Archive for 1. Juli 2011

„Stille Post“

Juli 1, 2011

So habe das Zimmermädchen laut „NYT“ einen Tag nach dem inkriminierten Vorfall mit einem inhaftierten Mann telefoniert. In dem Telefonat, das aufgezeichnet worden sei, habe sie besprochen, welche Vorteile sie „von der Weiterführung der Vorwürfe“ gegen Strauss-Kahn haben könnte.

(Der Spiegel)

So soll sie am Tattag mit einem inhaftierten Mann über die Möglichkeit gesprochen haben, mit Vorwürfen gegen den Franzosen Geld zu machen.

(ORF)

Die „NY Times“ und die „Asylbetrügerin“

Juli 1, 2011

Die „NYT“ berichtete unter Berufung auf zwei „gut platzierte Justizquellen“, Srauss-Kahns Fall stehe „kurz vor dem Kollaps, weil die Ermittler erhebliche Lücken in der Glaubwürdigkeit des Zimmermädchens entdeckt haben“.

Die NY Times ist normalerweise die „Anwältin“ der „Armen, Schwachen und Unterdrückten“.

Naturgemäß müsste sie also zur farbigen Asylantin, deren Lebensgefährte wegen Gras im Gefängnis sitzt, und die sich als Zimmermädchen alleine durchschlagen musste, halten.

Wenn der Angeklagte jedoch ein – der NY Times sympathischer – europäischer Sozialist ist, wird die Afrikanerin als „Asylbetrügerin“, die in „Geldwäsche“ und „Drogenhandel“ verwickelt sei, präsentiert.

Von Strauss-Kahns Anwälten waren solche Argumente zu erwarten.

Die NY Times und ihre „gut platzierten Justizquellen“ haben den Anwälten den häßlichen Job der „Schmutzwäsche“ abgenommen.

Wenn die „Schmutzwäsche“ von der Staatsanwaltschaft kommt, ist sie natürlich auch viel überzeugender, als wenn sie von den parteiischen Anwälten vorgebracht worden wäre.

Sehr praktisch für eine Zeitung, wenn man seine Leute in der Staatsanwaltschaft sitzen hat.

Aber auch ein wenig erschreckend…