40 Jahre „Helter Skelter“

Die amerikanische Hippie-Bewegung verlor vor 40 Jahren, als eine Gruppe junger Frauen und Männer die hochschwangere Sharon Tate und 6 weitere Menschen abschlachtete, ihre Unschuld:

Den Auftrag hatten sie von einem asozialen Psychopathen bekommen, der sein halbes Leben im Gefängnis verbracht hatte.

Dieser hatte sich wiederum eingebildet, seine Aufträge durch Songtexte der Beatles erhalten zu haben.

Die jungen Frauen aus der amerikanischen Mittelschicht ließen sich vom Ex-Knacki Manson bereitwillig manipulieren, prostituierten sich für ihn und mordeten  schließlich für ihren spirituellen Führer, der sich bei dem von ihm geplanten Gemetzel nicht selbst die Hände schmutzig zu machen brauchte.

So wie in Deutschland die RAF zu einem krankhaften Auswuchs der Studentenbewegung pervertierte, war die „Manson Family“ der schlimmste Auswuchs der am Anfang so jugendlich-unschuldigen Hippie-Bewegung.

Heute wirken die Mörderinnen im Gegensatz zum Anstifter wieder völlig vernünftig – sie haben sich mit ihren Taten auseinandergesetzt und den faulen Zauber der „Family“ abgeschüttelt.

Trotzdem wird ihnen bis heute die Begnadigung versagt. Das Rache-Bedürfnis der Opfer-Angehörigen, die die Mörder ihrer Lieben für immer hinter Gittern sehen wollen, wiegt in den USA schwerer als das Recht der Täter, bei echter Reue staatliche Vergebung zu finden.

Völlig anders als in Deutschland, wo RAF-Mörder trotz ihrer Weigerung, die genauen Umstände ihrer Verbrechen endlich aufzuklären (also einem wohl schweren Mangel an Reue), begnadigt wurden.

Beides für mich keine idealen Systeme…

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4 Antworten to “40 Jahre „Helter Skelter“”

  1. aron2201sperber Says:

    auch sehr sehenswert:

  2. Hayek Says:

    „Trotzdem wird ihnen bis heute die Begnadigung versagt. Das Rache-Bedürfnis der Opfer-Angehörigen, die die Mörder ihrer Lieben für immer hinter Gittern sehen wollen, wiegt in den USA schwerer als das Recht der Täter, bei echter Reue staatliche Vergebung zu finden.“

    Ich will dich mal sehen, wenn deiner schwangeren Schwester der Bauch aufgeschlitzt wird. Die können bei Gott froh sein, dass sie noch leben. Eigentlich wurden sie zur Gaskammer veurteilt. Aber dem sind sie entronnen, als sogar der oberste Gerichtshof von Kalifornien in den 70ern kurzzeitig einen auf Hippie gemacht hat.
    Es ist doch heuchlerisch sich (zu Recht) über die RAF-Fälle zu beschweren und gleichzeitig rumzuheulen, dass bei der Manson-Family „lebenslang“ wirklich mal lebenslang bedeutet.

    Der Staat hat nicht zu vergeben. Das ist doch absurdes Gerhart-Baum-Gelaber. Der Staat kann diese Verbrechen gar nicht vergeben. Um Schuld zu vergeben, muss man einem auch Schuld angetan worden sein. Vergeben können nur die Opfer und ihre Angehörigen. Und wenn sie es nicht machen, ist das nur verständlich.
    Der Staat hat viel mehr dafür zu Sorgen, dass Recht und Gerechtigkeit durchgesetzt werden. Und das Mörder lebenslang einsitzen, halte ich nur für gerecht. Und die Angehörigen werden mir hier zustimmen. Die Opfer können es ja nicht mehr!

  3. Bubacks Wut « Aron Sperber Says:

    […] sondern einer wahnwitzigen Organisation, deren Mitglieder bis zum heutigen Tag keine Reue (zu der es gehoeren wuerde, die naeheren Umstaende ihrer Verbrechen aufzuklaeren) gezeigt […]

  4. Buback und Baumann in trauter Zweisamkeit « Aron Sperber Says:

    […] sondern einer wahnwitzigen Organisation, deren Mitglieder bis zum heutigen Tag keine Reue (zu der es gehören würde, die näheren Umstände ihrer Verbrechen aufzuklären) gezeigt […]

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