Posts Tagged ‘SPÖ’

Türkische Wechselwähler

August 12, 2014

Bei den türkischen Wahlen wird der Islamist “Islamisch-Konservative” Erdogan gewählt:

Recep Tayyip Erdogan hat am Sonntag die Wahl zum türkischen Präsidenten für sich entschieden. In Wien erhielt er 81,4 Prozent der insgesamt 6.179 gültigen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag österreichweit aber nur bei neun Prozent.

(ORF)

Bei den österreichischen Wahlen wählen die konservativen Türken auf einmal “progressiv”:

Die fortschrittliche SPÖ ist nun einmal die Partei, mit der die islamische Unterwanderung am besten voranschreiten kann.

Die niedrige Wahlbeteiligung lässt sich vielleicht damit erklären, dass viele der in Österreich wahlberechtigten Türken illegal beide Staatsbürgerschaften besitzen:

Doppel-Staatsbürgerschaften sind in Österreich in der Regel nicht erlaubt. Dennoch machen zehntausende Türken von der illegalen Möglichkeit Gebrauch, sich nach der Bewilligung der österreichischen Staatsbürgerschaft die türkische zurückzuholen.

(Presse)

…was dann doch einige davon abgeschreckt haben dürfte, sowohl SPÖ als auch AKP zu wählen.

Gewinne verstaatlichen, Verluste privatisieren

Dezember 9, 2012

“Wir zahlen nicht für eure Krise”

…lautete der entrüstete Kampfschrei der angeblichen Antikapitalisten.

Denn ohne die “Krise der Finanzspekulanten” hätte man den aufgeblähten Verwaltungsapparat, den ausufernden Sozialstaat, das marode Pensionssystem und natürlich auch unser bankrottes Zwangsgebühren-Bildungs-Fernsehen locker weiter bezahlen können.

Womit?

Erhoffte Spekulationsgewinne auf den Finanzmärkten.

“Die Gewinne sind privat, die Verluste werden verstaatlicht”

…lautete bei der Bankenrettung der bittere Vorwurf der sozialistischen Antikapitalisten.

Bei den eigenen Spekulationsverlusten schiebt man die Schuld einfach einer Privatperson zu:

http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=50210

Zivi Darabos

Mai 20, 2012

Während man als ehemaliger Zivildiener in Österreich nicht zur Polizei darf, braucht man für das Amt des Verteidigungsministers keine militärischen Grundkenntnisse.

Schließlich ist Österreich neutral.

Das hindert den Zivildiener Darabos jedoch nicht daran, den israelischen Außenminister zu attackieren und die Bedrohung durch den Iran zu verharmlosen:

Der Iran ist nicht so weit, diese Bombe bauen zu können. Israels Drohungen sind deshalb entbehrlich.

Ich sehe Verbesserungspotenzial in der Siedlerpolitik. Zudem stellt Israel offenbar Außenfeinde wie den Iran oder auch die Palästinenser in den Vordergrund, um von inneren sozialen Problemen abzulenken. Und wenn Sie mich so offen fragen: Ein Herr Lieberman ist für mich als Mitglied der israelische Regierung unerträglich.

(Die Presse)

Darabos ist als Verteidigungsminister eine Lachnummer.

Um sich trotzdem profilieren zu können, muss er den Schwachsinn, der von den Außenpolitik-Ressorts der österreichischen Leitmedien verbreitet wird, nachplappern.

Darabos beweist mit seinen Äußerungen, dass er von Außenpolitik sogar noch weniger versteht als von seinem eigenen Militär-Ressort.

Wiener Solidarität mit toten Juden

April 19, 2012

Wien – Nach jahrelangen Debatten ist es nun fix: Der Dr.-Karl-Lueger-Ring in Wien wird umbenannt. Der betreffende Abschnitt der Ringstraße, an dem unter anderem die Universität und das Burgtheater liegen, wird künftig “Universitätsring” heißen. Wirksam wird die Namensänderung mit dem Beschluss im zuständigen Gemeinderatsausschuss, der noch vor dem Sommer erfolgen soll, sagte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ).

Gegen die längst toten Antisemiten des bürgerlichen Lagers geht man nun mit aller Schärfe vor.

Die quicklebendigen Judenfeinde in den eigenen Reihen werden hingegen geschont.

Udos Spielkameraden

März 12, 2010

Was stellte sich der ehemalige Napola-Schüler Udo Proksch unter “Freimaurerei” vor?

Ein teuflisch geniales Spiel nach eigenen Regeln und voller dunkler, geheimer Machenschaften –  eben das, was dem kleinen Udo in seiner Schule oder auch von seinen Nazi-Eltern über Juden und Freimaurer so beigebracht worden war.

Dieses Spiel wollte der große Udo dann selber spielen.

Spielkameraden konnte er speziell unter den SPÖ-Emporkömmlingen, Künstlern und sonstigen Wichtigtuern, die eine ähnliche Sozialisation wie der kleine Udo durchgemacht hatten, genug finden.

Den immer zahlreicheren Spielkameraden gefiel Udos Spiel, obwohl es sich zunächst außer durch den besonders unterhaltsamen Spiel-Leiter nicht von den gewöhnlichen Seilschaften in politischen Parteien, Kartellverband, Tennis-Club oder Stammtisch unterschied.

Als das Spiel außer Kontrolle geriet, glaubten die kleinen Spielkameraden trotz ganz offensichtlicher Fakten bereitwillig an die vom ihrem Spiel-Großmeister präsentierten Verschwörungstheorien. Wer wie der damalige Außenminister Leopold Gratz selber nicht davor zurückschreckte, gefälschte Schiffspapiere vom rumänischen Geheimdienst zu besorgen, um seinen Freund zu decken, traute den “echten Freimaurern” natürlich erst recht alles zu.

Selbst Bundeskanzler Kreisky erklärte verdutzten Journalisten, dass die Lucona “vom Mossad versenkt” worden sei.

Wäre da nicht ein unsympathischer Spielverderber gewesen, wäre Udo Proksch mt dem wohl größten Verbrechen der österreichischen Nachkriegsgeschichte dank seiner Freunde aus Politik, Justiz und Österreichs größter Tageszeitung  beinahe durchgekommen.

Robert Dornhelm, selbst auch ein alter Spielkamerad, setzte Udo Proksch nun ein filmisches Denkmal:

Was haben Udos alte Spielkameraden wie Robert Dornhelm aus der Geschichte gelernt?

KURIER: Sie kannten Proksch persönlich?
Robert Dornhelm : 28 war ich damals. Das war vor der Lucona. Wien war verstaubt. Und Proksch war locker. Offen. Direkt. Charmant. Das hat imponiert. Ich verstehe, dass er verführen konnte. Als Figur für einen Film war er perfekt. Als Busenfreund – ich weiß nicht.

Der Mord an 6 Matrosen mache den charmanten Verführer zu keinem “Killer”:

KURIER: 30 Jahre später haben Sie einen Dokumentarfilm gedreht. Ein Porträt in Mosaiksteinchen, ein Sittenbild der Zeit. Und der damalige Lucona-Staatsanwalt ist heute der Einzige, der Udo Proksch für einen Killer hält. Ihre persönliche Meinung kommt nicht vor. Wie sieht die aus?
Robert Dornhelm: Einen geplanten direkten Mord traue ich ihm nach wie vor nicht zu.

“Ungewollt” hat Robert Dornhelm dann doch eine “Grauslichkeit” des alten Spielkameraden entdeckt:

KURIER: Aber Sie haben eine Entdeckung gemacht, die Ihr Bild wohl verändert hat …
Robert Dornhelm: Ich wollte so eine Grauslichkeit nicht entdecken. Ich bin kein Detektiv. Prokschs Ehefrau Daphne Wagner hat im Interview von einer Schachtel mit Fotos erzählt. Fotos, die Proksch von seinen Club-45-Gästen heimlich gemacht hat. Das ist nicht nett. Ich wusste, dass er wahnsinnig war mit erotischen Fotos. Aber solche Fotos in der Absicht zu machen, mit ihnen später seine Freunde zu erpressen … Daphne Wagner hat, als sie die Schachtel gefunden hat, alles verbrannt.

Trotzdem fehlen Robert Dornhelm “schillernde Figuren” wie Udo Proksch:

KURIER: Von der Lucona einmal abgesehen: Fehlt heute so eine Figur?
Robert Dornhelm: Es fehlen schillernde Typen, die Normen negieren. Das könnte uns nämlich im Positiven beeinflussen und etwa Doppelmoral aufbrechen. Wie weit kann ein Mann gehen? Das hat Proksch ausgereizt. Schon klar, es ging um seinen eigenen Vorteil. Aber an dieser Einstellung hat sich heute nichts geändert. Alle denken an ihren Vorteil. Jetzt wird das nur eleganter verpackt.


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