen Gegnern von Bengasi zu zementieren.

Ein Sprecher der Obama-Administration verkündete zu Beginn der NATO-Operation, dass nach dem “Irakdesaster” nur Menschen mit einem “Gehirnschaden” für den Einsatz von Bodentruppen in der arabischen Welt optieren würden.

Dabei hat gerade der Irakkrieg gezeigt, dass es in der islamischen Welt nicht ausreicht, einen Despoten einfach nur zu stürzen.

Wären die Amerikaner 2007 aus dem Irak abgezogen, wie es sämtliche Demokraten gefordert hatten, hätten sie ein “Mekka” für Jihadisten hinterlassen.

Stattdessen verstärkte Bush die Streitkräfte, sodass diese endlich in der Lage waren, die Aufstände der Jihadisten niederzuschlagen.

Wie durch ein Wunder verschwand mit den Jihadisten auch der Terror weitgehend.

Überall, wo es in der islamischen Welt Instabilität gibt, werden Jihadisten angezogen wie Schmeißfliegen von Exkrementen.

Nicht die “westliche Ungerechtigkeit”, sondern der Islam produziert jene perspektivlosen jungen Männer, die sich nichts sehnlicher wünschen, als wie der Prophet in den heiligen Krieg zu ziehen.

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Vergangenheit und Zukunft des Terrorismus

März 25, 2011

Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion war Gaddafi der größte Terrorpate.

Er finanzierte linke Terrorgruppen wie die PFLP,  Brigate Rosse, RAF, IRA, FLNC, ETA und natürlich den internationalen Top-Terroristen Carlos.

Carlos Bande arbeitete Anfang der 80er Jahre für Gaddafi und verübte in seinem Auftrag in Frankreich, Italien und Griechenland entsetzliche Terroranschläge.

Außerdem dürften Carlos deutsche Komplizen Gaddafis Agenten dabei behilflich gewesen sein, in der BRD lebende Exil-Libyer zu ermorden.

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion verloren die linken Terrorgruppen ihren logistischen KGB-Rückhalt und lösten sich rasch auf.

Die neue Generation von islamistischen Terroristen war auf Gaddafis Geld nicht angewiesen.

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