Bengasi gefährlicher als Tripolis?

Wenn man die libyschen Aufständischen mit Luftangriffen unterstützt, riskiert man damit, die Pattstellung zwischen Gaddafi und seinen Gegnern von Bengasi zu zementieren.

Ein Sprecher der Obama-Administration verkündete zu Beginn der NATO-Operation, dass nach dem „Irakdesaster“ nur Menschen mit einem „Gehirnschaden“ für den Einsatz von Bodentruppen in der arabischen Welt optieren würden.

Dabei hat gerade der Irakkrieg gezeigt, dass es in der islamischen Welt nicht ausreicht, einen Despoten einfach nur zu stürzen.

Wären die Amerikaner 2007 aus dem Irak abgezogen, wie es sämtliche Demokraten gefordert hatten, hätten sie ein „Mekka“ für Jihadisten hinterlassen.

Stattdessen verstärkte Bush die Streitkräfte, sodass diese endlich in der Lage waren, die Aufstände der Jihadisten niederzuschlagen.

Wie durch ein Wunder verschwand mit den Jihadisten auch der Terror weitgehend.

Überall, wo es in der islamischen Welt Instabilität gibt, werden Jihadisten angezogen wie Schmeißfliegen von Exkrementen.

Nicht die „westliche Ungerechtigkeit“, sondern der Islam produziert jene perspektivlosen jungen Männer, die sich nichts sehnlicher wünschen, als wie der Prophet in den heiligen Krieg zu ziehen.

Würde man analytisch auf die Erfahrungen mit den Taliban zurückblicken, sollte es auch klar sein, dass es nicht gleichgültig ist, durch welche Art von Stabilität man einen von den Jihadisten geführten Bürgerkrieg wieder beendet.

Überläßt man den heiligen Kriegern ein ganzes Land, braucht man sich nicht zu wundern, wenn daraus eine Ausgangsbasis für weiteren Krieg und Terror entsteht.

Auch die die Russen machten mit Tschetschenien ähnliche Erfahrungen.

Den Tschetschenienkonflikt konnten sie nur beenden, indem sie in Grosny einen „kleinen Gaddafi“ installierten.

Trotzdem gibt ausgerechnet Putin nun „weise Ratschläge“, wie man sich der islamischen Welt gegenüber nicht zu verhalten hätte.

Gaddafi war in der Zeit des kalten Krieges der größte Terrorpate.

Die PFLP wurde zwar großzügig finanziert, trotzdem ließen sich die Palästinenser nur sehr begrenzt für Gaddafis persönliche Terrorstreiche einspannen.

Gaddafi standen neben den eigenen Agenten daher lediglich westeuropäische Revoutionsromantiker, die vom schmierigen Terrorsöldner Carlos angeführt wurden, zur Verfügung.

Selbstmordanschläge hätte für Gaddafi jedoch niemand verübt.

Das machen die islamischen Jungmänner nur für die 72 Jungfrauen, die Allah seine Märtyrern versprochen hat.

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6 Antworten to “Bengasi gefährlicher als Tripolis?”

  1. King Kong Says:

    Schau mal, wer da kämpft:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/schau_mal_wer_da_kaempft/

  2. Der Führerbunker lässt grüßen « Aron Sperber Says:

    […] ist mir klar, dass auf Gaddafi nicht unbedingt etwas Besseres folgen […]

  3. Gaddafi-Terror in Oslo? « Aron Sperber Says:

    […] Gaddafi würde sich kein Dschihadist selbst in die Luft […]

  4. Rebellen ermorden ihren eigenen Kommandanten « Aron Sperber Says:

    […] ist leider zu befürchten, dass auf Gaddafi nicht unbedingt etwas Besseres folgen […]

  5. Gaddafi am Ende? « Aron Sperber Says:

    […] ist leider zu befürchten, dass auf Gaddafi nicht unbedingt etwas Besseres folgen […]

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