Posts Tagged ‘Ustica’

Der Opferausbeuter braucht keine Beweise

September 22, 2014

Berlin – Zwei Monate nach dem Absturz des Fluges MH17 planen die Familien der deutschen Opfer, vor Gericht zu ziehen. Die Hinterbliebenen wollen den ukrainischen Staat in den kommenden zwei Wochen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verklagen, sagte der Rechtsanwalt und Professor für Luftfahrtrecht, Elmar Giemulla, in der “Bild am Sonntag”. Als Vertreter von drei der vier deutschen Opferfamilien wolle er außerdem Schmerzensgeldforderungen von je mindestens einer Million Euro stellen.

(Spiegel)

Für eine Klage gegen Russland “fehlen noch die Beweise”, bei der Ukraine braucht der feine “Opfer-Anwalt” keine, da sie für ihren Luftraum verantwortlich sei und sich daher auf jeden Fall der “Unterlassung” schuldig gemacht habe.

Nach derselben Logik müsste man den Staat auch verklagen können, wenn ein Raser auf der Autobahn einen Unfall verursacht hat, da der Staat die Kontrolle über die Autobahnen hat (wenn nicht müsste er sie sofort zusperren).

(more…)

MH17 absichtlich abgeschossen?

September 21, 2014

Versehentliche Abschüsse von Passagiermaschinen sind immer wieder vorgekommen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Korean-Air-Lines-Flug_007

http://de.wikipedia.org/wiki/Iran-Air-Flug_655

Im Gegensatz zu den Russen stritten die Amerikaner ihre Tat nicht feige ab.

Absichtliche Abschüsse hätte sich jedoch nicht einmal ein Gaddafi leisten können, da es klar gewesen wäre, dass seine Piloten wohl kaum ohne seinen Befehl gehandelt hätten.

Deswegen war selbst ein Gaddafi auf eingeschmuggelte Bomben angewiesen, wenn er ein Flugzeug abstürzen lassen wollte.

Putin ist wohl ein ziemlich ausgekochter Typ – trotzdem würde ihm niemand zutrauen, absichtlich eine Passagiermaschine abgeschossen zu haben.

Den biederen Ukrainern und ihren biederen Verbündeten wie Mutti-Merkel oder Peace-Obama traut man es hingegen zu.

In fast allen Bereichen war der Ostblock der freien Welt unterlegen.

Bei der Desinformation konnte man jedoch stets große Erfolge feiern.

So konnte die Verantwortung für die Spannung, die durch linke Terrororganisationen in der freien Welt geschürt wurde, erfolgreich dem Westen zugeschoben werden.

Die Ermordung eines amerikanischen Präsidenten durch einen Kommunisten konnte mit Hilfe eines nützlichen Idioten aus Hollywood ebenfalls zu einem rechten Komplott umgedeutet werden.

Die Desinformation hat den Untergang des Kommunismus unbeschadet überstanden.

Die vielen 9/11-Truther zeigen, dass das Urteilsvermögen der freien Welt sogar weiter erodiert.

Ohne Putins Dementi

August 4, 2014

Vielleicht ist das auch kein Wunder, den – ohne jedes Dementi – verdichten sich die Hinweise auf die gleichzeitig mit MH 17 in der Luft befindliche Maschine mit dem russischen Präsidenten Putin an Bord. Sie flog demnach dreißig Minuten hinter der malaysischen Unglücksmaschine und war verspätet.

(Willy Wimmer – Compact)

Dass Putin zu jener Zeit in jener Gegend mit dem Flugzeug unterwegs gewesen wäre, wird nicht einmal von Putin selbst behauptet.

Es stört ihn allerdings auch nicht, wenn seine Propagandisten die Geschichte trotzdem weiterverbreiten.

Auch Gaddafi hatte nach dem Absturz von Ustica nie behauptet, das eigentliche Ziel eines Nato-Angriffes gewesen zu sein.

Trotzdem gilt jene abstruse Geschichte, die von seinen italienischen Öl-Kunden in die Welt gesetzt wurde, heute als gerichtlich abgesegnete Wahrheit.

Wenn es um die Verbreitung eines Ustica-Szenarios geht, darf natürlich auch Rammstein mit seinen “Parabeln” nicht fehlen:

Wer jemals mit Flugunfalluntersuchungen – auch wie im Fall der schrecklichen Katastrophe auf dem US-Stützpunkt Ramstein – befasst gewesen ist, der kann doch nur auf die dabei grundlegenden mathematischen Berechnungen im Sinne von dargestellten Parabeln verweisen. Danach gibt es nicht nur mathematische Gesetzmäßigkeiten für Flugzeuge in zehn Kilometer Höhe, die durch einen Vorfall in ein Unglück gestürzt werden. Wenn man diese Gesetzmäßigkeiten, die vom Charakter her allgemeingültig sind, hier zugrundelegt, dann liegt die Entfernung zwischen dem Absturzort und dem Punkt in zehn Kilometer Höhe, wo sich das Unglück für die Maschine MH17 eingestellt hatte, vom Absturzort fast 100 km westwärts. Alleine schon dieser für eine westliche Regierung zu normalen Zeiten zwingende Darstellung hätte das Gebäude der Schuldzuweisung, auch an den russischen Präsidenten Putin, erst gar nicht entstehen lassen. Solange es niemanden gibt, der diese für jeden Unfall in großer Höhe anzunehmende mathematische Gesetzmäßigkeit in dem vorliegenden Fall begründet außer Kraft setzt, muss nach der Plausibilität vorgegangen werden.

Putin als Opfer?

Juli 19, 2014

In Moskau verbreitete am Freitag das staatlich kontrollierte Fernsehen die These, das Flugzeug des russischen Präsidenten Wladimir Putin könnte das eigentliche Ziel der abgefeuerten Rakete gewesen sein. Tatsächlich war die Präsidentenmaschine zur gleichen Zeit auf dem Heimflug aus Lateinamerika.

(Kronen Zeitung)

Nach dem Absturz eines italienischen Flugzeugs war es Gaddafis italienischen Geschäftsfreunden gelungen, den Täter zum Opfer zu erklären:

Dennoch gelang es Untersuchungsrichter Rosario Priore in jahrelanger Puzzlearbeit, das Szenario von Ustica zu rekonstruieren. Seine These: Nato-Jäger waren an jenem Abend unterwegs, um ein Flugzeug mit Libyens Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi abzuschießen. Der aber entkam; stattdessen wurde die Itavia-Maschine vor Ustica von der Rakete getroffen.

(taz)

Allerdings wurde die italienische DC9 erst nach Jahren gefunden – genug Zeit, um Legenden zu stricken, deren Gegenteil – bei umgekehrter Beweislast der perversen italienischen Justiz – nicht mehr bewiesen werden konnte.

Putin wird mit dieser Geschichte nicht so leicht durchkommen.

Zu eindeutig sind die Fakten, die auf dem Tisch liegen.

Dass er mit dem Flugzeug zu jener Zeit in jener Gegend unterwegs gewesen wäre, wird ja nicht einmal von ihm selbst behauptet (allerdings 1980 auch nicht von Gaddafi).

 

Ustica-Szenario für Flug MH370

Mai 20, 2014

Unter dem Titel “Flight MH370 – The Mystery” stellt der US-Autor Nigel Cawthorne nach einem Bericht der “Daily Mail” die Behauptung auf, die Maschine sei bei einem gemeinsamen Trainingsmanöver der amerikanischen und thailändischen Armee über dem südchinesischen Meer aus Versehen abgeschossen worden.

(Focus)

Der Autor greift das Ustica-Szenario auf.

Auch bei Ustica gab es keine Beweise für einen Abschuss durch wen auch immer.

Allerdings war der mit dem Fall betraute Richter fest von der Theorie eines Luftkampfes überzeugt und ordnete sämtliche Fakten seiner faszinierenden Theorie unter.

Als das Wrack schließlich geborgen wurde, konnte von einem internationalen Sachverständigen-Team kein Hinweis auf einen Abschuss festgestellt werden. Stattdessen wurde eine Bombe als wahrscheinlichste Ursache angesehen.

Richter Priore glaubte jedoch trotzdem weiter an seine Theorie und feuerte seine Sachverständigen, um sie mit Sachverständigen zu ersetzen, die willig waren, seine These zu stützen.

(more…)

Ausbeutung der Opferangehörigen

März 25, 2014

Absturztheorie erzürnt Opferangehörige

Die Nachricht der malaysischen Regierung, das vermisste Passagierflugzeug der Malaysia Airlines sei in den Indischen Ozean gestürzt, hat bei den Angehörigen Entsetzen und Wut ausgelöst. In einer Stellungnahmen bezeichneten die Familien die Regierung in Kuala Lumpur als „Mörder“ und warfen ihr vor, „die Wahrheit zu verschleiern, verheimlichen und vertuschen“. Bei einem Protestmarsch auf die malaysische Botschaft in Peking entlud sich am Dienstag die aufgestaute Wut.

(ORF)

Die Angehörigen verbrachten zwei Wochen in quälender Ungewissheit.

Nun wurde ihr Hoffen durch eine böse Nachricht beendet.

Es ist menschlich, nicht auf diejenigen wütend zu sein, die einem falsche Hoffnungen gemacht haben, sondern auf diejenigen, die sie zerstört haben.

Die kollektive Trauer und Wut macht Opferangehörige anfällig für Manipulationen.

Eine Verschwörung gegen die geliebten Angehörigen aufzudecken, ist befriedigender, als sich mit einem tragischen Unfall abzufinden.

Eine besonders starke Tradition hat die Instrumentalisierung von Opferangehörigen in Italien.

Bei der gerichtlichen Aufarbeitung des Ustica-Falles spielte der Angehörigen-Verband eine entscheidende Rolle.

Obwohl nach jahrzehntelangen Strafprozessen festgestellt worden war, dass es für die Raketentheorie keine Beweise gebe, gelang es den Opferangehörigen beim Zivilgericht ihre Ansicht durchzusetzen.

In der Regel?

März 16, 2014

So erhellend die Erkenntnisse der beiden letzten Tage sind, eine der großen Fragen in Bezug auf das Verschwinden von Flug MH370 wurde auch bei der Pressekonferenz am Sonntag nicht erörtert: Warum nämlich die Boeing 777-200 nach Abbruch des Funkkontakts umkehren, malaysisches Gebiet überfliegen und dabei vom Radar des Militärs erfasst werden konnte – und trotzdem nichts geschah.

Die gängige Reaktion nämlich auf das Eindringen eines nicht identifizierten Flugzeugs, wie es Flug MH370 nach Abschalten des Transponders und des ACARS war, ist massiv: In der Regel steigen binnen Minuten Kampfjets auf, um den Eindringling abzufangen.

(Spiegel)

Solche Ereignisse sind nun einmal nicht die Regel.

Selbst das Pentagon konnte trotz höchster Alarmbereitschaft nicht geschützt werden.

Dem Militär ein Fehlverhalten vorzuwerfen, ist natürlich immer das Leichteste.

Inkompetente Journalisten werden dann auf einmal zu großen Experten für Radar und Kampfjets.

Bleibt zu hoffen, dass Malaysias Luftwaffe nicht dasselbe Schicksal wie Italiens “Aeronautica Militare” erleidet.

Jahrzehntelang prozessierte Italiens Justiz gegen die Generäle der italienischen Luftwaffe, denen man vorwarf, einen angeblichen Nato-Luftkrieg verschleiert zu haben, der zum Absturz einer italienischen Passagier-Maschine über der Mittelmeerinsel Ustica geführt haben solle.

Faszinierende Theorien

März 12, 2014

Die Suche nach dem seit Samstag spurlos verschwundenen Malaysia-Airlines-Passagierflugzeug konzentriert sich jetzt auf eine Meeresregion Hunderte Kilometer von der letzten bekannten Position entfernt – ein Zeichen, dass es weiterhin keine Hinweise auf das Schicksal des Jets mit 239 Menschen an Bord gibt, im Gegenteil: Malaysia dementierte am Mittwoch auch bisherige Angaben dazu.

Dazu fällt mir eine faszinierende Theorie ein (für die es im Moment keinerlei Belege gibt):

Das Flugzeug könnte von einer Rakete der eigenen Luftwaffe abgeschossen worden sein.

Meine faszinierende (aber recht unwahrscheinliche) Raketen-Theorie könnte nach aktuellem Wissensstand wenigstens noch theoretisch stimmen.

Wenn für die Theorie jedoch keine handfesten Hinweise auftauchen, wäre es wohl angebracht, auch nach anderen (weniger faszinierenden) Szenarien zu suchen, für die man dann vielleicht doch Hinweise finden könnte.

Sobald man einer faszinierenden Theorie verfallen ist, neigt man leider dazu, sämtliche Fakten der eigenen Ansicht unterzuordnen.

In Italien widmete sich die Justiz über 30 Jahre lang solch einer faszinierenden (aber unbeweisbaren) Theorie.

Im Falle von Ustica ignorierte der Richter das Gutachten eines internationalen Sachverständigen-Teams, das von ihm selbst beauftragt worden war, um die Ursache des Absturzes zu klären:

Dass für den Luftkampf auch nach jahrzehntelangen Prozessen keine Hinweise gefunden werden konnten, wurde mit einer riesigen Verschwörung, durch welche alle Beweismittel vernichtet worden seien, erklärt.

Ustica – Neues Urteil ohne neue Beweise

Januar 28, 2013

Die italienischen Justizbehörden sind nach mehrjährigen Ermittlungen zum Schluss gekommen, dass der mysteriöse Flugzeugabsturz einer DC-9-Maschine, die am 27. Juni 1980 von Mailand Richtung Palermo geflogen war, von einer Rakete verursacht wurde. Die Maschine wurde im Mittelmeer unweit der Insel Ustica abgeschossen.

Das Kassationsgericht in Rom hat daher heute beschlossen, dass der italienische Staat die Familienangehörigen der Opfer entschädigen muss, weil er nicht mit ausreichenden Zivil- und Militärkontrollen die Sicherheit des Flugraums garantiert hatte.

Das Zivilgericht von Palermo hat einfach das alte Urteil des Strafrichters Priore recycled, obwohl sein Urteil vom Obersten Strafgerichtshof aus Mangel an Beweisen aufgehoben worden war.

Nun wurde das neue Urteil vom Obersten Zivilgerichtshof bestätigt, obwohl seit dem Urteil des Obersten Strafgerichtshof kein einziger neuer Beweis aufgetaucht ist.

Der Strafrichter Priore, der gegen Offiziere der Aeronautica Militare einen Prozeß geführt hatte, beauftragte ursprünglich ein internationales Sachverständigenteam mit der Untersuchung der Absturzursache.

Als seine Sachverständigen zu dem Schluss kamen, es habe sich um eine Bombe gehandelt, wurden sie von Priore kurzerhand gefeuert. Stattdessen wurde ein italienisches Team eingesetzt, welches seine Ansichten über einen angeblichen Luftkampf teilte. Sie führten Experimente durch, die beweisen sollten, dass es sich nicht um eine Bombe gehandelt haben konnte.

Aus eigener beruflichen Erfahrung weiß ich, dass wenn der Auftraggeber ein Gutachten in einer bestimmten Richtung haben will, er es vom Auftragnehmer auch so bekommt.

Da es sich laut Gutachten seiner Sachverständigen nicht um eine Bombe gehandelt hatte, konnte es sich für den Richter nur um einen Luftkampf gehandelt haben.

Dies brauchte man praktischerweise nicht in Experimenten zu beweisen, da nachdem die Bombe ausgeschlossen worden war, nach Priores Logik nur noch jene Möglichkeit übrig blieb (auch wenn sich seine neuen Sachverständigen nicht einmal darüber einig waren, ob die Absturzursache ein Raketentreffer oder ein Fast-Zusammenprall mit einem Kampfjet war).

Der Richter Priore wollte Gaddafi übringens nicht nur für Ustica die Absolution erteilen, sondern auch für Lockerbie.

Diese absurde Art von Beweisführung hielt vor dem Berufungsgericht nicht.

Wenn Berlusconi nicht mit seinen Vorwürfen der linksideologischen Unterwanderung der Justiz recht gehabt hätte, hätte das Berufungsgericht auch das neue zivilrechtliche Urteil aus Mangel an Beweisen wieder aufheben müssen.

Gerade Berlusconi konnte allerdings bis vor kurzem mit der “historischen Wahrheit” über Ustica sehr gut leben.

Die richtige Wahrheit zu finden, hätte Berlusconis Geschäften mit Gaddafi wohl schwer geschadet.

Nun ist Gaddafi weg…

…und aus der lukrativen “historischen Wahrheit” ist ein 100 Millionen teures “Skandalurteil” geworden, das Berlusconis Verteidigungsminister erfolglos zu bekämpfen versucht hatte.

Italiens Lockerbie

September 7, 2012

Die libysche Regierung hat Gaddafis rechte Hand überstellt bekommen.

Sanussi war seinem Schwager stets treu zu Diensten. Studentenproteste in Tripolis und Bengasi ließ er niederschlagen und die Anführer öffentlich hinrichten. Tausende andere Regimegegner landeten hinter Gittern und wurden gefoltert. Lange nahm die Welt kaum Notiz davon. Dies sollte sich erst ändern, als 1988 der Pan-Am-Jumbo, Flugnummer 103, über dem schottischen Lockerbie explodierte. Den 2001 als Attentäter verurteilten Abdel Basset Ali al-Megrahi hatte Sanussi zuvor für den Geheimdienst angeworben. Megrahi gehörte demselben Stamm an wie Sanussi.

Auch für den Bombenanschlag auf einen Linienflug der französischen Airline UTA im September 1989 soll der Ex-Geheimdienstchef verantwortlich sein. Bei der Explosion über dem Niger kamen alle 170 Insassen ums Leben, darunter auch die Frau des US-Botschafters im Tschad.

Am Abend des 27. Juni 1980 stürzte Itavia-Flug 870, eine Douglas DC-9, nördlich der italienischen Insel Ustica auf dem Wege von Bologna nach Palermo aus zunächst ungeklärter Ursache ins tyrrhenische Meer. Alle 81 Insassen starben bei diesem Flugzeugunglück, das als „Strage di Ustica“ (das Ustica-Blutbad) in Italien bekannt wurde.

Bereits am nächsten Tag wurde vom Geheimdienst SISMI ein falsches Bekennertelefonat an den “Corriere della Sera” getätigt, in dem die rechtsextremen NAR die Verantwortung für den Anschlag übernahmen.

Nachdem sich das Bekenntnis der NAR als “Fake” erwies, ging man zunächst von einem technischen Gebrechen der DC-9 aus.

Erst Jahre später kam es zu einer gerichtlichen Untersuchung des Falles.

In den 90er-Jahren kamen die vom Gericht beauftragten, internationalen Sachverständigen zu dem Schluß, die DC-9 sei durch eine Bombenexplosion abgestürzt.

Hätte man in jene Richtung weiter ermittelt, wäre man wohl schnell auf Gaddafi gestoßen.

Zu jenem Zeitpunkt wusste man bereits von Libyens Verantwortung für Lockerbie:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lockerbie-Anschlag

Auch die Absturzursache für eine im Niger verunglückte französische Passagiermaschine war bereits bekannt:

http://de.wikipedia.org/wiki/UTA-Flug_772

Eine Minderheit der Sachverständigen ging von einem Zusammenstoß mit einem anderen Flugzeug aus – auch in diesem Fall wäre man wohl schnell bei Gaddafi gelandet, da eine in Kalabrien abgestürzte libysche MiG wenige Tage nach dem Unglück von Ustica aufgefunden worden war.

Stattdessen wurde die “unglaublichste Theorie”, welche von Gaddafis italienischen Geschäftsfreunden ins Spiel gebracht worden war, zur populärsten Erklärung für Ustica.


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 65 Followern an