Schweizer Botschaft erhielt explosive Botschaft

Gestern stellte ein schweizer Gericht fest, dass Gaddafis Staatsfonds zu Recht blockiert werden.

Heute erhielt die schweizer Botschaft in Rom eine Paketbombe.

Vor 30 Jahren brüskierte Italien seinen engen Wirtschaftspartner Libyen (Gaddafi besaß 13 % der FIAT-Aktien und der Energiekonzern ENI war als einzige ausländische Erdöfirma von Gaddafi nicht verstaatlicht worden) durch einen Beistandspakt mit Malta.

Am Tag der endgültigen Unterzeichung des Abkommens, dem 2. August 1980, explodierte am Bahnhof von Bologna eine Bombe, die 85 Menschen das Leben kostete.

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6 Antworten to “Schweizer Botschaft erhielt explosive Botschaft”

  1. H2SO4 Says:

    So ein Schmarrn…

  2. aron2201sperber Says:

    Bekennerschreiben der Anarchisten gefunden:

    http://derstandard.at/1292462520615/Paketbomben-in-Botschaften-Italienische-Anarchisten-bekennen-sich-zu-Terror

    auch Anarchisten müssen schließlich von etwas leben (in Italien ist Sozialhilfe nicht so hoch wie bei uns) – Gaddafi hat immer schon gut gezahlt.

    am Ende werden die Anarchisten von den linken Geistesleuchten wie Dario Fo sowieso von aller Schuld freigesprochen werden, egal ob sie sich selbst vorher zum Terror bekannt hatten oder nicht:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2008/08/24/italiens-bleierne-jahre/

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2010/09/30/martin-schleyer-und-aldo-moro/

  3. tommis Says:

    bologna war ein anschlag der rechten, und auch die aktuellen anschläge sind politisch unlogisch, ausser zur verängstigung des volkes … manes sperber würde da genauer hinschauen!

    • aron2201sperber Says:

      in Italien glaubt niemand mehr an eine rechte Urheberschaft, ich habe darüber geschrieben:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2010/07/10/vor-30-jahren-in-bologna/

      aber auch die „seriösen Journalisten“ von NZZ, FAZ, BZ, die sich (über den Wikipedia-Eintrag hinausgehend) mit dem Anschlag beschäftigt haben, hegen so ihre Zweifel an der gerichtlich festgestellten Urheberschaft:


      http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0731/magazin/0004/index.html

      „Der Prozess gegen das Killerpärchen war ein reiner Indizienprozess. Es gibt keinen Beweis für die Tatbeteiligung, keine Fingerabdrücke, auch keinen Nachweis, dass die beiden überhaupt in Bologna waren. Das ganze Gebäude der Anklage stützte sich letztlich auf die Aussage eines einzigen dubiosen Zeugen: Massimo Sparti, einen Mann aus dem Ganovenmilieu der Römer Vorstadt Magliana, in dem sich auch viele Neofaschisten tummelten. Schon kurz nach seiner Festnahme behauptete Sparti, Fioravanti habe ihm in Rom zwei Tage nach dem Attentat in Bologna gestanden, dass er die Bombe platziert habe. Er habe ihn auch gebeten, ihm zwei gefälschte Ausweise zu beschaffen. Sparti aber sei damals gar nicht in Rom gewesen, gab seine Frau zu Protokoll. Und weshalb sollte ein Terrorist sich gefälschte Dokumente erst nach der Tat besorgen? Wie auch immer, die Richter glaubten Sparti. Der Ganove wurde nach einem Jahr Haft wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs im Endstadium auf freien Fuß gesetzt und lebte noch 20 Jahre munter weiter.

      An der Täterschaft der NAR-Terroristen zweifeln in Italien in Italien inzwischen namhafte Juristen und Politiker. Giovanni Pellegrino, der die Parlamentskommission zur Untersuchung der Attentate der 70er-Jahre präsidierte, sagt heute über das rechtskräftige Urteil gegen Fioravanti und Mambro: „Es hängt in der Luft.“

      http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/der_anschlag_von_bologna_sorgt_weiterhin_fuer_politische_spannung_1.7025942.html

      „Allerdings hatten Carlos und Kram in diesen Jahren auch im Sold Ghadhafis gestanden, dessen Regime schon von führenden italienischen Politikern als möglicher Mandant verdächtigt wurde. Das einmal im Zusammenhang mit dem mutmasslichen Luftkampf zwischen zwei libyschen MiG-23 und Nato-Flugzeugen im Juni 1980 über dem Tyrrhenischen Meer in der Nähe der Insel Ustica; am 18. Juli 1980 wurden die Überreste einer libyschen MiG-23 in Kalabrien entdeckt. Zudem hatten die Beziehungen zwischen Rom und Tripolis in den Wochen vor der Bombenexplosion in Bologna auch deshalb einen Tiefpunkt erreicht, weil sich Malta unter dem damaligen Regierungschef Dom Mintoff mit Libyen verkrachte und Italien genau am 2. August mit der strategisch bedeutsamen Mittelmeerinsel ein Hilfsabkommen unterzeichnete.“

      http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E03D8A1E1BE524EA1A0E3B6876923E3E9~ATpl~Ecommon~Scontent.html

      „Aber es gibt noch andere interessante Fragen. So wird beispielsweise in Italien seit längerem über eine mögliche Verwicklung Thomas Krams in den Bombenanschlag auf den Bahnhof von Bologna spekuliert, bei dem am 2. August 1980 insgesamt 85 Personen ums Leben kamen. Ermittlungsergebnissen zufolge habe er in der Nacht vom 1. auf den 2. August ein Hotelzimmer in Bologna reserviert und sei möglicherweise sogar kurz vor der Detonation im Bahnhof gewesen. Ebenfalls aufklärungsbedürftig sind die Umstände, unter denen Thomas Kram und Adrienne Gerhäuser im Dezember 1987 schließlich untertauchten: Es gilt inzwischen als äußerst wahrscheinlich, dass sie vom Staatssicherheitsdienst der DDR rechtzeitig vor einer bundesweiten Fahndungsoperation des Bundeskriminalamts (“Aktion Zobel“) gewarnt wurden.“

  4. aron2201sperber Says:

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