Posts Tagged ‘RAF’

Wem nützt Zschäpes Schweigen?

Juli 22, 2014

Auf Pflichtverteidiger waren die RAF-Terroristen nicht angewiesen.

Die RAF zu verteidigen, war für die jungen linken Star-Anwälte eine prestigeträchtige Angelegenheit.

Die Anwälte identifizierten sich mit den Zielen der RAF, weswegen ein Teil selbst zu Terroristen wurde.

Die Schlaueren wählten den “Marsch durch die Institutionen” und waren dabei höchst erfolgreich.

Es ist daher kein Wunder, dass sich Zschäpes Pflichtverteidiger bei ihrer Strategie an den berühmten RAF-Star-Anwälten orientierten.

Für Zschäpe ist die Schweige-Strategie jedoch völlig untauglich.

Bei den RAF-Prozessen stand die Mitgliedschaft der Täter außer Frage. Es  ging es nicht darum, die einzelnen Angeklagten, sondern die gesamte RAF-Organisation zu verteidigen. Zahlreiche noch nicht inhaftierte Mitglieder konnten dadurch geschützt werden.

Zschäpes Verteidiger müssen das Gericht hingegen davon überzeugen, dass es gar keine NSU-Organisation gab, sondern nur die Uwes.

Zschäpe belastet sich durch ihr Schweigen selbst und schützt eine Organisation, die es wohl nie wirklich gab.

Ströbeles Klientel

Mai 3, 2014

Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele hat den Umgang der Bundesregierung mit dem früheren NSA-Computerfachmann Edward Snowden scharf kritisiert. Das von der Regierung in Auftrag gegebene Rechtsgutachten gegen eine Befragung Snowdens in Deutschland sei “ein Stück aus dem Tollhaus”, sagte er im ZDF. “Jetzt will man die Aufklärer kriminalisieren.”

(Zeit)

Ströbele hatte schon als RAF-Anwalt versucht, den Deutschen einzureden, dass es sich bei den RAF-Terroristen nicht um Kriminelle, sondern um politische Gefangene handle.

Die RAF-Verbrecher standen jedoch nicht wegen ihren politischen Ansichten vor Gericht, sondern weil sie im Namen ihrer politischen Ansichten gewöhnliche Verbrechen verübt hatten.

Heute will Ströbele einen nach Russland übergelaufenen amerikanischen Geheimdienstler als “Aufklärer” verkaufen.

Snowden wird von den USA nicht wegen seines politischen Engagements verfolgt, sondern weil er besonders sensible Daten vom Nachrichtendienst gestohlen und zur Konkurrenz gebracht hat, was in jedem anderen Land der Welt ebenfalls zu Strafverfolgung führen würde (vielleicht abgesehen von Ländern wie Österreich, die sich die Landesverteidigung ohnehin von anderen abnehmen lassen).

Wie Russland mit einem Fall Snowden umgegangen wäre, kann man sich angesichts des Schicksals von Litwinenko leicht ausmalen.

 

Unehrenhafter NSU-Terror

Mai 18, 2013

Niemand fragt, ob die Terroristen nicht irgendwelche furchtbaren Kränkungen durch ihre Opfer erlitten hätten.

Niemand weist daraufhin, dass man die tausenden “friedlichen” Gesinnungsgenossen, die noch niemanden ermordet hätten, jetzt keinesfalls unter Generalverdacht stellen dürfe.

Es melden sich auch keine um den Linksstaat Rechtsstaat besorgten Anwälte, welche die “politischen Gefangenen” gegen die grausame Staatsmacht vertreten wollen, um damit den Grundstein für ihre eigenen blendenden politischen Karrieren zu legen.

Und es wird sich wohl kaum ein Nobelpreisträger finden, der den “Verlust der Ehre” einer Terroristenkomplizin literarisch aufarbeiten möchte.

Das Einzige, was gleich bleibt:

Man versucht, diejenigen, deren mühselige Aufgabe es ist, die Extremisten zu überwachen, für die Taten verantwortlich zu machen.

Der Verfassungsschutz ist darauf angewiesen, mit Leuten aus dem Extremistenmilieu unfeine Deals (z.B. Hafterleichterungen) auszuhandeln, um an Informationen heranzukommen.

Dass der Verfassungsschutz im Rahmen einer “Strategie der Spannung” die Extremisten bewusst fördern würde, gehört zu den alten Mythen, wonach die armen Linken Opfer einer rechten Nato-Geheimdienst-Verschwörung wären.

Einer der Erfinder des “Strategie der Spannung”-Mythos erhielt übrigens ebenfalls den Literaturnobelpreis.

Der gute alte Befangenheitsantrag

Mai 7, 2013

Die NSU-Anwälte eröffenen das Verfahren in klassischer RAF-Anwaltsmanier mit einem Befangenheitsantrag.

Im Verlauf des Verfahrens stellte die Verteidigung zahlreiche Befangenheitsanträge, nach dem 85. Antrag wurde im Januar 1977 der Vorsitzende Richter von der Prozessführung entbunden

(Deutsche Geschichten)

Schily & Co. waren nicht nur mit ihren Anträgen, sondern auch bei ihrem anschließenden Marsch durch die Institutionen höchst erfolgreich.

Einige RAF-Anwälte wurden zwar selbst zu Terroristen (Mahler, Croissant, Haag).

Die Schlaueren wurden Politiker bei den Grünen, wo sie auf völlig legale Weise ebenfalls viel linksradikalen Schaden anrichten konnten.

Zschäpes linker Fürsprecher

Mai 5, 2013

Zufällig heute im österreichischen “Standard” gelesen: Zum ersten Mal muss sich ein deutsches Gericht mit den mutmaßlichen Morden einer rechtsextremen Terrorzelle befassen. Als deren Kopf gilt Beate Zschäpe (38).

(pi.news)

Obwohl es keine Hinweise auf eine Beteiligung Beate Zschäpes bei den Morden der Uwes gibt, erklären die Medien das Mörder-Liebchen zum Kopf einer Terrororganisation.

Wie würden die Medien wohl berichten, wenn es sich bei Frau Zschäpe um das Liebchen eines linksradikalen Mörders gehandelt hätte?

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Der “Schwarze Peter” des roten Terrors

März 13, 2013

Die meisten 68er, die sich mit der Geschichte des linken Terrors auseinandersetzen, versuchen den Schwarzen Peter für den roten Terror einem gewissen Peter Urbach zuzuschieben.

Peter Urbach hatte für den Verfassungschutz gespitzelt und wesentlich zur Verhaftung von Andreas Baader beigetragen. 1971 hatte er als Kronzeuge in einem Prozess gegen Horst Mahler ausgesagt.

Wenn man den Wikipedia-Beitrag zu Peter Urbach liest, könnte man meinen, es habe sich um den Hauptverantwortlichen für den deutschen Terror gehandelt. Als Kronzeuge gegen Peter Urbach, der die 68er mit Waffen, Molotow-Cocktails und Bomben versorgt haben soll, wird stets der Terrorist Bommi Baumann von der “Bewegung 2. Juni” zitiert.

Tatsache ist allerdings, dass zum Zeitpunkt als der rote Terror der “Bewegung 2. Juni” und der RAF losging, Peter Urbachs “Agenten-Tätigkeit” durch den Prozess und zahlreiche Artikel im Spiegel längst hinlänglich bekannt war.

Dass Urbach ein “Agent” des Verfassungsschutz war, hatte die roten Terroristen jedoch nicht davon abgehalten, mit ihrem Werk zu beginnen.

Was die Terroristen der “Bewegung 2. Juni” hingegen zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wissen konnten, war, dass der am 2. Juni ermordete Märtyrer der 68er-Bewegung von einem Stasi-Agenten umgebracht worden war.

Ebenso waren sie sich damals wahrscheinlich nicht im Klaren, dass es sich auch bei Horst Mahler um einen Stasi-Agenten und bei Giangiacomo Feltrinelli, in dessen INFI-Institut sie die Terror-Theorie gelernt hatten, und Wadi Haddad, in dessen Ausbildungslagern ihnen das Terror-Handwerk beigebracht worden war, um KGB-Agenten handelte.

Ein “Stasi-Agent”, zumindest nach den Maßstäben, nach denen man den Informanten Peter Urbach zum “Agenten” erklärt, war übrigens auch Bommi Baumann, welcher der Stasi nachweislich umfassende Informationen über seine Terrorgenossen geliefert hatte.

Ob sich die roten Terroristen bei Kenntnis der Stasi- und KGB-Verwicklungen ihrer Anführer trotzdem zu ihrem Tun motivieren hätten lassen, sei dahingestellt.

Zumindest wäre es dann wohl nicht so leicht gewesen, “Solidarität” bei weiten Teilen der “friedlichen 68er” zu erhalten, ohne welche der rote Terror wohl nur ein sehr kurzlebiges Phänomen geblieben wäre

Der letzte RAF-Prozess

Juli 6, 2012

Das Gesetz des Schweigens ist für die RAF selbst Jahre nach ihrer Auflösung oberstes Gebot.

Dass Verena Becker jenes Gebot nach ihrer zweiten Verhaftung gebrochen hatte, machte sie nach dem Gesetz der RAF zur Verbrecherin.

Ausgerechnet ein Opfer der RAF sorgte nun dafür, dass die Verräterin mit einem echten Prozess bestraft wurde.

Dieser Prozess wurde von den (im Sinne der RAF) gesetzestreuen Mitgliedern dazu genutzt, die NSDAP-Mitgliedschaft des ermordeten Generalbundesanwaltes noch einmal hervorzukramen und die eigene Verweigerungshaltung hämisch und stolz ein weiteres Mal vor Gericht zu präsentieren.

Obwohl es bereits ein abgeschlossenes Gerichtsverfahren gab, jedoch keine konkreten neuen Beweismittel vorlagen, bekam Bubacks Sohn den gewünschten Prozess gegen Becker.

Angesichts eines solchen Umgangs mit Grundprinzipien der Justiz, würde sich der ermordete Generalbundesanwalt wohl im Grabe umdrehen.

…selbst wenn das Opfer, das man durch den Prozess entschädigen wollte, sein eigener geliebter Sohn war.

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Verrätern wird der Prozess gemacht

Mai 14, 2012

Das Gesetz des Schweigens ist für die RAF selbst Jahre nach ihrer Auflösung oberstes Gebot.

Dass Verena Becker jenes Gebot nach ihrer zweiten Verhaftung gebrochen hatte, machte sie nach dem Gesetz der RAF zur Verbrecherin.

Ausgerechnet ein Opfer der RAF sorgte nun dafür, dass die Verräterin mit einem echten Prozess bestraft wurde.

Dieser Prozess wurde von den (im Sinne der RAF) gesetzestreuen Mitgliedern dazu genutzt, die NSDAP-Mitgliedschaft des ermordeten Generalbundesanwaltes noch einmal hervorzukramen und die eigene Verweigerungshaltung hämisch und stolz ein weiteres Mal vor Gericht zu präsentieren.

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Opfer und Täter in trauter Zweisamkeit

Mai 4, 2012

Bubacks Vater wurde nicht Opfer eines Einzeltäters, sondern einer wahnwitzigen Organisation, deren Mitglieder bis zum heutigen Tag keine Reue (zu der es gehören würde, die näheren Umstände ihrer Verbrechen aufzuklären) gezeigt haben.

Im  Becker-Prozess wurde vom RAF-Terroristen Stefan Wisniewski auch die längst bekannte NSDAP-Mitgliedschaft des ermordeten Generalbundesanwaltes noch einmal hervorgekramt.

Trotzdem hat Bubacks Sohn mit den Tätern seinen Frieden geschlossen:

Buback und der RAF-Terrorist Bommi Baumann in trauter Zweisamkeit

(ab 6:25)

Warum will Buback ausgerechnet jene Terroristin, die später mit dem Verfassungsschutz kooperiert haben dürfte und von den anderen Mitgliedern der Organisation, die seinen Vater ermorden ließ, daher als Verräterin angesehen wird, als Schuldige sehen?

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Klar verweigert Aufklärung

September 18, 2011

Verena Becker duerfte im Gegensatz zu den anderen (bis heute uneinsichtigen) RAF-Terroristen spaeter mit dem Verfassunsgsschutz kooperiert haben.

Genau deswegen wurden von ihren ehemaligen Genossen wohl auch Geruechte gestreut, welche die Verraeterin belasten sollten.

Klar verweigert Christian Klar nun die Aussage:

http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article2028895/Klar-verweigert-die-Aussage.html

Geruechte zu verbreiten, ist die eine Sache.

Wegen Falschaussage eine weitere Haftstrafe zu riskieren, eine andere.

Warum Bubacks Sohn so wild darauf ist, ausgerechnet Verena Becker bzw. den Verfassungsschutz als Schuldige zu sehen?

http://blog.zdf.de/3sat.Kulturtube/2011/06/08/buback-bloggt/

Wenn ein geliebter Mensch an einer schrecklichen Krankheit stirbt, ist es fuer manche Angehoerige leichter, den Aerzten die Schuld zu geben und nicht der Krankheit.

Dabei war Bubacks Vater selbst ein Arzt, der gegen die Krankheit Terrorismus gekaempft hatte.

Er wurde dabei nicht Opfer eines Einzeltaeters, sondern einer wahnwitzigen Organisation, deren Mitglieder bis zum heutigen Tag keine Reue (zu der es gehoeren wuerde, die naeheren Umstaende ihrer Verbrechen aufzuklaeren) gezeigt haben.

Bubacks Wut richtet sich leider nicht gegen diese Organisation, sondern gegen jene, die sie wie sein Vater bekaempft hatten.


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