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Die Arabeske vom verzückten ORF-Reporter

Februar 11, 2011

Der ehemalige Präsident Hosni Mubarak war wohl selbst nach Gerhard Schröders Maßstäben kein „lupenreiner Demokrat“.

Aber verglichen mit Regimen wie Saddam Husseins Baath-Dikatatur oder dem islamistischen Taliban-Regime war Murabaks Ägypten ein Hort der Freiheit und Vernunft.

Über 20 Jahre hatte Karim El-Gawhary zunächst als freier Journalist und später als Korrespondent für westliche Medien über das Land berichten dürfen.

Trotz seiner oft durchaus kritischen Reportagen hatte er sich nie vor Repressionen fürchten müssen.

Die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen wurden in Ägypten nicht vom Regime, sondern von diversen Extremisten begangen.

Mubaraks Vorgänger wurde für seinen Friedensschluß mit den Israelis von Islamisten ermordet.

Der Islamisten-Mob verübte wiederholt Terrorattentate gegen Touristen und gegen Angehörige der koptischen Minderheit.

Warum Karim El-Gawhary angesichts des Sturzes eines Regimes, das ihm alle Freiheiten gewährt hatte, in Verzückung gerät, während ihn beispielsweise der Sturz eines Tyrannen wie Saddam kalt ließ, würde mich schon interessieren.

Ohne die Protest-Leistung der „ägyptischen Straße“ herabwürdigen zu wollen, so handelte es sich bei Mubarak eben nicht um einen Saddam, Gaddafi oder Ahmadinejad.

Auch in Ägypten kamen zwar Menschen bei den Protesten ums Leben.

Systematische Verfolgung, wie sie gegen die Demonstranten von Teheran angewandt wurde, brauchte jedoch niemand zu befürchten.

 

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