Die Dynamik von Verschwörungstheorien

März 4, 2015

Die Boston-Attentäter sind ein gutes Beispiel für die Dynamik von Verschwörungstheorien.

Die Brüder waren Anhänger von 9/11-Verschwörungstheorien und glaubten, dass man 9/11 den armen Muslimen in die Schuhe geschoben hätte:

Tamerlans Mutter habe über Verschwörungstheorien gesprochen, “sie sagte mir, dass die US-Regierung die Anschläge von 9/11 ausgeführt habe, damit Amerika die Muslime hasse”. Ihr Sohn wisse alles darüber, die Kundin könne es selbst im Internet nachlesen.

(Spiegel)

Das hielt sie freilich nicht davon ab, einen Anschlag zu verüben, von dem viele Muslime nun ebenfalls glauben, dass er armen Muslimen in die Schuhe geschoben worden sei:

(Demonstration für die Boston-Attentäter in Wien)

Sisi statt ISIS

März 2, 2015

Tobruk – Das international anerkannte Parlament Libyens hat den pensionierten General Khalifa Haftar zum neuen Armeechef ernannt. Der General pflegt enge Beziehungen zu Ägypten und geht seit Monaten gegen militante Islamisten in dem nordafrikanischen Land vor.

General Haftar macht, was notwendig ist:

Bevor eine Demokratie funktionieren kann, muss Libyen erst die im Bürgerkrieg eingesickerten islamistischen Terroristen kaltstellen.

Wie Sisi sollte er sich den Segen für die Säuberungen besser gleich bei Putin holen.

Obama würde ihm bestimmt sämtliche wirkungsvollen Maßnahmen gegen die islamistischen Extremisten verbieten und ihn im Falle des Falles dann trotzdem erst recht fallenlassen.

Während der weltfremde Obama sich an seinem Feindbild Netanyahu abarbeitet, erkennt Sisi, wer im Nahen Osten das Problem ist:

In a big move, that nevertheless should not surprise those paying attention, Egypt has ruled Hamas to be a terrorist organization. The BBC:

“It has been proven without any doubt that the movement has committed acts of sabotage, assassinations and the killing of innocent civilians and members of the armed forces and police in Egypt,” Judge Mohamed el-Sayed said, according to state news agency Mena.

Besides Hamas, which is now entirely cut off and surrounded by enemies, the biggest losers from this verdict are Turkey and the Obama Administration.

(Achse des Guten)

Warum Putin weitermorden muss

März 1, 2015

Der ermordete Boris Nemzow wird von vielen posthum für seinen Mut verehrt. Er hatte den Kreml zuvor scharf kritisiert, wie schon Anna Politkowskaja, Natalia Estemirowa oder Boris Beresowski. Sie alle starben eines gewaltsamen Todes.

(Spiegel)

Würde Putin seine Macht verlieren, würde er wohl für die ganzen Morde und Verbrechen an seinen Gegnern zur Verantwortung gezogen werden. Dieser Druck lässt ihn immer weitermorden, selbst wenn er die totale Kontrolle über das Land hat und von den paar Oppositionellen kaum eine Bedrohung ausgeht.

Putin kann noch so hohe Zustimmungsraten haben, die Angst vor einem Machtverlust wird nie weniger werden.

Dieser weitere Mord wird jedoch auch westliche Putinsversteher nicht davon abhalten, Putin weiterhin zu verstehen.

Nach westlichen Maßstäben ist ein Mord an einem kleinen Oppositionellen tatsächlich nutzlos und wäre sogar kontraproduktiv.

Die westlichen Putinversteher übersehen, dass dies zwar für unsere westlichen Demokratien gilt, wo tatsächlich so gut wie nie Oppositionelle ermordet werden, Putin sich selbst jedoch eben nicht als westlichen Demokraten versteht.

Putin fühlt sich eher mit einem System Assad verbunden als mit den westlichen Demokratien.

Und bei Gaddafi, Assad oder Saddam gehörte die Verfolgung und Ermordung von politischen Gegnern zum politischen Tagesgeschäft, auch wenn die Opposition kaum vorhanden war.

Bei Gaddafi & Co. gab es nur ein “Alles oder nichts”.

Gaddafi wusste welches Schicksal ihn nach 40 Jahren Unterdrückung erwarten würde, daher konnte er nie die geringste Opposition dulden.

Deradikalisierungs-Illusionen

Februar 28, 2015

Die Deradikalisierungs-Maßnahmen für westeuropäische Dschihadisten sind ein reines Arbeitsbeschaffungsprogramm für westeuropäische Sozialpädagogen und verwandte Berufe.

Wer auf so einem Trip ist, wird sich nicht von irgendwelchen akademischen Schwätzern umpolen lassen.

Im schlimmsten Fall werden “gemäßigte” islamische Extremisten mit der Deradikalisierung beauftragt, die dann auf Kosten der Steuerzahler die Islamisierung vorantreiben können.

Tatsächlich helfen nur harte Strafen und Abschiebungen.

Die Maßnahmen müssten sich allerdings nicht nur gegen die Kämpfer, sondern gegen ihr gesamtes Umfeld richten. Dann würden ihre Familien es sich wohl zweimal überlegen, ob sie weiter eine Dschihadisten-Moschee besuchen und die Burka tragen wollen:

(Tschetschenische Demonstration für die Boston-Attentäter in Wien)

Oder sie müssten zumindest andere Länder als Rückzugsbasis suchen.

Auf die Leistungen des europäischen Wohlfahrtsstaates verzichten zu müssen, würde mehr abschrecken und deradikalisieren als jede andere Maßnahme.

La CAGE aux Folles

Februar 27, 2015

Das Bild des neuen CAGE-Direktors (der alte sitzt wegen Terror-Reisen nach Syrien wieder im Knast) sagt alles:

Warum sollte man die Geschichte von den 3 hübschen Bengels aus Londonistan, die mal eben auf Safari nach Tansania fuhren, nicht einfach glauben?

…oder seid ihr etwa islamophob?

Wenn man uns nicht in den Dschihad fahren lässt, kränken wir uns so sehr, dass wir erst recht in den Dschihad fahren müssen.

Doch ihr werdet schon sehen, wie friedlich der Islam ist, wenn wir euch alle unterworfen haben.

Jihadi John und Amnesty Londonistan

Februar 26, 2015

Bereits 2009 geriet Emwazi ins Visier des britischen Geheimdienstes MI5. Dieser beschuldigte ihn, er habe nach Somalia reisen und sich dort den mit al-Qaida verbündeten Schabab-Milizen anschließen wollen. Emwazi bestritt damals die Vorwürfe und behauptete, er wolle eine Safari in Tansania machen. Trotzdem hielten ihn die Behörden in Daressalam zunächst fest und wiesen ihn dann aus. Angeblich soll der MI5 versucht haben, ihn damals anzuwerben.

Die Geschichte von der angeblichen MI5-Rekrutierung, die an der Radikalisierung von Jijadi John schuld sei, wurde von einer einer “Menschenrechtsorganisation”, die sich um angebliche Opfer des “War on Terror” kümmert, verbreitet:

Mohammed Emwazi first came to CAGE in 2009 after being detained, interrogated and recruited by Mi5 on what was meant to be a safari holiday to Tanzania. Thereafter, the harassment continued and intensified which led to him losing two fiancée’s, his job and new life in Kuwait. The harassment and abuse he suffered, was all without criminal charges ever being brought against him, with the legal remedies available to him failing, he attempted to start a new life abroad in Kuwait only to be blocked by the UK security agencies continually.

(CAGE)

Angeblich hatte sich Jihadi John an CAGE gewandt, nachdem sein Leben vom MI5 zerstört worden war.

An der Radikalisierung sei laut CAGE daher der Britische Staat selbst schuld.

Tatsächlich läuft jedoch auch gegen Moazzam Begg, Chef von CAGE, ein Terror-Verfahren wegen diverser Reisen nach Syrien.

Der britische Staatsbürger war übrigens auch schon 2001 mit seiner Familie ins Taliban-Land ausgewandert, 2002 wurde er in Pakistan aufgegriffen und schließlich nach Guantanamo verschickt – mit so einer tragischen Lebensgeschichte war er natürlich prädestiniert, zum Leiter einer “Menschenrechtsorganisation” bestellt zu werden, die sich um arme islamische Opfer des bösen westlichen “War on Terror” kümmert.

Amnesty Londonistan solidariserte sich natürlich bedingungslos mit so einem armen Opfer.

Die bösartige Unterstellung, dass es sich bei Herrn Moazzam Begg eventuell doch um kein Unschuldslamm handeln könnte, kostete einer langjährigen Mitarbeiterin ihren Job.

Putins Einkreisungs-Phobie

Februar 25, 2015

Russland fühle sich vom Westen eingekreist, lautet ein Lieblingsargument der Putin-Versteher.

Deswegen hätte man der Ukraine auch nicht gestatten dürfen, sich Richtung Westen zu orientieren.

Vor dem Einmarsch der russischen Truppen in ihr Staatsgebiet, wurde Russland von der Führung der Ukraine allerdings nie als Feindbild dargestellt.

Dass Hugo Chavez die USA hingegen bei jeder unpassenden Gelegenheit als “Satan” bezeichnete, hielt Putin freilich nicht davon ab, gemeinsam Truppenübungen in der Nähe der US-Küste abzuhalten:

Ziel ist die Küste Venezuelas, wo die ersten gemeinsamen Manöver beider Staaten stattfinden. Für die Mission, an der neben dem Raketenkreuzer »Peter der Große« – dem Flaggschiff der russischen Nordmeerflotte – auch mehrere Atom-U-Boote mit Sprengköpfen an Bord beteiligt sein sollen, wie die »Nesawissimaja Gaseta« schreibt, hat der Generalstab in Moskau insgesamt zwei Monate veranschlagt. Beide Seiten wollen bei dem Manöver laut offizieller Darstellung neben Suche und Rettung von Schiffbrüchigen auch das Zusammenwirken der Stäbe üben. Auch der Einsatz von Marinefliegern ist vorgesehen.

Die Übung, so Flottensprecher Igor Dygalo, sei bereits vor einem Jahr geplant worden und habe nichts mit den aktuellen Entwicklungen zu tun. Experten sprechen dennoch von einer Demonstration der Stärke in der Karibik. Zumal erst vor ein paar Tagen zwei russische Langstreckenbomber des Typs TU-160 von einem Patrouillenflug aus der Region zurückgekehrt sind.

(Neues Deutschland, 24. September 2008)

Auch sonst war die eigene Einkreisungs-Phobie für Putin nie ein Grund, auf die Phobien der anderen Rücksicht zu nehmen:

Moskau – Noch während die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm zwischen Teheran, den Uno-Vetomächten und Deutschland in Wien laufen, will Russland offenbar seine Zusammenarbeit mit Iran bei der Nukleartechnologie vertiefen.

Europas Asylzahlen unter Bush und Obama

Februar 24, 2015

Europa hatte sich einen amerikanischen Präsidenten wie Obama gewünscht, der nicht den “Sheriff spielen” sollte.

Subjektiv befand sich die Welt in der Bush-Ära im Kriegs-Chaos.

Objektiv war es jedoch eine Ära der Stabilität, was man an den rückläufigen Flüchtlingsströmen nach Europa messen konnte:

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/76095/umfrage/asylantraege-insgesamt-in-deutschland-seit-1995/

2001___________118.306

2002_________91.471

2003______67.848

2004_____50.152

2005____42.908

2006___30.100

2007___30.303

2008__28.018

Ab Obamas Amtsantritt verlief die Entwicklung genau in die entgegengesetzte Richtung:

2009___33.033

2010____48.589

2011_____53.347

2012_______77.651

Und seit Putin laut Forbes-Liste endlich „mächtigster Mann der Welt“ wurde, schossen die Asylzahlen endgültig durch die Decke:

2013____________127.023

2014____________________202.834

Putins Stärke und Obamas Schwäche haben zu einem jahrelangen Bürgerkrieg in Syrien geführt, der mittlerweile auch auf den Irak übergeschwappt ist und zur Etablierung eines neuen Terrorstaates beigetragen hat.

Die endgültigen Sieger dieses Konflikts stehen noch nicht fest, die Verlierer allerdings schon.

Nämlich die Syrer und Iraker, die vor der Gewalt flüchten mussten, und wir Europäer, die für die Versorgung der Flüchtlinge aufkommen müssen.

Der Antisemitismus des Latino-Populismus

Februar 20, 2015

Wie erwartet, enthüllt das Absinken des Ölpreises das undemokratische Antlitz des Chavismo:

Caracas – Agenten des venezolanischen Geheimdienstes Sebin haben den oppositionellen Oberbürgermeister der Hauptstadt Caracs, Antonio Ledezma, festgenommen. “Sie haben ihn geschlagen”, twitterte Ledezmas Ehefrau Mitzy über den offiziellen Account ihres Mannes.

(Spiegel)

Argentiniens Peronisten sind bereits eine Stufe tiefer gesunken.

Dort ermordet man sogar die eigenen Staatsanwälte, um nicht auf gute Geschäfte mit Terroristen verzichten zu müssen.

Die Täter stellen sich dabei auch noch als Opfer (der jüdischen Weltverschwörung) dar.

In Andreottis Italien lief es ähnlich: um nicht auf Gaddafis Spezialkonditionen verzichten zu müssen, wurde der Terrorist Gaddafi bedingungslos gedeckt. Die Verantwortung für den Terror ließ man stattdessen den eigenen Verbündeten in die Schuhe schieben, als deren Köpfe vom “Popolo” die USA und Israel angesehen wurden.

Wie in Südamerika ist auch in Italien ein linker Antisemitismus auf dem Vormarsch.

Dabei hat Italien eigentlich keine antisemitische Tradition, wohl weil es in Italien lediglich eine kleine und völlig unproblematische jüdische Minderheit gab.

Aber das war in Hitlers Deutschland ja auch nicht viel anders: Hitlers Antisemitismus knüpfte nicht am traditionellen Antisemitismus, wie es ihn in Luegers Wien oder im Zaristischen Russland gab, an, sondern beruhte auf modernen Weltverschwörungstheorien.

Im heutigen Italien ist es ähnlich: der Hass auf Israel ist eine relativ neue linke Domäne, die ihre Wurzeln in der “antiimperialistischen Solidarität” zu den Palästinensern hat und danach durch zahllose linke Verschwörungstheorien gespeist wurde.

Juden wird von modernen Antisemiten nicht ihr Mangel an Integration vorgeworfen, sondern ihr Erfolg geneidet.

Wozu eine rechte Alternative?

Februar 20, 2015

Binnen neun Monaten ist die AfD in fünf Parlamente eingezogen – aber was machen ihre Abgeordneten eigentlich? Unsere Analyse zeigt: Sie sprechen gern klassische Themen rechter Parteien an.

(Spiegel)

Unerhört!

In Deutschland dürfen doch nur noch klassische Themen linker Parteien angesprochen werden.

Selbst die CDU hält sich eisern an diese Maxime, die von linken Leitmedien wie dem Spiegel vorgegeben wird.

Dazu darf es in Deutschland keine Alternative geben.


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