Ustica – Italiens Lockerbie

Am Abend des 27. Juni 1980 stürzte Itavia-Flug 870, eine Douglas DC-9, nördlich der italienischen Insel Ustica auf dem Wege von Bologna nach Palermo aus zunächst ungeklärter Ursache ins tyrrhenische Meer. Alle 81 Insassen starben bei diesem Flugzeugunglück, das als „Strage di Ustica“ (das Ustica-Blutbad) in Italien bekannt wurde.

Bereits am nächsten Tag wurde vom Geheimdienst SISMI ein falsches Bekennertelefonat an den „Corriere della Sera“ getätigt, in dem die rechtsextremen NAR die Verantwortung für den Anschlag übernahmen.

Nachdem sich das Bekenntnis der NAR als „Fake“ erwies, ging man zunächst von einem technischen Gebrechen der DC-9 aus.

Erst Jahre später kam es zu einer gerichtlichen Untersuchung des Falles.

In den 90er-Jahren kamen die vom Gericht beauftragten, internationalen Sachverständigen zu dem Schluß, die DC-9 sei durch eine Bombenexplosion abgestürzt.

Hätte man in jene Richtung weiter ermittelt, wäre man wohl schnell auf Gaddafi gestoßen.

Zu jenem Zeitpunkt wußte man bereits von Libyens Verantwortung für Lockerbie:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lockerbie-Anschlag

Auch die Absturzursache für eine im Niger verunglückte französische Passagiermaschine war bereits bekannt:

http://de.wikipedia.org/wiki/UTA-Flug_772

Eine Minderheit der Sachverständigen ging von einem Zusammenstoß mit einem anderen Flugzeug aus – auch in diesem Fall wäre man wohl schnell bei Gaddafi gelandet, da eine in Kalabrien abgestürzte libysche MiG wenige Tage nach dem Unglück von Ustica aufgefunden worden war.

Stattdessen wurde die „unglaublichste Theorie“, welche von Gaddafis italienischen Geschäftsfreunden ins Spiel gebracht worden war, zur populärsten Erklärung für Ustica.

Werbeanzeigen

Schlagwörter: ,

8 Antworten to “Ustica – Italiens Lockerbie”

  1. Der afrikanische Breivik « Aron Sperber Says:

    […] Libyen durfte ein solcher sogar 40 Jahre den Staat lenken. Like this:LikeSei der Erste, dem dieser post […]

  2. Merci Sarkozy « Aron Sperber Says:

    […] https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/06/14/ustica-italiens-lockerbie-2/ […]

  3. Neues altes Urteil zu Ustica « Aron Sperber Says:

    […] https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/06/14/ustica-italiens-lockerbie-2/ […]

  4. Als libysches Öl europäische Ermittlungen behinderte « Aron Sperber Says:

    […] https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/06/14/ustica-italiens-lockerbie-2/ […]

  5. Neues Urteil ohne neue Beweise « Aron Sperber Says:

    […] https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/06/14/ustica-italiens-lockerbie-2/ […]

  6. Ausbeutung der Opferangehörigen | Aron Sperber Says:

    […] der gerichtlichen Aufarbeitung des Ustica-Falles spielte der Angehörigen-Verband eine entscheidende […]

  7. Strafaktion gegen Russland? | Aron Sperber Says:

    […] Sein Meisterstück war jedoch Ustica. […]

  8. Warum Terror für Opfer nicht “bono” ist | Aron Sperber Says:

    […] Sein Meisterstück war jedoch Ustica. […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: