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Ustica – Italiens Lockerbie

Juni 14, 2011

Am Abend des 27. Juni 1980 stürzte Itavia-Flug 870, eine Douglas DC-9, nördlich der italienischen Insel Ustica auf dem Wege von Bologna nach Palermo aus zunächst ungeklärter Ursache ins tyrrhenische Meer. Alle 81 Insassen starben bei diesem Flugzeugunglück, das als „Strage di Ustica“ (das Ustica-Blutbad) in Italien bekannt wurde.

Bereits am nächsten Tag wurde vom Geheimdienst SISMI ein falsches Bekennertelefonat an den „Corriere della Sera“ getätigt, in dem die rechtsextremen NAR die Verantwortung für den Anschlag übernahmen.

Nachdem sich das Bekenntnis der NAR als „Fake“ erwies, ging man zunächst von einem technischen Gebrechen der DC-9 aus.

Erst Jahre später kam es zu einer gerichtlichen Untersuchung des Falles.

In den 90er-Jahren kamen die vom Gericht beauftragten, internationalen Sachverständigen zu dem Schluß, die DC-9 sei durch eine Bombenexplosion abgestürzt.

Hätte man in jene Richtung weiter ermittelt, wäre man wohl schnell auf Gaddafi gestoßen.

Zu jenem Zeitpunkt wußte man bereits von Libyens Verantwortung für Lockerbie:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lockerbie-Anschlag

Auch die Absturzursache für eine im Niger verunglückte französische Passagiermaschine war bereits bekannt:

http://de.wikipedia.org/wiki/UTA-Flug_772

Eine Minderheit der Sachverständigen ging von einem Zusammenstoß mit einem anderen Flugzeug aus – auch in diesem Fall wäre man wohl schnell bei Gaddafi gelandet, da eine in Kalabrien abgestürzte libysche MiG wenige Tage nach dem Unglück von Ustica aufgefunden worden war.

Stattdessen wurde die „unglaublichste Theorie“, welche von Gaddafis italienischen Geschäftsfreunden ins Spiel gebracht worden war, zur populärsten Erklärung für Ustica.

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