Sexistische Opern und lange Moscheenächte

Keine Frage: Anfang des 19. Jahrhunderts, als Rossini die Oper schrieb, waren die Türken generell nicht hoch angesehen. Aber ungebrochen werden die Vorurteile auf der Bühne der Staatsoper tradiert, garniert mit Nationalstolz („Wir Italiener sind klüger!“) und jeder Menge Sexismus. Ildar Abdrazakov darf als Mustafà drei Stunden den Affen machen. Und das im Wortsinn: Hat er doch ein Trikot voller zotteliger Haarbüscheln zu tragen.

http://derstandard.at/1319183247259/Kulturglosse-Der-Tuerke-als-Affe

Italienische Opern müssen von „Sexismus“ und „Nationalstolz“ gesäubert werden.

Der Islam darf hingegen bleiben, wie er ist.

Schließlich ist Wien dank Medien wie dem „Standard“ eine Hauptstadt des Kulturrelativismus.

Davon konnte man sich heute bei der euphorischen Berichterstattung über die „Lange Nacht der Moscheen“ wieder einmal überzeugen:

http://derstandard.at/1319183275500/Wien-Erfolgreiche-erste-Lange-Nacht-der-Moscheen

Eine „Lange Nacht der Scientology-Tempeln“ wäre hingegen als Skandal angeprangert worden.

Wiewohl es sich dabei um die wesentlich harmlosere Sekte handelt.

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9 Antworten to “Sexistische Opern und lange Moscheenächte”

  1. Ulrich Elkmann Says:

    Bei Hubbards Scientologie ist allerdings auch vielen Betrachtern klar, daß deren Schöpfer zu den „drei Betrügern“ der Neuzeit gehört, der das Schreiben von Groschenromanen satt hatte und lieber „einen auf Religion machte“, um den Dummen das Geld aus der Tasche zu ziehen; die beiden anderen KandidatInnen sind Madame Blavatsky und, in ihrem Kielwasser, Rudolf Steiner. Im Grunde sind alle drei Richtungen recht harmlose Bauerfängereien, in denen es nur darum geht, die Leichtgläbigen über den Löffel zu balbieren – das beißt sich mit dem aufklärerischen Impuls, Beutelschneider und Taschendiebe nicht neben die verdienten Honoratioren aufs Podest zu plazieren: dann sehen auch Ehrenmänner aus wie die Kölner Stadtverwaltung.
    Beim Propheten gibt’s zwar auch die Tradition, ihn unter den „drei Betrügern“ einzuordnen, als Tagedieb, der sich lieber als „Radio Gottes“ ausgab und dumme Nomaden aufhetzte, anstatt ehrlich zu arbeiten: neben Moses und Jesus (so das „Liber de tribus impostoribus“, auf französisch als „Livre du trois imposteurs“ um 1710 geschrieben, nachdem es jahrhundertelang als Gerücht existiert hatte), aber da könnten sich dann alle 3 Großen Religionen auf die Burka getreten fühlen (obwohl nur eine von denen so etwas tätlich übel zu nehmen scheint). Voltaire war der letzte, der den Propheten in dieser Rolle aufs Theater brachte – seit mittlerweile Jahrzehnten scheitert es in Zürich, das Stück auf die Bühne zu bringen.

    • aron2201sperber Says:

      ich glaube, wir sind uns einig, dass der Islam, da er von seinn Anhängern nicht nur als eine Religion, sondern auch als totalitäre Ideologie verstanden wird, alle ach so gefährlichen Sekten in den Schatten stellt

  2. V. Bauer Says:

    Nun das der Islam so bleiben darf wie ist verdanken wir nicht zu letzt seiner Bruderreligion dem Chrsitentum. Selbst bei uns lernen die Meisten von Kinderbeinen an : ein Gläubiger Mensch ist automatisch ein besser Mensch.
    Glaube an sich mag noch recht unproblematisch sein, schußendlich ist vieles was uns als Mensch ausmacht nur geglaubt. Ein Problem wird es wenn jemand Glauben zur Umsetzung einer Idiolgie gebraucht.
    Gottes Worte sind nicht angreifbar und somit hat man die ideale Hülle um bestimmte Werte, Lebensvorstellungen und politische Ziele ideal ein zu kapseln. Das ist bei wohl der überwiegenden Anzahl aller Religionen so.
    Wir müssen lernen die Ziele von Religionen genau so zu betrachten wie bei anderen Idilogien, Homophobie, unterdrückung der Frauen, Feindlichkeit gegen Andersdenkende nicht als bei Religionen mehr akteptibare Eigenschaft zu sehen (da ja Religion etwas gutes sein MUSS), sondern dagegen genau so vor zu gehen wie gegen Idiolgien die der Wahrheit zumindest in einbem Punkt näher stehen, nämlich dass sie zugeben von Menschen gemacht zu sein.

  3. Иосиф Виссарионович Джугашвили Says:

    Genossen und Genossinnen!

    Vergeudet Eure kostbare und bemessene Zeit nicht mit selbstberieselndem aufklärerischem Geschwätz. Die bolschewikische Revolution, die einzig gültige Heilslehre der schon zu Moses‘, Jesu und (besonders!) Mohammeds von Blutsaugern ausgebeuteten werktätigen Massen, fußt ausschließlich auf den alten und neueren Testamenten von Marx, Engels, Lenin. Mao und meiner Wenigkeit.

    Tut mir leid, dass wir so wenige Religionsstifter haben, aber beim Barte des Proleten: Den Renegaten Trotzki mussten wir wirklich streichen, wobei Romy Schneider sich durch ihre konterrevolutionäre Linientreue in den Annalen unserer weltumspannenden Befreiungsbewegung vom Joch des Manchesterkapitalismus unsterblich gemacht hat.

    Vergesset Trittbrettfahrer à la Rudolf Steiner und L. Ron Hubbard, die unsere einfühlsame Genickschuss- Gulag-Pädagogik plagiiert haben, um sie rechtsrevanchistisch zu missbrauchen. Trunkene, aber gewinnsüchtige Rosstäuscher, Gernossen!

    Wie manche wissen, war ich Schüler eines zaristisch orthodoxen Gymnasiums, ehe die Revolution mich in ihre Arme schloss. Wie habe ich die Popen gehasst, wenn auch aus der Beschränktheit eines Teenies verständlich! Und wie sehr liebe ich sie heute, da ich erwachsen und konserviert in meinem Schrein in der Kremlmauer residiere und die Welt aus dem Blickwinkel eines sibirischen Windspiels betrachte!

    Nehmet zur Kenntnis, Genossen, dass ich A(a)rons Direktive vollinhaltlich teile: Nur der Kommunismus hat das Recht, als totalitäre Ideologie aufzutreten; alles andere ist aus juristischer Sicht eine Geschäftsführung ohne Auftrag. Wobei ich den Jesuiten noch eine gewisse Autorität zubilligen will, die im Verein mit uns russischen Orthodoxen die Verteidigung des Abendlandes wider orientalische Krummsäbel und Gebärfreudigkeit übernehmen könnten — wie anno 1529 und 1683 vor den Toren Vindobonas mit knapper Not gelungen, wenn auch nur dank eines polnischen Fürsten.

    Das heutige, zutiefst dekadente Wien, von Gulaschkommunisten, pseudokonservativen Opportunisten und grünen Gruftspionen verwaltet, würde den Dom St. Stephan über Nacht zur Moschee kastrieren lassen, sobald die Zahl der Muselmanen dem Erhalt ihrer Macht genügt.
    (Lernet daraus, Genossen, dass auch ein traditionell international orientierter gepolter Kommunist zu dem Ratschluss gelangen kann: Bis hierher, liebe Freunde der Steinigung — aber eure Kamele lassen wir nicht in unsere Fußgängerzonen!)

    Demnächst mehr, Genossen.
    Euer Josef

  4. Verharmlosung im Tripel-Pack | Aron Speiber Says:

    […] es kommt noch besser: Scientology ist für Aron Sperber auch nur eine „harmlose Sekte„, weil der Islam ja per Definition (seiner Privatdefinition, wohlgemerkt) das Allerschlimmste […]

    • aron2201sperber Says:

      Scientology ist eine als Religion getarnte Bauernfängerei

      aber wenigstens wird niemand dadurch gesteinigt oder an Baukränen aufgehängt (in dieser Beziehung kann der Islam auf einmal auch „modern“ sein)

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/01/30/ai-und-die-renaissance-der-menschenrechte/

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2009/03/23/der-klare-spitzenreiter/

      • aronspeiber Says:

        Du armer Wicht, auch Scientology hat genug Leben auf dem Gewissen, seien es etwa Leute, die in den Selbstmord getrieben wurden, nachdem sie durch teure Audits gezwungen wurden, Schulden aufzunehmen, oder Drogenkranke, denen eine fachgerechte Therapie vorenthalten und stattdessen durch Narconon teilweise massive gesundheitliche Schäden davontragen, oder Leute wie Lisa McPherson, die einfach umgebracht wurde.

        Witzig auch, dass du und deine Freunde immer von der angeblichen „Islamisierung“ jammern, einer großen islamischen Verschwörung gegen den Westen, für die es bedauerlicherweise aber keinerlei Beweise gibt, aber massiv staatsgefährdende Aktionen wie „Operation Snow White“ oder „Operation Freakout“, systematische Bespitzelung von Kritikern sowie Zensur dadurch, dass Kritiker in Form von Millionenklagen mundtot gemacht werden, all diese relativ konkreten Hinweise auf eine planmäßig durchgeführte Unterwanderung westlicher Demokratien, die tust du als einfache „Bauernfängerei“ ab.

  5. aron2201sperber Says:

    ja genau…

    „Ich armer Wicht“

    der nicht begreifen will, dass eine kleine Steinigung nichts gegen die Grausamkeit teurer Audits oder falscher Therapien für Drogenkranke ist.

  6. aron2201sperber Says:

    die islamische Therapie für Drogenkranke:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/01/30/ai-und-die-renaissance-der-menschenrechte/

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