Geil auf den Super-GAU

Ich warte leider immer noch auf eine Nachricht einer lieben japanischen Freundin aus Tokio.

Zweimal hatte ich sie in ihrem wunderbaren Land besucht.

Die Japaner beklagen sich nicht über ihr Schicksal, denn sie wissen, dass sie mit Katastrophen leben müssen.

Trotzdem sollten einen die Nachrichten von den vielen Toten und Vermißten erschüttern, selbst wenn man keine japanischen Freunde hat.

Die aufgekratzte Erwartungshaltung, mit der die Anti-Atomlobby einem möglichen atomaren Super-GAU entgegenfiebert, empfinde ich angesichts der vielen Opfer dieser Naturkatastrophe als besonders widerlich.

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30 Antworten to “Geil auf den Super-GAU”

  1. jack Says:

    Ein besonders widerliches Foto mit den drei Hackfressen und deren 44 km langenGefolgschaft.

  2. Geil auf den Supergau? Nein, einfach nur „told you so!“ | Aron Speiber Says:

    […] ist. Und das einzige, was Aron Sperber dazu einfällt? Genau diese Gruppen wären „geil auf den Supergau“ gewesen, ein Schuldvorwurf, obwohl genau diese Gruppen jahrzehntelang vor genau dem gewarnt […]

    • aron2201sperber Says:

      aus deinem Beitrag:

      „Eine Mahnung vor den Folgen eines derartigen Reaktorunfalls und der Gefahr der Technologie allgemein sollen folgende Schicksale sein, die sich im Zusammenhang in meinem persönlichen Umfeld abgespielt haben: zum einen ein Nachbar, der in den radioaktiven Regen nach Tschernobyl geraten ist, und durch nachfolgende Strahlenkrankheit sämtliche Haare am Kopf, und zum anderen ein Freund meines Vaters, der bei einem Bundesheer-Manöver ebenfalls mit dem Tschernobyl-Fallout kontaminiert wurde, und der wenige Jahre später an Krebs starb.“

      wie heißt die „Strahlenkrankheit“ denn genau?

      was für Krebs war es?

      war der Freund deines Vaters mit dem Bundesheer auf einer Geheimmission in der ukrainischen Sowjet-Republik?

      anders ließe sich die für die Krebserkrankung notwendige Strahlenmenge nämlich wohl kaum erklären…

      • Popeye Says:

        Was hast Du denn für seltsame „Fans“? Hätte mir jemand von Aron Speiber erzählt, würde ich ihn auslachen für so eine Räuberpistole!

      • aronspeiber Says:

        wie heißt die „Strahlenkrankheit“ denn genau?

        Die Strahlenkrankheit heißt Strahlenkrankheit.

        was für Krebs war es?

        Das weiß ich im Detail nicht, auf jeden Fall aber aggressiv metastasierend.

        war der Freund deines Vaters mit dem Bundesheer auf einer Geheimmission in der ukrainischen Sowjet-Republik?

        Wie ich schrieb, auf einem Manöver. Such dir einen der Truppenübungsplätze in Österreich aus, da wird’s passiert sein.

        anders ließe sich die für die Krebserkrankung notwendige Strahlenmenge nämlich wohl kaum erklären…

        Ähm, schon mal was von Inkorporation gehört? Genau deswegen war die große Anweisung nach Tschernobyl, drinnen zu bleiben, hohe Wiesen nicht zu betreten, und Kinder nicht in Sandkisten spielen zu lassen. Die reine Strahlenmenge mag nicht so groß sein, wenn man sich damit kontaminiert und man strahlendes Material auf der Haut, im Haar oder (noch schlimmer) im Körper hat, dann ist das scheiße aggressiv, weil die Strahlung auf kürzeste Entfernung wirken kann. Da ist sogar Alpha-Strahlung, die, wie man in der Schule lernt, eigentlich durch ein Blatt Papier abschirmbar ist, plötzlich eine Gefahr.

  3. Hayek Says:

    Das ist die typische German Angst. Seit gestern berichten die deutschsprachigen MSM nur noch über Fukushima. Die zehntausend Opfer durch Erdbeben und Tsunami gehen den deutschen MSM komplett am Arsch vorbei. Vom Spargel bis zur SZ hoffen sie alle auf den radioaktiven Fallout.
    Strahlung, Strahlung, Strahlung.
    Damit kann man den deutschen Michel jagen.
    Ich glaube in 100 Jahren nicht, dass sich die Japaner, Chinesen, Franzosen und Amerikaner von diesem hysterischen Völkchen anstecken lassen.

  4. Hayek Says:

    zum einen ein Nachbar, der in den radioaktiven Regen nach Tschernobyl geraten ist, und durch nachfolgende Strahlenkrankheit sämtliche Haare am Kopf, und zum anderen ein Freund meines Vaters, der bei einem Bundesheer-Manöver ebenfalls mit dem Tschernobyl-Fallout kontaminiert wurde, und der wenige Jahre später an Krebs starb.

    Das ist so selten dämlich, dass muss man gleich noch mal posten.
    Von so Wählern leben die Grünen seid Jahr und Tag.
    Ich wette der Typ hat ein Studium.
    Sind ja alles Akademiker bei den schlauen GrünInnen.
    Ich mache demnächst einen Blog auf, in dem ich von den hellsten Akademikern berichte.

  5. Hayek Says:

    Hermann Scheer war auch so ein pathologischer Fall, der immer bestens vorbereitet war auf alle Eventualitäten atomarer Katastrophen. Er hat sich in seinem ganzen Leben wahrlich mit nichts anderem beschäftigt.
    Im Alter von 66 Jahren musste er dann überraschend feststellen, dass Fettsucht nicht gut fürs Herz ist.
    Das konnte nun wirklich keiner ahnen. Auch Jürgen Trittin hatte mit 55 schon mindestens einen Herzinfarkt, aber die kommende Atom-Apopkalypse lässt ihn nicht kürzer treten. Es sind ja die AKWs, die ihm schaden und nicht etwa der unermüdliche Stress, den er sich mit ihnen macht. Man kann folglich so oder so mit Fug und Recht behaupten: Die deutschen AKWs haben schon jede Menge Ökos auf dem Gewissen!

    Risiken rational abschätzen kann nicht jeder, aber die deutschen Grünen setzen auf diesem Gebiet glücklicherweise immer neue Maßstäbe und geben wertvolle Tipps. Ganz unhysterische natürlich, denn der Begriff Populismus ist in der deutschen Medienlandschaft selbstverständlich mit dem Begriff „Rechts“ verschmolzen.
    Für mich als Arzt liegen die größten Risiken auch ganz klar bei den AKWs, besonders bei den deutschen. Auch wenn ich nicht Mitglied bei IPPNW bin, die AKWs werden uns alle umbringen. Früher oder später. Wer daran nicht glauben will, wird aus der Ökokirche geschmissen und kommt nicht ins Ökoparadies. Wer will das schon? Ich jedenfalls nicht.

  6. aron2201sperber Says:

    @aronspeiber

    wann genau ist der Nachbar an der Strahlenkrankheit erkrankt?

  7. Sherlock Edel Says:

    „Wie ich schrieb, auf einem Manöver. Such dir einen der Truppenübungsplätze in Österreich aus, da wird’s passiert sein.“
    In Österreich gab’s nach der Tscherno-Katastrophe keine Truppenübungen.

    • aronspeiber Says:

      Oh, doch. Zumindest anfänglich. Aber ich finde das schon toll, wie sich die Geier auf die ganzen Details dieser Anekdote stürzen, nur um irgendwann mal sagen zu können, „das stimmt doch gar nicht!“ Wie erbärmlich ihr doch seid, nur um eure Apologetik weiter verteidigen und eure Vorurteile weiter bedienen zu können.

      • aron2201sperber Says:

        Die bösen Geier stürzen sich auf die Details?

        ich möchte nicht wissen, wie sich ein Aron Speiber wohl das Maul zerrissen hätte, wenn ich hier um einen islamkritischen Beitrag aufzufetten, eine Märchengeschichte über eine Nachbarin, die von Islamisten vergiftet worden sei, erzählt hätte.

        also Aron Speiber, speib ein wenig leiser, wenn du das nächste Mal beim Gschichtl drucken erwischt wirst

      • aronspeiber Says:

        Ja, die Geier stürzen sich auf die Details, da wird mein „Gschichtl“ angegriffen, um von deinem absolut peinlichen Schweigen zur eigentlichen Hauptargumentationslinie meines Artikels abzulenken.

        Und „erwischt“? *lol* Mir ist es vollkommen egal, ob du mir das „Gschichtl“ glaubst oder nicht, ich weiß, was in meiner unmittelbaren Umgebung passiert ist, und lache über deine „es kann nicht sein, was nicht sein darf“-Mentalität. Wenn du so wenig Probleme mit Strahlung hast, und deswegen meine Erzählung anzweifelst, bitte, Aufräumtrupps hätte sich damals wie heute über deine freiwillige Meldung gefreut.

  8. aron2201sperber Says:

    Lese-Empfehlung:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/deutsche_protestkultur_nein_danke/

    „Voller Mißbilligung berichten deutsche Medien, daß die Japaner sich gerade etwas weniger für die Risiken der Kernenergie interessieren als für die Frage, wieviele ihrer Landsleute, Bekannten und Verwandten in diesem Augenblick tot im Meer treiben oder in zusammengestürzten Hausruinen ihren letzten Atemzug tun. Zehntausende, ist eine realistische Annahme. Im glücklichsten Fall nicht ganz so viele wie es in Deutschland Demonstranten gibt, die das gräßliche Geschehen zum Anlaß nehmen, um gelbe Luftballons zu schwenken und in die Fernsehkameras zu grinsen, weil bei ihrer Outdoor-Anti-AKW-Party das schönste Frühlingswetter herrscht.“

  9. aron2201sperber Says:

    gestern bei Anne Will:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/anne_will_am_atomaren_abgrund/

    „Als endlich der einzige Fachmann, der Physiker Ragnar Yogeshwar zu Wort kam und erklärte, dass die Situation in Japan keineswegs mit der Tschernobyl- Katastrophe zu vergleichen sei und das Containment der Brennelemente bisher gehalten , eine Kernschmelze mit Austritt radioaktiven Materials bisher nicht stattgefunden hätte, wurde er von Will rüde unterbrochen. Zum Glück ließ sich Yogeshwar den Schneid nicht abkaufen und ergänzte, dass mit jeder Stunde die Chance steige, dass eine Nuklearkatastrophe verhindert werden könne. Das schien keine gute Nachricht für Will zu sein, die vorher von dem Physiker ausdrücklich wissen wollte, ob es denn keine gute Nachricht unter all den Hiobsbotschaften gäbe.“

  10. uhu Says:

    Irgendwie scheint die Strahlung auch hier einigen das Hirn zu verbrennen. Zu viel Jan Fleischhauer und „Achse des Guten“ abbekommen? Außerdem fehlt in diesem Beitrag natürlich das Unwort „Gutmensch“

    Zum Foto: Niemand mag diese Typen (Roth, Trittin und Hagen)

    Kein Mensch, der auch nur einen Funken Verstand hat, freut sich über die Katastrophe in Japan.
    ABER die Apologeten der „wir-haben-das-alles-unter-Kontrolle-weil-0-Restrisiko“-Kernenergie werden es schon aushalten müssen, dass man denen das unter die Nase reibt—> Kernenergie ist einfach nicht ohne Restrisiko beherrschbar und ein Fehler kann dann unabsehbare Folgen haben, von der ungeklärten Endlagerung mal abgesehen…
    Eventuell würde es ja reichen, wenn man den Betreibern eine Haftpflichtversicherung aufdrückt. Der Markt regelt doch angeblich alles. Der Vorwurf, dass man dabei Freude empfinden würde, zeigt nur wie krank und widerlich dieser Blogger ist.
    Um es vielleicht nochmal anschaulicher zu beschreiben.
    Die meisten Eltern sagen ihrem Kind auch ständig, dass es nicht mit Fremden mitgehen soll, wenn es das Kind dann trotzdem tut und das unaussprechliche passiert, dann sagt man sich auch: ich habs immer wieder gesagt und gepredigt…genau so fühlen sich wahrscheinlich die meisten Atomkraftgegner (für alle kann ich natürlich nicht sprechen – das machen nur Typen wie der werte Blogger hier, der gleich weiß, was alle von der „Anti-Atomlobby“ denken)….da ist kein bisschen Häme oder Schadenfreude ….nur unendliche Traurigkeit

    • ap Says:

      „Die meisten Eltern sagen ihrem Kind auch ständig, dass es nicht mit Fremden mitgehen soll, wenn es das Kind dann trotzdem tut und das unaussprechliche passiert, dann sagt man sich auch: ich habs immer wieder gesagt und gepredigt“

      Ich glaube nicht, dass die betroffenen Eltern so reagieren würden. Sie wären wohl eher entsetzt, wenn Strache und Konsorten mit ihrem Unglück Politik machen würden – sofern sie überhaupt noch was anderes als Tränen wahrnehmen.

  11. n0by Says:

    Meine Meinung steht hier:

    http://n0by.blogspot.com/2011/03/heie-offentliche-meinung-wie-ungekuhlte.html

  12. visionblue Says:

    Niemand sollte „geil auf den Supergau“ sein, denn das wäre menschenverachtend und höchst unmoralisch. Was für politische Interessen hinter welchen Argumentationsketten deutscher Politiker stehen, mag sich jeder selbst ausrechnen. Die Frage steht immer nach dem „Warum?“. Warum wird uns eigentlich immer verkauft, dass es außer Energie aus Kernspaltung, Kohle, Wasserkraft, Wind und Sonne keine anderen Möglichkeiten der naturschonenden und ressourcenunabhängigen Energiegewinnung geben würde. Im 20. Jahrhundert wurden wissenschaftliche Entdeckungen gemacht, Apparate gebaut und Versuchsreihen unternommen, die so vielversprechend waren, dass sie allen Haushalten einer dauerhafte und autarke Energieversorgung geboten hätten. Das war aber gewissen Interessenträgern ein Dorn im Auge. Forschungsergebnisse wurden einkassiert und weggeschlossen, die betroffenen Wissenschaftler wurden ins Abseits gestellt und ins Lächerliche gezogen. Vielleicht hat schon mal jemand was von Nikola Teslas Raumenergiekonverter, Viktor Schaubergers Forschungen zur naturverbundenen Implusionstechnik oder dem Bielefeld-Brown-Effekt gehört. Wer gern mehr darüber lesen und ins Staunen kommen möchte der kann gerne hier weiteres erfahren:
    http://wp.me/p1NoP-jh

    Mein Mitgefühl gilt allen betroffenen Menschen in Japan. Möge die Menschheit aus ihren bisherigen Fehlern lernen. Mögen die Menschen aufwachen und anerkennen, dass wir mit unserem Planeten so nicht weiter umgehen können. Diese Katastrophe ist zugleich eine Chance zu Lernen und zu Verändern. Der ewige ressourcenverschlingende Wohlstandskommerz der einzelverpackten Schokoladenstückchen, der genverseuchten, urwaldverschlingenden Monokulturen, der schneller, größer, bunter Blinkerwelt kann so jedenfalls nicht mehr weiterbetrieben werden.

  13. avatorgg Says:

    Die Grünen sind sowieso alles andere als Menschenfreunde. Am liebsten würden sie jedes Kind von klein auf zu Homosexuellen erziehen, ganz nach Gender- Mainstream- Art.
    In der japanischen Katstrophe sehen sie ihre Chance sich politisch wieder in den Mittelpunkt zu rücken.

  14. Lars Says:

    Anderen eine „aufgekratzte Erwartungshaltung“angesichts eines drohenden atomaren Super-GAUs zu unterstellen empfinde ich als ziemlich.. . wie war das Wort? ach ja: Widerlich!

  15. ap Says:

    Nur mal so:
    „Das haben wir jetzt davon: Klimapanik führt zur Renaissance der Atomkraft.“

    Zu recht würde das als menschenverachtend, als Instrumentalisierung Toter, als unterirdisch dumm in der Luft zerrissen werden. In ähnlicher Manier machen momentan aber deutsche und österreichische Medien auf. Zum Glück gibt es noch welche in anderen Ländern.
    Sollte Fukushima sich zu einem Begriff wie Tschernobyl entwickeln, kann er den AKW-Befürwortern noch oft genug um die Ohren geschlagen werden, momentan geht es aber um Menschen in Japan und nicht um innereuropäische Verhältnisse. Diese werden sicher noch zu diskutieren sein, gerne in aller Härte, die Japaner können das derzeit aber überhaupt nicht brauchen.

  16. dametouttis Says:

    DAS ist ein atomares ATTENTAT auf JAPAN !

  17. Sherlock Edel Says:

    „Oh, doch. Zumindest anfänglich.“Nein! Jedenfalls gab’s keine Freilandübungen.

    „Aber ich finde das schon toll, wie sich die Geier auf die ganzen Details dieser Anekdote stürzen, nur um irgendwann mal sagen zu können, „das stimmt doch gar nicht!“ Wie erbärmlich ihr doch seid, nur um eure Apologetik weiter verteidigen und eure Vorurteile weiter bedienen zu können.“ Jetzt, frag ich mich wirklich, ob dir die Doppelmoral bald sauer aufstoßen wird, Geier. 😉

  18. aron2201sperber Says:

    Meine japanische Freundin hat sich bei mir gemeldet, es geht ihr den Umständen entsprechend gut, auch wenn die vielen Nachbeben immer noch große Probleme verursachen.

  19. „Den Kapitalismus-Reaktor einfach abschalten“ « Aron Sperber Says:

    […] in der deutschen Berichterstattung die 20.000 realen Toten der japanischen Naturkatastrophe von Anfang an in den […]

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