Archive for 24. Februar 2011

Alter Terrorpate warnt vor neuem Terrorpaten

Februar 24, 2011

Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion war Gaddafi der größte Terrorpate.

Er finanzierte linke Terrorgruppen wie die PFLP,  Brigate Rosse, RAF, IRA, FLNC, ETA und natürlich den internationalen Top-Terroristen Carlos.

Carlos Bande arbeitete Anfang der 80er Jahre für Gaddafi und verübte in seinem Auftrag in Frankreich, Italien und Griechenland entsetzliche Terroranschläge.

Außerdem dürften Carlos deutsche Komplizen Gaddafis Agenten dabei behilflich gewesen sein, in der BRD lebende Exil-Libyer zu ermorden.

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion verloren die linken Terrorgruppen ihren logistischen KGB-Rückhalt und lösten sich rasch auf.

Die neue Generation von islamistischen Terroristen war auf Gaddafis Geld nicht angewiesen.

Dass Gaddafi jetzt fürchtet, von seinem Nachfolger als oberster Terrorpate nun auch in Libyen ausgebotet zu werden, ist eine Ironie der häßlichen Terror-Geschichte.

„Mehr als die Herrschaft von 51%“

Februar 24, 2011

Lindwurms ausgezeichnete Definition einer „echten Demokratie“:

Der Westen soll der arabischen Demokratiebewegung keine Steine in den Weg legen, aber er muss von dieser auch gewisse Dinge einfordern und klar sagen, was sicher nicht erwünscht ist.

Zum Beispiel muss der Westen, schon in seinem eigenen Interesse, mit größtem Nachdruck klar machen, dass Demokratie mehr bedeutet als die Herrschaft von 51 Prozent über die anderen 49 Prozent; dass Freiheit nicht bedeutet, sich die Freiheit zu nehmen, anderen im Namen der Religion die Freiheit zu rauben; dass Kriegsgelüste gegen Israel auch dann nicht akzeptiert werden, wenn 70 Prozent der Bevölkerung „demokratisch“ dafür sein sollten; dass man Schariagerichte, Frauenunterdrückung, religiösen Fanatismus und Terrorismusunterstützung auch dann nicht hinnehmen kann, wenn solche Sachen von Mehrheiten gewünscht werden; kurz: dass Freiheit und Demokratie keine hohlen Phrasen sind, sondern Werte beinhalten, die nicht verhandelbar sind.

Und wer dennoch meint, auf diese Werte pfeifen zu können, dem sollte bewusst gemacht werden, dass er dann mit keinerlei Unterstützung rechnen kann, sondern im Gegenteil mit schweren Sanktionen.

…ich würde es statt „echter Demokratie“ allerdings eher „Freedom and Democracy“ oder „Grundrechte und Demokratie“ nennen.