Sozialistische Petrodollar-Demokratie für Alle?

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Zugegeben: Vom Ölreichtum Venezuelas profitierten früher nur wenige. Eine gerechtere Aufteilung der Einnahmen ist daher mehr als legitim.

Gegen eine Verstaatlichung der Ölindustrie ist grundsätzlich auch nichts einzuwenden, solange diese mit rechtsstaatlichen Mitteln umgesetzt wird.

Hugo Chavez kann es sich dank der hohen Öl Einnahmen, die er an sein Wahlvolk verteilen darf, sogar erlauben, den demokratischen Verfassungsstaat nicht gleich vollständig abzuschaffen.

Tatsache ist, dass nachhaltiger Wohlstand nur durch Förderung der Wirtschaft und einen dadurch entstehenden starken Mittelstand erreicht werden kann.

Hugos Brot (Petrodollars) und Spiele (Bush Bashing, Bolivarische Revolution, Aló Presidente,…) Politik wird letztlich auch den armen Menschen in Venezuela mehr schaden als nützen.

Erst wenn die Öl Einnahmen zurückgehen, wird sich zeigen ob Chavez ein echter Demokrat ist, und freiwillig seine Macht wieder aus der Hand geben wird.

In Ländern ohne einen derartigen Rohstoffreichtum wird auf Grund der vielfach nachgewiesenen Unterlegenheit der Planwirtschaft Sozialismus auch weiterhin nur in Form einer handfesten Diktatur durchsetzbar sein.

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10 Antworten to “Sozialistische Petrodollar-Demokratie für Alle?”

  1. Tony DEBEST Says:

    Zitat: „Tatsache ist, dass nachhaltiger Wohlstand nur durch Förderung der Wirtschaft und einen dadurch entstehenden starken Mittelstand erreicht werden kann.“

    Tatsache ist, dass dieser Satz reine Behauptung ist. Um daran zu glauben, muss man einfach ignorieren, dass in den letzten 200 Jahren (mindestens) diese Theorie nur eine kleine Minderheit (ca. 1 Milliarde Menschen) mehr oder weniger gut genutzt hat, bei dem Rest (ca. 6 Milliarde) nur zu Armut, Krieg und Umweltzerstörung geführt hat.

  2. aron2201sperber Says:

    dann erinnere ich Sie aber daran, dass die Erde vor 200 Jahren noch weniger als 1 Milliarde Einwohner hatte

    die 6 Milliarden Einwohner sind nicht durch das Wirtschaftssystem verarmt, sondern konnten durch dieses überhaupt erst existieren

    vor 10.000 Jahren als wir Menschen noch „edle Wilde“ waren, waren wir übrigens nicht mehr als 10 Millionen auf der Welt, die Menschen waren damals mit Sicherheit nicht dümmer als heute, aber mehr konnte die Erde ohne die Errungenschaften der Zivillisation (Ackerbau, Stadtgesellschaften) einfach nicht ernähren

  3. Tony DEBEST Says:

    Die absoluten Zahlen mögen zeitabhängig sein, die Relation nicht, zumindest nicht in einer eindeutigen Richtung.

    Wirtschaft als solche ist auch nicht die Ursache des Problems. Eine gewisse Form von Wirtschaft ist sie aber wohl.

  4. aron2201sperber Says:

    die größten Hungersnöte des 20. Jahrhunders wurden durch die Umstellung auf die Planwirtschaft verursacht

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hungersnot

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Sprung_nach_vorn

  5. Opec Konferenz in Wien « Aron Sperber’s Weblog Says:

    […] zu riskieren, nur damit Chavez und Ahmadinejad kurzfristig ihre Kassen füllen können, um ihren Petrodollar-Sozialismus bzw. Petrodollar-Islamismus weiter zu […]

  6. Bin Ladens “anständiger Jude” « Aron Sperber's Weblog Says:

    […] (hier das Original) […]

  7. Jens Veit Günther Says:

    Die Bevölkerungsentwicklung hat sicher mehrere Ursachen. Voraussetzung dafür ist allerdings Energie. Im vergangenen Jahrhundert bis heute ist es das Erdöl als Träger dieser Energie. Und ob nun biotische Entstehung mit peak oil oder abiotische Theorie zur Entstehung richtig ist, dessen Vorhandensein oder Förderbarkeit wird auch über eine eventuelle Reduktion entscheiden. Eine anspruchsvolle Aufgabe…

  8. Chavismo ohne Chavez? | Aron Sperber Says:

    […] Petrodollars, die man ans Wahlvolk verteilen kann, funktioniert Sozialismus nur in Form einer […]

  9. Das Zeug zum Chavista, aber nicht zum Máximo Líder | Aron Sperber Says:

    […] Petrodollars, die man ans Wahlvolk verteilen kann, funktioniert Sozialismus nur in Form einer […]

  10. Kollaps ohne Petrodollars | Aron Sperber Says:

    […] Petrodollar-Populisten wie Putin müssen sich jedoch tatsächlich Sorgen um ihr System machen, wenn die Petrodollars ausbleiben, mit denen man sich die Treue der Günstlinge gekauft hatte. […]

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