Mit ‘Putin’ getaggte Artikel

Putin, übernehmen Sie!

April 25, 2013

Eine Geschmacklosigkeit der ganz besonderen Art gab es heute in Wien: 40 Menschen folgten einem Facebook-Aufruf der tschetschenischen Gruppe “Pro Tsarnajew” und demonstrierten für Solidarität mit Muslimen im Allgemeinen und den Attentätern von Boston im Speziellen. Auch wurden Vorwürfe erhoben, dass das FBI Beweise gegen die Brüder Tsarnajew gefälscht habe.

(pi.news)

Putin ist ein mieser Mörder.

Für jene 40 ”Menschen” wären seine Methoden jedoch genau das Richtige.

Wenn man solchen Abschaum nicht zurückschickt, wird es bald auch auf alle anderen Tschetschenen zurückfallen, die mit diesem Irrsinn nichts zu tun haben.

Das Ende eines russischen Kriegsgegners

März 24, 2013

Soros bezeichnete seinen ehemaligen Geschäftspartner Beresowski, der gestern im Londoner Exil verstarb, als “Raubtierkapitalisten”.

Fleischfresser, die Vegetarismus predigen, sind mir suspekt. Der antikapitalistische Kapitalist George Soros gehört für mich genau in jene Kategorie.

Beresowski mag (wie Soros) ein Raubtierkapitalist gewesen sein. In Putins Ungnade fiel er jedoch nicht als Raubtierkapitalist, sondern als Gegner der Kriegspolitik seines Präsidenten. Ein Recht, das sich der amerikanische Oligarch Soros bei Bush (so wie alle anderen amerikanischen Gegner des Irak-Kriegs) ganz selbstverständlich herausnehmen durfte.

Dass Beresowski mit seiner Opposition gegen Putin die gemeinsamen Investments ruinierte, konnte der kapitalistische Philantrop dem “Raubtierkapitalisten” nie verzeihen, auch wenn der Krieg gegen Tschetschenien in jeder Hinsicht ungerechter und grausamer war als der Krieg gegen Saddam.

Beim Irak-Krieg wurde immerhin ein mieser Diktator abgesetzt, um ihn (zumindest nach Plan) durch eine demokratische souveräne Regierung zu ersetzen.

Der Tschetschenien-Krieg war hingegen ein reiner Eroberungskrieg, bei dem die demokratische Regierung abgesetzt wurde, um die souveräne Republik wieder ins Russische Imperium einzugliedern.

Zwar hatte Tschetschenien ein Problem mit Dschihadisten, die im ersten Krieg ins Land eingesickert waren und von Tschetschenien aus im gesamten Nordkaukasus ein Kalifat errichten wollten. Die tschetschenische Regierung von Maschadow versuchte jedoch selbst verzweifelt, jene Islamisten zu bekämpfen. Statt die demokratischen Kräfte Tschetscheniens dabei zu unterstützten, führte Putin einen Krieg gegen sie.

Eine ähnliche Taktik will man auch in Syrien anwenden:

Alle demokratischen Kräfte ausschalten, um sich dann als einzige Alternative zu den Islamisten zu präsentieren.

Guter Bulle, böser Bulle

Januar 27, 2013

Moskau/Damaskus – Die russische Regierung sieht die Chancen des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad auf einen Machterhalt schwinden. “Er hätte viel früher handeln müssen und die friedfertige Opposition, die zu Verhandlungen mit ihm bereit war, einladen müssen”, sagte Medwedew weiter.

Medwedew darf also wieder den ”guten Bullen” spielen.

Da in Russland jedoch immer der “böse Bulle” das Sagen hat, werden Assad und die Dschihadisten ihren Krieg fortsetzen können.

Die Gewinner stehen zwar noch nicht fest.

Die Verlierer allerdings schon.

Nämlich die syrische Zivilbevölkerung und Europa, das für noch mehr Asylanten aus der islamischen Welt zuständig sein wird.

Assads Extremisten

Januar 6, 2013

Assad verkündet, was seine Fans in diversen Foren schon längst zu wissen glauben:

Das syrische Volk stehe hinter ihm und bei seinen Gegnern handle es sich ausschließlich um Extremisten.

Seltsam, dass Assad trotzdem sämtliche demokratischen Bestrebungen unterdrückt hatte, obwohl die Mehrheit doch ohnehin hinter ihm gestanden wäre.

Hätte Assad eine demokratische Opposition zugelassen, läge es nicht an irgendwelchen Rebellen, den Kampf gegen die syrische Diktatur zu führen.

Das kennt man jedoch auch von Assads Meister, der erst alle gemäßigten tschetschenischen Politiker ermorden ließ, um sich gegen die übriggebliebenen Extremisten als der große Retter der Nation aufzuspielen.

Litwinenkos Tee und Arafats Unterhose

November 27, 2012

Putins Agenten vergifteten den Tee eines russischen Dissidenten mit Polonium 210.

Polonium 210 wird fast ausschließlich in Russland hergestellt.

Die Konzentration des Poloniums auf Arafats Unterhose war so hoch, dass es wohl ebenfalls nur aus frischer russischer Erzeugung stammen konnte.

Genauso wie der Mord an Litwinenko nicht ohne Putins Befehl ausgeführt worden wäre, hätten auch die Anti-Israel-Aktivisten nie ohne Putins Einverständnis das Polonium für Arafats Unterhose erhalten.

Mit derselben Skrupellosigket, mit der Putin einen Dissidenten ermorden ließ, liefert er einer blöden Welt, die sich über die Liquidierung eines Osama Bin Laden empörte, jedoch nichts dabei fand, dass Putin einen Mann umbringen ließ, der nicht das Geringste mit Terrorismus zu tun hatte, die gefälschten Beweismittel, die sie sich wünscht.

Putin wird von der antiimperialistischen Welt als Held verehrt, auch wenn seine Herrschaft bis auf den imperialen Machtanspruch nichts mehr mit Kommunismus zu tun hat.

Viel eher besteht eine Kontinuität zur zaristischen Geheimpolizei Ochrana, die auch schon für die Verbreitung der “Protokolle der Weisen von Zion” verantwortlich war.

Putin als Unterstützer der “Gemäßigten”?

Oktober 11, 2012

Der “gemäßigte Assad” wird von Putin und seinen antiimperialistischen Fans als einzige Alternative gegen islamische Extremisten präsentiert.

Dabei hatte gerade Putin als FSB-Chef alles getan, um den gemäßigten und im Gegensatz zu Assad demokratisch legitimierten tschetschenischen Präsidenten Maschadov zu schwächen.

Die islamischen Extremisten wurden bei der Destabilisierung Tschetscheniens von Putin tatkräftig unterstützt, da sie ihm den Vorwand lieferten, die Unabhängigkeitsbestrebungen der Tschetschenen durch einen brutalen Angriffskrieg niederzuschlagen.

Demokratie oder Demokratur in Georgien?

Oktober 2, 2012

Wäre Saakaschwili ein Putin, säße Georgiens oppositioneller Oligarch schon längst im Gulag.

Da es sich bei Saakaschwili jedoch um einen Demokraten handelt, konnte Iwanischwili in einer fairen Wahl gegen ihn antreten und gewinnen.

Ob es sich bei Iwanischwili um einen Demokraten oder um einen Putin handelt, wird die Zukunft weisen.

Putins Oppositioneller

September 22, 2012

Oppostion wird innerhalb Putins Reich nicht geduldet, außerhalb wird sie hingegen finanziell gefördert.

Tiflis – Nach dem Skandal um brutale Gefängnis-Foltervideos gerät Präsident Michail Saakaschwili immer stärker in Bedrängnis. Zu einer Großkundgebung in der Stadt Sugdidi im Westen der Kaukasusrepublik mobilisierte die Opposition um den Milliardär Bidsina Iwanischwili Zehntausende Regierungsgegner.

Wäre Saakaschwili ein Putin, säße dieser “Oppositionelle” schon längst im Gulag.

Am Kaukasus treffen Foltervorwürfe nie ins Leere.

Ein Vergleich mit den Zuständen in Tschetschenien zeigt jedoch, wo Staatsterror wirklich systematisch angewandt wird.

Putins Statthalter hat dort seine eigene Bevölkerung so gut dressiert, dass sie mit einer Wahlbeteiligung von 99 % zu 99 % für seinen Herrn gestimmt hat.

Russisch Orthodoxe Pharisäer

August 18, 2012

Menschen, die ihre Religion ernstnahmen und sich aus Gewissensgründen gegen die sowjetische Diktatur stellten, wurden gnadenlos verfolgt.

Als sich das Sowjet-Imperium durch einen polnischen Papst bedroht fühlte, versuchte man ihn kurzerhand ermorden zu lassen.

Putin war als KGB-Offizier Teil jenes repressiven Systems.

Die marxistische Ideologie, die als Rechtfertigung für die Verfolgung von überzeugten Christen als “reaktionäre Klassenfeinde” gedient hatte, wurde zwar mittlerweile entsorgt.

Stattdessen werden jetzt von Putin ausgerechnet “religiöse Gefühle” zur Rechtfertigung weiterer Repressionen gegen Oppositionelle herangezogen.

Eine Kirche, die sich jene Vereinnahmung durch einen KGB-Mann gefallen lässt, hat jedoch nichts mit Christentum zu tun.

Sie erinnert mehr an die Pharisäer, die sich vor Jesus, der im Tempel ihre Macht herausgefordert hatte, von den Römern schützen ließen.

Wer bezahlt COMPACT?

Juli 31, 2012

Kritische Stimmen im eigenen Land werden von Putin mit altbewährten KGB-Methoden zum Schweigen gebracht.

Kritische Stimmen im Ausland sind hingegen hocherwünscht.

Daher betreibt Putin für das kritische westliche Publikum einen eigenen Propaganda-Sender.

Eine bemerkenwerte Wandlung hat ab 2002 der deutsche Kai Homilius-Verlag durchgemacht, der 1994 als harmlose Reiseführer-Serie begonnen hatte.

Bevor man den eigenen Förderer kritisch hinterfragt, beruft man sich lieber auf die eigenen Verschwörungstheorien, wonach der Westen ebenfalls seine Kritiker beseitige:

Rätselhafte Todesfälle politisch Unliebsamer gibt es hüben (Politkowskaya) wie drüben (Möllemann, Barschel)

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2011/12/12/elsasser-im-ersten-russischen-fernsehen-2/


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