„Amico Gaddafi“ im UN-Menschenrechtsrat

New York – Trotz massiver Proteste von Menschenrechtsgruppen ist Libyen in den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen gewählt worden. Das Land erhielt allerdings von allen 14 neuen Mitgliedern, die am Donnerstag von der UN-Vollversammlung bestimmt wurden, die mit Abstand wenigsten Stimmen. Dennoch votierten 155 der 188 vertreten Mitgliedsstaaten in geheimer Abstimmung für das Land, das von Muammar al-Gaddafi autoritär regiert wird.

Wie hat wohl Italien abgestimmt?

1980 wagte es Italien, seinen engen Wirtschaftspartner (Gaddafi besaß 13 % der FIAT-Aktien und der Energiekonzern ENI war als einzige ausländische Erdöfirma von Gaddafi nicht verstaatlicht worden) durch einen Beistandspakt mit Malta zu brüskieren.

Am Tag der endgültigen Unterzeichung des Abkommens, dem 2. August 1980, explodierte im Bahnhof von Bologna eine Bombe, die 85 Menschen das Leben kostete.

Ganz nebenbei ließ Gaddafi zu jenem Zeitpunkt auch völlig ungeniert Dissidenten, die nach Italien geflüchtet waren, von seinen Agenten ermorden.

Doch Cossigas Italien war nach dem Platzen des Eni-Petromin Deals mit Saudi-Arabien (durch den das italienische Parteiensystem in Form von „Tangenten“ finanziert werden sollte) auf die Geschäfte mit dem libyschen Terror-Paten dringend angewiesen:

So gab Cossiga am 4. August 1980 (2 Tage nach dem Anschlag) im Parlament bekannt, dass es sich beim Anschlag von Bologna um eine „faschistische Tat“ gehandelt habe.

Die „schwarzen Terroristen“ wurden nicht etwa deswegen als Attentäter bestimmt, weil die DC-Regierung so „antifaschistisch“ gewesen wäre. Doch hätte man „rote Terroristen“ als Schuldige präsentiert (wie es im deutschen Wikipedia-Beitrag ohne jegliche Grundlage steht), hätten Italiens linke Medien und Bolognas rote Justiz die gesamte Geschichte niemals geschluckt.

Aber eine Tat „schwarzer Terroristen“ – noch dazu im Auftrag Licio Gellis P2-Loge, hinter der wiederum die CIA gestanden habe – das war genau die „Musik“, die Bolognas Polit-Justiz hören wollte.

Der Militärgeheimdienst SISMI versorgte die Justiz mit Zeugen und Beweismitteln, welche die „P2/Faschisten-Piste“ bestätigen sollten. Selbst als sich die Beweismittel als Fälschungen entpuppten, ermittelte Bolognas Justiz einfach stur in die gleiche Richtung weiter:

Statt einer „internationalen faschistischen“ Verschwörung, hinter der P2 und CIA stünden, habe es sich eben um eine „nationale faschistische“ Verschwörung gehandelt (hinter der ebenfalls P2 und CIA stünden). Die P2 habe durch das „Legen der falschen internationalen Fährte“ von der „nationalen Fährte“ ablenken wollen.

Der SISMI-General Santovito und die beiden Offiziere Musumeci und Belmonte, welche die falschen Beweismittel deponiert hatten, waren zwar tatsächlich in der P2-Loge eingeschrieben. Die durch den SISMI beschafften Zeugen und Beweismittel hätten jedoch genau dazu gedient, ihren Logenmeister Licio Gelli zu belasten, wie dieser Spiegel-Artikel von 1983 ganz klar zeigt.

Santovito & Co dürften also trotz ihrer offiziellen P2-Mitgliedschaft nicht dem Logenmeister, der schon längst auf der Abschußliste gestanden haben dürfte, hörig gewesen sein, sondern ihren offiziellen und wohl auch faktischen Vorgesetzten: den DC-Politikern, von denen sie eingesetzt worden waren. („Absitzen“ durften sie ihre Haftstrafen wegen „Behinderung der Ermittlungen“ übrigens in Hausarrest in ihren Villen)

Aus der äußert gespannten Lage, mit der das Jahrzent begonnen hatte, entwickelte sich eine Epoche der italienisch-libyschen Freundschaft, die soweit ging, dass Gulio Andereotti 1986 den libyschen „Freund“ rechtzeitig vor Reagans Raketen warnte.

Aus der Differenz zwischen dem günstigen Preis, den Gaddafi seinen „italienischen Freunden“ machte, und dem offiziellen Preis, um den Italien sein Öl über den staatlichen ENI-Konzern bezog, konnte man bequem das italienische Parteiensystem ein weiteres Jahrzehnt finanzieren (auch die PCI, welche von Cossigas Cousin Berliguer geführt wurde, bekam wohl ihren Anteil)

Selbst nachdem das alte Parteiensystem im Tangentopoli-Skandal unterging, schwammen die beiden „Senatoren auf Lebenszeit“ und Architekten der „ENI-Supertangente“ weiter oben auf – und Gaddafi ist nach wie vor ein „alter Freund Italiens“.

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18 Antworten to “„Amico Gaddafi“ im UN-Menschenrechtsrat”

  1. Thomas Eppinger Says:

    Wer war’s denn jetzt wirklich? Gibt es gesicherte Erkenntnise über die Herkunft der Attentäter?

  2. aron2201sperber Says:

    Verurteilt wurden 3 NAR-Terroristen:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2010/03/17/die-strategie-der-spannung-und-der-gaddafi-freund/

    bei den Verurteilten traf es keine „Unschuldigen“ – es handelte sich um geständige, mehrfache Mörder

    den Anschlag von Bologna, hatten sie jedoch stets bestritten –

    einzig und allein durch eine Zeugenaussage eines inhaftierten „gewöhnlichen Kriminellen“ Massimo Sparti konnten die NAR-Terroristen verurteilt werden.

    Massimo Sparti sagte im Prozeß aus, dass Valerio Fioravanti einige Tage nach dem Attentat bei ihm aufgetaucht sei, um ein gefälschtes Dokument für seine Gefährtin Francesca Mambro zu besorgen. Dabei habe er sich für das Attentat in Bologna gerühmt. Fioravanti selbst habe allerdings kein gefälschtes Dokument benötigt, da er laut eigenen Angaben (sehr unauffällig für einen Attentäter) als “Tiroler” verkleidet gewesen sei.

    Massimo Sparti, der eine langjährige Haftstrafe abzusitzen gehabt hätte, wurde kurze Zeit nach seiner Aussage auf Grund von Haftunfähigkeit entlassen. Der diagnostizierte Pankreas-Tumor hinderte ihn allerdings nicht, fast 25 Jahre weiterzuleben.

    Die Aussagen seiner Ehefrau und seines Dienstmädchens, die vor Gericht bestritten hatten, dass ein Gespräch mit Fioravanti zum fraglichen Zeitpunkt stattgefunden habe, wurden vom Gericht als irrelevant eingestuft. Spartis Sohn empörte sich später in einer TV Sendung, dass man seinem Vater, der ein Krimineller und Lügner gewesen war, geglaubt hatte, seiner Mutter, einer unbescholtenen Frau, hingegen nicht.

    diese youtube-Videos zeigen Aufnahmen seiner Zeugenaussage beim Prozeß und die Aussagen seines Sohnes:

    Hätten die Behörden „offen“ in alle Richtungen ermittelt, hätte man zumindest überprüft, warum sich Thomas Kram, Sprengstoffexperte der Revolutionären zellen, an jenem Morgen in Bologna aufhielt:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2010/04/18/tourist-oder-terrorist/

    im Anschluß an das Attentat gab es zwar Stimmen (zB Spadolini, die Libyen verdächtigten) – trotzdem wurde von Cossiga bereits 2 tage später im Parlament verkündet, dass das Attentat faschistisch gewesen sei.

    und es wurde ausschließlich gegen Rechtsextreme ermittelt – Thomas Kram hingegen wurde nicht einmal einvernommen

    Thomas Kram gehörte mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nur den RZ an, sondern auch der internationealen Terrorgruppe von Carlos an, dessen rechter Arm der ehemalige RZ Mann Johannes Weinrich war – Carlos erhielt viele seiner Aufträge von Gaddafi.

    es wäre gut denkbar, dass Thomas Kram von Weinrich nach Italien geschickt worden war, um die Libyer, die sowohl Motive als auch den Sprengstoffe hatten, in irgendeiner Form zu unterstützen:

    ein mögliches Motiv:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14332299.html

    die möglichen Ausführenden und der beim Anschlag verwendete Sprengstoff:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14325053.html

    http://en.wikipedia.org/wiki/Edwin_P._Wilson

  3. balkansurfer Says:

    Die Leibgarde von Gaddafi ist immer am witzigsten. Bei dem Über Gewicht, muss man fragen, für was die überhaupt herum spazieren.

  4. Ausnahmsweise keine europäische Solidarität mit „Rothemden“ « Aron Sperber's Weblog Says:

    […] Aron Sperber's Weblog gewidmet meinen Lehrern Raymond Aron und Manès Sperber « „Amico Gaddafi“ im UN-Menschenrechtsrat […]

  5. aron2201sperber Says:

    nach der neuesten Theorie (von der ich allerdings wenig halte) soll es sich beim Anschlag um eine Racheaktion für die Verhaftung eines PFLP-Aktivisten gehandelt haben.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Volksfront_zur_Befreiung_Pal%C3%A4stinas

    Carlos hatte mit der PFLP zusammengearbeitet – was auch die Anwesenheit von Thomas Kram in Bologna erklären würde, was die Theorie sehr verlockend macht:

    Gabriele Paradisi, der gerade ein Buch über den anschlag schreibt, und für den ich ein paar Texte übersetzt habe, ist von jener Theorie überzeugt:

    http://www.cielilimpidi.com/

    unters Volk gebracht wurde jene Theorie allerdings ausgerechnet von Franceso Cossiga, der einst nach 2 Tagen die „Faschistische Urheberschaft“ festgesesetzt hatte – und der meiner Ansicht nach für die „Depistaggi“ des SISMI und einer Vielzahl anderer „falscher Fährten“, die er im Lauf der Jahre über die Medien legte, zuständig war:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2010/03/17/die-strategie-der-spannung-und-der-gaddafi-freund/

    Heute (Corriere Interview von 2008) glaubt er an „einen Unfall des palästinensischen Widerstand“ – warum er 28 Jahre später auf einmal fundiertere Informationen haben will, erscheint mir, rätselhaft:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2009/12/20/das-insiderwissen-eines-ex-ministerprasidenten-und-911-truthers/

    1979 wurde der PFLP-Aktivist Abu Anzeh Saleh gemeinsam mit 3 Rotbrigadisten verhaftet, als er eine Rakete durch Italien transportierte.

    Zwischen Italien und den Palästinensern habe es ein geheimes Abkommen gegeben, welches den Palästinensern erlaubte, Italien als Rückzugsgebiet zu benutzen, solange man in Italien keine Terroranschläge verübte.

    Jenes Abkommen hat es zwar wohl zweifelsfrei gegeben (sowie es in vielen Ländern solche Vereinabarungen wohl gegeben haben mag – das „Lodo Moro“ genannte Abkommen, das laut Cossiga zwischen Moro und den Palästinensern abgeschlossen worden war, mag zwar den Palästinenensern gewissen Schutz gegeben haben, aber wohl kaum vor Verhaftungen nach Begehung krimineller Taten in Italien…

    dazu hätte nämlich die gesamte Polizei und Justiz in das „geheime Abkommen“ miteingeweiht werden müssen.

    und wenn der „Lodo Moro“ tatsächlich so bedeutend war – und Moro gemäß Cossiga der Mann der Plästinenser war, wieso hätten die Roten Brigaden, die mit der PFLP eng zusammenarbeitetet ausgerechnet Aldo Moro entführen und umbringen sollen?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Aldo_Moro

    Cossiga ist ein Meister der Halbwahrheiten:

    aus einer Warnung an die Libyer vor dem Raketenangriff Reagans, die es 1986 zweifelsfrei gegeben hatte:

    http://www.foxnews.com/story/0,2933,445450,00.html

    ersann Cossiga eine Warnung an Gaddafi durch den Geheimdienst-chef (1980 Santovito) vor einem Angriff der Franzosen, bei dem die Franzosen dann laut Cossiga versehentlich eine italienische Passagiermaschine abschossen:

    http://www.focus.de/panorama/welt/tid-11334/der-fall-ustica-westliches-attentat-auf-gaddafi_aid_321764.html

    sowohl Moro als auch Santovito waren zum Zeitpunkt der Enthüllungen lange tot und können daher Cossigas Enthüllungen nichts mehr entgegnen…

    auch „Tangentopoli“ sei laut Cossiga in Wahrheit nur eine Rache der Amerikaner für Craxis und Anderottis „propalästinensische Politik“ gewesen.

    alle Dinge werden von Cossiga, der damals mitten im zentrum der macht stand, so dargestellt, als ob er nur ein kleiner unbeteilgter Beobachter der Geschehnisse gewesen wäre:

    http://www.corriere.it/politica/08_luglio_08/cossiga_cazzullo_f6395d90-4cb1-11dd-b408-00144f02aabc.shtml

    …und so sind selbst die für die Tat verurteilten NAR-Terroristen, Cossiga dankbar, dass er immerhin „nicht für die Täter hält“ auch wenn sie einräumen, dass er ihnen in einem „in freundlicher Atmospäre“ geführten privaten Gesprächs trotzdem keinerlei substantiellen Hinweise über die Wahrheit gegeben habe…

  6. aron2201sperber Says:

    laut Präsident napolitano sind durch die neuen Untersuchungen (und damit kann nur die Befragung von Thomas Kram gemeint sein) zu Bologna „nicht vorhersehbare Enwicklungen“ zu erwarten:

    http://bologna.repubblica.it/cronaca/2010/05/08/news/napolitano_verit_e_giustizia_per_le_stragi_di_bologna_e_di_ustica-3908072/

  7. aron2201sperber Says:

    gegen Kram und carlos wird offenbar gerade ermittelt – leider in einem falschen Zusammenhang – der PFLP-Piste und nicht der Libyen-Piste:

    http://www.ilsole24ore.com/art/SoleOnLine4/Italia/2010/05/bologna-strage-indagini.shtml?uuid=c808f360-5ab3-11df-b686-3d0b738a0b0a&DocRulesView=Libero

  8. Thomas Kram alias „Lothar“ « Aron Sperber's Weblog Says:

    […] der Tangentopoli-Skandal sei laut Cossiga in Wahrheit nur eine „Rache der Amerikaner für Craxis und Anderottis […]

  9. gleichklang1 Says:

    Der Menschenrechtsrat ist ein Witz. Das betrifft nicht nur Libyen. Dort finden regelmäßig Staaten mit massiven Menschenrechtsverletzungen ihre Sitze. Gerqadekurz vor dem größten Massaker in seiner Geschichte der letzten Jahrzehnte wurde auch gleich Thailand aufgenommen.

  10. Uno-no Says:

    Libyen im UN-Menschenrechtsrat: Das ist zwar so, als ob man einen passionierten Wilderer in die Jagdaufsichtsbehörde entsendet, aber angesichts der sonstigen Besetzung und der Aktionen dieses Gremiums ist das nicht weiter verwunderlich. Vermutlich ist das ein wichtiger Schritt, um mit Gadaffi im Dialog zu bleiben, denn das Aneinandervorbeireden ist ja das wichtigste Placebo zur Beruhigung westlicher Gewissen.
    Diese UNO hat sich selbst ad absurdum geführt und sollte so schnell wie möglich aufgelöst und von einer Allianz der Rechtsstaaten dieser Erde abgelöst werden.

  11. Fritz Wunderlich Says:

    Saudi-Arabien
    die überweisungen in die schweiz könnten auch zu saudischen inhabern führen
    anscheinend ist schon vergessen, dass viele verträge mit saudi-arabien mit bestechung liefen
    und es gibt auch einen saudischen prinzen mit weitreichenden medieninvestitionen
    die strategie des aufkaufens und bedrohens von medien haben die saudis zuerst im arabisch-islamischen raum praktiziert
    bücher über das königshaus und seine endemische korruption kommen kaum mehr am markt, wegen der angedrohten langwierigen prozesse und auch anderen druckmöglichkeiten auf die staaten

    offizieller und inoffizieller preis
    dann müssten sie auch die quelle nachlegen, dass von den enikonten die differenz an die parteien ging, über diverse verschleierungswege, was selbstverständlich vorstellbar ist

    noch einmal cossiga
    erstes korrigierte er kurze zeit später
    zweitens war er vor bologna unter druck geraten, als er in einer aufrechnung die linksextremen als die weitaus größeren mörder als die rechtsextremen hinstellte, mit falschen opferzahlen
    daher ist es genaus so gut möglich, dass er aus imagepolitischen erwägungen die erste äußerung machte
    aber letztendlich sind das kaffesudlesereien, wenn man sich auf die aussagen eines politikers kapriziert, ohne den tagespolitischen und weiteren kontext zu kennen

    bologna
    http://it.wikipedia.org/wiki/Strage_di_Bologna
    http://it.wikipedia.org/wiki/Organizzazione_Gladio

    • aron2201sperber Says:

      im Spiegel-Artikel, auf den ich mich bezogen habe, wird ja genau dieser ENI-Petromin-Deal mit den Saudis beschrieben:

      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39685933.html

      am Deal mit den Saudis war Licio Gelli sogar tatsächlich nachweislich beteiligt – aber jener Deal platzte nach kurzer Zeit, wie man es im Spiegel-Artikel nachlesen kann.

      ich kann natürlich keine Quellen über die Eni-Libyen-Tangenten nachlegen, denn die „Tangentopoli“-Aufdeckung hörte dort auf, wo es eigentlich wirklich interessant gewesen wäre:

      eben bei der Frage, wie genau die Parteien über die Eni als größter italienischer Konzern finanziert worden waren.

      und Cossiga und Andreotti sind trotz Zusammenbruchs des alten Systems weiterhin „Senatoren auf Lebenszeit“

      was jedoch nachweisbar ist:

      dass die Eni ihr Öl zum größten Teil über Libyen bezog (und immer noch bezieht)

      dass es genau zu jener Zeit (1980) enorme Spannungen zwischen Italien und Libyen gegeben hatte:

      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14332299.html

      und dass jedoch danach eine Periode der intensiven Freundschaft begann, die sogar soweit ging, Gaddafi vor Reagans Raketenangriff zu warnen.

    • aron2201sperber Says:

      und zu Cossiga:

      Cossiga war direkt nach dem Anschlag von einem Unfall ausgegangen.

      das „kurze Zeit später“ kann sich daher nur auf seine Erklärung zur Faschistischen Urheberschaft, die er bereits nach 2 Tagen im Parlament verkündete, beziehen.

      diese nahm er dann erst nach über 10 Jahren zurück (hier kann von „kurze Zeit später“ keine Rede sein)

      die Linksextremisten hatten gerade Aldo Moro entführt und ermordet (niemand brauchte ihnen zu jenem Zeitpunkt irgendetwas Zusätzliches unterstellen, um sich als Gefahr darzustellen)

      wer von der (sofort zur faschistischen Tat erklärten) Bombe profitierte, erfahren wir aus diesem Spiegel-Artikel, der eine Woche nach der Tat verfasst wurde (du hast zurecht auf den notwendigen „tagespolitischen Kontext“ hingewiesen):

      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14320859.html

  12. Terrorpate als Hauptaktionär « Aron Sperber's Weblog Says:

    […] Der Berlusconi-Freund ist nun Hauptaktionär des größten italienischen Finanzinstituts (zu dem auch die Bank Austria gehört). […]

  13. Giuseppe Says:

    Der einzige Zweifel in dieser extremistischen Bahnhof von Bologna am 2. August wurde 1980 Picciafuoco, ein Flüchtling venezianischen im Zusammenhang mit der extremen Rechten und bekannt durch Ciavardini, eine militante Gruppe von neofaschistischen NAR.
    Nun Picciafuoco wurde vom Obersten Gerichtshof aus Mangel an Beweisen als in den Bologna-Massaker freigesprochen.
    Anscheinend ist der Richter des Obersten Gerichts waren sehr zufrieden mit ihm garantiert. Als Ergebnis ist es heute lächerlich weniger gerechtfertigt im Verhältnis zu Menschen anderen „Spuren“.
    Auf der anderen Seite, wird der Bürge durch den Obersten Gerichtshof verwendet überhaupt nicht die Hypothese, dass gewissen Kreisen der extremen Rechten (auch andere als NAR) konnte nichts mit dem Bologna-Massaker zu tun gehabt haben zu verändern.
    Meiner Meinung nach war der Prozess in Gang nahe an der Wahrheit wie möglich, aber dann ausschließlich auf Nar fokussiert und nicht hinreichend untersucht die Umgebung infiltriert mehr (durch USA und NATO) der extremen Rechten.

  14. Tunesier flüchten zu „Rassisten“ « Aron Sperber's Weblog Says:

    […] islamisch, sozialistisch, steinreich und außerdem im bekanntlich überaus antirassitischen UN-Menschrechtsrat vertreten […]

  15. Gaddafis treue Ex-Kollegen « Aron Sperber Says:

    […] war Gaddafi bis vor kurzem ein Kollege im […]

  16. Neue Ermittlungen gegen Thomas Kram « Aron Sperber Says:

    […] der Tangentopoli-Skandal sei laut Cossiga in Wahrheit nur eine „Rache der Amerikaner für Craxis und Anderottis […]

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