Der Nobelpreisträger und die Muslimbruderschaft

Mohammed ElBaradei ist zwar der Liebling der europäischen Medien.

Als der Friedensnobelpreisträger seine Landsleute zum Boykott der Parlamentswahlen aufrief, folgte niemand seinem Aufruf.

ElBaradei verfügt in Ägypten über keinerlei Machtbasis.

Deswegen ist der links-liberale ElBaradei auf die Unterstützung der Islamisten dringend angewiesen.

Vorübergehend kann es für die Muslimbruderschaft praktisch sein, Mohammed ElBaradei als zivilisiertes Gesicht für eine islamistische Machtübernahme zu nützen.

Sobald sie ihre Macht gefestigt haben, werden die Islamisten den Demokraten ElBaradei bald wieder entsorgen.

Denn Ziel der Muslimbruderschaft ist es nicht, eine Demokratie zu errichten, sondern einen islamistischen Gottesstaat.

Die Demokratie ist nur der Zug, auf den die Islamisten – sofern es opportun ist – aufsteigen, um ihr Ziel zu erreichen. (Zitat des türkischen Islamisten-Premiers Erdogan)

Am Ende haben alle von der Muslimbruderschaft geprägten islamistischen Bewegungen das gleiche Ziel:

Die Hisbollah im Libanon, die Hamas in Gaza, die Mullahs im Iran

wollen Israel vernichten und die Herrschaft der Scharia.

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14 Antworten to “Der Nobelpreisträger und die Muslimbruderschaft”

  1. jackdaw Says:

    Sehe das genau so, wie oben beschrieben.
    Gnade uns vor unseren Eliten und Gutmenschen!

  2. Hayek Says:

    Apropos Gutmenschen.
    Wer könnte diese Gattung besser, selbstherrlicher und ironiefreier beschreiben, als ein Gutmensch selber?

    http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35287/1/1

    Auszüge:

    Über ein halbes Jahrhundert lang wurde versäumt, die Einwanderer Deutsche werden zu lassen, und jetzt soll die fromme Bäuerin, die da aus dem hintersten anatolischen Dorf in eine deutsche Großstadt katapultiert wird, von jeder Litfaß-Säule halbnackte Frauen auf sich herabschauen sieht und vor Scham und Schreck vergeht, über Nacht zwangsmodernisiert werden.

    Die Universität Berkeley soll die Aufnahmebedingungen für Schwarze gesenkt und für chinesisch- und japanischstämmige Amerikaner angehoben haben.

    Soll? Soll?! Amerikanische Universitäten sortieren streng nach rassistischen Quoten. Mathematik würden an den Elite-Unis fast nur Asiaten studieren, wenn es keine Quotenweißen und Quotenschwarzen gäbe. Entweder es geschieht direkt über affirmative action oder eben versteckt über Aufnahmegespräche. Ich war mal auf einer Einführungparty für alle MIT-Studenten aus dem Raum New Jersey. Die Aufsplittung der Studenten in politisch-korrekte Weltregionen war geradezu offensichtlich.

  3. oren1 Says:

    Vielleicht bin ich ja paranoid aber mir fällt auf, dass mit Andauer der „Revolution“ der freiheitsliebenden Menschen das Wort Israel immer öfter zu hören ist. Und wie? Natürlich negativ besetzt. Schon wieder melden sich sogenannte Nahostexperten, schon wieder hört man, „Israel muss jetzt“,“ Israel sollte“, „es ist an der Zeit, dass Israel endlich“ usw usf. Natürlich kommt niemand dieser Nahostexperten auf die Idee, dass vielleicht auch die anderen einmal sollten müssten usw.

  4. emran_feroz@hotmail.com Says:

    diese angstmache ist nicht berechtigt.
    die moslembrüderschaft hat ausdrücklich betont, keinen islamistischen gottesstaat errichten zu wollen. anstatt immer von den anderen etwas zu fordern, sollte von israle gefordert werden, keinen tyrannen zu unterstützen. das verbreiten von falschen fakten kann so nicht toleriert werden.

  5. Karl Says:

    der Ägypter ElBaradei ist zwar USA-kritisch, jedoch trotzdem durch und durch Westler

    auch 1979 im Iran hatten die Intellektuellen geglaubt, den Impetus der Islamisten für ihre säkular westliche, links-antiamerikanische Agenda nutzen zu können.

    aber für Elite-Typen wie ElBaradei kann es ohnehin nicht so arg werden.

    im schlimmsten Fall können sie immer noch im Westen um Asyl ansuchen.

    wie die ganzen westlichen Links-Revoluzzer nach der mißglückten iranischen Revolution

  6. Dirk Says:

    Zitat:

    „Am Ende haben alle von der Muslimbruderschaft geprägten islamistischen Bewegungen das gleiche Ziel:

    Die Hisbollah im Libanon, die Hamas in Gaza, die Mullahs im Iran“

    Kann mir bitte mal jemand von den Islamexperten (neuerdings gefühlte 90% der Nation) erklären, wieso die Schiiten im Libanon und Iran von den durch und durch sunnitischen Muslimbrüdern geprägt sein sollen?

  7. arthur Says:

    Hallo!

    Können Sie einen Beleg anführen, dass die Muslimbruderschaft einen „islamistischen Gottesstaat“ errichten will.

    Bringen Sie mir bitte einen Beweis dafür. Ich kenne die ägyptische Politik gut, und weiß von Ihrer These leider nichts…

    MfG
    Arthur S.

  8. jubin Says:

    Natürlich sollte ElBaradei alle Möglichkeiten einer Kandidatur in Betracht ziehen, denn das ist der erste Schritt in Richtung Demokratie, wenn quasi alle zugelassen werden. Die Muslimbrüder sich „noch“ nicht mit den Mullahs im Iran 1979 zu vergleichen. Denen fehlt einfach die Basis. Aber natürlich sollte man in Betracht ziehen, dass das Ziel der Muslimbrüder ein islamischer Staat sein wird. Und dem sollte vehement entgegengewirkt werden. Denn am Beispiel Iran sieht man sehr genau, zu welchen Rückschritten dies führen kann.
    Es wird eine spannende Zeit für alle. Keiner kann heute sagen, wie es in Nordafrika bzw im Nahen Osten weitergehen wird.

  9. Frieden für den Bombenbau « Aron Sperber Says:

    […] Islamisten-Verharmloser „Friedensnobelpreisträger“ hat die Apokalyptiker aus Teheran einen großen Schritt näher an ihre Ziele gebracht. Gefällt […]

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