„Heimliche Zufriedenheit“

Ahmadinejad hat scheinbar – anders als von unseren Iran-ExpertInnen (Livia Klingl/ Kurier, Gudrun Harrer/ Standard, Georg Hoffmann-Ostenhof/ Profil) versprochen – die iranische Präsidentschafts-Wahl gewonnen.

Kurier und  Standard glauben jedoch zu wissen, wer sich heimlich darüber freut, dass ein Holocaust-Leugner, der Israel „von den Seiten der Geschichte löschen“ möchte, weiterhin das Mullah-Regime repräsentieren darf:

Heimliche Zufriedenheit herrscht hingegen in Israel: Ihm bleibt sein polternder Lieblingsfeind erhalten, von dessen Gefährlichkeit die Welt leichter zu überzeugen ist als im Fall Moussavis. Mit ihrer Wahl haben die Iraner unbewusst die Weichen auf Konfrontation gestellt.

(Stefan Galoppi – Kurier)

Würde man Umweltschützern vorwerfen, sich über eine Katastrophe wie Tschernobyl gefreut zu haben? Würde man Ärzten vorwerfen, sich über den Ausbruch einer Pandemie zu freuen?

Bei den „ultranationalistischen“ Israelis verlieren die Redakteure Österreichs größter Qualitäts-Tageszeitung alle Hemmungen.

Ähnliches spielt sich leider auch in anderen europäischen „Qualitätsmedien“ ab.

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4 Antworten to “„Heimliche Zufriedenheit“”

  1. neocool Says:

    nein, hier bist du mal falsch.
    Der Ausdruck des Kurier ist nicht schön.
    Die „Freude“ ist nicht klammheimlich, sondern wird offen ausgesprochen. Schau doch einfach mal auf jpost oder haaretz.
    In vielen Artikeln wird auf den Aspekt hingewiesen und ich stimme den überein.

  2. aron2201sperber Says:

    aber gerade um den „Ausdruck“ geht es

    dass mit einem Ahmadinejad als Präsident das Mullah-Regime weniger leicht verharmlost werden kann, mag wohl ein positiver Aspekt seiner Wiederwahl sein

    in diesem Zusammenhang von „Zufriedenheit“ zu sprechen, halte ich für ziemlich zynisch…

  3. oren1 Says:

    ich bin neugierig, wann die erste verschwörungstheorie auf den markt kommen wird, dass bei dieser wahl der mossad oder die israel-lobby ihre hände im spiel gehabt haben…wundern täts mich nicht.

  4. aron2201sperber Says:

    stellen wir uns einen österreichischen völkischen Staat vor, der nach einer blau-orangen Revolution von 2011 errichtet worden ist.

    Der oberste Führer HC Strache bestimmt welche Kandidaten „demokratisch“ gegeneinander antreten dürfen.

    z.B. der „konservative“ Andreas Mölzer gegen den „liberalen“ Peter Westenthaler oder den „Reformer“ Ewald Stadler.

    was würden die linken Mullah-Relativierer und Verharmloser wohl zu so einer „Demokratie“ meinen?

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