Archive for 10. Februar 2012

„Hitlers und Merkels Vabanquespiel“

Februar 10, 2012

Klein Augstein vergleicht Merkels Auftritt bei Sarkozy mit Hitlers „Vabanquespiel“:

Die deutsche Politik sollte für solche Spiele berüchtigt werden, von Friedrich über Bismarck zu Wilhelm und Hitler: Vabanque, es gilt die Bank, alles oder nichts. Merkel ist auch so eine Spielerin.

Die „Pastorentochter“ Merkel betreibe ein „gefährliches Eiferertum der Vernunft“:

Die Pastorentochter Merkel bleibt unbeirrt in ihrem Glauben: Schulden kommen von Schuld und verlangen nach Opfern. Dass solcher Schulden-Kapitalismus mehr mit Religion zu tun hat als mit Ökonomie, kommt im englischen Wort „redeem“ noch besser zur Geltung: Einlösen und erlösen. Merkel zeigt, dass auch Pragmatiker Fundamentalisten sein können und dass es ein gefährliches Eiferertum der Vernunft gibt. Merkel, so viel ist sicher, ist keine konservative Kanzlerin. Sie ist eine Radikale.

Sarkozy, der „Katholik mit jüdischen Wurzeln“, sei hingegen ein „nicht ernst zu nehmender Hans Rosenthal der französischen Politik“:

Ausgerechnet Sarkozy, ein Katholik mit jüdischen Wurzeln, ermöglicht den protestantischen Rigorismus der Pastorentochter aus der brandenburgischen Steppe. Ausgerechnet Sarkozy, über den sich die deutschen Zeitungen nicht genug in Spott ergehen konnten und gegenüber den das diplomatische Berlin beinahe alle Zurückhaltung fahren ließ. Sarkozy, das war mal die Botschaft vom Werderschen Markt, sei eine Art Hans Rosenthal der französischen Politik und ungefähr genauso ernst zu nehmen.

Mehr zu Augstein bei „American Viewer“:

http://americanviewer.wordpress.com/2012/01/28/show-me-some-ostrealo/

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