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„Aber“-Sätze

Dezember 13, 2010

Stockholm – Bei einer von Muslimen organisierten Demonstration gegen den Terroranschlag in Stockholm sind am Sonntagabend rund 100 Menschen auf die Straße gegangen. „Wir fühlten uns verantwortlich dafür, den Anschlag scharf zu verurteilen“, sagte Samaa Sarsour, eine der Organisatorinnen. „Aber es wäre naiv zu glauben, dass die gestrigen Ereignisse keine negativen Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Muslimen in Schweden haben werden.“

(Der Standard)

Wenn man eine solche Tat ehrlich verurteilt, dann bitte ohne „Wenn und Aber“.

Bei einem „Aber“-Satz kann man den ersten Teil des Satzes immer streichen:

Ich habe nichts gegen Ausländer, aber…

Der zweite – entscheidende – Teil ihres Satzes, der nach dem „Aber“ kommt, handelt von den nun bevorstehenden „negativen Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Muslimen in Schweden“.

Mit dieser Aussage zeigt Frau Sarsour, dass es ihr bei der Demonstration mehr darum geht, die nun drohende Islamophobie anzuprangern, als den islamistischen Terror zu verurteilen.