Misik und die „geistige Mittäterschaft“

Misik bezichtigt „Broder & Co“ der „geistigen Mittäterschaft“ für Breiviks Wahnsinns-Taten:

http://derstandard.at/1311802375442/Videocast-von-Robert-Misik—Folge-192-Der-einzelnste-Einzeltaeter-aller-Zeiten

Robert Misik verfasst regelmäßig Pamphlete gegen Kapitalisten, Reiche und andere Unmenschen.

Würde ein Psycho ein Massaker gegen Banker verüben, und sich dabei auf „Kapitalismus-Kritiker“ berufen, möchte ich gerne sehen, ob Herr Misik dann auch die Verantwortung für seine angebliche „geistige Mittäterschaft“ übernehmen wird.

Hätte man in den 70er Jahren alle linksradikalen Vordenker wie Robert Misik für den Terror der RAF als „geistige Mittäter“ verfolgt, würde Robert Misik wohl zweimal nachdenken, bevor er so etwas schreibt.

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12 Antworten to “Misik und die „geistige Mittäterschaft“”

  1. American Viewer Says:

    Einzeltäter kommen nicht aus dem Nichts.

    1. Hängt er sich da ganz schön weit aus dem Fenster wie alle Medien. Wenn Breivik nämlich wirklich eine Psychose hat, kommt er tatsächlich „aus dem Nichts“.

    2. Werde ich das Gefühl nicht los, dass er so etwas nie über linke und muslimische „Einzeltäter“ schreiben würde. Die kommen alle irgendwie „aus dem Nichts“. Oder der böse Kapitalismus zwingt sie ihre Schwester ehrenzumorden. So in die Richtung.

    • aron2201sperber Says:

      die RAF kam auch nicht aus dem „nichts“

      trotzdem wurde Dutschke (zu Recht) nicht für die Morde der RAF verantwortlich gemacht.

      umgekehrt machte man die „Springer-Journaille“ natürlich schon für den Mordversuch an Dutschke verantwortlich.

      die Doppelmoral haben Linke schon seit jeher gepachtet

      • American Viewer Says:

        Dutschke ist sicherlich nicht für die Taten der RAF verantwortlich das stimmt. Jeder ist für seine Taten selber verantwortlich. Das will den Linken aber nicht ins Hirn. Jedenfalls nicht, wenn es um den politischen Gegner geht.

        Trotzdem war Dutschke natürlich alles andere als ein „ökopazifistischer, jesusartiger SDS-Führer“. Seine Einstellung zur Gewalt war extrem widersprüchlich. Das stellen auch linke Autoren wie Leggewie und seine Frau fest.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Rudi_Dutschke#Diskurs_um_die_Gewaltfrage

        Dahrendorf meinte treffend über Dutschke:
        „Er war ein konfuser Kopf, der keine bleibenden Gedanken hinterlassen hat.“

        Vielleicht liegt es daran, das sich Ausländer bin, aber immer wenn ich Gedanken zum Beispiel von Hegel, Marx, Adorno oder Dutschke lese oder höre, bekomme ich Kopfweh. Für mich ist das prätentiöser Schmu, leidlich getarnt durch monströse Sprachungetüme

    • Guerrero Says:

      2. Du meinst doch, durch ihre schwierige Kindheit und ihr schlechtes soziales Gefüge sind sie aus dem Leben geworfen worden und haben sich als letzte soziale Rebellion selbst aus dem Leben gesprengt.

      • American Viewer Says:

        ja genau. die worte haben mir gefehlt.

        auch interessant:
        man würde selbst-in-die-luft-sprenger ja eigentlich auch für verrückt halten mehr. aber dadurch, dass es so viele machen, gilt diese massenpsychose nicht mehr als psychose. ist doch interessant.

        eine sekte gilt auch so lange als sekte, bis sie genug anhänger hat. dann spricht man von religion.

  2. Free_Speech Says:

    Au Backe… wenn´s genügend – dann Religion.
    Traurig aber wahr.
    Da kann diese „Ideologie“ noch so faschistisch sein, das Gebetbuch noch so ketzerisch und gegen Andersgläubige hetzend, schon stellen sich Gutmenschen als vermeintliche Bewahrer der Demokratie davor, nicht bemerkend, dass sie sich das eigene Grab schaufeln.
    Aber vielleicht braucht´s ja für den Spruch: „Nicht vom Kakao trinken, durch den man gezogen wird“ etwas mehr, wie 3 Semester Sozialpädagogik…

  3. aron2201sperber Says:

    Misik in seinem Video-Blog:

    http://derstandard.at/1311802375442/Videocast-von-Robert-Misik—Folge-192-Der-einzelnste-Einzeltaeter-aller-Zeiten

    „was für einen Aufschrei hätte es gegeben, wenn ein Grüner Politiker die Motive der RAF nicht verurteit hätte“

    bei den Grünen musste sich nie ein Mensch von der Ideologie der RAF distanzieren, höchstens von der Gewalt – im Gegenteil:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2009/05/26/ein-ddr-spion-feixt-gegen-den-rechtsstaat/

    die Anwälte der RAF und späteren Führungsfiguren der Grünen und SPD forderten das Gericht sogar auf, die Ideologie der „politisch Verfolgten“ als Rechtfertigung für die Morde anzuerkennen.

  4. aron2201sperber Says:

    in Joschka Fischers Auto wurden sogar Waffen transportiert, die von den „Revolutionären Zellen“ für ihre Terrorattentate verwendet wurden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Joschka_Fischer

    natürlich hatte er von alldem „nichts gewusst“…

    „Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“,[7] leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs Landshut, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete, und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe.“

  5. aron2201sperber Says:

    ich kann mich nicht erinnern, dass Herr Misik die Verantwortung für diesen Mord übernommen hätte:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pim_Fortuyn

    Van der Graaf verweigerte zunächst die Aussage zu seinen Motiven und sagte später im Prozess 2003 aus, „Muslime schützen“ zu wollen.[3] Fortuyn hätte diese als „Sündenböcke“ benutzt und sich auf Kosten der „schwächsten Teile der Gesellschaft“ politisch profiliert.[4]. In Vernehmungen äußerte van der Graaf, dass er schon ein halbes Jahr lang überlegt habe, wie er Fortuyns Aktivitäten stoppen und ihn zum Schweigen bringen könne, es fiel ihm später auch schwer, sich von dem Mord zu distanzieren. Familienangehörige Fortuyns trugen Pelzkleidung während der Verhandlung, um dem Tierrechtler gegenüber ihre Präsenz und Abscheu zu zeigen.

  6. Der vergessene Tod eines „Rechtspopulisten“ « Aron Sperber Says:

    […] kann mich nicht daran erinnern, dass Rechtspopulismus-Kritiker wie Misik & Co die Verantwortung für diesen Mord übernommen […]

  7. Anders als bei Breivik? « Aron Sperber Says:

    […] https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/07/29/misik-und-die-geistige-mittaterschaft/ […]

  8. Mies von Misik beraten | Aron Sperber Says:

    […] Misik selbst beim lachs-rosa Standard, wo er einen unfreiwillig komischen Video-Blog betreibt, nicht wirklich ernst […]

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