Die „NY Times“ und die „Asylbetrügerin“

Die „NYT“ berichtete unter Berufung auf zwei „gut platzierte Justizquellen“, Srauss-Kahns Fall stehe „kurz vor dem Kollaps, weil die Ermittler erhebliche Lücken in der Glaubwürdigkeit des Zimmermädchens entdeckt haben“.

Die NY Times ist normalerweise die „Anwältin“ der „Armen, Schwachen und Unterdrückten“.

Naturgemäß müsste sie also zur farbigen Asylantin, deren Lebensgefährte wegen Gras im Gefängnis sitzt, und die sich als Zimmermädchen alleine durchschlagen musste, halten.

Wenn der Angeklagte jedoch ein – der NY Times sympathischer – europäischer Sozialist ist, wird die Afrikanerin als „Asylbetrügerin“, die in „Geldwäsche“ und „Drogenhandel“ verwickelt sei, präsentiert.

Von Strauss-Kahns Anwälten waren solche Argumente zu erwarten.

Die NY Times und ihre „gut platzierten Justizquellen“ haben den Anwälten den häßlichen Job der „Schmutzwäsche“ abgenommen.

Wenn die „Schmutzwäsche“ von der Staatsanwaltschaft kommt, ist sie natürlich auch viel überzeugender, als wenn sie von den parteiischen Anwälten vorgebracht worden wäre.

Sehr praktisch für eine Zeitung, wenn man seine Leute in der Staatsanwaltschaft sitzen hat.

Aber auch ein wenig erschreckend…

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11 Antworten to “Die „NY Times“ und die „Asylbetrügerin“”

  1. masterX Says:

    Lieber Aron,
    wieso fällt es dir so schwer zu akzeptieren, dass sie nicht unschuldig ist? Sie hat in mehreren Punkten gelogen und scheinbar gibt es immer mehr Indizien, dass es eben keine Vergewaltigung war. Akzeptiere das und fang jetzt nicht an die Staatsanwälte und die NYT als die Schuldigen hinzustellen.

    • aron2201sperber Says:

      Lieber masterX

      es geht nicht darum, ob sie „unschuldig“ ist, sondern darum, ob sich DSK gegen ihren Willen sexuell an ihr „bedient“ hat.

      selbst wenn es keine brachiale Vergewaltigung, sondern nur eine sexuelle Belästigung war, ist seine Tat zu verurteilen.

      natürlich nur dann, wenn er tatsächlich „schuldig“ gesprochen wird.

      was noch von den Gerichten (und nicht von der NY Times) zu klären ist…

  2. aron2201sperber Says:

    Als Ayaan Hirsi Ali damit begann, den Gutmenschen auf die Nerven zu gehen, hatte man auch keine Hemmungen, ihr die Asyl-Schwindeleien, die man ansonsten nach Kräften fördert, vorzuhalten:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,416018,00.html

    http://www.hagalil.com/archiv/2006/05/ali.htm

  3. Artur Says:

    Was ist daran erschreckend, wenn eine Zeitung Quellen in der Staatsanwaltschaft hat? Eine gute Zeitung sollte überall an Informationen kommen, sprich: Quellen haben. Bei der Staatsanwaltschaft genau so wie bei der Mafia. So funktioniert Journalismus, wenn er über das Abschreiben von Pressemitteilungen hinausgehen soll.

    • aron2201sperber Says:

      guter investigativer Journalismus mit eigener Recherche, die dann vielleicht zu Gerichtsverfahren führt, ist die eine Sache.

      vertrauliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft durch Informanten zu erhalten und öffentlich zu machen, eine völlig andere…

      • Artur Says:

        Journalisten sind keiner Staatsräson und keiner Moral verpflichtet, sondern nur den Fakten. Jede Information – so sie denn für die Öffentlichkeit relevant ist – muss veröffentlicht werden. Alles andere ist Verlautbarungs- oder Gesinnungsjournalismus.

  4. masterX Says:

    Lieber Aron,
    Es geht sehr wohl auch darum, ob sie unschuldig ist, denn in weiterer Folge wird auch gegen sie ermittelt werden.
    Und ja, was ist denn, wenn sie wirklich gelogen hat? Darf dann die StA keine Zweifel – nach weiteren Ermittlungen – an ihrer Glaubwürdigkeit einräumen? Was bitte ist denn daran so verwerflich, dass die NYT davon Wind bekommen und das aufgegriffen hat? Als deiner Meinung so befangenes Blatt, haben sie eher objektiv reagiert und nicht stur, ihre – deiner Meinung nach- linke und opferfreundliche Seite beibehalten. Und der StA jetzt zu unterstellen – die anfangs absolut auf der Seite der Nebenklägerin stand – dass sie „Schmutzwäsche“ wäscht, ist ziemlich vermessen von dir.
    Ich bin sicher der erste, der geneigt ist den Opfern zu glauben, aber in diesem Fall wird ein unschuldiger, mächiger Mann schwer denunziert! Und es passt perfekt: Sozialist und dann noch Jude – Pfui Teufel!
    mit besten Grüßen MasterX

  5. Die „Wende“ um Dominique Strauss-Kahn « Aus dem Hollerbusch Says:

    […] die aus der Ferne wohl nicht zu beurteilen ist. Das hält aber etliche „Qualitätsmedien“, angefangen bei der New York Times (siehe Aron Sperber), nicht davon ab, zuerst Strauss-Kahn, jetzt aber das Zimmermädchen in den Orkus zu stoßen, wie […]

  6. aron2201sperber Says:

    das Zimmermädchen hat bei ihrem Asylverfahren gelogen, es hat über ihren Lebensgefährten und seine kriminellen Machenschaften gelogen.

    Was den Sex betrifft, hat jedoch DSK nachweislich gelogen.

    wollte sich das Zimmermädchen mit der Geschichte bereichern?

    wie das Telefont zeigt, wohl ja.

    die entscheidende Frage ist jedoch, ob sie sich, nachdem sie Opfer einer Sex-Attacke wurde, daraus Kapital schagen wollte.

    oder ob das Gante vorher geplant und inszeniert war.

    dafür wurden jedoch selbst von den „gut platzierte Justizquellen“ keine Hinweise geliefert.

  7. sozialisten-jaeger Says:

    wenn man sich das verhalten anschaut, das dieser salon-bolschewik in der vergangenheit gegenueber frauen an den tag gelegt hat, ist man geneigt, dem zimmermaedchen zu glauben.

    zumal es doch sehr merkwuerdig erscheint, dass der salon-bolschewik zunaechst behauptet hat, er sei zum „tatzeitpunkt“ mit seiner tochter zum essen gewesen und dann, als die spermaspuren eindeutig waren, seine aussage dahingehend aenderte, dass der sex, den es ja zunaechst gar nicht gegeben haben soll, einvernehmlich war.

    also hat der sozialist ebenfalls zumindest ein mal gelogen!

    was daneben seitens des zimmermaedchens an asylmissbrauch, verwicklung in drogengeschaefte, etc. im raum steht, steht auf einem anderen blatt und muss separat be- bzw. verhandelt werden.

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