Die „Che Guevaras des Westens“

Niemand strahlt mehr revolutionären Chic aus als der Comandante.

Das Che Guevara T-Shirt gehört zur Grundausstatung jedes jungen oder junggebliebenen Rebellen.

Von Hollywood bis Wien wurden dem Held der kubanischen Revolution Denkmäler errichtet.

Die „westlichen Che Guevaras“ wissen zwar selten, wofür sie sind, sie wissen aber immer wogegen sie sind:

Man ist gegen die Globalisierung und den Kapitalismus. Und sie alle würden gerne wie Luke Skywalker oder Avatar als Rebellen gegen ein technisch hochgerüstetes, finsteres Imperium in die Schlacht ziehen.

Deswegen empfindet man für den Kampf der rebellischen Taliban oder der islamistischen Widerstandskämpfer im Irak große Sympathien.

Wofür das finstere Imperium und wofür die Rebellen inhaltlich stehen, kann erfolgreich ausgeblendet werden.

Argwöhnisch betrachtet werden Rebellionen nur dann, wenn sie sich nicht gegen den imperialistischen Feind richten.

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8 Antworten to “Die „Che Guevaras des Westens“”

  1. Bernd Dahlenburg Says:

    Che als Jesus-Ersatz.

    Sozusagen eine Inanspruchnahme meines (gelebten, transzendenten und durch den Heiligen Geist anwesenden) Erlösers Jesus Christus, an dessen Göttlichkeit ich glaube.

    Wenn man meinen Gedanken fortspinnt:

    Geradezu abartig, dass man versucht, die „Transzendenz“ eines argentinischen Killers und Arztes, der eigenhändig mehrere Dutzend Gegner durch Kopfschuss erledigt hatte, ins Dingliche, also auf ein T-Shirt zu übertragen und so in den Heiligenstatus zu versetzen.

    Ich weiß, es gibt viele Abnormitäten, aber die Vergötzung Ches zählt wirklich zu den widerlichsten neben Stalin, Mao, Hitler und Pol Pot.

  2. Aus dem Hollerbusch Says:

    Das romantische Che-Bild ist ja ganz den klassischen Märtyrern nachgebildet, sein Tod wird ja gerne auch in die Richtung umgebogen. Das hat aber seine Logik, weil der Sozialismus ja eine Transformation der Welt anstrebt, ein Weltengericht (Sturz der Bourgoisie) und eine Erlösung auf Erden. Und da braucht man eben auch seine diesseitigen Märtyrer der Bewegung. Oder, wie es Bernd Dahlenburg eben geschrieben hat: Che als Jesus-Ersatz.“ Sehr empfehlenswert dazu übrigens Eric Voegelin (http://en.wikipedia.org/wiki/Eric_Voegelin) und seine Gedanken zur politischen Religion.

  3. Links-Sozialist Says:

    So ein primitives Che Guevara Bashing hat man als Intelektuelles nicht nötig, oder!?
    Die Islamisten um Bin Laden und die Iranischen Reaktionäre von 1979 wie die Mudhaheddin in Afghanistan wurden doch von den tollen USA bezahlt…Dieselben USA die den CIA beaufrtragten Guevara zu ermorden, unter Mithilfe eines geflohehen Nazis aus Deutschland!
    US-Imperialisten, Nazis und fundametalistische Christen, Hindus, Islamisten usw., dagegen kämpfen wir Linken, vor allem wir, die wir in der Deutschen Demokratischen Republik sozialisiert wurden

    • aron2201sperber Says:

      Che Guevara wurde ermordet (was ich selbstverständlich trotzdem ablehne) als er versuchte, in Bolivien eine gewaltsame Revolution anzuzetteln.

      nicht anders als heute unter Evo Morales:

      http://www.tagesspiegel.de/politik/Morales-Attentat%3Bart771,2775442

      in der BRD – eben ein Rechtsstaat – wurde niemand für seinen bewaffneten revolutionären Kampf ermordet – auch wenn in der Stammheim-Mär anderes behauptet wird…

      in deiner DDR hatte es gereicht, das Land verlassen zu wollen, um gnadenlos niedergeknallt zu werden.

  4. Links-Sozialist Says:

    Deine hetze gegen Fidel Castro in einem Kommentar auf dem Blog „lindwurm“ ist auch nicht besser…Da meinst du, dass die „Kuba-Freunde“ im Standard und Castros Rede widerlich wären…
    Aber es ist umgekehrt: Castro hat rechzt und analysiert die weltlage völlig treffen, was den bürgerlichen natürlich übel aufstösst…Und die Leute, die das positiv kommentieren haben doch recht!
    Natürlich geifern die Rechten gegen Castros Worte, aber wie Robespierre sagte: Das wahre Wort lässt die Tyrannen erzittern!

  5. Links-Sozialist Says:

    Naja, die Stammheim-Sache ist auch NICHT ganz geklärt…Der Kapitalismus ist doch nur solange demokratisch, wie er es sich leisten kann…Wenn eine linke Alternative zur Gefahr wird mordet, erschiesst, erwürgt, erhängt er Menschen wie Pinochet in Chile es tat, der beste Freund der „Demokraten“ Thatcher und Reagan!

  6. Alrik Says:

    tja, che.
    free candy für möchtegern linke.
    http://www.pedobearstore.com/product/0101-18577754/Che-Pedobear-T-Shirt

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