Archive for 10. Januar 2012

Die imperialsten Antiimperialisten

Januar 10, 2012

Arprins letzter Beitrag hat mich nun auch zu einem kleinen Ranking inspiriert:

Platz 5: Fidel & Che

Begnügten sich nicht damit, ihren lateinamerikanischen Nachbarn ihre Revolution aufzudrängen, sondern schickten ihre Truppen sogar ins ferne Afrika.

Für einen kleinen Karibikstaat ohne funktionierende Wirtschaft keine schlechte Leistung.

„Viva la Revolucion“ macht eben mehr Spaß als ein öder Posten als Industrieminister, selbst wenn man dabei draufgehen kann.

Platz 4: Die Mullahs

Die iranischen Antiimperialisten mischen in Syrien auf Seiten des Baath-Regimes, im Libanon auf Seiten der Hisbollah, in Palästina auf Seiten der Hamas, im Irak auf Seiten schiitischer Extremisten und in Afghanistan auf Seiten ihrer talibanischen Ex-Erzfeinde mit.

Platz 3: Putin

Führte im eigenen Land einen Krieg gegen die Unabhängigkeit der Tschetschenen und in einem souveränenen Nachbarland einen Feldzug für die Unabhängigkeit der Osseten.

Außerdem wohnt kein Imperialist imperialer als Putin.

Platz 2: Josef Stalin

Tat sich zunächst mit Hitler zusammen, um sich halb Polen und das Baltikum einzuverleiben.

Hatte Glück, dass sich die Imperialisten später mit ihm gegen einen noch größeren Verbrecher verbünden mussten, und konnte so halb Europa als fette Kriegsbeute einstreichen.

Wenn Antiimperialisten durch Kriegsglück ihr Territorium ein wenig erweitern, ist es natürlich etwas völlig anderes als bei den imperialistischen Israelis.

Platz 1: Adolf Hitler

Spielte schon als Kind am liebsten „Bure gegen Engländer“ und bekämpfte als Großer die USA, hinter der (wie auch heute bei Antiimperialisten) das jüdische Großkapital steckte.

Hitler war bis zum bitteren Ende davon überzeugt, dass die Engländer auf seine Seite wechseln würden, um ihr „Empire“ zu retten.

Hitler hatte mit seiner Einschätzung über den Untergang des britischen Weltreichs als Folge des 2. Weltkriegs zwar recht.

Die Vernichtung der barbarischen Nazi-Tyrannei war Churchill dieser Preis jedoch wert.

Als Antiimperialist konnte Hitler nicht begreifen, dass es wichtigere Dinge gibt als irgendwelche Imperien.

„Champions des Antiimperialismus“

Januar 10, 2012

Beim Treffen zwischen den beiden „Champions des Krieges gegen den Imperialismus“ ging es lustig zu:

„Der Hügel wird sich öffnen und eine große Atombombe wird zum Vorschein kommen“, so Chavez. „Die Imperialisten glauben ja wirklich, dass Ahmadinejad und ich heute noch in den Keller des Miraflores Palastes gehen werden um die Raketen und Kanonen Richtung Washington abzuschießen. Das ist lächerlich.“

Ahmadinejad entgegnete die wohlwollende Haltung seines Freundes mit Urmamungen, Lobpreisungen („Champion des Krieges gegen den Imperialismus“) und einem Versprechen: „Wir werden immer zusammenstehen, auch wenn es arrogante Menschen gibt, die das nicht gerne sehen.“ (red/derStandard.at, 10.1.2012)

Doch bestimmt hatten die beiden Spaßvögel auch ernstes zu besprechen.

So wurden gewiß gemeinsame antiimperialistische Strategien gegen die „Erdebenwaffe“ und die „Krebskanone“ der verruchten Yankees entwickelt:

http://edition.presstv.ir/detail/116688.html

https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/12/29/hugos-paranoide-welt/