Self-fulfilling prophecies

Die Tet-Offensive brachte den Umschwung im Vietnamkrieg.

Zwar erlitten die Vietcong derartig schwere Verluste, dass sie laut General Võ Nguyên Giáp in den nächsten 4 Jahren zu keinen größeren Operationen mehr fähig gewesen wären.

Propagandistisch und auf politischer Ebene war die Tet-Offensive für die Angreifer ein voller Erfolg. Als entscheidend erwies sich die Offensive in Hinblick auf die öffentliche Meinung in den USA. Durch die geschilderten Eindrücke des teilweise panikartigen Rückzuges amerikanischer Einheiten, die verlustreichen, brutalen und intensiven Kämpfe und vor allem auch den Angriff auf die amerikanische Botschaft setzte sich der Eindruck eines verlorenen und sinnlos gewordenen Krieges weiter durch.

Im Irak wäre es nach den Terrorjahren 2006 und 2007 auch fast so weit gewesen. Der Senat forderte einen bedingungslosen Abzug, der nur am Veto von Präsident Bush scheiterte.

Sobald sich die Überzeugung durchgesetzt hat, „ein Krieg sei nicht zu gewinnen“, wird diese Überzeugung zur „Self-fullfilling prophecy“.

Ab 1969 begann der Abzug der US-Truppen aus Südvietnam.

1973 hatten sämtliche Kampfverbände das Land verlassen.

1975 konnte das nordvietnamesische Regime ungestört Südvietnam erobern.

Die Folgen des Abzugs waren verheerend, auch wenn sich unser Mitgefühl für das Leid der vietnamesischen und der kambodschanischen Bevölkerung in Grenzen hielt.

http://dartcenter.org/content/camp-z30-d-survivors

Und selbst wenn man davon Notiz nahm, war natürlich nicht der Abzug, sondern die ursprüngliche „Einmischung“ schuld.

Wäre die USA 2007 aus dem Irak abgezogen, wären die Folgen wohl noch entsetzlicher als in Indochina gewesen. Was der „irakische Widerstand“, der sich aus Al Qaida, Baathisten und vom Mullah-Regime gesteuerten Schiiten zusammensetzte, mit dem Land angestellt hätte, kann man sich leicht ausmalen.

Natürlich hätte man auch in diesem Fall ausschließlich Bush die Schuld zugewiesen, da die Iraker ohne Bush noch von ihrem Saddam „befriedet“ geblieben wären.

2010 und 2011 waren für die Taliban-Terroristen erfolgreiche Jahre.

Und wieder haben wir einen Krieg, „der militärisch nicht zu gewinnen ist“.

Obwohl der Afghanistan-Krieg eigentlich der „gute Krieg“ war, den Obama auf seiner Agenda ganz oben positioniert hatte, reichen ein paar Terror/Tet-Offensiven aus, und schon würde man das Land am liebsten sofort wieder den „gemäßigten Taliban“ in den Rachen schmeißen.

Werbeanzeigen

Schlagwörter: , ,

2 Antworten to “Self-fulfilling prophecies”

  1. aron2201sperber Says:

    http://americanviewer.wordpress.com/2011/12/15/euro-irak-und-vietnam-self-fulfilling-prophecies/

  2. Kreuzritter Says:

    Ich hoere diese dumme Aussage immer wieder. Der Afghanistan Krieg kann nicht gewonnen werden, weil die Sowjets es schon nicht schafften, die Briten dort gescheitert sind und selbst Alexander der Grosse dort nicht zurecht kam.

    Alles Nonsens. Die Sowjets haetten nur mehr Ausdauer gebraucht. Die Afghanen sind naemlich mitnichten „gute“ Krieger oder Soldaten. Zaeh sind die Burschen, so viel ist richtig aber das wars auch schon. Der Krieg wird und wurde nie mit der notwendigen Konsequenz und den notwendigen Kraeften gefuehrt. Die westliche Presse hat sich besseres zu tun als jeden toten Taliban zum unschuldigen Zivilisten zu deklarieren, ISAF als neo Kolonialmacht zu diffamieren und generell den eigenen Truppen propagandistisch mit ihrem links pazifistischen Geschwalle in den Ruecken zu fallen. Von daher ist der Vergleich mit Vietnam passend. Die Amis hatten die Kommunisten so gut wie besiegt. Einige wenige beherzte Offensiven haette diesen Krieg vermutlich zu ihren Gunsten beendet. Dank der eigenen Presse und der linken Stimmungsmache kam es leider nicht dazu.

    Wird in Afghanistan nicht anders werden und die linke Journallie und ihre Autonomen Freunde werden sich freuen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: