Archive for 15. Juli 2009

„Breaking The Silence“ im Standard

Juli 15, 2009

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„Dass Menschenrechtler in der Vergangenheit falsche Anschuldigungen gegen Jerusalem erhoben haben, mag sein.“

Jede Neue ist natürlich trotzdem herzlich willkommen…

Der Vorteil bei Breaking The Silence:

Die Berichte stammen von anonymen Soldaten und beschreiben örtlich und zeitlich nicht konkret benannte Ereignisse.

Damit kann es diesmal auch keine Überprüfung der Vorwürfe geben und „Israel muss endlich mit einer tiefgreifenden Aufarbeitung seines Gaza-Feldzugs beginnen. Sonst wird die Frage immer drängender, was Jerusalem eigentlich verschweigen möchte.“

„Eine Aufarbeitung“ bedeutet für den Qualitäts-Journalisten nicht, konkreten Vorwürfen nachzugehen, sondern endlich „dem Tenor“ der „prominenten NGOs“ zu folgen, gemäß dem Israel einen Vernichtungskrieg gegen die palästinensische Zivilbevölkerung geführt habe:

„Die Schatten der Vergangenheit holen Israel inzwischen im Wochentakt ein. Am Mittwoch veröffentlichte die dritte renommierte NGO in Folge einen Bericht über den Gazakrieg zum Jahreswechsel. Der Tenor ist immer der gleiche: Die israelische Armee habe viele unschuldige Zivilisten während ihrer dreiwöchigen Kampagne getötet, zu viele, um von „Kollateralschäden“ im Kampf gegen die Raketen der Hamas zu sprechen. Noch gravierender:Bei den Vorwürfen geht es nie um die Handlung Einzelner. Der Einsatz menschlicher Schutzschilde im Krieg war gang und gäbe, erzählt etwa ein Soldat im jüngsten dieser Berichte.“

(András Szigetvari/DER STANDARD, Printausgabe, 16.7.2009)