Rebellische Dankbarkeit

Die „Rebellen“ haben noch nicht einmal das ganze Land unter Kontrolle gebracht.

Und schon werden unverschämte Töne in jene Richtung gespuckt, die ihnen den Sieg gegen den Diktator ermöglicht hatte:

Tripolis – Der verurteilte und später freigelassene Lockerbie-Attentäter Abdelbaset al-Megrahi wird nicht an den Westen ausgeliefert. Das sagte ein Minister des libyschen Nationalen Übergangsrates am Sonntag. „Wir werden keinen libyschen Bürger dem Westen übergeben“, sagte der für Justiz zuständige Mohammed al-Alagi in Tripolis. Megrahi sei bereits einmal vor Gericht gestanden und werde sich nicht noch einmal verantworten müssen.

Den kleinen Lakaien dürfen sich die „Rebellen“ allerdings ohnehin gerne behalten.

Der Auftraggeber muss jedoch schleunigst vor ein westliches Gericht gestellt werden.

Sonst haben sich die „Rebellen“ selbst ein paar Bomben verdient.

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5 Antworten to “Rebellische Dankbarkeit”

  1. American Viewer Says:

    Ich weiß nicht, was du immer mit deinen westlichen Gerichten hast. Die Israelis haben doch auch nicht verlangt man solle Hussein wegen seiner Raketenangriffe ausliefern. Das ist ein bisschen arg daneben. Gaddafi hat in Libyen so viele monströse Verbrechen begangen, das reicht für ein paar Tausend Stricke um den Hals.

    Die Carla Del Pontes dieser Welt haben mehr als genug Verfahren in denen sie sich wichtig machen können. Gaddafi ist allein Sache der Libyer.

  2. aron2201sperber Says:

    zumindest die Franzosen haben jedes Recht die Auslieferung gewisser Libyer zu fordern:

    http://de.wikipedia.org/wiki/UTA-Flug_772

    Die französischen Behörden benannten sechs Libyer als Hauptverdächtige, deren Auslieferung Tripolis verweigerte.[4] Ein Pariser Schwurgericht befand 1999 diese sechs libysche Männer für schuldig, das Attentat durchgeführt zu haben:[5] Einen Mitarbeiter der libyschen Botschafter in Brazzaville, mehrere Geheimdienstoffiziere und den stellvertretenden Geheimdienstchef Libyens, Abdullah al-Senussi, ein Schwager Gaddafis. Die Angeklagten wurden in Abwesenheit verurteilt, weil Libyen sie nicht an Frankreich auslieferte, und können Libyen seither nicht mehr verlassen. Nach wie vor beteuern libysche Stellen, für den Anschlag nicht verantwortlich zu sein.

  3. Alreech Says:

    „Megrahi sei bereits einmal vor Gericht gestanden und werde sich nicht noch einmal verantworten müssen.“

    Da haben die Libyer im Prinzip auch recht. Großbritannien hat den Mann laufen lassen, warum soll man ihn jetzt wieder zurück schicken ?

    • aron2201sperber Says:

      darum schrieb ich auch:

      Den kleinen Lakaien dürfen sich die „Rebellen“ allerdings ohnehin gerne behalten.

      Die Briten sind selbst schuld, wenn sie ihn laufen gelassen haben.

      grundsätzlich sind kriminelle „libysche Staatsangehörige“ jedoch sehr wohl an den „Westen“ auszuliefern – insbesondere der Oberkriminelle Gaddafi

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