Das Buch für neokonservative Finsterlinge

Morgen erscheint ein Buch, auf das neokonservative Finsterlinge (wie ich) lange gewartet haben.

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Öffentlich zuzugeben, dass man – wie es meine amerikanische Lieblingsbloggerin ausdrückte – „the dread thing“ geworden sei, ist keine leichte Sache:

“neocon-coming outs” haben daher Seltenheitswert, aber vielleicht werden jetzt noch andere dem mutigen Beispiel folgen…

Das angegriffene „Establishment“ reagierte auf die „neokonservative“ Provokation mit gereizter „Langeweile“.

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2 Antworten to “Das Buch für neokonservative Finsterlinge”

  1. lebowski Says:

    Besonders gut gefällt mir das Loblied auf den Kleinbürger und Spießer:

    „Es ist erstaunlich, mit welcher Engelsgeduld der Gescholtene die Dauerverächtlichmachung erträgt und unbeirrt seinen Beitrag zum Gemeinwohl leistet. Brav entrichtet der Spießer seine Sozialabgaben und Steuern, ohne Rechenschaft zu verlangen, was mit dem Geld geschieht.

    Gutwillig sieht der deutsche Klein- und Durchschnittsbürger jedes Jahr rund sieben Milliarden Euro im Verwaltungsapparat der Europäischen Union verschwinden, wofür er dann im Gegenzug Gesetze erhält, die ihm die Glühbirne verbieten, den Gurken den falschen Krümmungsgrad austreiben und Kondome auf eine Mindestlänge von 16 Zentimeter bringen.

    Der fleißige Steuerbürger

    Er nimmt klaglos hin, dass 5,8 Millionen Euro in die Entwicklungshilfe gehen, obwohl er Anlass zur Vermutung hat, dass ein Gutteil des Geldes in den Koffern afrikanischer Potentaten landet, deren Namen er hin und wieder in den Nachrichten in Verbindung mit unaussprechlichen Verbrechen hört. Unser fleißiger Steuerbürger beschwert sich noch nicht einmal über die üppigen Staatssubventionen für die schönen Künste, die ihren Daseinszweck vor allem darin sehen, ihn zum Narren zu halten. Er hat vor Langem geschluckt, Kunstfreiheit als ein heiliges Gut zu betrachten – also bezahlt er jetzt auch für den Kakao, durch den er gezogen wird.“

    Das war überfällig! Wobei man dann noch anmerken muss, dass aus den meisten Linken selber wieder Kleinbürger geworden sind, ohne deren ursprüngliche Vorteile zu haben – vor allem halten sie ihre linke Borniertheit für Weltoffenheit.

  2. aron2201sperber Says:

    ich betrachte mich selbst nach wie vor als „Linker“,

    bin ein Anhänger der Sozialdemokratie, für weltverbesserische Entwicklungshilfe/Umverteilung, mag keine Schicki-Mickis und bin ein Kultur-Snob, der kommerzige Hollywood-Filme verachtet.

    Ich vertrete diese Ansichten jedoch mittlerweile ohne den Anspruch deswegen ein „besserer Mensch“ als die „spießigen“ Steuerzahler zu sein – dieses ketzerische Abweichlertum macht einem schon zum „Neokonservativen“

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