Einer Haaretz-Ente aufgesessen

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Wenn – von wo auch immer – Anschuldigungen gegen Israel auftauchen, lauten die Überschriften Im Standard:

 

„Israelische Soldaten benutzten Kind als Schutzschild“

 

 oder

 

 „Armee setzt bewußt weißen Phosphor ein“

 

 oder

 

 „Soldaten schockieren mit Berichten über Gazakrieg“

 

wenn dann bei einer IDF-Untersuchung herauskommt, dass es sich bei den Anschuldigungen nur um Gerüchte gehandelt hatte, heißt die Überschrift:

 

„Israelische Armee stellt Ermittlungen zu Kriegsverbrechen ein“

 

 und natürlich nicht:

 

„Einer Haaretz-Ente aufgesessen“

 

Mit dem (in einem unklaren Zusammenhang stehenden) Zitat „Es lasse sich nicht feststellen, was sich tatsächlich zugetragen habe“ gibt man den eigenen Lesern auch ohne die Untersuchung direkt in Frage zu stellen, was sie wollen: Man implimentiert damit, dass vielleicht doch was an der Geschichte dran war – und wohl nur die Untersuchungen der nicht objektiven israelischen Armee im Sand verlaufen seien.

 

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7 Antworten to “Einer Haaretz-Ente aufgesessen”

  1. aron2201sperber Says:

    artikel URLs funktioniern im Moment scheinbar nicht – die betreffenden Standard Artikel sind aber alle noch online

  2. Mr. Moe Says:

    Selbst wenn die Sachlage von den Medien (es ist ja nicht nur der Standard) vollends richtig gestellt würde (was sie nicht wird und was für sich genommen bereits skandalös ist), hätte es wenig Nutzen. Traurig aber wahr: Was einmal in der Welt ist gilt, ganz egal, ob es sich (später) als falsch herausstellt oder nicht.

  3. aron2201sperber Says:

    es ist bestimmt nicht nur der Standard – aber beim Standard oder bei der Haaretz ärgert es mich besonders.

    ich habe keine Probleme mit einer israelkritischen Berichterstattung – der Sinn des Gaza-Einsatzes sollte kritisch hinterfragt werden und selbstverständlich auch Menschenrechtsverletzungen, die von der IDF möglicherweise begangen wurden, recherchiert werden

    was derzeit aufgeführt wird – nämlich irgendwelche Anschuldigungen unkritisch als Fakten zu präsentieren – darf man den Qualitätsmedien nicht einfach durchgehen lassen

  4. aron2201sperber Says:

    wie n-tv beweist kann man auch andes als der Standard oder die APA über die neuen Erkenntnisse berichten:

    http://www.n-tv.de/1129513.html

  5. Mr. Moe Says:

    Ich stimme Dir in allen Punkten zu und werde evtl. auch noch etwas über die „Richtigstellung“ der Fakten schreiben, die teilweise in der Wiederholung der Anschuldigungen bestehen.

    N-TV kann im Übrigen durch „Ulrich Sahm“ ersetzt werden, denn das diese Form der Berichterstattung an seine Person gebunden ist, ist ebenso eindeutig wie schade.

  6. Pressefreiheit auch für miesen Journalismus « Aron Sperber’s Weblog Says:

    […] wird Israel schärfer kritisiert als in den eigenen Medien wie der Haaretz – oft auch auf  journalistisch unseriöse und sehr schädliche Art und Weise. Trotzdem […]

  7. Danke, Haaretz « Aron Sperber's Weblog Says:

    […] die Haaretz immer wieder journalistische Enten produziert hat, nehmen sämtliche MSM von der New York Times bis zum Tagesspiegel – und in […]

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