Zivilisationskrankheiten

Die westliche Zivisation macht uns fettleibig, kränklich, dekadent:

ROSPANZ20090400001-312

…und 100 Jahre alt.

So ging es auch schon dem Herrn Karl:

„A Herzkloppn, wo man nichts genaues weiß“ – aber trotzdem „immer pumperlgsund“ gewesen…

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7 Antworten to “Zivilisationskrankheiten”

  1. lindwurm Says:

    Sehr schön der zivilisationsfeindliche Untertitel „warum wir für die moderne Welt nicht geschaffen sind“. Als Jäger und Sammler ohne Zahnarzt, Vorsorgeuntersuchungen, Schutzimpfungen, Organtransplantationen und Chemotherapien ginge es uns ganz sicher viel besser, nicht wahr?

  2. aron2201sperber Says:

    eh kloa!

    wer geht schon gerne zu sadistischen Zahnärzten, die einem grausam im Maul herumbohren?

    oder diese schutzimpfungen – alles nur erfunden, um der pharma-industie böse Gewinne zu bescheren…

    😉

    es ist witzig wie der Spiegel in derselben Ausgabe, die „moderne Welt“ kitisiert, aber gleichzeitig einen derartig naiven Glauben an die „moderne Welt“ bewahrt, die uns alle bald 100 Jahre alt machen soll – egal wie es mit unserer Zivilisation weitergeht.

  3. ramonschack Says:

    Zu diesem Thema möchte ich gerne einmal Bruce Chatwin zitieren..

    „Amerikanische Hirnspezialisten haben Enzephalogramme von Reisenden gemacht. Sie entdeckten, daß ein „Tapetenwechsel“ und die bewußte Wahrnehmung der einander abwechselnden Jahreszeiten die Hirnaktivität stimulieren und zu einem Gefühl des Wohlergehens und einem aktiven , zielbewußten Leben beitragen. Eine monotone Umgebung und mühselige , regelmäßige Aktivitäten führen zu Verhaltensweisen, die Müdigkeit , nervöse Verstimmung, Apathie, Ekel vor sich selbst sowie gewaltätige Reaktionen hervorrufen. Es ist also kaum verwunderlich, daß eine Generation, die sich mit der Zentralheizung vor Kälte und mit der Klimaanlage vor Hitze schützt, die in aseptischen Transportmitteln von einem Haus oder Hotel zum anderen gekarrt wird, das Bedürfnis nach geistigen oder physischen Reisen empfindet, nach Aufputschmitteln und Beruhigungspillen oder den läuternden Reisen von Sex, Musik und Tanz. Wir verbringen allzuviel Zeit in verdunkelten Zimmern.“

    Bruce Chatwin-Der Traum des Ruhelosen

    Interessant, nicht wahr?

  4. aron2201sperber Says:

    ist sicher so – aber es kann halt nicht jeder Forschungsreisender oder Stuntman weden…

    ich persönlich bin daher sehr dankbar über den Komfort einer schönen zentralheizung 😉

  5. Bernd Dahlenburg Says:

    …und vor allen Dingen ist der Mensch eine „Fehlkonstruktion“.

    So viel Selbsthass wie manche SPIEGEL-Redakteure muss man erst einmal aufbringen.

    Wahrscheinlich hat der Autor Werke des Arztes und Schriftstellers Gottfried Benn („Der Mensch, das Schwein“) unter seinem Kopfkssen liegen und kontaminiert damt seine Psyche.

  6. kati Says:

    Herr Karl erscheint mir doch ein wenig als das Paradebeispiel des modernen Menschen. Dick, gemütlich, etwas dekadent und das fehlende körperbewusstsein ist offensichtlich.
    Ob es uns vor dem Wohlstand besser ging? Was heißt denn besser? „Gut“ und „besser“, das sind so weichgespülte, verwässerte und subjektive Begrifffe. Lasst uns doch mit dem Fakten arbeiten. Zivilisation hat uns Krankheiten gebracht, die vorher nicht da waren. Immer mehr Menschen leiden unter dem enormen Leistungssanpruch durch die Gesellschaft. Der Anstieg psychischer Krankheiten innerhalb westlicher Gesellschaften ist auffällig und kommt nicht von ungefähr. Die Problematik von Zivilisationkrankheiten wird innerhalb der Medien und der Literatur heruntergspielt, dabei ist sie drängend und knallhart. Der volkswirtschaftliche Schden durch Diabetes und Co, Burn Out ganz zu schweigen, ist riesig. „Zivilisationskrankheiten schaufeln des Gesundheitssystemen der westlichen Welt das Grab“.
    Von der ethischen Problematik ganz zu schweigen. WIESO nehmen wir es hin, dass inzwischen ebnso viele Menschen von den tödlichen Folgen des Übergewichts betroffen wie von jenen des Hungers: Eine Milliarde! Ist das fair? Wir hätten die Möglichkeiten, die landwirtschaftlichen Gegebenheiten, um 12 Milliarden Menschen zu ernähren und schaffen es bei sechs nicht. Weil ein kleiner Teil der Weltbevölkerung alles will. Und ihn das aber ironischerweise krank macht.
    Damit wir uns richtig verstehen: Wenn wir unseren Wohlstand so hochloben und ihn auf keinen Fall aufgeben wollen, sollten wir die Konsequenzen tragen-der frühere Tod durch Fehlernährung, Bewegungsmangel, orthopädische Schäden durch das viele Sitzen, psychischen Stress durch beispielsweise zu hohen Leistungssanspruch…
    Leider tragen die verheerenden Konsequenzen nicht wir, sondern jene, die gar nichts damit zu tun haben, und das, was wir haben, sogar erstrebenswert finden, ohne die Schattenseiten zu sehen. Die es aber gibt.

    • aron2201sperber Says:

      das was unseren Gesundheitssystemen das Grab schaufelt, ist der Umstand, dass wir dank der medizinischen Versorgung ein Alter erreichen, in dem die medizinische Versorgung immer teurer wird – und irgendwann (genauso wie das Pensionssystem) nicht mehr leistbar sein wird

      das ist ein Dilemma, das sich nicht so einfach wegmoralisieren läßt…

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2008/11/20/schweizer-prediger-als-krisengewinnler/

      ohne Zivilisation hat die Erde gerade einmal 100 Mio Menschen (sehr hoch geschätzt) ernährt – jetzt sind es immerhin 8 Milliarden

      theoretisch würde es wohl auch für 12 reichen – aber nicht dank irgendwelcher ideologischer Revolutionen (die im 20. jahrhundert zu den schlimmsten Hungersnöten der Geschichte geführt hatten) sondern durch Fortschritt einer funktionierenden Zivilisation

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